Schreiben

Camp-Winner, was geht?

CNW_Winner_1500-1-2

Der Monat ist vorbei. Und es war in der tat ein Besonderer, denn es war Camp-NaNoWriMo-Zeit!

In diesem Monat habe ich mich mit drei besonderen Menschen (Mika, Stella und Hannes) in einer Cabin zusammengesetzt und geschrieben, geschrieben, geschrieben.

Es war wirklich herrlich! Gegenseitig konnten wir uns super motivieren. Da ich mitansehen konnte, wie viel die anderen erreicht hatten, oder, dass sie selbst aktiv sind, habe ich mich selbst automatisch auch hinter die Tastatur geklemmt 🙂 jemandem zu schreiben, was das jeweilige Schreibziel sein würde, hat mich sehr motiviert es auch wirklich erreichen zu wollen.

So manch einer sagte mir, dass er bei dem NaNoWriMo nicht teilnehmen kann, da sie nicht unter Druck schreiben können. Ich persönlich empfinde es ganz und gar nicht als Druck oder Zwang. Schreiben gibt mir ein Gefühl von Lebensfreude. –  Ich mein: Was ist bitteschön cooler, als eine ganze Welt samt Leben zu erfinden? Ganz recht: Gar nichts!

Was waren meine Ziele während des Camps?

Nun, in diesem Monat hatte ich mir vorgenommen mein gestartetes Projekt vom NaNoWriMo2015 im November in die Überarbeitungsphase zu bringen und vollständig zu überarbeiten. Dabei entdeckte ich den ein oder anderen Nachteil des NaNoWriMos: Zu überschnelltes Arbeiten. Gewiss wäre ich bei weitem nicht so schnell so weit gekommen und die Geschichte hätte nicht derart ihre Form angenommen und darüber bin ich sehr froh, diese Zeit möchte ich nicht missen müssen. Aus dem Grund würde ich immer wieder an den Schreibmarathons teilnehmen. Die Intensität sich mit dem Schreiben und dem Geschriebenen auseinanderzusetzen ist überwältigend und fordert die Fantasie umso beständiger.

Allerdings sind die Charaktere in der Zeit noch nicht so recht ausgereift gewesen. Es war schlichtweg keine Zeit dafür vorhanden. Was ich allerdings dem zuschreibe, dass ich im November gar nicht geplottet, sondern einfach drauf los geschrieben habe. Das Plotten habe ich dann quasi zwischen Dezember und Juni nachgeholt. Aus dem Grund musste bei der Überarbeitung im ersten Abschnitt viel an Struktur geändert werden. Dies war zwischen April und Juni der Fall. Dort habe ich die gesamte Kapitelstruktur aufbereitet und die Geschichte hat von Anfang bis Ende seinen gezielten Lauf genommen. Dies hatte aber die Folge, dass ich in diesem Monat eine detaillierte, sehr aufwendige zweite Überarbeitung in Angriff nehmen musste. Ich startete in den Monat mit knappen 90k. Mittlerweile sind es 113k. Zwischendurch war ich bei 120k, doch natürlich folgt beim Überarbeiten auch das klägliche Streichen von ganzen Passagen, was allerdings auch notwendig ist. Ich will hier ja schließlich niemanden mit totenschweres Gequasel langweilen.

Da die Überarbeitung tatsächlich sehr aufwendig war, bin ich bei Seite 319 angelangt und höchst zufrieden! Denn bis zu diesem Punkt steht das gesamte Werk komplett fertig. Gewiss, ich muss es noch einige Male lesen, um Logikfehler zu beseitigen, doch abgesehen davon ist es bis hierhin fertig. Allerdings fehlen mir nun noch ca. 170 Seiten, denn das Buch umfasst derzeit 497. Ich gehe davon aus, dass noch viel gestrichen wird, jedoch auch noch viel hinzukommt, hier und dort. Ich bin gespannt, wie viel es am Ende sein wird. Die Seiten beziehen sich übrigens auf Normseiten.

Ich hoffe im August die restlichen Seiten zu meistern und es dann an meine Betaleser weitergeben zu können. Danach folgt die Bewerbungsphase. Hui! 🙂

Habt ihr beim Camp mitgemacht? Was hattet ihr für Erfahrungen? Konntet ihr euer Ziel erreichen?

Liebe Grüße

-SR

Advertisements

3 Kommentare zu „Camp-Winner, was geht?

  1. Ja, der NaNo macht Tempo und die Camps eignen sich gut zum Überarbeiten. Dazwischen das, was man beim „Großen“ gemacht hat, einmal rasten zu lassen, halte ich auch für wichtig, da kann man nämlich schon ganz schön betriebsblind werden, vor lauter Tippen 🙂 . Ich habe mein Ziel (50k) um 10k überschritten und an einem Experiment – äh – experimentiert. Nachdem es ja nicht reicht, beim Schreiben Welten zu bauen, haben wir in unserer Kabine gleich fröhlich weitergemacht. Sind fischen gegangen, jemand hat sich über meine Rosenstecklinge aufgeregt, haben Partys gefeiert, ich habe mir einen Grizzly angelacht, Nacktschnecken wurden bekleidet … Es war herrlich und ich vermisse es jetzt schon. Aber ja: nach dem Camp ist vor dem Camp und dazwischen kommt wieder der „Große“.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s