Schreiben

Wie geht das, ein Buch zu schreiben?

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Statt heute kurze Geschichten oder Gedanken aufzuschreiben, widme ich mich einmal dem Schreiben selbst. Wie geht das eigentlich? Und wie zum Kuckuck schreibt man eigentlich ein Buch?

Inhalt

Um ein Buch schreiben zu können, benötigt man zunächst ein Thema, was sich wohl als größte Herausforderung entpuppen dürfte.  Es muss so viele Anforderungen erfüllen, dass man meinen könnte, sich eine unlösbare Aufgabe gestellt zu haben. Nur allzu oft habe ich Ideen aufgeschrieben, mir Gedanken dazu gemacht, sogar Anfänge begonnen und schließlich alles verworfen, weil ihnen das gewisse Etwas fehlte. Der Kick. Diese Sehnsucht, die man allein durch den Inhalt in einem selbst und vor allem später in dem Leser entfesseln muss, weiter lesen oder mehr erfahren zu wollen. Nur woher kriege ich solch ein Thema? Meine erste Antwort darauf: Viel, viel und dann noch einmal viel mehr Schreiben. Tag für Tag. Und seien es nur Gedankenfetzen, Stichworte oder Mindmaps. Die Ideen fallen nicht von selbst vom Himmel (naja, manchmal kann man auch Glück haben). Ihr müsst euch mit ihnen auseinander setzen. Die weitere Antwort, die ich euch geben kann: Lesen! Ja, Bücher anderer Autoren zeigen einem Wege, die man vielleicht auch begehen möchte, allerdings sollte man nicht in die allzu beliebte Falle tappen und ähnliche, gleiche oder abgewandelte Geschichten nachahmen. Es ist wichtig die eigene Welt zu erschaffen – kein Mensch möchte noch einen Twilight-Abklatsch lesen.

Das Genre

Worüber schreibe? Meistens neigt man dazu über Geschichten zu schreiben, die man selbst auch gerne liest. Daher sollte sich das Genre schon fast von alleine finden. Viele Autoren sind jedoch bekannte Alles-Leser. Einmal Querbeet, bitte! Wichtig ist es, dass euch vorher klar ist, in welchem Genre ihr euch bewegen wollt. Liebesroman oder Aktion-Thriller? Fantasy oder Sachbuch?

Der Anfang

Viele erzählen davon, dass ihnen der Anfang am schwierigsten gelingt und sie schon an der Stelle meistens scheitern. Ich muss gestehen, dass dieser Part sich bei mir eher einfach gestaltet. Warum? Weil ich einfach anfange! Klingt ein wenig blöd, ist aber so. Einfach beginnen. Der Angst ins Gesicht blicken und loslegen! Falls es nicht direkt gefällt, ker, dann könnt ihr es später ja wieder umschreiben 😉 – doch wichtig ist es endlich zu beginnen. Nicht tagelang murren und zucken und nicht wissen, wie man was machen und tun soll. Zur Inspiration könnt ihr euch an dieser Stelle natürlich wieder die Anfänge einiger Autoren anschauen. Begutachtet genau, wie sie den Anfang bewerkstelligen. Doch auch hier aufgepasst: Kein Copy&Paste!

Die Charaktere

Autoren legen in ihren Geschichten den Fokus unterschiedlich. Mir persönlich sind die Geschichten der einzelnen Charaktere sehr wichtig. Ich schreibe vorab mehrere Zusammenfassungen und skizziere ihr Leben grob, um die Dialoge und Handlungen so realistisch wie möglich darstellen zu können. Andere wiederum erzählen mehr, gehen mehr ins Detail, was die Welten betrifft oder der Kontext ist umfangreicher (bei Kriminalromanen geht es zum Beispiel bei der Handlung mehr zur Sache, mehr Verzweigungen, mehr Aktion, dafür können die Charaktere auf der Strecke bleiben, was das Buch jedoch keineswegs schlechter macht!). Selbstverständlich sind die Handlungen und die Orte trotzdem extrem wichtig und sollten ebenfalls detailreich und genauestens überdacht werden, um dem Leser die eigene Geschichte so nah wie möglich zu bringen.

Das Foto Writing wurde von Mike Thomas geschossen und auf flickr.com ausgestellt.

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10 Kommentare zu „Wie geht das, ein Buch zu schreiben?

  1. Es ist wirklich wichtig, viele Gedanken zu notieren, um die ‚richtige‘ Geschichte zu finden. Meiner Ansicht nach ist es jedoch auch so, dass man sich verlieben muss. Damit meine ich nicht diese flatterige, kurze Liebe, sondern eine intensive Liebe mit Höhen und Tiefen. Wer einen Roman schreibt, ist zu Beginn euphorisch und will alles auf einmal, dann kommt die Flaute. Man muss umdenken und mit den Fehlern der Geschichte leben lernen, dann erst kann man sich wirklich darauf einlassen und einen Roman beenden. Und das Schwierige ist tatsächlich, bis zum Ende durchzuhalten. Mir gelingt das nur bei einem verschwindend kleinen Teil meiner Ideen. Es geht mir also wie dir. In dem Sinne, gute Nacht. Der Beitrag hat mich gut unterhalten. 🙂

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  2. Freut mich zu hören 🙂 Der Ansicht bin ich auch! Der größte „Rausch“ traf mich bei meinem ersten Buch, überhaupt die Idee zu begreifen, dass man selbst tatsächlich soetwas bewerkstelligen kann. Und dem Ablauf kann ich auch beipflichten 😀 😀 😀 Ausdauer, das ist der Stoff aus dem Autoren gefertigt werden 🙂

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      1. Na aber sehr gern. 🙂 du kopierst den Text und darfst mich auch gern noch einmal verlinken. Anschließend suchst du dir drei oder mehr Blogger aus, die du gut findest und nominierst diese. Dann nur noch fix meine Fragen beantworten und die anderen Blogger ebenfalls eigene Fragen stellen. So kommt man nach und nach auf mehr interessante Blogs und „vernetzt“ sich so 😉

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  3. Mir geht es auch so! Ich habe unzählige Storys im Kopf, das kann manchmal echt schlimm sein. Aber inzwischen erkenne ich die „seriösen Ideen“ daran, dass sie immer und immer wieder auftauchen. Meistens sind es nur 1-2 Szenen, aber das ist für mich dann ein Zeichen, dass ich die Idee mal festhalten sollte.
    Und meine Charaktere bekommen auch einen netten Lebenslauf, samt Bilder, die dann als Stammbaum an meiner Wand kleben. Somit kann ich immer einen Blick drauf werfen (auch dann, wenn ich mal keine Lust oder keine Idee habe weiterzuschreiben!).
    Schreiben ist aber echt nicht einfach. Am Durchhaltevermögen haperts meistens. : (

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