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Wo bleibt der Mensch?

Versteckt, verschanzt, eingesperrt leben wir in unserer Welt. Wir sitzen und hocken in unseren Zimmern, bauen unser Nest, Tag ein Tag aus, flüchten vor unserer Welt und bauen unsere eigenen Mauern und nennen es unser Zuhause. Viel Geld wird investiert, in teuren, schicken Kram, der unser Heim, unsere Zuflucht sichert und uns isoliert, verbarrikadiert vor der Welt. Selbst so manch ein Nachbar sieht uns kaum mehr noch, kennt vielleicht noch nicht einmal unseren Namen, so zurückgezogen leben wir, obwohl die Welt so groß, geradezu unendlich weit erscheint.

Mauern und Grenzen werden abgerissen, damit wir hier, wenn wir denn wollten, alle Städte, alle Wälder, jede Straße dieser Welt beschreiten können und dennoch wird mehr Geld für eine Couch, als für eine Reise ausgegeben und falls wir dann doch mal reisen, so führen sie uns eigentlich sowieso nicht allzu weit. Neue Kulturen, fremdes Essen, tiefe Seen, hohe Wasserfälle, wir sehen sie nicht, wir erleben sie nicht und wissen gar nicht, was auf unserer Welt eigentlich so existiert und bedächtig auf uns wartet, jeden Tag, bis es schwindet, bis es geht, vergänglich, wie sie ist, die Welt und wir würden niemals um sie erfahren.

 

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