Rezensionen

Rezension: Absurde Menschheit, Gard Meneberg

Bewertung: ★ ★ ★ ☆ ☆(3/5)

Absurde Menschheit

Durch die Verlosung bin ich an ein Exemplar geraten. Zu Beginn konnte ich mich mit dem Buch eher nicht anfreunden. Gewöhnt man sich allerdings an den Autor, so nimmt es langsam Form an.

Inhalt:
Das Buch „Absurde Menschheit“ soll eine Grundlage oder vielmehr eine Zusammenfassung über den Menschen für Außerirdische sein. Der Autor spricht über den Menschen in unterschiedlichen Kategorien. Zwischen Arbeit, Liebe, Sex und das Streben nach Glück versucht Gard Meneberg den Menschen zu erklären. Was wir sind, wieso wir so sind und was uns antreibt. Durch einen sehr eigenen Humor wird der Mensch von seinen eher negativen Seiten vorgestellt. Positive Merkmale scheint der Mensch fast gar nicht vorzuzeigen. Zumindest aus der Sicht des Autors.

Was mir an dem Buch gefiel:
Nachdem ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte, konnte ich mir das ein oder andere Schmunzeln nicht verkneifen. Der Autor hat in vielerlei Kategorien recherchiert und scheut sich nicht davor hier und dort ein wenig Fachjargon fallen zu lassen. Es wird zunehmend deutlich, dass sich Herr Meneberg sehr viel Arbeit mit seiner Geschichte über den Menschen gemacht hat. Dies möchte ich ihm unbedingt zugute reden. In einigen Punkten stimme ich dem Autor zu, was seine stark negative Ansicht über den Menschen betrifft.

Was mir an dem Buch nicht gefiel:
Vorab muss ich sagen, dass ich an der Verlosung aufgrund des sehr verlockend klingenden Klappentextes teilgenommen habe. Das Buch versprach die Marotten des Menschen aus einer humorvollen Perspektive darzustellen. Wenn man mit dieser Einstellung das Buch zu lesen beginnt, wird man am Anfang recht schnell enttäuscht sein. Weshalb ich einige Zeit brauchte, um mich an den Stil und die Richtung des Buches zu gewöhnen.
Die ersten Kapitel verlaufen eher holprig. Zudem wiederholt sich der Autor mehrfach und betont seine Intention ein paar Mal zu oft.
Ich muss gestehen, dass mich das Buch eher runtergezogen hat, als dass ich mich daran erfreuen konnte. Der Autor stellt den Menschen als glücklos und ja quasi sinnlos dar. Gewiss kann ich nachvollziehen, dass wir wirklich „nichts“ sind, in Relation zum Rest des Universums. Sollte die Welt plötzlich verschwinden, bezweifle ich auch, dass uns irgendjemand vermissen wird. Und dennoch finde ich es schade, dass wirklich jede Kleinigkeit des Menschens in den Abgrund gezogen wird. Selbst Glück scheint es nicht zu geben, zumindest nicht über einen Moment hinaus.

Fazit:
Das Buch spaltet die Geschmäcker. Tatsächlich sollte man sich vielleicht vorab eine Leseprobe gönnen, um herauszufinden, ob dies das richtige Buch für einen ist. Es hat mich zwischendurch unterhalten, allerdings stimmte mich das Buch eher nachdenklich und traurig.

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2 Kommentare zu „Rezension: Absurde Menschheit, Gard Meneberg

  1. Danke für den Beitrag. Es ist immer spannend, etwas Neues zu entdecken, auch wenn es am Ende nicht ganz überzeugt. 🙂 Manchmal muss man sich eben auf das Unbekannte einlassen. Eine durchgängig negative Stimmung wäre für mich allerdings auch nichts gewesen.
    +Mika+

    Gefällt 1 Person

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