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Prokrastination: Das kleine Monster jedes Autors

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Unerwartet, versteckt, doch immerzu startbereit sich zwischen die Zeilen und Tastenanschläge zu mischen, lauert sie auf jeden Schreiberling und überfällt einen so gerissen, dass wir es erst merken, wenn es bereits viel zu spät ist: Die Prokrastination.

Was ist überhaupt Prokrastination und warum ist das so ein komisches Wort?

Um es möglichst fachmännisch auf den Punkt zu bringen: Prokrastination kommt aus dem lateinischen und bedeutet procrastinare -> vertagen. Aha!
Prokrastination lenkt uns allesamt von der eigentlich wichtigen Arbeit ab. Nur, dass es sich dabei nicht um wichtige Dinge handelt, die einem die Arbeit verschieben lassen, sondern irgendein unnützes Ablenkungsmanöver, was meist unheimlichen Spaß oder aber einfach keinen Sinn hat, als seiner eigentlichen Verpflichtung nachzugehen.

Und was macht ein Prokrastinator in solch einem Moment?

Durch Social Media hat das Spektrum für Ablenkungen ein ganz neuartiges Ausmaß angenommen. Ob Twitter, Facebook, Instagram oder was es nicht sonst für neuartigen Kram gibt, mit dem wir unsere Freizeit füllen können (Was habe ich eigentlich gemacht, bevor es all diese Dinge gab?!).
Ich persönlich treibe mich gerne auf anderen Blogs umher, stöbere in Schreibforen oder stalke jemanden auf Facebook, Twitter & Co.
Natürlich existiert Prokrastinatioin nicht erst seit dem Zeitalter des Internets. Zur Prokrastination zählt auch rumkritzeln, aus einer müden Langeweile heraus die Fingernägel neulackieren, den Schreibtisch aufräumen, die gesamte Wohnung ausmisten, Wäsche waschen…  nun, alles, was man in dem Moment nicht  zwingend machen müsste, es einem jedoch gerade gelegen kommt es statt der eigentlich zu verrichtenden Arbeit zu tun.

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Wer tut denn so etwas komisches?!

Nun, die meisten Menschen arbeiten auf der Arbeit. Und dort lässt sich eher schlecht Prokrastination betreiben, weshalb sie wohl auch etwas produktiver sind und nun ja, der Chef wäre wohl kaum begeistert, wenn seine Mitarbeiter Gameboy spielen oder sich der Pokemonjagt verschrieben haben, anstelle den Papierberg zu bearbeiten.
Doch all jene, die Zuhause Arbeit verrichten müssen, nun die werden von der Prokrastination Heim gesucht, als gäbe es die Zeit gratis zu verschenken.

Betroffen sind häufig all jene, die kreatives Schaffen betreiben. Künstler, Schreiberlinge, Blogger, Studenten! (stehen an erster Stelle), Coverdesigner gewiss auch und all jene, die sich  gerade meinen Beitrag durchlesen und eigentlich noch 10 andere Fenster geöffnet haben, in denen die unfertigen Projekte nach ihnen schreien.

Wenn wir das Problem kennen, warum machen wir es dann?

Das Problem ist: Es merkt niemand! Die Prokrastination ist in ihrem Sein sehr subtil und schmuggelt sich in unsere Gedanken, ohne, dass wir es merken. Und sobald der Funken überkommt sind dann auch mal schnell zwei Stunden um! Wollen wir mal ganz ehrlich mit uns sein: Wie oft kam es schon vor, dass es gerade noch 10 Uhr früh gewesen ist und plötzlich 12 Uhr Nachts ?!

Anmerkung der Autorin: Dies war mein 4. Anlauf, um diesen Artikel zu schreiben. Meine Prokrastination: Bilder surfen auf Pixabay, dann kam mir der Gedanke ruhig auch auf anderen Bilderseiten zu surfen, daraufhin dachte ich mir, dass ein paar Ideen für ein Cover auch nicht verkehrt wären, daraufhin gesellte ich mich in Facebook ein, fand einen interessanten Beitrag nach dem anderen, bis die Tage nur so verstrichen und ich mir schließlich, endlich heute ganz strickt vorgenommen habe, den Artikel fertig zu stellen.

Tschaka. Geschafft.
Frohes Gelingen meine lieben Weltenweber ❤

  • SR

Quellen:
Titelbild: pixabay
Comic: islieb.de
Info: wikipedia

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7 Kommentare zu „Prokrastination: Das kleine Monster jedes Autors

  1. Warum heißt der Artikel „Das kleine Monster“? Klein, klein KLEIN, K L E I N???
    Mein Prokrastinator ist schon ein riiiiiiiesiger Godzilla 🙂
    Jedenfalls Danke für den Text und Glückwunsch zu dessen Vollendung 🙂 Wiedersprechen möchte ich nur der Aussage: „Es merkt niemand“. Ich glaube, dass uns sehr wohl klar ist, wenn wir wieder mal unsere Zeit verschwenden. Wenn mein (wie gesagt, großes) Monster Verschieberitis wieder durch die Gegend trampelt, merke ich das definitv. Und kann manchmal doch nicht dagegen an …

    Gefällt 1 Person

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