Schreiben

Ich passe in keine Genre-Schublade

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Meine lieben Schreibgesellen und Lesemonster,

in der Schreibgruppe > Nächtliche Schreibwerkstatt < aus Facebook, finden jeden Donnerstag und Samstag ab 18 Uhr Schreibabende statt. Neben Motivationshilfen, lernen wir alle aneinander besser kennen. So auch durch die aufkommende Frage, in welchen Genre wir denn schreiben würden. Eigentlich dachte ich, dass ich mich direkt zuordnen lasse. Doch während ich meine Antwort formulierte, merkte ich, dass ich kein gezielter Genre-Schreiberling bin.

Was ist ein Genre überhaupt?

Da es Onkel-Wiki so herrlich ausformuliert hat, will ich die Definition einmal komplett hier rein kopieren:

Unter Genre ( vom französischen für „Gattung“) versteht man eine Klassifikation, mit der verschiedene Ausprägungen von Kunst, aber auch journalistische Darstellungsformen nach dem räumlichen und zeitlichen Bezug des künstlerischen Inhalts eingeteilt werden.

In der Bücherwelt gehen wir von großen Einteilungen aus, die innerhalb der Kategorie noch Neben-Genres aufzeichnen, die den Bereich noch weiter differenzieren.
Ein Beispiel wäre der Bereich Fantasy. Dabei kann es sich um Romantasy (Fantasy-Geschichte mit Liebesgeschichte kombiniert), High-Fantasy (wie J.R.R. Tolkien), Urbanfantasy, Contemporary-Fantasy oder Dark-Fantasy handeln. Dabei gibt es noch viele weitere kleinere Nischen, so dass der Leser einschätzen kann, worum es eigentlich geht.

Welche Genre gibt es?

Aus dem Bereich der Belletristik möchte ich euch die Hauptträger einmal nennen:

Krimi
Thriller
Liebesromane
Erotische Romane
Historische Romane
Fantasy-Geschichten
Science-Fiction
Dystopien
Jugendbücher
Horrorgeschichten
Kinderbücher

Natürlich existieren noch weitere Sub-Genres, wie oben erklärt.

Darüber hinaus gibt es natürlich auch noch Sachbücher und Ratgeber.

Welchem Genre ordne ich meine Geschichten zu?

Derzeit schreibe ich an einer Fantasy-Geschichte, die ich zwischen Urban-Fantasy und Contemporary-Fantasy einordnen würde.

Die meisten Autoren bleiben ihrem Genre treu und schreiben zumeist in diesem Bereich, da sie sich dort sicher fühlen und es auch ihrem eigenen Interesse entspricht.
Als ich anfing zu schreiben, widmete ich mich ausschließlich der Fantasy-Literatur. Allerdings habe ich mit den Jahren gemerkt, dass es mir genau gut gefällt, Dystopien, Horrorgeschichten oder eventuell auch einmal Thriller oder Krimis zu schreiben. Denn meine Lesesparten reichen einmal queerbeet über die Regale der Buchhandlungen. Mich interessiert die Geschichte, die Idee und vor allem die Außergewöhnlichkeit daran. Sobald mich eine Story in wenigen Sätzen überzeugt hat, kaufe ich mir das Buch und verschlinge es auch. In meinem Regal verkriechen sich aus diesem Grund so gut wie alle Genre-Richtungen. Krimis. Thriller (Natürlich darf kein Fitzek bei mir fehlen.). Fantasy-Literatur in jedweder Form. Liebesromane. Jugendbücher. Dystopien. Horror. Durchaus auch Sachliteratur, Biographien und Reiserundführer. Und Kochbücher, doch irgendwie schaue ich dort nie rein. Hehe.

Derzeit schreibe ich Kurzgeschichten für 4 Ausschreibungen, die von Horror über Dystopie bis hin zu einer Heldengeschichte und einer Fantasygeschichte reichen. Vielleicht wage ich mich noch an eine fünfte heran und verfasse eine Liebesgeschichte, wer weiß. Wenn mich eine Idee anspricht, zum Beispiel der Rahmen einer Ausschreibung, und mir dazu ein Gedanke kommt, scheue ich mich nicht davor, mich auch anderen Genres zu widmen.

Mein nächstes Ziel wird, nach meinem Fantasyroman, eine Dystopie sein, vielleicht gemischt mit Science-Fiction, wer weiß das schon :3

Wo schreibt ihr? Ordnet ihr euch einem Genre zu?

  • SR
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9 Kommentare zu „Ich passe in keine Genre-Schublade

  1. Ich schreibe größtenteils Light Fantasy oder besser gesagt Funny Fantasy. Ich bin also ein Terry Pratchett für Arme. Das liegt mir auch ganz gut.
    Aber so richtig darauf festlegen will ich mich auch nie. Ich probiere gerne aus und vor allem im Blog passiert sehr viel spontan und dadurch tobe ich mich dann auch mal in anderen Genres aus. Ist ja auch irgendwie langweilig, immer das gleiche zu machen.
    Aber es lässt sich ja auch alles miteinander verknüpfen. Ich kann schließlich auch einen Krimi in einer Fantasywelt erzählen. Oder eine Horrorgeschichte auf einem Raumschiff, das gerade von Froschmutanten übernommen wurde. Die Möglichkeiten sind unendlich. Ich würde auch nicht sagen, dass das Genre entscheidend ist, sondern eher, dass man merkt, wer es geschrieben hat. Eine eigene „Stimme“ ist das wichtigste.

    Gefällt 1 Person

    1. Genau so sehe ich das auch 🙂 die eigene Stimme des Autors verleiht dem Buch erst den Charme. Ganz gleich, in welchem Genre sich derjenige nun austoben mag. Ich denke auch nicht bewusst an ein Genre. Zuerst kommt der Gedanke, dann die Geschichte dahinter und plötzlich entsteht die Welt, in der es stattfindet von ganz alleine 🙂
      Danke für deinen Kommentar ^_^

      Gefällt 1 Person

      1. Ich bin ja ohnehin ein „Gärtner“, wie George R.R. Martin sagen würde. Also ich plane nicht wirklich voraus. Dadurch entsteht sowieso alles aus dem Schreiben selber. Ich habe halt die Grundidee im Kopf und lege los. Wo ich dann lande, weiß ich auch erst, wenn ich ind er Welt angekomen bin. Dadurch ist es quasi unmöglich, mich vorher auf ein Genre festzulegen.

        Gefällt 1 Person

  2. Hallo Sarah,

    danke für Deinen Beitrag. Ich ordne mich auch keiner Richtung zu. Zur Zeit arbeite ich an einer Kurzgeschichte für eine Ausschreibung die zwischen Erotik und Steampunk angesiedelt ist. Aber ich liebe auch die Fantasy (und sämtliche Unterarten). Aber ich lese gerne auch mal ein Krimi im viktorianischen Setting genauso wie einen in der Gegenwart.

    Ich glaube, wenn ich mich nur einem einzigen Genre zuwenden müsste, ich würde, gelinde gesagt, eher verrückt werden. Das wäre absolut nicht mein Ding. Vielleicht ist das so ein Scannerinding. Keine Ahnung. Aber mir macht es Spaß in vielen Genres zu lesen und letztendlich zu schreiben.

    lg
    carola

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Carola :),
      schön, dass du vorbei schaust und dich mein Artikel angelockt hat^_^.
      Herrlich, dass du dich überall austoben kannst 🙂 so lernt man erst die gesamte Literatur kennen und lieben ❤
      Es beginnt ja meist mit dem Lesen. Und wenn einem all die anderen Geschichten gefallen, warum sollte man nicht auch in anderen Welten schreiben :3
      Liebe Grüße
      Sarah

      Gefällt mir

  3. Hallo Sarah,

    allein der Titel hat mir schon gefallen und Deine Sicht der Dinge ebenso. Und ja, ich finde es durchaus angenehm, wenn ich mich frei entscheiden kann, in welchem Genre / Mix-Genre, was auch immer, ich schreiben möchte.

    Das Genreding ist ja auch eher eine Sache für Verlage und besonders für Buchläden. Denn wo sollen sie ein Buch hinpacken, wenn es ein historischer Krimi, mit Liebeselementen und einem Science-Fiction Subplot ist? Da haben die es lieber einfach gestrickt und wissen, wo sie ihr Buch hinstellen können.

    Wer aber Selfpublishing zum Beispiel betreibt, muss sich darum keine Gedanken machen und kann sich entsprechend austoben (nur um danach zu überlegen, wo sie das Buch dann einordnen sollen 😉 ).

    lg
    Carola

    Gefällt 1 Person

  4. Hi,
    ich find dein en Artikel auch toll.
    Ich selbst kann mich auch nicht wirklich einem Genre zuordnen. Fantasy, Liebesgeschichten, … manche meiner Texte kann ich selbst kaum einem einzigen Genre zuordnen.
    An Krimi hab ich mich allerdings noch nicht herangetraut, weil ich finde ein guter Krimi muss gut durchdacht sein um keine Logiklücken zu enthalten und trtzdem spannend zu bleiben.
    Beim Lesen greife ich mittlerweile allerdings immer wieder mal zu diesem Genre, also wer weiß, vielleicht schreib ich auch mal etwas in diese Richtung.
    Jedenfalls bin ich auch der Meinung, dass man sich nicht unbedingt auf ein Genre festlegen muss. Man sollte schreiben, worauf man Lust hat
    Lieben Gruß
    Mara

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo 🙂 schön, dass du dir Zeit für einen Kommentar genommen hast 😀🎈 es freut mich, dass dir der Artikel gefallen hat. Schön zu sehen, dass es so viele gleichgesinnte gibt 🙂 ja, ein Krimi ist tatsächlich eine Herausforderung 😀 doch wer weiss, vielleicht inspiriert dich irgendwann etwas dazu 😇

      Gefällt mir

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