Buchwelt · Rezensionen

Rezension: Straßensymphonie

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Titel: Straßensymphonie
Autorenname: Alexandra Fuchs
Verlag: Drachenmond Verlag
Seitenanzahl: ca. 400 Seiten
Preis Taschenbuch: 14,90 Euro
Preis E-Book: 4,99 Euro

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Seit dem Tod meines Vaters hatte sich alles verändert. Eine Bühne betreten und singen – das würde ich nie wieder können, dessen war ich mir sicher.

Doch dann kam er. Wirbelte alles durcheinander und brachte die Katze in mir zum Fauchen. Gestaltwandler hin oder her, für mich war er nur ein räudiger Straßenköter. Doch seine Band brauchte dringend eine neue Sängerin – und ich jemanden, der mir dabei half, die Musik wieder zu spüren.*

Meine Lesezeit.png

Das Buch hatte rein von der Grundidee her viel Potenzial, welches leider in der Umsetzung verschenkt wurde.

Die Protagonistin Kat erschien zu Beginn als starke Persönlichkeit mit viel Humor. Dann entwickelte sie sich durch das Buch hinweg leider rückwärts. Sie wurde zu einem kleinen Mäuschen, welches in einer nervtötenden Art und Weise ihren neuen Boyfriend anhimmelt. Und damit übertreibe ich keineswegs. Es war wirklich etwas zu viel des Guten. Levi ist ihr ein und alles und sie schmachtet ihn an, dass es mir zum Ende hin aus den Ohren raushing. Leider verspricht der Klappentext einen absolut anderen Inhalt, als das, was schließlich im Buch zum Tragen kam. Allein der Titel lässt vermuten, dass das Musikerleben und die Entwicklung von Kat durch den Tod ihres Vaters im Mittelpunkt stehen, doch leider werden diese Punkte sehr schnell abgehandelt und etwas Anderes nimmt eine zentrale Rolle ein: Levi, ihr fester Freund.
In dem Buch werden unglaublich viele Charaktere eingeführt, teils empfand ich es eher störend und verwirrend, dass fast in jedem Kapitel jemand Neues auftauchte. Dadurch verlor man als Leser den Fokus und wusste nicht wirklich zu unterscheiden, wer eigentlich eine tragende Rolle spielt. Aus dem Grund erschienen die meisten Personen leider etwas zu oberflächlich, so dass ich mir kaum einen Eindruck über ihr Leben machen konnte. Bis auf der Protagonistin selbst, konnte ich von kaum jemandem einen wirklich echten Eindruck gewinnen.
Darüber hinaus passierte einfach viel zu viel. Die Szenen und Orte wurden so schnell gewechselt, dass ebenfalls an dieser Stelle kaum klar wurde, was für den eigentlichen Handlungsverlauf überhaupt wichtig ist. Oft wurden Szenen nur eingesetzt, um die Eifersucht von Kat in den Vordergrund zu stellen, was ich stellenweise als etwas überzogen und gestelzt empfand.
Das Ende krönte schließlich alles. Die Auflösung enttäuschte mich absolut. Die Umsetzung empfand ich als etwas kreativlos und viel zu schnell abgehandelt. Es erschien etwas zusammenhanglos, obwohl es schließlich etwas erklärt wurde, so wirkte es eher lieblos und wenig einfallsreich niedergeschrieben. Es konnte mich absolut nicht überzeugen, da habe ich mir an der Stelle vor allem bezüglich einer gewissen Personengruppe einfach mehr erhofft.

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Mir persönlich hat die Protagonistin Kat und ihre Entwicklung durch die Geschichte hinweg leider nicht gefallen. Dadurch entwickelte sich der Roman in eine Richtung, die ich so nicht erwartet habe und leider nicht meinem Geschmack entsprach. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es Lesern von Liebesromanen mit viel Kitsch-Potenzial gefallen könnte. Für mich leider ein Flop, obwohl mir die Grundidee sehr zugesprochen hat.


Quelle:
Klappentext: Drachenmond Verlag

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12 Kommentare zu „Rezension: Straßensymphonie

    1. Danke, das freut mich sehr, dass du das so sagst 🙂
      Ja, es fällt mir allerdings schwerer negativ zu formulieren, als die guten Bewertungen zu schreiben. Aus dem Grund, weil man weiß, dass sich da jemand viel Mühe um ein Buch gemacht hat, es aber einfach den eigenen Geschmack nicht getroffen hat. Es gibt sehe viele, denen es gefällt, vielleicht ist es ja dein Fall! Ich bin gespannt 🙂
      Alles Liebe,
      Sarah

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      1. Das kenne ich. Ich versuche immer trotzdem die positiven Aspekte zu benennen und stets wertschätzend zu bleiben, schließlich steckt dahinter auch ein Mensch.

        Und ich glaube, dass die meisten Autoren auch was daraus mitnehmen können, wenn man ehrlich schreibt, auch wenn es negative Kritik ist.

        Gefällt 1 Person

      2. Ja, ich denke auch, dass das wichtig ist. Aus dem Grund habe ich zum Beispiel im Fazit eine Empfehlung für diejenigen ausgesprochen, die vielleicht etwas auf Kitsch stehen. Schließlich gibt es reichlich Leser von Alexandra Fuchs. Bei dem Roman habe ich beispielsweise bei einer Leserunde mitgemacht, bei ich als einzige nicht überzeugt war. Allen anderen hat der Roman sehr gefallen. Einfach Geschmack verfehlt, so etwas kann auch passieren.

        Ja, das denke ich auch. Als Autor ist es, denke ich mir, auch sehr wichtig, offen für Kritik zu sein. Manche Dinge sind einem vielleicht auch gar nicht bewusst und jeder möchte sich ja auch irgendwie weiterentwickeln, für das nächste Projekt beispielsweise.

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      3. Genau. Es können ja nicht alle Bücher automatisch jeden Geschmack treffen. Und selbst die sehr speziellen haben ihre Fans, was gar nicht abwertend klingen soll.

        Eben, das denke ich auch. Auch, wenn es sicherlich schwer ist negative Rezensionen zu lesen und einfach anzunehmen. Rechtfertigen und erklären sollte man sich da nicht, finde ich. Letztendlich kann man ja niemandem im Nachhinein noch für sein Buch begeistern.

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      4. Ouh ja, das schlimmste, was passieren kann, ist sich als Autor in ellenlangen Rechtfertigungen zu verstricken. Das Buch ist geschrieben, es wurde so publiziert, es hat Lesern, welches gefällt und halt natürlich auch solche, die es vielleicht blöde finden. Man kann sich die Kritik annehmen, zu Herzen nehmen, darüber nachdenken und schauen, ob man sie dann schließlich für das nächste Buch umsetzen möchte. Ich sehe Kritik auch mehr, wie einen guten Ratschlag, über den man nachdenken kann. Ob man es schließlich auch annimmt, muss man dann selbst entschieden.

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      5. Ja, das will man als Leser halt auch einfach nicht hören. Das ist gar nicht böse gemeint, aber letztendlich ändert es doch nichts mehr am Leseeindruck.

        Genau, so lange die Kritik angemessen formuliert ist kann man da sicherlich noch etwas für sich mitnehmen.

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  1. Huhu 🙂
    Ich hab das Buch auch schon gelesen und empfand es anders, also ja….zwischen drin war ich schon manchmal genervt von kat. Aber alles in allem fand ich es ne schöne Geschichte 🙂
    Deine rezi finde ich wirklich gut, sie ist ehrlich aber auch objektiv 🙂
    Nicht jedes Buch oder Geschichte kann jedem gefallen 🙂

    Liebe Grüße Jenny

    Gefällt 1 Person

    1. Hey Jenny,
      Es freut mich, dass dir meine Rezension gefällt 🙂 ich habe bei negativer Kritik oft Angst, dass sie zu gemein klingt, da ist es schön zu wissen, dass ich es objektiv genug darstellen konnte, lieben Dank 💙
      Das freut mich sehr, dass dir Straßensymphonie ansonsten gut gefallen hat 🙂 Geschmäcker sind unterschiedlich und das ist auch gut so :)!
      Alles Liebe,
      Sarah

      Gefällt mir

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