Sätze, die wir nicht mehr hören können

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Es ist gerade einmal knapp vierundzwanzig Stunden her, dass Nicci und ich euch unsere neue Rubrik Die Buchnachbarinnen vorgestellt haben. Immer noch bin ich schrecklich aufgeregt und freue mich auf die Zeit! Heute beginnt bereits unser erster richtiger Beitrag, mit dem Thema: Sätze, die wir nicht mehr lesen können, die uns nerven, die einfach ätzend sind. Dabei haben wir uns jeweils beide eigene Sätze vorgenommen. Nicci  spricht dabei aus ihrer Blogger- und Lesersicht und ich erweitere den Teil etwas um meine Autorensicht. Am Ende verlinke ich euch noch Niccis Beitrag, in dem ihr dann ihre nervigsten Sätze nachlesen könnt!

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Das Buch lese ich nicht, weil es zu stark gehyped wird.

In dem Punkt liegen Nicci und ich, was eine gewisse Gereiztheit angeht, gleich auf. Ein Buch nicht zu lesen, weil es ein Hype ist. Die Beweggründe liegen bei solcherlei Leser vor allem darin, weil sie glauben mit zu hohen Erwartungen an dieses Buch heranzutreten, die dann leider nicht erfüllt werden können. Liebe Leser von Weiten-Bogen-um-Hype-Machern: Was für Erwartungen stellt ihr denn an dieses Buch? Es wird wohl von vornherein klar sein, dass dieses Buch keine Krankheiten heilen wird, dass auch der Weltfrieden weiterhin auf sich warten lässt und auch der Welthunger noch da bleibt, wo er nun einmal ist. Generell eine Kategorie Bücher auszuschließen, weil es Viele lesen und sich selbst dann als etwas unfassbar Besonderes darzustellen, nämlich jemand, der nicht mit dem Strom schwimmt und damit zu implizieren, dass alle anderen nur mitziehen und das Buch eigentlich quasi auch nicht mögen würden, es also nur lesen, weil es in den Himmel gelobt wird, finde ich etwas fragwürdig. Ja, warum entsteht überhaupt so ein sogenannter Hype? Ihr werdet es nicht glauben: So etwas entsteht, weil viele Leser ein Buch ganz toll finden. ACH DU SCHRECK! So. Natürlich bedeutet es nicht, dass gleich JEDER dieses Buch große Klasse findet. Ich persönlich freue mich durch diese Hypes auf bestimmte Bücher überhaupt erst aufmerksam gemacht zu werden, die anderenfalls vielleicht untergegangen wären. Wenn ich auf ein Buch aufmerksam werde, lese ich mir schließlich zuerst den Klappentext durch und überlege mir, ob der Inhalt auch etwas für mich wäre.
Würden Bücher im Internet nicht gehyped werden, wäre ich beispielsweise niemals auf A Court Of Thornes And Roses aufmerksam geworden. Und um das mal klarzustellen: Ich fand diese Buchreihe nicht etwa grandios, weil alle anderen es auch so empfunden haben. DIE REIHE WAR EINFACH WAHNSINNIG GUT!

Aus Autorensicht kann ich dem noch etwas Bitteres hinzufügen: Wenn Bücher von einem nicht gekauft werden, weil der Eindruck entstünde, sie wären gehyped oder kämen zu oft auf anderen Blogs vor, dann leidet vor allem der Autor darunter. So sinken nämlich die Verkäufe und vielleicht wird dann etwa eine Reihe nicht fortgeführt, ein Verlag muss die Auflage einstellen und Vieles mehr. Einfach, weil Bücher nicht gekauft werden, aus Angst, der Hype würde es niedermachen.

 Likest du meine Seite?

Das erlebe ich in letzter Zeit so oft, dass es meine Grenze erreicht hat. Auf jegliche Art werden Likes erbettelt, Follower fast schon erkauft, angefleht und auf wirklich peinliche Art versucht ins Boot zu holen. Lasst euch eines an dieser Stelle sehr deutlich gesagt sein: Das bringt alles absolut nichts. Leute, die euch nur folgen, weil ihr sie dazu überreden oder zwingen musstet oder die es aus Mitleid getan haben, weil ihr euch so kläglich dahinstellt und um einen weiteren Punkt auf eurer Skaler bettelt, die bringen euch vielleicht optisch eine hohe Zahl, doch das war es auch schon. Solche Seiten oder Blogs weisen meist wenig bis gar keine Aktivität auf. Statt eure Zeit in die Suche nach neuen Followern zu stecken, wie wäre es eher damit, sie darin zu investieren, eure Beitrage interessanter zu machen, die Regelmäßigkeit zu steigern, euch auf anderen Blogs rumzutummeln, euch auszutauschen und dieses riesige Netzwerk mal richtig zu nutzen, für den Austausch und das gemeinsame Miteinander? Zu anstrengend? Tja, dann nervt mich damit bitte aber nicht.
Am schlimmsten sind jene, die Freundschaftsanfragen versenden, obwohl sie mich gar nicht kennen. Mittlerweile glauben sie eine smarte Strategie entwickelt zu haben, in dem sie ein paar Tage nach Annahme haben verstreichen lassen, bis sie tatsächlich für ihre Autorenseite/ihren Buchblog/ihre Was-auch-immer-für-eine-Sache eine Like-Anfrage versenden. Ganz ehrlich? Ich möchte das sehr offen ausformulieren: Habt ihr es etwa so dringend nötig? Ich finde es nicht nur lästig, sondern mittlerweile richtig unverschämt. Der nächste, der das bringt, der kann ein kleines Donnerwetter erleben, hahaha.

 Also Harry Potter fand ich doof,
weil in dem Buch Magie drin vorkam und Zauberstäbe.

Und alle so: Hä? Was ich mit diesem Punkt sagen will: Ich finde es schade und kann es mittlerweile kaum nachvollziehen, wenn Leser/Blogger an Werken herummäkeln und direkt beim Grundgerüst einer Story beginnen. Das habe ich beispielsweise vermehrt im Bereich New Adult bemerkt. Wenn im Klappentext (beispielsweise Paper Princess) bereits drinsteht, dass die Protagonistin in ein wohlhabendes Haus mit fünf heißen Typen zieht, dann weiß man doch als Leser, dass dieser Umstand DEFINITIV eintreten wird und die Grundlage für diesen Roman darstellt, oder? Dann weiß ich doch, wenn ich dieses Buch kaufe: AHA! Das kommt also auf mich zu! Dann gibt es dann später Rezensenten, die sagen: Ja, also das mit den fünf Typen und dem Reichtum ist total unrealistisch, das hätte man anders machen können. Dazu kann ich nur sagen: Ja, vielleicht hättest du dir dann halt einen anderen Roman kaufen sollen. DAS ist nun einmal das Grundsetting. Und glaubt es oder nicht: Die Autoren haben sich schon etwas dabei gedacht. Sonst wäre es auch nun mal eine ganz andere Story, ein ganz anderer Roman eben! Dir gefällt das aber nicht? Ja, das ist gar nicht schlimm! Dann muss man sich allerdings andere Bücherreihen suchen, mit Settings, die einem zusagen. Direkt am Gesamtbild und der Voraussetzung der Handlung zu rütteln, bringt weder den Leser, noch den Autor weiter. Nicht jedes Buch ist für jedermann geschaffen. Aus diesem Grund gibt es unterschiedliche Genre, unterschiedliche Autoren, unterschiedliche Leser. Und das ist wundervoll!
Ein weiteres Beispiel in dem Zusammenhang wäre: Badboys nerven! Andere Romane an die Macht! – Glaubt es oder nicht, aber es gibt tatsächlich Romane ohne Badboy! Ein Beispiel? Die Slammed-Reihe von Colleen Hoover! Wenn man solche Art Romane nicht mag, dann sollte man sie nicht verfluchen, schließlich bedienen sie sich einer großen Beliebtheit. Stattdessen wäre es doch schön, sich im Bereich Romance Bücher rauszupicken, die einen anderen Stereotypen Kerl hervorzaubern, statt zum drölfmillionsten Mal zu bemängeln, dass es immer Badboys sind, die in Romanen den Erfolg feiern. Das stimmt so ja gar nicht! Es gibt viele schöne Bücher, die sich eben nicht an diesem Klischee bedienen, also nur zu! Deshalb muss man jedoch nicht jedes Buch schlecht reden, in dem dann doch solcherlei vorkommen. Denn: Auch dabei haben sich die Autoren etwas gedacht! Das gehört auch zum Grundgerüst der Story und es wäre nun einmal ein gänzlich anderer Roman, wenn jeder einen vollkommen anderen Charakter tragen würde.

Das Buch ist ethisch nicht korrekt, deshalb reiße ich es auseinander.

Seit kurzem japst der Trend auf, Bücher, in denen Geschichten niedergeschrieben stehen, die moralisch anzuzweifeln sind, vollkommen umzuschreiben, zu verändern, oder am besten direkt zu vernichten. Mich nervt es aus einem sehr konkreten Grund: DAS IST EIN BUCH! Eine ausgedachte Geschichte. Eine Fantasie. Etwas, das gar nicht existiert also. Wenn beispielsweise in ACOTAR ein Fest stattfindet, in denen Frauen sich Männern an den Hals werfen, dann ist das in dem Buch eben so. WEIL ES DORT SO IST. Weil da nun einmal die Welt so ist, wie sie ist. Weil das eine Fantasy-Welt ist. Weil das die Grundvorraussetzung, einer der tragenden Elemente der Geschichte ist. Das bedeutet nicht, dass man die Moral aus dem Roman auch auf diese Welt beziehen muss. Das bedeutet nicht, dass die Autoren schlechte Menschen sind oder frauenfeindlich. Es bedeutet einzig und allein, dass es ein Teil der Geschichte ist. Und so, wie sie dort eingefädelt wird, ergibt sie für den Handlungsverlauf schließlich auch Sinn. Wieso also auseinander reißen? Wieso?
Anderes Beispiel: Romane von Früher, zum Beispiel Stolz und Vorurteil (LOVE IT!), sollen neugeschrieben werden, weil dort das Bild der Frau für die heutige Zeit nicht korrekt verdeutlicht wird. Wieso? Dann müssen wir also auch die Bibel neu schreiben? Und überhaupt: Sollten dann nicht alle Fantasy-Romane vernichtet werden, weil sie total unrealistisch sind? Und was ist eigentlich mit Thrillern? Warum fangen wir nicht an, darauf auch noch rumzuhacken, immerhin werden dort Menschen umgebracht! Nicht, dass aus den Lesern noch Serienkiller werden, die aus den Geschichten ihre Inspiration schöpfen!

Ich schreibe gerade an meinem Buch…
und veröffentliche es… niemals.

Pseudo-Autoren. Wie ich sie liebe. Nicht. Jeder kann und sollte schreiben. Ich liebe es zu schreiben. Es ist wundervoll. Es erfüllt mich. Um sich als Schreiberling zu betitulieren, muss man auch keinen Roman veröffentlicht haben, das will ich damit auf keinen Fall ausdrücken. Was ich mit diesem Satz sagen will ist: Es tummeln sich viele Autoren dort draußen herum, die vor allem damit beschäftigt sind… ihre Facebookseite aufzupolieren. Oder eine Autorenseite zu eröffnen. Oder Fotos von ihrem Laptop zu schießen, wie sie vorhaben zu schreiben und am Ende dann so verbleiben, dass sie einen Beitrag darüber schreiben, dass sie eben nicht geschrieben haben. Autoren, die keine sind, aber schon alle möglichen Marketing-Vorraussetzungen in den Startlöchern haben, nur eben nicht schreiben. Allerdings schreiben sie darüber, dass sie Schreibblockaden haben und das schon ziemlich lange. Und darüber berichten solche auch sehr oft. Und auf der Seite findet man eigentlich nichts anderes an Inhalt: Nur Jammer-Beiträge. Es ist schade! Vor allem nervt es, weil eben diese verzweifelt sind. Und das kann ich verstehen: Wäre ich auch, wenn ich nicht fertig werden würde oder halt kaum Resonanz zu meinen Texten oder Beiträgen auf Facebook/Twitter/Instagram/dem Blog hätte, weil es nach dem zehntausendsten Beitrag über das Scheitern des Schreibens auch keinen mehr interessiert. Schreibt! Schreibt! Schreibt! Anders kann ich euch ehrlich gesagt nicht weiterhelfen. Sich in den Vordergrund als jämmerlicher, weinerlicher, bettelnder Autor zu stellen und zu erwarten, dass zuerst Ruhm und Fame kommen, und sich die Welt für den Nicht-Schreib-Prozess interessiert, das verlangt nach einer anderen Berufung. Da seid ihr an dieser Stelle irgendwie falsch einsortiert.

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Hier findet ihr Niccis Beitrag!

 

 

27 Antworten auf „Sätze, die wir nicht mehr hören können

  1. Dear Sarah … ähm … nein, falscher Text ^^

    Ich finde den Beitrag toll und kann dir in fast allem zu stimmen!
    Bis auf die Sache mit den ethisch korrekten Bücher xD wobei ich da eigentlich auch deiner Meinung bin, ich finde nur, dass man bei manchen Dingen vielleicht doch einfach darauf achten kann. Nicht unbedingt im Fantasy-Bereich, denn das ist ja nachweislich Fantasy, sondern eher in den etwas „realistischeren“ Genres.

    btw. Paper Princess habe ich mir extra nicht gekauft, weil ich von Anfang an wusste, dass ich es nicht mögen werde ^^

    Alles in allem finde ich, dass du die ganze Situation sehr gut auf den Punkt gebracht hast!

    Liebe Grüße,
    Valarauco

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    1. Liebe Valarauco,
      man darf mich hier auch nicht zu 100% ernst nehmen, hahaha. Natürlich sollte man nicht einfach alles in Büchern verherrlichen, ich glaube aber, dass Viele einige Eindrücke einfach zu Ernst auffassen. Ich habe Paper Princess gelesen und ich kann dir sagen: Da passiert… NICHTS :D hahahaha. Ehrlich. Alles total übertrieben, ich fand es sogar langweilig, wenn ich an andere New Adult Romane denke :D

      Dankeschön!

      Alles Liebe <3
      Sarah

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  2. Huhu liebes ,

    Und wieder kann ich nur mit dem Kopf schütteln 🙈 also im Bezug auf die Sache mit den Freundschaftsanfragen etc …..wenn ich wen nicht kenne, warum in Herrgotts Namen schicke ich eine Anfrage ? Und am besten sind die, die sich dann nie wieder melden. Naja, Menschen sind manchmal komisch!
    Auch beim Thema „Hype „ kann ich dir und Nicci nur zu stimmen. Ich habe soviele tolle neue Bücher kennengelernt, die mir wahrscheinlich total durch die Lappen gegangen wären. Zb „ Das Reich der sieben Höfe“ es wurde soviel gutes darüber berichtet, das ich es einfach haben wollte :) ich mein klar, unbewusst hat man vielleicht dann sehr hohe Erwartungen aber meine Güte, selbst wenn ein Buch nicht gehypet wird, kann es auch sein das es mir nicht gefällt . Also macht es für mich einfach keinen Unterschied.
    Ein wirklich toller Beitrag 👍👍
    Mehr davon bitte ;)
    Ihr macht das klasse 💕

    Liebe Grüße Jenny 😊

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    1. Jenny! <3
      meine Güte, ich muss mal Öfter auf deinem Blog vorbeischauen, aber im Moment isst mich die Zeit auf :D ich sitze hier noch mit blondiertem Ansatz und muss noch das Blaufärben nachholen, aber komme zu nichts, hahaha.

      Du sagst es! Das vergessen ja Viele, dass man auch Bücher schlecht findet, die ja vorher nicht gehyped worden :D Das Buch verändert sich ja inhaltlich nicht, nur, weil es gehyped wird. Ich finde, gerade die Wahrscheinlichkeit da auf ein gutes Buch zu treffen, erhöht sich doch durch den Griff zu einem Hype-Buch :D
      Und wenn es dann mal nicht der eigene Fall war… ja dann muss man es ja nicht kategorisch auf alle Bücher beziehen, die gelobt werden.

      Diese Freundschaftsanfragen machen mich fertig! Hahaha :D

      Danke für den wundervollen Kommentar!
      Alles Liebe,
      Sarah

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      1. ❤️ Blaues- Sarahlein :)
        Ach du, das ist doch überhaupt nicht schlimm 😊 mein Blog läuft nicht weg hihi hoffe ich zumindest 😂

        Eben, der Inhalt bleibt der selbe und ich krieg wirklich mittlerweile Ausschlag wenn ich solche Kommentare bei fb oder sonst wo lese. Ich mein, es ist doch toll wenn man weiß das soviele begeistert von was sind :) ich versteh da manche Menschen einfach nicht 🙈
        Und man sollte dann auch nicht immer alles über einen Kamm scheren nach dem Motto „ mich hat da mal ein gehyptes Buch enttäuscht und jetzt lese ich keine gehypten Bücher mehr“ Schwachsinn !!!!!
        So das musste mal gesagt werden haha

        Liebe Grüße 😍❤️

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  3. Liebste Buchnachbarin <3
    Ein richtig toller und witziger Beitrag! Ich kann dich da sooo gut verstehen!
    Gerade das mit den Freundschaftsanfragen finde auch ich super nervig.
    Scheinbar geht einfach jeder davon aus, dass ich jeden Blogger direkt erkenne, auf einem Profil, wo ein Tier das Profilbild ist. Cool.

    Liebe! <3

    Gefällt 1 Person

  4. Hach Sarah, ihr sprecht mir aus der Seele :-D

    Manchmal frage ich mich echt, warum einige sich ein Buch von der Masse „kaputt lesen“ lassen. Stichwort „Auch wenn ich den Klappentext voll toll finde, lese ich das Buch trotzdem nicht, weil es zu stark gehyped wird! Mimimi!“
    Wenns mir zusagt, dann les ichs auch. Punkt. Und da sollte es doch egal sein, ob 10 oder 1000 Leser das Buch toll finden….wenn ich überlege, dass manchen durch diese Haltung z.B. die ACOTAR-Reihe entgeht *dios mio* 😂

    Das Thriller-Argument geht mir bei diesen
    „Das Buch ist ethisch unkorrekt“-Diskussionen auch immer sofort durch den Kopf^^ Da beschwert sich niemand, dass sich eventuelle jemand davon „inspirieren“ lassen könnte :-D
    .
    .
    Ach, bevor ichs vergesse: Likest du meine Seite?! 😂😂😂

    Gefällt 2 Personen

  5. Liebe Sarah,

    ich kann wirklich jeden Punkt voll nachfühlen.
    Vor allem der Punkt mit den Never ending-Manuskipten finde ich ziemlich anstregend, aber wenn ich feststelle, dass ich auf so eine Seite geraten bin, gibt es für mich meist kein Halten und der Daumen ist weg.
    Auch die Grundidee des Buches zu kritisieren finde ich absolut daneben. Wenn ich weiß, dass ich kein Bock auf Magie und Einhörner habe, lese ich kein Fantasy. Ich kritisiere doch auch keinen Thriller, weil dort jemand ermordert wurde?!
    Aber gäbe es solche Menschen nicht, könntet ihr keine so witzigen Artikel über sie schreiben, also sieh’s positiv!

    Liebst,
    Rika

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    1. Liebe Rika,
      vielen lieben Dank für deinen wundervollen Kommentar 💙!
      Hahaha das stimmt wohl! Und irgendwie regen wir uns ja ein bisschen auch mit Genuss über solche Personen auf 😄
      Viele vergessen beim Lesen irgendwie, dass man vor allem liest, um Spaß zu haben. Bei einigen habe ich mittlerweile das Gefühl, dass sie ein Buch möglichst kritisch betrachten wollen, aus Angst, sie würden sonst in der Masse untergehen. Irgendwie schade für sie, weil sie Bücher gar nicht mehr wirklich lieben können. Anders als wir 😄,
      Alles Liebe,
      Sarah

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      1. Liebe Sarah,
        Lesen soll Spaß machen? Ich dachte wir befinden uns im Krieg, so wie sich manche verhalten. :D
        Aber manchmal hilft ein bisschen Dampf ablassen wirklich mal. Dann ist der Kopf frei für die schöneren Dinge im Leben. :)

        Liebst,
        Rika

        Gefällt 1 Person

  6. Hi Sarah,

    ein cooler und witziger Beitrag. Was es nicht alles für tolle Sätze gibt :D
    Ein ganzes Buch auseinander zu nehmen … dass man mal daneben greift, ist glaube ich jedem schon mal passiert. Aber warum Thriller/Fantasy etc. pp. lesen, wenn einem diese Genre überhaupt nicht liegt? Dass man mal die Aktion von Person X auf Seite 758 dämlich fand … ok. Passiert. Aber ein Buch wegen der Grundidee schlecht zu finden … da gebe ich dir völlig recht.
    Übrigens: Beim Punkt „Harry Potter fand ich doof, weil Magie drin vor kam und Zauberstäbe“ wäre mir fast der Salat wieder aus dem Mund geplumpst. Kannst dir also mein Gesicht vorstellen ;D

    Liebste Grüße,
    Wiebi

    Gefällt 2 Personen

  7. Hey Sarah,

    boah, ich habe mal überschlagen, ich folge dir ja nun schon echt lange. Seit zwei (!) Jahren. Krass! Wie die Zeit vergeht, sie rennt und rennt und rennt. Und ich mag wirklich die meisten deiner Texte, weil sie so fröhlich und lebendig und voller Optimismus sind. Loves it. <3
    Aber (oh, oh, das fiese Aber) gerade deshalb finde ich diesen Beitrag etwas schade – aus Leser- und Autorenperspektive. Klar, du sagst ja deutlich, deine Aussagen sind humoristisch gemeint und nicht wirklich ernst. Daher habe ich auch probiert, sie so spaßig wie möglich zu nehmen, aber ich musste doch beim Lesen die Stirn runzeln.

    Was ist passiert? Nun ja *hüstel*, du weißt, ich bin so gar kein Mainstream-Leser und ich meckere auch sehr gern über unlogische Dinge in Büchern (auch über die in meinen eigenen Geschichten) und ich habe auch so meine Schwierigkeiten mit dem ein oder anderen Kapitel meiner Manuskripte. Deshalb, obwohl ich dich kenne und sehr genau weiß, dass du mich hier alles andere als persönlich angreifen wolltest, fühlte ich mich in etwa so, wie du es für die oben genannten Sätze beschrieben hast. Vor den Kopf gestoßen und ich war teils sogar schockiert.
    Ich sage zum Beispiel: "Ich mag kein Mainstream". Nicht, um jemanden zu ärgern, sondern um meinen Geschmack mitzuteilen. Wenn ich zurückblicke meistens deshalb, weil ich mich eher selbst verteidige oder rechtfertigen muss. Niemals möchte ich damit jemanden angreifen (z.B. Leser von Mainstream oder Autoren von Mainstream). Jeder soll ja einfach das lesen, was er oder sie gern möchte. Ich verteidige mit eben diesem Satz meistens eher den Fakt, dass ich mit meinem Geschmack wohl aus dem Rahmen falle, denn zu 90% (hey, ich lese immerhin Stephen King, was ziemlich Mainstream ist!) gefallen mir Bücher auf Bestsellerlisten oder im Hype gar nicht. Ich zähle also zu denjenigen, die niemals verstehen werden, was genau jetzt den Hype verursacht oder ausmacht. Kurz, ich bin da ziemlich beratungsresistent. :D

    Und das ist eigentlich ziemlich scheiße, weil ich logischerweise dadurch auch immer an jedem Hype vorbeischramme, was meine Schreibe angeht und ich mich manchmal einfach absonderlich fühle. Wie kann es sein, dass alle das gut finden, aber mir gefällt das nicht? Bin ich merkwürdig oder so? Solche Fragen stelle ich mir und sie fühlen sich nicht gut an. Lustig finde ich das daher irgendwie so ganz und gar nicht.
    Ich weiß, du hast es wirklich nicht so gemeint, denn du bist eine ultra liebe und offene Person, trotzdem haben Worte einfach Macht und nach dem Lesen dieses Beitrags fühlte ich mich in allen Punkten komplett missverstanden.
    Ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel, dass ich so reagiere, aber ich dachte mir, hey, wir kennen uns so lange, ich gehe mit diesen Gefühlen besser offen um.

    Ich freue mich schon sehr auf deinen neuen Beitrag und was du so mit Nicci planst. :)

    Grüße
    +Mika+

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  8. In die letzte Kategorie bin ich auch eine zeitlang gefallen. Aber irgendwann hab ich aufgehört von meinem „kurz vor der Veröffentlichung stehenden“ Roman zu labern. Denn der steht jetzt seit 5 Jahren kurz vor der Veröffentlichung und irgendwie kommt immer was dazwischen. In den meisten Fällen diese unglaublich nervige Perfektion, die ich aus irgendeinem Grund anstrebe und die mich immer wieder zur nächsten Überarbeitung drängt. Dabei weiß ich es besser und dass das Teil so nie fertig wird.

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    1. Lieber Marcel,
      ich verstehe, was du meinst. So erging es mir zu Beginn ständig! Man kommt einfach nicht zum Ende weil man den Roman zu Tode überarbeitet. Aus dem Grund habe ich für beispielsweise „Einmal im Jahr für immer“ enie Deadline gesetzt und das auch angekündigt. So konnte ich mich nicht mehr drumherum mogeln :)
      Allerdings spreche ich mit dem letzten Punkt vielmehr solche an, die sich eigentlich nur wünschen Autor zu sein. Und damit meine ich jetzt nicht, dass man etwas veröffentlicht haben muss, um diesen Titel zu tragen. Wenn man schreibt und in diesem Thema aufgeht, wenn man es als Hobby macht oder Gedichte verfasst, das spielt alles keine Rolle, man ist dann ein Autor. Doch es gibt solche, die gerne diesen Titel tragen, weil es schön klingt, aber eigentlich gar nichts mit dieser Thematik zu tun haben. Da steht meist nicht einmal der erste Satz, aber dafür die Facebookseite.

      Doch allgemein sollte man diesen Text auch vielleicht nicht zu ernst nehmen :) vorrangig wollten wir uns etwas über manche Gebiete lustig machen :)

      Alles Liebe,
      Sarah

      Gefällt 1 Person

  9. Liebe Sarah,

    super Beitrag. ^^ Die Sache mit dem „ich kaufe kein Hype Buch“ verstehe ich auch nicht. Gerade bei ACOTAR war auch bei mir der Hype der Grund, weshalb ich es entdeckt und gelesen habe. So muss das doch sein, oder? Es kommt in letzter Zeit fast ständig bei mir vor, dass ich begeisterte Rezensionen lese, die mich gleich mitreisen, sodass ich am liebsten den nächsten Buchladen stürmen würde. :-D (btw – habe ich auch schon)

    Das mit den Freundschaftsanfragen bei FB geht mir auch ziemlich auf den Keks. Mittlerweile ignoriere ich viele davon einfach. Es nervt und ich fühle mich dadurch irgendwie auch verarscht. Mir selbst ist das extrem unangenehm jemanden zum Liken meiner Seite einzuladen. Das habe ich höchstens am Anfang gemacht, als sie neu war um sie Freunden zu zeigen. Alles andere hat sich so ergeben und darüber bin ich auch echt happy, weil ich weiß, dass die Leute wegen mir und meinen Beiträgen da sind.

    Liebste Grüße
    Ella <3

    Gefällt mir

  10. Liebe Sarah,
    du sprichst mir aus Leib und Seele!
    Anders hätte ich es auch nicht ausdrücken können!
    Diese ganzen Kommentare mit: Ich liebe deine Bilder, willst du mal bei mir vorbeischauen…. Arghhhh!
    Ich kann den Kommentar leider nicht weiterschreiben, weil ich sonst vor Wut den Laptop zermatschen würde…
    Liebst, Marie <3

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Marie,
      tut mir leid, dass ich erst so spät reagiere :D irgendwie war die vergangene Woche sehr voll! Jetzt aber :)
      Es freut mich, dass dir der Beitrag gefällt! :D hahahah ja, solche Sätze können einen schon ziemlich aufregen :D vor allem, diese Follower4Follower-People :D
      Alles Liebe,
      Sarah

      Gefällt 1 Person

  11. […] Nicci von Trallafittibooks und Sarah Richizzi haben sich etwas richtig tolles ausgedacht. Da die beiden nah zusammenwohnen haben sie ein neues Format eingeführt: Die Buchnachbarinnen. Ihr erster Beitrag ist zum Thema Sätze, die einem schon zu den Ohren raushängen. Schaut unbedingt vorbei! Hier gehts zum Teil auf Trallafittibooks Sätze, die wir nicht mehr hören können  Hier gehts zum Teil bei Sarah Sätze, die wir nicht mehr hören können. […]

    Gefällt 1 Person

  12. Hallöchen,
    ich habe gerade schon den Beitrag von Nicki gelesen und auch bei dir muss ich was zu dieser Hype-Sache sagen. Du hast es bestimmt nicht so gemeint, aber die Worte klingen schon ziemlich … angreifend ist vielleicht ein zu hartes Wort, aber ich denke du weißt, was ich meine. Ich gehöre zu den Menschen, die lieber einen Bogen um den Hype machen. Wegen den hohen Erwartungen, die du erwähnt hast. Und nein, die Erwartungen gehen nicht in Richtung Weltfrieden und Krebsheilung. Die Erwartungen gehen in Richtung: Ein mega gutes Buch, das mich umhauen und noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Und meistens hauen mich diese Bücher dann genau wegen diesen Erwartungen nicht um. Ich schließe gehypte Bücher als Lektüre auch nicht aus, um mich als etwas unfassbar Besonderes darzustellen.
    Ich habe bisher keine guten Erfahrungen mit gehypten Büchern gemacht und halte mich deshalb größtenteils von ihnen fern. Ich finde diese Einstellung absolut in Ordnung. Genauso finde ich es okay, wenn andere diese Bücher lesen und in den Hype mit einfallen. Was juckt es mich, ob jemand ein gehyptes Buch liest oder nicht, ob es ihm gefällt oder nicht?

    Diese Likes-Hascherei nervt wirklich! An sich bin ich davon zum Glück nicht großartig betroffen. Mir fällt es nur in Instagram manchmal auf, wenn man plötzlich gaaaaanz viele Likes von ein und derselben Person für unterschiedliche Bilder bekommt. Das lustige dabei … man bekommt 20 Likes von ihnen, aber folgen tun sie einem trotzdem nicht :D

    Der Harry Potter-Satz trifft vielleicht ein klitzekleines Bisschen auf mich zu. Bzw eher deine Worte zu New Adult darunter. Ich lese das Genre nämlich relativ oft, wenn mir mal nach einer lockeren Liebesgeschichte ist. Und leider stoße ich dann immer genau auf die, in denen die Protagonisten die schlimmste Vergangenheit überhaupt haben. Und dann … ja, dann meckere ich auch xD

    Oh ja, diese scheinheilige ehtische Corectness, die gerade so extrem aufgebauscht ist, nervt mich auch extrem! Tatsächlich habe ich nie auf diese Weise über Bücher nachgedacht. Und mir ist das ganze auch erst bei der ewigen Diskussion über Paper Princess aufgefallen. Da hieß es dann ja plötzlich, die Autorin hätte kein Selbstwertgefühl, weil sie so über Frauen schreibt und die Leser auch nicht …
    Ich habe Paper Princess nicht gelesen, weil es mich einfach nicht anspricht, also kann ich zum Inhalt nichts sagen. Aber dass Inhalte immer gleich mit Leser und Autor in Verbindung gebracht werden müssen! Ich bezweifle, dass Fitzek und seine Leser geheime Doppelleben als Serienmörder haben!
    Und dein Beispiel zu „Stolz und Vorurteil“ … wie bitte?! Neugeschrieben, weil das Frauenbild nicht mehr das von heute ist? Diese Emanzipation geht mir auch so auf die nerven. Man kann es auch übertreiben!

    Auch dein letzter Punkt trifft ziemlich gut auf mich zu … ich schreibe gerne, habe ich schon immer. Aber da sind dann halt doch immer die Zweifel und der innere Schweinehund (mein Schweinehund ist leider riesig).

    Ein toller Beitrag, auch wenn ich mich zum ersten Punkt ein bisschen auslassen musste :) Ich lese deinen Blog übrigens sehr gerne!
    Liebste Grüße
    Kate ♥

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