Rezensionen

Rezension: Die Bestimmung

Bewertung ★★★★★ (5/5)

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Fakten

Titel: Die Bestimmung
Autorin: Veronica Roth
Seitenzahl: 475 Seiten
Verlag: Randomhouse

Worum geht es?

Was ist deine Bestimmung?

Altruan – die Selbstlosen. Candor – die Freimütigen. Ken – die Wissenden. Amite – die Friedfertigen. Und schließlich Ferox – die Furchtlosen …
Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie.
Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft.
Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht…*

Wie lautet der erste Satz?

In unserem Haus gibt es nur einen einzigen Spiegel.

Wie hat es mir gefallen?

Die Reihe habe ich mir gekauft, nachdem ich die Filme gesehen habe. Mir hat der erste Film unglaublich gut gefallen. Dabei war ich sehr verwundert darüber, wie nah sich der Film an dem ersten Roman gerichtet hat. Zwischendurch gibt es zwar ein paar Abwandlungen, doch mir haben diese Veränderungen sowohl im Buch, als auch im Film sehr gut gefallen.

Tris ist eine sehr starke Protagonistin, obwohl sie aus einer Fraktion stammt, in der sie mehr unterdrückt und klein gemacht scheint. Und gerade deshalb bewundere ich ihren Mut. Es erfordert sehr viel Charakterstärke, gerade aus einer selbstlosen Fraktion, in der man sich nicht mit sich selbst beschäftigen darf, zu einer Fraktion zu wechseln, die Mut erfordert und Handlungen, die der Selbstlosigkeit widersprechen.

Die Idee hinter diesem Roman und die Struktur dieser dystopischen Welt ist der Autorin unglaublich gut gelungen. Mir gefällt die Aufteilung in unterschiedliche Fraktionen und der Gedanke, dass die Familie in dieser Reihe als zweitrangig bezeichnet wird. Es ist interessant zu sehen, wie Menschen darauf reagieren und ich halte das Konzept für sehr glaubwürdig. Dabei ist es erstaunlich, wie man als Leser verwirrt darüber ist, dass die Charaktere nur ihre Eltern kennen. Ihre Großeltern oder andere Verwandten überhaupt nicht. Je mehr sie über ihre Eltern und ihre Vergangenheit herausfinden, desto bewusster wurde mir, dass die Protagonistin vielleicht ihren anderen Familien-mitgliedern niemals begegnet, da in diesem Roman das folgende Motto im Vordergrund steht: Fraktion vor Blut. Und dieses Konzept geht wunderbar auf, da man sich mit Menschen zusammengibt, die dieselben Weltvorstellungen teilen und es einem so leicht fällt sich ihnen hinzugeben. Aus dem Grund ist die Umsetzung und der Gedanke hinter dieser Welt sehr authentisch gelungen und hat mich von Beginn an überzeugt.

Der Roman wurde aus Beatrice Perspektive geschrieben, so dass wir ihrer Gefühlswelt sehr nahe sind. Was mir allerdings im Film etwas besser gefallen hat, war, dass Beatrice mehr trainieren und üben musste, um ihre Ziele zu erreichen. Im Buch hatte sie zwar auch Misserfolge, doch diese konnte sie schnell wieder kippen. Allerdings wurde es überzeugend dargestellt, da ihr Ehrgeiz und ihr Stolz sie vorantrieben. Das hat mir sehr gut gefallen. Vor allem, da es sich bei Beatrice um eine unglaublich starke weibliche Protagonistin handelt, die sich über sich selbst sehr bewusst ist. Sie weiß sehr wohl was sie kann, was sie ausmacht und was ihre Schwächen sind, jedoch ohne dabei in irgendeiner Situation schwach zu wirken.

Die Handlungen sind direkt und brutal. Es wird nie langweilig, da so unfassbar viele Dinge auf einmal geschehen und man sich wundert, was die Autorin als nächstes vorhat. Da ich die Filme schon kannte und das Buch nur wenige Differenzen aufweist, haben sich einige Gedankenzüge von Tris in die Länge gezogen, was allerdings auch einfach daran liegen kann, dass ich alles schon kannte.

Ich freue mich schon auf die Folgebände und bin gespannt, wie die Reihe enden wird. Es ist wirklich schade, dass die Filmreihe nicht zuende gedreht wird, umso neugieriger bin ich wie die Autorin die Rätsel lösen wird.

Fazit?

Eine neue dystopische Welt erwartet uns in dieser Romanreihe. Gespickt wird die Story mit einer Lovestory, die allerdings eher weit im Hintergrund abläuft. Der Fokus liegt sehr eindeutig auf diese Welt, die Entwicklung von Beatrice (Tris) und die Missstände dieses Systems. Die Idee ist sehr gut durchdacht und wirkt authentisch. Ein Lesemuss für alle Fans von dystopischen Romanen á la Tribute von Panem.


Quellen:
Klappentext: Randomhouse
Titelbild: Copyright by Sarah Ricchizzi

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