Buchwelt

Wo ich meine Bücher kaufe

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Früher. So ganz früher. Na, so viel früher nun auch wieder nicht. So viel früher, dass ich den Zeitpunkt meine, als ich meine Bücher kaufte, ohne darüber groß nachzudenken. Dabei verschlug es mich gelegentlich in die Stadt, zu Thalia oder Mayersche. Aus Faulheit tendierte ich schließlich meistens dazu bei Amazon alles zu bestellen. Mittlerweile weiß ich es besser.

Was ist eigentlich los?

Vor kurzem wurde ich öfter darauf angesprochen, wo ich eigentlich meine Bücher kaufe und ich musste erst einmal richtig über diese Frage nachdenken, weil ich mittlerweile nicht einen einheitlichen Ort habe. Leider kann ich auch nicht damit antworten, dass ich eine Buchhandlung meines Vertrauens habe, in der ich eine traumhafte Buchhändlerin kenne, die all meine Wünsche erfüllt und mir Geheimtipps zusteckt. Das wäre ziemlich cool. Ich sollte mich mal umschauen.
Doch ich weiche etwas ab.
Mittlerweile kaufe ich meine Bücher an ziemlich unterschiedlichen Orten und wäge ab, bei wem ich was kaufe. Das hat unterschiedliche Gründe. Es kommt auf den Verlag, das Buch, die Reihe und mein Portmonee ab.

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Der Drachenmond Verlag

Wer beim Drachenmond Verlag direkt auf der Seite bestellt, wird belohnt. Zum einen verdient der Verlag durch direkte Bestellungen mehr, was für mich bereits Grund genug ist, dort einzukaufen, denn ich LIEBE diesen Verlag und möchte sie so viel unterstützen, wie es mein Kontostand zulässt. Darüber hinaus belohnt Astrid (Die Drachenmond-Mama) ihre Leser damit, dass sie Lesezeichen und andere Kleinigkeiten mitgibt. Außerdem kann man beim Drachenmondverlag die DRACHENBOX kaufen. Diese umfasst eine Bücherbox mit einer bestimmten Anzahl von Büchern, in Abhängigkeit für welche Größe der Box man sich entschieden hat, und wird randvoll mit wundervollen persönlichen Kleinigkeiten der Autoren, des Verlags und Süßigkeiten bepackt. Selbst habe ich mir so eine Box noch nicht zugelegt, werde es allerdings irgendwann bestimmt noch nachholen. Definitiv im Verlauf des Jahres.
Außerdem – und das ist ziemlich cool – kann man direkt über den Shop auch signierte Bücher kaufen. Das kostet nichts extra, doch, wenn der Autor nicht gerade „vorrätig“ ist, muss man etwas Wartezeit in Kauf nehmen, was ich überhaupt nicht schlimm finde. Denn schließlich wird das Warten belohnt ❤

Kennt ihr eigentlich Arvelle?

Ach du scheiße. Also ich kenne Arvelle erst sehr kurz. Viel zu kurz. Gefühlt blieb eine ganze Welt voller Bücher vor mir versperrt. Arvelle ist ein Online-Shop, der Bücher unglaublich günstig anbietet. Eigentlich besteht in Deutschland das Buchpreisbindungsgesetz, demnach Bücher überall gleichviel kosten. Mit ein paar kleinen Ausnahmen. Zum Beispiel dürfen Bücher, die als Mängelexemplar ausgelegt sind, günstiger verkauft werden. Als Mängelexemplar gehen solche Bücher durch, die durch Lagerung, Transport etc. kleine Mängel im Sinne von Macken erhielten. Dabei gibt es unterschiedliche Abstufungen, die von kleinen Kratzern, bis hin zu fehlenden Seiten reichen. Arvelle jedoch bietet nur Bücher an, die auch wirklich einwandfrei sind, mit Mängeln die vertretbar sind und trotzdem ein schönes Buch herzaubern. Darüber hinaus verkaufen Verlage die Restbestände einer Auflage zu einem geringen Preis an Händler, wie Arvelle weiter. Dabei handelt es sich nicht um Mängelexemplare, was heißt, dass die Bücher einwandfrei sind, nur, dass die Auflage zu Ende geht und der Verlag diese Bücher so auf einen Schlag loswerden kann, um sich etwas Neuem zu widmen, oder eine neue Auflage drucken zu lassen, oder was so ein Verlag sonst so vorhat.
Ich habe mir diese Woche meine erste Bestellung bei Arvelle erlaubt und mir die Reihe Die Bestimmung als Mängelexemplare zugelegt. Und ich bin total begeistert. Diese Seite wird mein Ruin sein, ich weiß es jetzt schon.

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Thalia, Mayersche, Ludwig Buchhandlungen

Es gibt noch reichlich Buchhandlungen dort draußen, die ich unheimlich gerne besuche. Dabei kommt es selten vor, dass ich keine Bücher kaufe. Eigentlich nie.
Und bei Buchhandlungen fällt mir wesentlich öfter etwas in den Warenkorb, als im Internet auf diversen Verkaufsportalen.
Dabei muss ich gestehen, dass ich den Buchhandel in der Form viel zu selten unterstütze und meist eher zum Internet greife. Und das, obwohl Thalia bei mir keine 5 Minuten zu Fuß entfernt ist. Meeeh. Ich bin echt faul, nehme mir allerdings vor, sie öfter aufzusuchen. Das ärgerliche ist einfach, dass sie manchmal nicht die Bücher haben, die ich suche und das Internet hat ALLES.

Amazon

Ja, ich bin nunmal keine Heilige. Und Amazon hat alles. Das coole dabei sind die Indie-Autoren, bei denen ich mich selbst mitzähle. Mit meinem Sandkornzähler bin ich ausschließlich auf Amazon vertreten, was eine ganz spannende Sache ist und für uns Autoren unglaublich wichtig. Dabei können wir Preisaktionen planen und unsere Ebook-Preise leichter variieren. Das ist durch mehrere Plattformen nicht möglich, weil sie überall gleichzeitig erhöht oder gesenkt werden müssen (siehe Buchpreis-bindungsgesetz, welches seit dem 1. September 2016 auch für Ebooks gilt). Darüber hinaus besitzt Amazon nunmal die meisten Bewertungen. Zwar verlasse ich mich mittlerweile nur noch auf meine Buchblogger des Vertrauens, doch auch die können nicht alle Bücher lesen, auf die ich ein Auge geworfen habe, so dass ich auch auf Amazon Bewertungen durchlese, sie jedoch wirklich lese, die guten und die schlechten, um mir einen gescheiten Überblick zu verschaffen.
Neben den Ebooks kaufe ich auf Amazon vor allem gebrauchte Exemplare. Denn die werden dort auch zu einem sehr guten Preis von Drittanbietern reingestellt, wobei man einiges sparen kann, selbst bei Neuerscheinungen.

Rebuy

Das ist natürlich immer so eine Sache. Sie haben nicht immer die Bücher, die ich gerade suche, das ist allerdings wohl mein alleiniges Pech. Dazu kommen noch die Versandkosten. Aus dem Grund lohnt sich ja nur eine Großbestellung. Oder wenn ich etwas unbedingt haben will. Oder, wenn ich mit mehreren bestelle. Oder, wenn die Versandkosten gerade frei sind.
An sich eine gute Verkaufsplattform, allerdings locken mich persönlich die Preise nicht mehr so sehr.

Büchergruppen

Letzter Zeit habe ich etwas Glück bei Facebook-Büchergruppen. Dort habe ich mir erst vor kurzem die OBSIDIAN-Reihe gekauft und jetzt auch noch THESE BROKEN STARS. Augen offen halten, lohnt sich also sehr. Für mein Bücherregal, nicht für meinen Kontostand.


 

Wie schaut es bei euch aus?  Macht ihr euch Gedanken darüber, wo ihr eure Bücher kauft? Habt ihr etwa einen Buchhändler eures Vertrauens? Wie macht ihr das? Oder habt ihr sogar noch mehr Tipps?

Alles Liebe ❤
SR


Quellen:
Comic: Sarah Scribbles
Titelbild und Buchbild: Copyright by Sarah Ricchizzi
Bildquellen: Pixabay.com

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17 Kommentare zu „Wo ich meine Bücher kaufe

  1. Bei mir siegt oftmals die Faulheit und ich kaufe über Amazon – auch, weil ich teils relativ kurzfristig die Bücher brauche (wie meine Drachenmondschätze) – und daher die Wartezeiten nicht in Kauf nehmen kann – aber bestimmt zieht auch irgendwann mal eine Drachenbox zu mir :). Gelegentlich gehe ich auch in Buchhandlungen stöbern und kaufe dann auch öfters was – aber die Mehrzahl kommt doch von Amazon.

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    1. Hey Erik 🙂
      ja, das kann ich total verstehen, also das mit der Faulheit und der Ungeduld 😀 manchmal ist es auch einfach die Spontanität, während man stöbert und man einfach nicht widerstehen kann. Allerdings ist es doch schön, dass wir zwischendurch mal daran denken auch mal woanders vorbeizuschauen 🙂

      Gefällt 1 Person

  2. Liebe Sarah,
    Ein sehr schöner Beitrag!
    „Früher“ habe ich tatsächlich nur in meiner „Buchhandlung des Vertrauens“ meine Bücher gekauft (da habe ich aber noch nicht annähernd so viel gelesen.
    Dann bin ich allerdings vor einigen Jahren nach Berlin gezogen…meine Buchhandlung besuche ich immer noch super gerne, wenn ich mal meine Famile besuche, aber ansonsten gestaltet es sich ähnlich, wie bei dir.
    Auch in Berlin hatte ich anfänglich eine super schöne kleine Buchhandlung, die aber immer stark mit Lieferverzögerungen zu kämpfen hatte, weshalb ich da jetzt nur ab und zu mal zum Bummeln reingehe.
    Ich kaufe oft vor Ort bei Thalia oder Dussmann, einfach weil die Auswahl groß ist.
    Und Ja, auch ich bestelle bei Amazon. Zum einen wegen deinen Beweggründen, viele Bücher gibt es woanders gar nicht, englischsprachige Bücher erhalte ich hier in der Regel auch am schnellsten.
    Arvelle ist wirklich Segen und Fluch zugleich xD aber auch ein wahnsinnig tolles Angebot!
    Beim Drachenmondverlag habe ich früher unglaublich viel bestellt, ich finde es auch sehr wichtig „kleine“ Verlage zu unterstützen und die ganze Arbeit und Mühe zu würdigen, allerdings hatte ich dort jetzt so oft Probleme, dass ich mir die Bücher dann künftig vielleicht doch lieber direkt auf den Messen hole, oder aber auch woanders bestellen werde.

    Liebste Grüße ❤ Jill

    Gefällt 1 Person

    1. Hey Jill 🙂
      freut mich, dass dir der Beitrag gefallen hat 🙂
      es ist immer ärgerlich, wenn sich Lieferverzögerungen ergeben 😦 das kann ich total nachempfinden, immerhin freut man sich ja immer auf die Buchbestellungen. Ich denke, wenn man zwischendurch auf andere Optionen ausweicht und die kleinen Verlage immer im Hinterkopf behält, ist es super 🙂 Darüber hinaus sind die Rezensionen fast genauso wichtig, wie unsere Bestellungen, so dass wir ihnen auch so unter die Arme greifen können, wenn wir woanders bestellen 🙂
      Ein Buchhändler des Vertrauens ist wirklich toll 🙂 freut mich, dass du zwischendurch darauf zurückgreifen kannst 🙂 durch „echte“ Bücher stöbern macht ja auch mehr Spaß 🙂
      Liebe Grüße
      Sarah

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  3. Manchmal schaue ich bei Booklooker vorbei – vorallem wenn es mal was älteres sein soll, das ich suche – oder halt die Tauschbörsen wie Balu oder Tauschticket. Ansonsten habe ich auch keinen Buchladen meines Vertrauens – jeder der Bücher auf dem Wühltisch hat wird besucht 😉
    LG

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    1. Hallo 🙂
      Ach stimmt, Booklooker hatte mir auch mein Mann empfohlen, ich selbst habe leider noch keine Erfahrungen damit gemacht.
      Wühltische sind auch super 🙂 Da findet man manchmal echte Schätze 🙂 bei uns um die Ecke haben wir auch einen Bücherladen, der nur gebrauchte Exemplare verkauft und dort finde ich immer etwas sehr Unverhofftes ❤
      Liebe Grüße
      Sarah

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  4. Wow, ein toller und ein Stückchen weit auch Lehrreicher Beitrag, der wirklich super hilfreich war! Arvelle beispielsweise kannte ich vorher garnicht und nach diesem Kommentar muss ich es mir unbedingt einmal ansehen!! Also danke schonmal für diesen tollen Tipp! Außerdem fände ich es echt mal spannend wenn du dir die Drachenbox holen würdest. Ich habe davon gehört, aber gar keine Vorstellung ob es sich Lohnt. Mir von dir eine Meinung einzuholen wäre da eine gute Sache ❤ 🙂 !
    Alles Liebe,
    -Felia ❤

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    1. Hey 🙂 das freut mich aber, dass du durch mich Arvelle gefunden hast 🙂 aber Achtung: Höchste Suchtgefahr 😀
      Ouh ja, ich denke die Drachenbox wird bald bei mir einziehen 🙂 dieses Jahr definitiv 🙂
      Es freut mich sehr, dass es dir gefallen hat ❤
      Liebe Grüße
      Sarah

      Gefällt 1 Person

  5. Hey!
    Toller Beitrag!
    Ich kaufe häufig online bei meiner Buchhandlung 🙂
    Die Option ist sehr praktisch. Auch werde ich demnächst den Shop als „Buch kaufen“ verlinken und ein wenig für den Buchhandel werben. Wenn man schon nicht hin geht kann man ja trotzdem online dort bestellen. 🙂
    Englische Bücher bestelle ich manchmal über Amazon, oft aber über die Thalia App, in der es 20% gibt.

    Liebe Grüße,
    Nicci

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