Schreiben

Ein Buch schreiben

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Die Notizbücher

Weil so viele in dem letzten Beitrag über ihre eigenen Notizen und Geschichten zu ihren Büchern gesprochen haben, dachte ich, dass ich speziell diesen Teil noch einmal hervorhebe und eine Doppelseite aus meinem alten Notizbuch abfotographiere.

Das Skizzieren und genaue Beschreiben der Charaktere kann unglaublich viel Spass machen. Im Prinzip erschafft man in dem Moment einen Menschen oder ein Wesen und nur wir selbst entscheiden, wie derjenige auszusehen hat, was er mag, was derjenige hasst, liebt, isst, trinkt. Ist er mutig? Feige? Fröhlich? Gesellig? Den Hauptcharakter und auch einige Nebencharaktere muss man wenigstens genauso gut kennen, wie einen selbst. Vielleicht sogar ein wenig besser, schließlich kennt ihr die Schwächen und Stärken – Erst dann klingen und fühlen sich die Dialoge echt an! Wenn ihr die Geschichte schreibt, müsst ihr sie fühlen, sie sehen, wie einen inneren Film vor Augen. Die Story muss sich real anfühlen, dann wisst ihr auch, was ihr schreiben müsst. Manchmal sitzt man nur herum oder läuft umher und denkt, träumt vor sich her und irgendwann weiß man, was zu tun ist.

Die meiste Zeit eines Autors verbringt man mit Nachdenken. Grübeln. Zweifeln. Warten. Es wird viel Zeit verstreichen, bis sich das, was ihr dort niedergeschrieben habt, auch wirklich gut anfühlt. Doch erst dann ist es fertig.

Inhaltsverzeichnis

Um einen Überblick zu erhalten und grob zu erkennen, was wirklich geschehen wird, erstelle ich schon recht zu Beginn ein Inhaltsverzeichnis. Dieses verändert sich bestimmt an die hundert mal über die gesamte Zeit. Ok, ja etwas übertrieben, aber mitgezählt habe ich noch nie und es fühlt sich garantiert an, wie an die hundert mal. Einige Autoren nutzen reine Zahlen als Kapitelüberschriften. Bin ich persönlich kein Fan von. Ich liebe Überschriften á la Cornelia Funke. Dadurch fühlt sich jedes Kapitel wie ein kleines eigenes Buch im Buch an.

Ausdauer und der große Marathon

Oh ja, wir sind Marathonläufer. Wir müssen es sein. Wer glaubt, dass sich ein Buch in wenigen Wochen vom ersten bis zum letzten Satz ganz easy runterschreiben lässt, nun der hat noch nie ein Buch geschrieben! Ok. Natürlich gibt es Autoren die das geschafft haben. Was nicht bedeutet, dass es jedem so ergeht. Jeder unter uns hat sein eigenes Leben, die eigene Geschichte zu erzählen und so werden wir alle auch auf verschiedenster Weise voranschreiten.
Es wird viele Tiefs geben, Tage, an denen euch nichts einfällt oder ihr schlicht keine Motivation habt, weiterzuschreiben. Nur allzu oft wird euch das Gefühl beschleichen, dass eure Texte nicht gut genug sind. Keine Frage: Ein gesunder Zweifel ist gut für jedermann, schließlich sollte man nicht absolut überzeugt und kritikunfähig werden. Keiner ist perfekt. Es ist wichtig bereit dafür zu sein, dass es Menschen geben wird, die euer Buch komplett auseinander nehmen. Stück für Stück. Selbst J.K. Rowling hat Hater. Auf der anderen Seite dürft ihr nicht den Mut verlieren. Wer nicht an seine Arbeiten glaubt, der wird sein Ziel auch niemals erreichen können. Hofft nicht darauf, dass eines Tages ausversehen jemand über euer Buch stolpert. Kämpft. Denn dies ist ein langer, weiter Weg und es bedarf viel Kraft und Ausdauer, um euren Traum zu verwirklichen.

Das fertige Buch

Dieses Gefühl, sobald die letzten Zeilen folgen, ist kaum mit Worten zu begreifen. Einzig dieses Gefühl so etwas geschafft zu haben ist wunderschön.

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9 Kommentare zu „Ein Buch schreiben

  1. Ich sehe es als eine ganz große Leistung an, wenn es jemand schafft, ein vollständiges Manuskript für einen Roman zu beenden (sofern der Schreibstil und der Plot ansprechend ist). Ich bin für ein ganzes Buch viel zu faul. Leider. Für einen spontanen Blogeintrag von 400-600 Wörter reicht es, vielleicht auch noch für eine Kurzgeschichte, aber das war’s dann.

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    1. Immerhin schreibst du& nur das ist wichtig.
      Und solltest du ein Buch schreiben wollen, dann schaffst du das auch, jeder Anfang ist schwer, da steckt eine Menge Ehrgeiz hinter 🙂 Und wenn nicht, dann ist es doch auch gut, schließlich sind kurze Geschichten genauso wichtig, wie die langen!

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