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Harry Potter – wie du uns zum Lesen verführt hast

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Mitternacht ist die Zeit der Lesefüchse. Die Süchtigen flüchten bei Nacht auf die Straße, suchen Buchläden auf, warten gespannt auf den Release. Freundschaften werden geschlossen. Die Aufregung steigt. Hier und dort leuchten rot-goldene, mal grün-silberne Schale auf, schwarze Umhänge flattern geheimnisvoll durch die Straßen der Städte auf dieser Welt, jeder mit dem gleichen Ziel, stets zur gleichen Zeit, an gewissen Orten. Und dies, um die Fortsetzung zu kennen. Ja, auch in unserem Jahrhundert, zu dieser Zeit der Moderne, in denen Fernsehserien und Rockstars die Herzen der Teenager erobern, schafft es ein bedrucktes Buch, mit Buchstaben perfekt aneinander gereiht, die Gemüter zu erhitzen. Und das über Jahrzehnte hinweg.

Das Phänomen Harry Potter

Was J.K. Rowling einst erschuf, war ihr wohl kaum bewusst, als sie begann ein Kinderbuch zu verfassen, über einen Jungen mit einer Blitzartigen Narbe auf der Stirn, der an seinem 11. Geburtstag herausfinden sollte, dass er ein Zauberer ist. Und nicht nur irgendeiner. Nein, ein ganz besonderer. Jemand, der uns all in seinen Band ziehen sollte und das ohne Teenie-Star-Glamor.
Die Einzigartigkeit der Geschichte, die detaillierte Welt, die Idee etwas Neues zu erschaffen, was hier irgendwo überall in unserer Welt unter uns lauern sollte. Fantasy auf eine ganz neue Art erleben.
Ausgefeilte Charaktere, ein perfekter Handlungsverlauf, durchdachte Welten und perfekt platzierte Elemente, die wir durch die Augen von Harry Potter als Leser genauso neu erlernen dürfen. Der Clou der Geschichte: Harry Potter selbst kennt die Welt der Magie ebenso wenig, wie der Leser, so dass wir sie nach und nach kennenlernen, ohne von einem gewaltigen Strom an Informationen niedergerissen zu werden.
Dazu  gesellen sich viele weitere Charaktere, die J.K. Rowling so gut ausgearbeitet hat, dass sie dem Leser gleich Freunden erscheinen. Jeder hat seinen eigenen Sprachstil, seine eigenen Macken und allein in den Dialogen stechen sie heraus, so dass die Szenen sehr real wirken und das Eintauchen in die Geschichte eine Leichtigkeit ist.

Mitfiebern, bis die nächsten Geschichten erscheinen

Mit dem Stil der Schüler aus Hogwarts gekleidet, scharen sich zum Release der Bücher die Fans vor Buchhandlungen bei Mitternacht zusammen und erwarten begierig den Erstverkauf der neuen Bücher. Und dies zu jedem Release. Denn Harry Potter Fans sind nicht irgendwelche nein. Wir lieben Bücher mit Leib und Seele, verschlingen jedes Wort, jede Emotion, als hinge die nächste Matheprüfung davon ab. Eins ist gewiss: Wir könnten des Harry-Potter-Quiz mit Leichtigkeit beantworten, ohne großes Auswendiglernen.
Auch jetzt, nach all den Jahren und obwohl die eigentliche Reihe nach sieben Bänden vollendet war, stehen wir an den Buchhandlungen und erbeuten uns das achte Buch, die Fortsetzung nach 19 Jahren.

Reihe in mehreren Sprachen

Ich persönlich kann in der Hinsicht kaum widerstehen. Sowohl die Deutsche als auch die Englische Version von Harry Potter lungern in meinem Regal. Um ehrlich zu sein, habe ich so erst mein Englisch richtig aufpolieren und vernünftig lernen können: Harry Potter noch einmal lesen. Mit Französisch wollte ich es genauso anstellen, doch der erste Band wartet noch geduldig in meinem Bücherregal.
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Auch das neue Buch Harry Potter and the cursed Child habe ich mich zuerst vor einigen Wochen auf Englisch zugelegt und nun, heute Morgen!, auch auf Deutsch :3 In meiner bescheidenen Stadt hat leider nicht eine einzige Buchhandlung um Mitternacht die Pforten geöffnet. Tja. Die Zeiten ändern sich dann wohl doch! Bei Carlsen hingegen sah das ganz anders aus: Um Mitternacht haben sie die Bücher an das Volk losgelassen und zahlreiche Fans sind erschienen, um sich das begehrte Buch zu ergattern.
Mein liebster Ehegatter war so lieb und schlich sich bei frühen Morgenstunden aus der Wohnung, um mich mit dem neuen Band zu wecken :3 ❤

Vom Lesen zum Schreiben

Harry Potter begeistert und inspiriert. Nach Vollendung der Reihe habe ich selbst begonnen meine ersten Geschichten zu schreiben. Sie hatten nichts mit Harry Potter am Hut, doch huschten meine Zeilen im selben Genre einher. Durch Harry Potter lernte ich kennen, dass ein Buch Spaß machen kann, einen mitreißen und dazu verführen kann bis in die frühen Morgenstunden zu lesen.
Das wollte ich auch. Ich wollte Geschichten schreiben, die einen mitreißen können, Spaß machen und Emotionen aufkochen lassen. Dahinter steckt noch viel Arbeit und Übung, doch irgendwann vielleicht kann ich dann auch Leser mit meinem Manuskript begeistern 🙂 ❤

Und, was verbirgt sich hinter euch? Lest ihr ebenfalls Harry Potter? Was verbindet ihr mit der Reihe?

– SR

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5 Kommentare zu „Harry Potter – wie du uns zum Lesen verführt hast

  1. Die Harry Potter Bücher sind, und werden es auch immer bleiben, etwas ganz besonderes für mich. Ich lese sie immer wieder, höre immer wieder mal in die Hörbücher rein. Geschrieben habe ich schon vorher. Aber lernen kann man von J. K. Rowling wahrlich.

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