Einmal im Jahr für immer · Schreibwelt

Ein Textschnipsel über den Tod

Heute möchte ich euch ein Zitat aus meinem Roman Einmal im Jahr für immer präsentieren. Es ist ein kleiner Schimmer dessen, was auf euch zukommen wird.

Zitat_1_Fertig.png

Der Tod als solcher wird den gesamten Roman über beschatten. Es ist eines der wichtigsten Elemente, die ich in Einmal im Jahr für immer thematisiert habe. Was bedeutet: Ja, es wird nicht immer fröhlich und munter zugehen, es wird Tiefs geben, ein paar Abgründe, in denen wir uns bewegen werden, welche ich hoffe so direkt und offen wie möglich ausgelegt zu haben. Es war mir wichtig nichts zu beschönigen, zu zeigen, was der Tod und die Trauer dahinter tatsächlich bedeuten.
Solch ein Thema anzugehen, ist etwas, was mich persönlich durch das Schreiben zeitweise auch sehr belastet hat. Natürlich ist es eine erfundene Geschichte, die ich niedergeschrieben habe, doch irgendwie geht einem jedes Gefühl, jede Lebenssituation der Protagonisten doch näher, als es zunächst den Anschein macht. Schließlich muss ich mich in deren Situation hinein fühlen, und damit nachvollziehen können, was sie empfinden. Das ist sehr oft nicht so leicht. Die richtige Stimmung muss geschaffen werden, eine Atmosphäre, um traurige, niederschmetternde, vielleicht auch verletzende Szenen, ganze Passagen oder Kapitel zu schreiben, die einen selbst etwas zerstört zurücklassen. Ich suchte dafür eine gewisse Einsamkeit auf, um in Ruhe schreiben zu können. Dabei habe ich gemerkt, dass gerade die traurigen Szenen sich nur in tiefer Nacht schreiben ließen, wenn die Welt schläft und ich selbst das Gefühl habe unbeobachtet in meine Geschichte schlüpfen zu können.
Musik entwickelte dabei eine bizarre Welt um mich herum, kaum setzte ich die Kopfhörer auf, war ich Teil des Romans und nicht mehr im Hier und Jetzt, sondern dort. Dabei habe ich unentwegt traurige Musik gehört, eins dramatischer, als das nächste. Dadurch hatte ich einen herrlichen Musik-Austausch mit der wundervollen Jenny Karpe, die einfach weiß, wie man in die richtige Stimmung kommt, mit der exakt perfekten Musik. Danke, Jenny!
Banner

Allerdings spielt nicht der Tod als solcher die zentrale Rolle in Einmal im Jahr für immer. Gewiss, es wird reichlich Passagen und Geschichten geben, die vor allem eine traurige, eher nachdenkliche Stimmung erzeugen werden. Doch das zweite wichtige Thema, neben dem Tod, ist das Leben. Denn darum soll das in meinem Roman gehen: Leben und was das eigentlich bedeutet.
Ja, ich weiß, ich schulde euch immer noch meinen Klappentext und eine sehr konkrete Inhaltsangabe. Ich verspreche euch, das folgt noch. Der nächste Beitrag wird mit einem Zitat zum Thema Leben bespickt sein. Danach folgen Cover und Klappentext. Ich weiß, ich mache es spannend oder hoffe zumindest, dass es so rüberkommt, haha.

Banner

Meine Playlist für traurige Szenen?

Vielleicht interessiert es euch, was ich höre, wenn es niederschmetternd oder nachdenklich gestimmt sein soll. Das ist allerdings nur ein Auszug. Vielleicht könnt ihr mir selbst noch Lieder empfehlen, die dabei nicht fehlen dürfen? Ich bin gespannt!

Philipp Poisel – Eiserner Steg
Philipp Poisel – Wie kann ein Mensch das ertragen
Philipp Poisel – Mit jedem deiner Fehler
Johnny Cash – Hurt
Gary Jules- Mad World
David Bowie – Space Oddity
My Chemical Romance – Famous Last Words
The XX – Angel
Nirvana – Heart-Shaped-Box
Alt-J – An Awesome Wave (Album)
Bear’s Den – When You Break
Mhokomo – You’re here
Radiohead – Creep
Asteroid – III (Album)

Banner

Wie empfindet ihr das Zitat? Ich bin gespannt, was für Gedanken euch dabei kommen.

Alles Liebe,
Sarah

 

 

Advertisements

7 Kommentare zu „Ein Textschnipsel über den Tod

  1. Huhu! 🙂
    Ein schönes Zitat, es stimmt doch direkt sehr nachdenklich.

    Für deine Playlist kann ich dir Say something in der Version von Pentatonix ans Herz legen. Irgendwie zieht mich dieses Lied immer direkt bis ganz nach unten.

    Liebe Grüße! 🙂

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo Sarah 🙂 dein Zitat ist in der Tat jetzt schon sehr traurig. „Niemand interessierte sich für das Schwinden eines Menschenlebens.“ Klingt sehr hart, aber du hast der Realität einen sauberen Spiegel vorgehalten. Zumindest gilt der für alle Menschen außerhalb des Freundes- oder Familienkreises. Ich kann gut verstehen, dass man solche Texte nur allein im Dunkeln schreiben kann und ich bin schon sehr gespannt auf den Klappentext. 😀 Her damit!!

    Gefällt 1 Person

    1. Hey Ella!
      Hach ja! Die Zeit verfliegt so schnell, ich sitze tief in der Überarbeitung. Am Freitag wird es ein weiteres Zitat geben, immerhin eine kleine Aussicht. Ich hoffe ich werde mit der Überarbeitung dieses Wochenende abschließen können, dann steht der Korrektur des Covers+Klappentext nichts mehr im Wege 💙
      Es freut mich, dass es dir gefällt. Ja, der Roman wird auch etwas gesellschaftskritisch hinsichtlich Menschlichkeit und Leben.
      Alles Liebe.
      Sarah

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s