Schreiben

Recherchearbeit einer Schriftstellerin

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Ganz gleich in welchem Genre Schriftsteller sich für ein Projekt niedersetzen, meist muss das ein oder andere etwas mehr oder weniger intensiv recherchiert werden, um eine gewisse Authentizität zu erschaffen.

Wofür recherchieren?

Als Autor kann man schließlich nicht alles wissen. Und Bücher über den Alltag eines Autors zu schreiben, wäre ja auf Dauer auch nicht wirklich interessant. Sobald Geschichten ihren Platz finden, können einem mit den Seiten plötzlich Berufe, Orte vielleicht gar Pflanzen oder Musikrichtungen entgegen kommen, die man vielleicht gar nicht kennt. Damit der Charakter echter erscheint und das Buch auch mehr an Tiefe erhält und nicht lapidar dahin geschrieben erscheint, müssen mit der Zeit Recherchearbeiten anfallen.

Intensität der Recherche

Während einer Recherche kann es passieren, dass man nur ein Wort, einen Gegenstand, vielleicht eine Namensherkunft herausfinden möchte. Das dauert natürlich nicht allzu lange. Wobei die Namensfindung für die einzelnen Charaktere, wenn mit Bedacht gesucht wird, auch einige Stunden in Anspruch nehmen kann, sollte der Name eine besondere Bedeutung inne haben oder einem schlichtweg manchmal kein guter einfallen will.
Nach Namen lässt sich sehr gut auf  vorname.combaby-vornamen.de oder auch auf beliebte-vornamen.de suchen. Oder aber man nutzt eine fremde Sprache und versucht durch Wortkombinationen etwas ganz und gar neues zu kreieren, was vor allem im Fantasy-Genre sehr beliebt ist, sich jedoch auch hervorragend in Dystopien nutzen lässt, wenn eine Zukunftswelt erschaffen wird, in der von Grund auf alles neu geschaffen wird.

Bekannt für seine sehr umfangreichen Recherchearbeiten ist zum Beispiel Dan Brown. Um seine gewaltigen Romane zu schreiben, reist er gar zu den Orten, um möglichst genau die Geschehnisse beschreiben zu können. Er ist damit allerdings keine Ausnahme. Viele Schreiblinge seilen sich vom Schreibtisch los, wenn sie ihren Roman beginnen und suchen den Ort ihres Schreibens auf, um sich in der Geschichte exakt einfühlen zu können.

Neben dem Reisen gibt es natürlich auch andere Möglichkeiten, um an den richtigen Stoff zu gelangen, damit die Geschichte möglichst echt erscheint. Ein beliebtes Mittel ist dafür das Interviewen von den richtigen Personen. Krimi-Autoren oder auch Thriller-Schreiberlinge nehmen davon häufig Gebrauch, um zum Beispiel Polizisten, Psychologen oder gar Gerichtsmediziner etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
Darunter lassen sich natürlich auch andere Berufe fassen. In Liebesromane oder historischen Romane kann der Protagonist einen bestimmten Beruf einnehmen, über den der Autor nicht allzu viel weiß. Ein Interview oder gar ein Praktikumstag lässt sich dort sicherlich einrichten, um zu verstehen, wovon man eigentlich die ganze Zeit schreibt. Dadurch wirkt das Buch schlichtweg qualitativ besser, als sich irgendwelche Ideen aus den Fingern zu saugen, die so vielleicht gar nicht der Wahrheit entsprechen.

Wofür benötige ich die Recherchearbeit?

Derzeit schreibe ich an einem Fantasyroman. Dort erhalten Spiegel ein tragendes Element. Aus dem Grund setze ich mich derzeit an einen schicken Wikipedia-Artikel, um herauszufinden, was dort in so einem Spiegelschöpfungsprozess eigentlich vor sich geht. Das ein oder andere YouTube-Video wird mir in dem Punkt wohl auch Abhilfe verschaffen können, damit ich das alles auch wirklich richtig verstehe. Diese Informationen schreibe ich natürlich nicht wie ein Sachbuch hinunter. Allerdings lässt sich das ein oder andere im Inhalt einbetten, so dass meinen Protagonisten auch etwas Wissen abverlangt werden kann.

 

Wie schaut es bei euch aus? Musstet ihr schon einmal besondere Recherchearbeiten in Kauf nehmen? Darf man euren Verlauf überhaupt noch lesen, oder verbergen sich dort zu viele verbotene Suchanfragen, die den ein oder anderen stutzig machen könnte? 🙂

  • SR

 

Titelbild: pixabay.com

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4 Kommentare zu „Recherchearbeit einer Schriftstellerin

  1. Gerade Dan Brown hat, wenn ich richtig informiert bin, Leute, die für ihn recherchieren – der macht nichts mehr selber 🙂
    Recherche ist eine wundervolle Tätigkeit, kommt man doch mit den wunderbarsten Menschen zusammen. Für meine Krimis musste ich natürlich einen „richtigen“ Kriminalkommissar kennenlernen – und das funktionierte!
    Liebe Grüße!

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  2. Nichts ist schlimmer, als schlecht recherchierte Bücher. Da gruselt es einen manchmal richtig. Ich versteh nicht wieso so viele Autoren denken, sie könnten über ein Thema schreiben, mit dem sie sich nie beschäftigt haben. (Ich hatte zb. einmal ein Buch über Hacker in der Hand, wo ich mich fragte, ob der Autor überhaupt jemals in seinem Leben einen PC eingeschaltet hat :D. Und auch bei vielen anderen Themen werden einfach nur Vor-Urteile reproduziert)
    Und dann gibt es da wiederum die Autoren, die so unheimlich tolle Recherche betreiben und man dies in jedem Winkel der Geschichte spüren kann. Das finde ich richtig mitreißend.

    Liebe Grüße, Anja

    Gefällt 1 Person

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