Schreiben

Die Ideen-Findung

Ein Buch zu schreiben ist eine große Herausforderung. Allen voran stellt sich die große Aufgabe des Inhalts und was vermittelt werden soll.

Viele tappen in die Falle und schreiben über Themen, die es schon gibt. Natürlich lässt es sich kaum vermeiden ähnliche  Inspirationen oder Aussagen vermitteln zu wollen, doch die eigentliche Geschichte sollte herausstechen. Die Grundstory kann ruhig die gleiche sein. Ein Beispiel. Viele Autoren schreiben über Liebesgeschichten. Ein Junge liebt ein Mädchen, doch kann diese Liebe nicht erwidert werden weil… – So. Es gibt reichlich Geschichten, die diese Grundlage nutzen, um daraus einen fantastischen Roman schreiben zu können. Die Grundlage kann durchaus die gleiche sein, doch die Charaktere, das Umfeld und vor allem das „weil“ müssen ganz und gar neuartig sein. Romeo und Julia ist ein Klassiker, der jedoch in unterschiedlichen Veränderungen schon bei vielen Autoren seinen Platz gefunden hat, ohne wie eine abgeklatschte Wiederholung zu klingen. Wichtig ist es etwas einzigartiges zu schaffen, die Motive können die gleichen sein, doch die Charaktere und ihre individuelle Geschichte muss den Leser verzaubern können.
Doch woher kriege ich diese Einzigartigkeit? Viel, viel Lesen. Und viel, viel Schreiben.
Wichtig ist es so viele Ideen und Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, wie es überhaupt irgendwie möglich ist. Schreib alles auf und ich meine wirklich alles. Man kann nie wissen, wann eine Idee tatsächlich brauchbar sein kann und wenn es nicht für diese Geschichte ist, dann sicherlich für die nächste. Schreibt Geschichten über die Charaktere, lernt sie kennen, erfahrt mehr über sie, lernt sie so gut kennen, als wären sie eure engsten Freunde. Denn so muss die Geschichte schließlich rüberkommen: Echt. Nah. Sie muss einem ans Herz wachsen, der Leser muss mitfühlen und verstehen können, warum eure Lieblingsmenschen so handeln, wie sie es tun.
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, um auf geniale Ideen kommen zu können. Zum einen kann man Mindmaps erstellen – klingt einfach, doch es ist effizient. Außerdem bieten sie einen groben Überblick, ohne, dass man groß in seinen Bergen von Notizen herumwühlen muss. Wählt Überschriften, die euch selbst interessieren. Dinge, die auch ihr erfahren wollt. Geschichten, die ihr gerne selbst lesen und erfahren würdet. Ihr schreibt über Abenteuer, die ein jeder erleben und mitfühlen möchte.
Dann gibt es das Prinzip ohne Unterbrechung zu schreiben. Ohne Leerzeichen und auch ruhig ohne Sinn! Tatsächlich habe ich diese Schreibübung einmal in der Schule gemacht und sie hat wirklich meine Ideen-Findung bereichert. Ihr müsst schreiben. Die ganze Zeit. Ohne Unterbrechung. Dabei ist es egal, was es ist, irgendwann tauchen plötzlich die wahnsinnigsten Ideen auf. Ein Beispiel gefällig?
HalloSarahClaudiaTristanWelttraurigwiesohallohalllohallimirfälltnichtsein
aberichmussweitermachenwiesomacheichdasClownZirkusElefantWasser
TierevielleichteinHundundsoweiterihrschafftdasschonGuteNacht!

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3 Kommentare zu „Die Ideen-Findung

  1. Boris Maggioni stellt in seinem Buch „Romane Schreiben für Anfänger & Fortgeschrittene“ auch die „Was wäre wenn“- Methode vor als Alternative zu Mindmaps. Man nimmt sich eine x-beliebige Situation vor und fragt dann immer Was wäre wenn? oder Wieso?
    z.B. ein Mann geht mit einem Chivava spazieren. Was wäre wenn er den Hund geholt hätte um eine Frau zu beeindrucken? Was wäre wenn diese Frau nicht beeindruckt war? …

    Gefällt 1 Person

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