Rezensionen

Rezension: Die Zelle

Bewertung: ★ ★ ★ ★ ★  (5/5)

Vorab möchte ich mich bei Jonas Winner für das Rezensionsexemplar bedanken!

Die_Zelle

Inhalt: 
Das Buch wird aus der Perspektive des 11-jährigen Sam geschrieben. Er zieht mit seiner Familie in eine Villa nach Berlin. In den Sommerferien vertreibt sich Sam die Zeit meist allein auf dem riesigen Grundstück. Eines Tages beobachtete er seinen Vater, wie er in einer Hütte verschwindet. Die Hütte führt in einen aus dem zweiten Weltkrieg noch existierenden Luftschutzbunker. Sam durchstreift die Gänge dieses Bunkers und macht eine schreckliche Entdeckung: Ein Mädchen liegt eingeschlossen in einer Zelle gefangen. Als er zurückkehrt ist das Mädchen verschwunden. Ihm beschleicht der Verdacht sein Vater könne dahinter stecken.

Was mir gefiel: 
Der Schreibstil des Autors ist wirklich sehr gut. Durchweg werden bewusst Wiederholungen gesetzt, die mich immer tiefer in die Gedankenwelt von Sam gestrickt haben. Den Wahnsinn, den er durch die Verfolgung seines Vaters und den Dingen die er sah und wiederum nicht sah, konnte man als Leser sehr gut nachfühlen. Dass zwischendurch einige Tage ohne Zwischenfälle vorkamen, ließ die Geschichte in meinen Augen nicht langweilig, sondern realistisch erscheinen. Dadurch stieg bei mir selbst die Spannung an auf die Frage hin, was wohl als nächstes geschehen mag. Die Gefühle von Sam wurden sehr gut dargestellt. Genauso das Verhältnis zu seinen Eltern. Der Autor hat mich gekonnt und zielgesetzt in die Irre geführt und mich in dem Labyrinth des Wahnsinns eingeschlossen, bis die letzten Seiten die Auslösung preisgaben.

Was mir nicht gefiel:
Als die Geschichte mit dem Spuk des Hauses begann, dachte ich zunächst „ach, so eine Geschichte wird das also“ und war zunächst enttäuscht. Allerdings war dies ein weiterer Punkt mich in die falsche Richtung zu lenken und mich zu recht in die Irre zu führen. Daher ist das eigentlich kein Kritikpunkt, sondern viel mehr ein weiteres Lob, denn als Leser wusste man nicht, welchen Weg schließlich die Auslösung nehmen würde. Vielleicht wäre hier und dort noch ein wenig Spannung zusätzlich nicht verkehrt gewesen.

Fazit: 
Ein wirklich gelungener Thriller. Es ist wichtig das Buch schnell und an einem Stück zu lesen, damit einem der Wahnsinn richtig unter die Haut kriechen kann. Ansonsten könnte das Buch durch die Passagen, in denen nichts geschieht, langweiliger wirken, als es eigentlich ist. Der Schreibstil unterbreitet den Wahnsinn gekonnt und pflichtet einen großen Teil zur Gedankenwelt von Sam bei.

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