Manuskript

Der Straßenjunge

„Es regnete damals so stark, dass die Straßen am äußersten Stadtrand kaum zu durchqueren waren. Dicke Schlammwaden erschwerten oder verhinderten uns den Weg. Seit zehn Tagen regnete es nun und unser letztes Versteck war aufgeflogen. Wir streunten durch die Straßen, der Wind klatsche dicke Regentropfen gegen unsere Körper. Wir waren getränkt in absoluter Nässe und zitterten unentwegt. Ich kann mich nicht mehr recht erinnern, dass wir eingeschlafen oder an welcher Ecke wir stehen geblieben waren, leider bemerkte ich es erst, als ich auf einem Male von einer großen Wassermasse aufgeweckt wurde.“ In dem Moment hielt er inne und schaute auf. Tatsächlich hörte ihm noch jeder zu. Dass er gleich ein ganzes Publikum unterhalten würde, nun so etwas war ihm auch noch nie zuvor widerfahren. Die meisten Menschen schenkten ihm gar keine Beachtung. Warum sollten sie auch den Worten eines Straßenjungen trauen?

Advertisements

Ein Kommentar zu „Der Straßenjunge

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s