Rezensionen

Rezension: Obsidian

 

★ ★ ★ ★ ★ (5/5)

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Facts:

Titel: Obsidian: Schattendunkel
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Seitenzahl: 400
Verlag: Carlsen

Worum gehts?

Klappentext: Als die siebzehnjährige Katy vom sonnigen Florida ins graue West Virginia ziehen muss, ist sie alles andere als begeistert. In ihrem winzigen neuen Wohnort kommt sie in den ersten Tagen nicht einmal ins Internet, was für die leidenschaftliche Buchbloggerin eine Katastrophe ist. Nur mit Mühe lässt sie sich dazu überreden, bei ihren Nachbarn zu klingeln, um „neue Freunde“ zu finden. Und lernt so den atemberaubend gut aussehenden, aber bodenlos unfreundlichen Daemon Black kennen. Was Katy jedoch nicht weiß, ist, dass genau der Junge, dem sie von nun an am meisten aus dem Weg zu gehen versucht, ihr Schicksal bereits verändert hat …*

Wie es mir gefiel?

Lange habe ich darum gerungen, ob ich mir diese Reihe aneignen soll. Zum einen verlockten zu Beginn die umwerfenden Cover und die herausstechenden Buchtitel. Irgendwie verlockte es mich, doch zuerst stöberte ich mich durch einige Rezensionen, was meiner Entscheidung jedoch nur noch mehr Fragezeichen verlieh. Dass die Reihe fünf Bände umschloss, wog sich bei mir sowohl als Vor- und Nachteil dahin. Zum einen hatte ich mal wieder richtig Lust auf eine etwas längere Buchreihe und obendrein war diese auch noch abgeschlossen, so dass ein klägliches Warten nicht auftreten müsste. Allerdings würde mein Geldbeutel das auch umso schneller zu spüren bekommen, weshalb die Reihe erst einmal nur auf meine Wunschliste landete.
Nun ja, bis jemand bei den Zeilenspringern die Buchreihe verkaufte. Ja, was soll ich sagen? Bei einem Schnäppchen kann ich schlecht nein sagen.

Dass sich das erste Buch der Reihe mit Twilight ähnelte, hätte die Autorin wirklich getrost umgehen können. Tatsächlich ist es etwas überflüssig die Bücher solcher Romantasy-Reihen vollkommen identisch beginnen zu lassen. Es muss einem doch schon beim schreiben der ersten Sätze klar sein, dass das albern ist. Dies ist unter anderem auch eines meiner größten Kritikpunkte: Zu Beginn zieht die Protagonistin (Katy) mit ihrer Mutter in eine winzige kaum bevölkerte Stadt. WHAT?! Da ich diesen unumstößlichen Fakt allerdings schon wusste, war mir immerhin irgendwie klar, worauf ich mich beim Lesen eingelassen hatte. Dennoch hätte man den Anfang wirklich anders gestalten können. Es hätte wohl so machen Twilight-Fan nicht verärgert und vielleicht noch mehr Leser angezogen, als es eigentlich sowieso bereits der Fall war. Ich kann das Ärgernis verstehen, immerhin ist es wirklich albern den Anfang beinahe schon zu kopieren.
Doch tatsächlich entpuppte sich die restliche Lektüre als wirklich interessanten Anklang zu Twilight. Natürlich schwirren in dieser Reihe keine Vampire herum, worauf ich auch ehrlich gesagt auch keinen Nerv mehr gehabt hätte. Ich glaube das Thema ist vorerst wirklich durch.
Der Anfang begann für mich etwas nervtötend, da das Auftreten von Daemon, dem Macho-Bad-Boy der Story, etwas zu schnell vonstatten ging. Ich hatte gar nicht die Zeit überhaupt die Protagonistin kennenzulernen, da stand ER schon auf der Matte und machte einen auf Oh-ich-bin-ja-so-unwiderstehlich. Ja, das war in der tat zu Beginn etwas lästig und wirkte so aufgesetzt, dass ich fürchterte, die Gespräche würden in keiner wirklichen Harmonie enden.
Doch ein Glück, schien sich die Autorin mit jeder Seite zu steigern. Ich konnte das Buch gar nicht schnell genug durchlesen, so dass ich es an einem Tag beendet hatte. Tja, so schnell war es um mich geschehen.
Großes Lob an dieser Stelle gilt vor allem den Wortgefechten zwischen Daemon und Katy, die die Spannung erst recht auflodern ließen und ich mich schon auf die nächsten Gespräche freute und sie gar nicht mehr abwarten konnte. So wie es zwischen den beiden funkte, wollte man selbst dazwischenspringen und sie gegeneinander werfen. Sie trieben mich in den Wahnsinn, ja wirklich. Eine Lovestory, die sich derart auf das Vorglühen bezog, dass man selbst das Gefühl hatte zu explodieren. Wirklich zauberhaft gelungen.
Ein weiterer Pluspunkt: Was Daemon wirklich ist. Die Idee dahinter hat mir sehr gut gefallen. Dass die Autorin etwas dick aufgelegt hat, hat mich persönlich nicht so wirklich gestört, immerhin passt es ins Genre und die Idee war derart anders, dass ich darüber hinweg schmunzeln konnte. Vielleicht lag es auch daran, dass ich vorbereitet in diese Buchreihe stieg und die Kritikpunkte für mich daher nicht überraschend kamen.
Katy selbst mag ich sehr. Ja, wirklich. Hier und dort scheinen sich die Meinungen über sie zu spalten. Einige sind der Ansicht sie würde Daemon nachgeben, doch da muss ich tatsächlich widersprechen. Ich hatte nicht den Eindruck, dass sie nach seiner Meinung tanzte, wie es ihm beliebte, sondern ihren eigenen Kopf durchsetzte. Natürlich hat Daemon seine Macho-Art, doch Katy ist in der Hinsicht auch nicht gerade ohne und weiß, was in ihr steckt.
Das einzige, was mich wirklich gestört hat, war, dass sie stets Dinge nicht verstand. So schwer von Begriff kann ja niemand sein. Die Autorin wollte es wohl eher belustigt klingen lassen, doch dadurch wirkte Katy stellenweise etwas fruchtlos.

Wer könnte dieses Buch lesen?

Bevor sich einer unter euch in die Obsidian-Reihe eintauchen möchte, sollte einem zuvor bewusst sein, dass sich in den Büchern keine sonderlichen Überraschungen auftun. Die Handlungen sind größtenteils vorhersehbar, es entstehen keine sonderlichen WOW-Effekte, doch darum geht es doch in Romance auch gar nicht, oder? 😉 Die Geschichte zwischen Daemon und Katy verlockt und lässt nichts anbrennen. Wer sich erhofft etwas Neues zu entdecken, ist hier falsch. Wer sich in einer Lovestory verlieren möchte, kommt nicht umher alle Bücher sofort zu kaufen. FÜNF BÜCHER. Ich freue mich. Hach, genießt die Seiten.

SR


Quelle: Carlsen

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13 Kommentare zu „Rezension: Obsidian

  1. Hi Sarah, deine Rezi klingt zwar zwischendurch nicht nach 5/5, aber ich bin auf jeden Fall dankbar für deine ausgewogene Besprechung. Bei mir liegt das Buch noch auf dem SUB und ich könnte mir gelegentlich gut eine solche (vorhersehbare) Lovestory vorstellen. Wenn ich Ostern nicht so viel vor hätte, würde ich es gleich hervorholen…
    Liebe Grüße

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    1. Ich glaube ich bin etwas voreingenommen, weil mir die restliche Reihe noch besser gefällt 😀 und nur das erste Buch zu lesen, lohnt nicht. Man muss definitiv alle haben ❤ es ist ein schönes Buch, um abzutauchen und war genau solche eine Story, auf die ich gehofft hatte 🙂 die Kritikpunkte sind aufgetreten, da ich mich bezüglicher vorangegangener Rezensionen äußern und andere davor wappnen wollte, damit niemand mit falschen Erwartungen rangeht 🙂

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  2. Ich hänge mittlerweile bei Band 3 fest und kann mich nicht dazu durchringen weiterzulesen. Ich finde, dass sich die Bände einfach ziehen und kann nicht verstehen, wie man Daemon süß finden kann, ich meiner er ist der größte Arsch überhaupt. Ja, er hat gesagt warum er so ist, aber trotzdem finde ich das schrecklich. Auch jüngere Leser (10-14) können solche Bücher lesen und denken dann, dass es normal ist sich in den Bad Boy zu verlieben, der einen immer nur schlecht behandelt. Genau das bemängle ich auch bei After und Paper Princes. Viele junge Leser haben noch keine Vorstellung von der Liebe und bekommen dann das Falsche vermittelt. Ok ich schweife ab 😀 In diesem Buch ist es ja nicht so schlimm.
    Irgendwann werde ich Band 4 und 5 sicherlich lesen, denn nächsten monat möchte ich meine begonnenen Reihen beenden und da gehört die dazu 🙂

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    1. Nun ja 😄noch würde Daemon nicht gerade auf eine Stufe mit Reed von Paper Princess stellen. 😅 seine macho-Art finde ich eher belustigend, mehr neckerisch als böse gemeint, außerdem teilt Katy auch gut aus und das scheint niemanden zu stören 😄👌

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  3. Hach ich liebe diese Reihe 😍😍 Hast du denn auch „Oblivion“ dazu bekommen? Also den ersten Band aus Daemons Sicht? Wenn nicht, hier ein bisschen Werbung in eigener Sache: bis morgen kann man das Buch bei mir noch gewinnen 🙈

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      1. Schade 😀 naja egal, ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Spaß mit den weiteren Bänden 😍 der dritte hat mir leider nicht so gefallen, die anderen waren dafür mMn der Hammer,n

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