Rezensionen

Rezension: Ein ganzes halbes Jahr, Jojo Moyes

Bewertung: ★ ★ ★ ★ ★  (5/5)

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Inhalt
Louisa Clarck arbeitet in einem Cafe. Sie mag ihr Leben so wie es ist: ohne Zwischenfälle. Ohne Abenteuer. Mit ihren 26 Jahren lebt sie immer noch bei ihren Eltern und hat keine sonderliche Perspektive was ihre Zukunft angeht. Dann schließt das Cafe für immer und sie wird plötzlich unerwartet arbeitslos. Da ihre Eltern in finanziellen Schwierigkeiten leben, muss sie schnell einen neuen Job finden – die Auswahl ist beschränkt, da sie keine abgeschlossene Berufsausbildung hat und nicht sonderlich viel Arbeitserfahrung miteinbringen kann. Schließlich ergibt sich ein Angebot als Pflegerin eines querschnittsgelähmten Mannes. Sein Name ist Will Traynor, er ist 35 Jahre alt und durch einen schrecklichen Unfall für sein restliches Leben an den Rollstuhl gebunden. Außer seinen Kopf und drei Fingern kann er rein gar nichts bewegen. Louisa soll ihn ablenken. Auf ihn aufpassen. Zu Beginn noch recht distanziert, entwickelt sich eine starke Bindung zwischen Louisa und Will.

Was mir an dem Buch gefallen hat (Achtung Spoiler) 
Einfach alles. Ich weiß, das klingt nach einer ziemlich einseitigen Bewertung, doch es ist tatsächlich so. Die Autorin hat emotional und menschlich unglaublich viele Punkte in den Kontext miteinbringen können. Nicht nur, dass sie dem Leser mit einer hinreißenden Liebesgeschichte Tränen in die Augen drückt: Sie bringt uns zum nachdenken. Spricht Themen an, die ignoriert oder missverstanden werden. Dieses Buch ist unglaublich wichtig und könnte so manchen Horizont erweitern. Die Entwicklung von Lou ist bemerkenswert und durchaus nachvollziehbar. Wenn man so viel Zeit mit einem Mann verbringt, der einem verdeutlicht wie wichtig und kurz das Leben sein kann, kann dies durchaus schnelle und prägende neue Charakterzüge hinterlassen. Sie lässt den Leser sämtliche Stadien durchlaufen, die auch Lou durchstehen musste. Ich konnte jede Handlung nachvollziehen.
Außerdem ist lobend anzumerken, dass Jojo Moyes die negativen und teils boshaften Gegenargumente bezüglich Sterbehilfe mit eingebunden hat.
Jeder von uns hat schon einmal einen Menschen im Rollstuhl gesehen und ihm mitleidige Blicke zugeworfen. Doch schnell vergisst man diese Menschen wieder und denkt nicht weiter über ihr Schicksal nach. Viel zu schnell greift man zu Vorurteilen oder stempelt sie ab. Jojo Moyes tut das nicht, sie lässt ihr Buch nicht unvergessen in unsere Gedanken nieder und beschreibt eine unglaubliche Geschichte.

Fazit
Eine ganz und gar andere Liebesgeschichte, die über das tatsächliche Leben aufklärt. Das Buch hinterlässt definitiv seine Spuren und lässt einem noch weiter darüber hinaus über das Geschriebene nachdenken. Tiefgründig, mitreißend, packend und von einer ganz und gar anderen Perspektive, als man es erwarten würde.

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2 Kommentare zu „Rezension: Ein ganzes halbes Jahr, Jojo Moyes

  1. Liebe Sarah,
    ich habe mich gefreut diese deine Rezension zu finden. Auch ich war tief betroffen von dem Buch und habe noch wochenlang darüber nachgedacht.
    Fantasy ist so gar nicht mein Ding. Harry Potter habe ich nur gesehen, da meine Enkelin zu viel Angst hatte die Episoden allein zu schauen! Ach ja, und Krieg der Sterne, die original ersten 3 Filme (heute 4-6) habe ich mit meinen Töchtern gesehen. Und da sage ich Fantasy ist nicht mein Ding. Offensichtlich doch irgendwie.

    Gefällt 1 Person

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