Lover · Rezensionen

Rezension: Heir of Fire

The english version will come soon!

XXX

Bei dieser Rezension handelt es sich um den dritten Teil der Throne of Glass Reihe. Aus dem Grund können einige Spoiler enthalten sein. Es wäre zu empfehlen diese Rezension nur zu lesen, wenn ihr den Inhalt der vorangegangenen Romane bereits kennt.

Eigentlich hatte ich bereits im vergangenen November geplant, alle Teile der Throne of Glass Reihe zu lesen, doch leider hat das nicht so ganz geklappt. Ich bin jetzt erst mit dem dritten Band fertig, obwohl ich Anfang Dezember mit dem Lesen begonnen hatte. Dass ich so viel Zeit benötigte, bedeutet jedoch nicht, dass ich mich hindurchgequält habe. Ganz im Gegenteil: Sarah J. Maas hat wieder bewiesen, wie meisterhaft sie schreiben kann.

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Fakten

Titel: Heir of Fire | Autorenname: Sarah J. Maas| Seitenanzahl: 565 | Genre: Fantasy | Verlag: Bloomsbury Publishing Plc | Preis: 17,81 € | ISBN: 978-1619630659 |

Inhalt

Celaena has survived deadly contests and shattering heartbreak―but at an unspeakable cost. Now, she must travel to a new land to confront her darkest truth . . . a truth about her heritage that could change her life―and her future―forever. Meanwhile, brutal and monstrous forces are gathering on the horizon, intent on enslaving her world. Will Celaena find the strength to not only fight her inner demons, but to take on the evil that is about to be unleashed? [goodreads]

Meine Lesezeit

Intensiv. Abenteuerlich. Gefährlich.

Celaena wird weggeschickt. Durch Chaols Plan verlässt sie auf des Königs Wunsch für einen ihrer angeblichen Aufträge, den Palast und macht sich auf den Weg in ein fremdes Land. Sarah J. Maas wartet nicht lange, bis sie uns zeigt, was ihr eigentlicher Plan dieser Geschichte sein soll. Dieser Roman ist ganz anders als die Bände zuvor. Nicht nur, dass der Schauplatz ein anderer ist, wir lernen eine Reihe neuer Protagonisten kennen, die das Leben von Celaena vollkommen auf den Kopf stellen.

“I wish you to become who you ­were born to be. To become queen.”

Celaena fällt in ein Loch, was sie zu verschlingen dort. Sie zerfällt durch ihre Trauer, weiß mit ihrem Leben nichts anzufangen und findet nicht den Halt, um weiterzuleben. Einzig der Gedanke, dass sie so ihre Schuld Nehemia gegenüber irgendwie begleichen kann, lässt sie an einem zarten Faden zwischen Leben und Tod wandern. Allerdings fällt es ihr zunehmend schwerer, wirklich zu glauben, dass ihr Leben einen Sinn verfolgt.

“You cannot pick and choose what parts of her to love.”

Sarah J. Maas vollführt wieder ihr Kunststück und zerlegt die Psyche, Seite um Seite, lässt uns an der Trauer von Celaena teilhaben und verstehen, dass das Leben nicht nur schwarz und weiß malt, sondern all die Facetten dazwischen die Wichtigkeit darstellen, die einen Menschen überhaupt auszeichnen. Celaena wird im ersten Band als absolute Badass-Protagonistin vorgestellt. Hier lernen wir ihre menschlichste, abgrundtiefste Seite kennen, die so verletzlich und gleichzeitig stark ist, dass mich die Art, wie sie darum ringt weiterzuleben, unfassbar beeindruckt hat. Sarah J. Maas lässt uns an diesem Prozess der Heilung, des Schmerzes und des Leids teilhaben, ganz gleich wie viel Zeit es in Anspruch nimmt.

“Because she is dead!“ She screamed the last word so loudly it burned in her throat. „Because she is dead, and I am left with my worthless life!”

Durch die Gedankengänge, in denen sich Celeana immer wieder verirrt, ihren Weg hinaus in ihre Welt kaum zu finden scheint, legt der Roman eine ungewöhnlich ruhige Atmosphäre nieder, was keineswegs bedeutet, dass es der Spannung oder dem Erzählrhythmus schadet. Ganz im Gegenteil. Es reizt das Interesse an Celaena und ihrer Persönlichkeit, stets wollte ich mehr über sie erfahren, verstehen wie sie denkt und wie sie es vollbringen wird, trotz allem, was ihr im Leben widerfahren ist, weiterzuleben.

“Because I am lost,“ she whispered onto the earth. „And I do not know the way.”

In den Bänden zuvor wird mehrfach angedeutet, was Celaena in ihrer Kindheit durchleben musste, allerdings haben wir nie weitere Details erfahren. Das ändert sich hier grundlegend. Nach und nach werden Erinnerungen, gute wie schlechte, in die Geschichte eingeflochten und lassen uns so das gesamte Leben von Celaena erfahren und vor allem verstehen, wieso sie zu Celaena Sardothien geworden ist und weshalb sie ihrem Erbe abdanken will, wieso sie nur die Flucht sieht und warum selbst der größten Badass-Protagonisten Dinge Angst einjagen und sie nicht immer tapfer und mutig sein kann und es eigentlich auch gar nicht muss.

“I claim you, Aelin. To whatever end.”

Durch die wechselnde Erzählperspektive zwischen Celaena, Dorian und Chaol, gewinnt die Handlung enorm an Spannung und erhält durch die vielen Zwischengeschichten einen gewissen Reiz. Da wir uns nun nicht mehr im Palast des Königs befinden, ist es umso interessanter, zwischendurch die Gedanken und Handlungen von Dorian und Chaol zu erfahren und zu wissen, wie es überhaupt um sie steht. Neben diesen drei Erzählperspektiven lernen wir allerdings noch eine vierte kennen und die gute Frau hat es gewaltig in sich. Ich möchte nichts vorweg nehmen und gar nicht erzählen, wer da ins Rampenlicht rückt. Doch so viel sei gesagt: Celaena hat in Punkto Badass wohl eine Ebenbürtige gefunden.

“You didn’t need a weapon at all when you were born one.”

Da Celaena das Land verlässt, bedeutet es auch, dass sie zu ihrer Magie zurückfindet. Denn die Magie wurde einst nur im Reich des Königs ausgelöscht, wie ist noch unklar, allerdings verfolgt sie eine genaue Grenze. Und dort, wo nun Celaena  haust, gibt es diese Grenze nicht. Das bedeutet: Es wird aufregend! Was kann Calaena, was können die anderen Fae? Wer sind die anderen Fae? Was bedeutet Magie auf der anderen Seite der Grenze und wieso können sie nichts gegen einen menschlichen König anrichten?

“He would see that world reborn, even if it took his last breath. Even if he had no name now, no position or title save Oath-Breaker, Traitor, Liar.”

Das Ende taucht wie ein Sturm auf. Wo Seiten zuvor der Abgrund von Calaenas Seele durchforstet wurde, wir Geheimnise zu enträtseln versuchten und wir uns wie in einer Seifenblase befanden, in einer vollkommen abgeschotteten Welt, ohne König, ohne dieses andere Königreich, in dem keine Magie existiert, reißen die letzten Seite diese Oase nieder. Mit einem gewaltigen Ruck, zerbricht alles und hinterlässt eine spannungsgeladene Luft, die nichts anderes zulässt, als den nächsten Band sofort weiterzulesen, um zu erfahren, was all die Geschehnisse nun für unsere Lieblinge zu bedeuten haben.

“All she knew was that whatever and whoever climbed out of that abyss of despair and grief would not be the same person who had plummeted in.”

Mein Fazit

Sarah J. Maas liefert wieder ein Meisterwerk ab, welches zwar ruhiger durchläuft, jedoch mit einer beeindruckenden Tiefsinnigkeit und Detailtreue punktet, die sich sehen lassen kann. Das Wordbuilding, die Protagonisten und der sich anbahnende Sturm, haben das Ende in einem Inferno enden lassen und dafür gesorgt, dass ich die letzten Seiten gar nicht schnell genug lesen konnte.

Lover

Blogger des Vertrauens

folgen noch

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8 Kommentare zu „Rezension: Heir of Fire

    1. Liebe Buchnachbarin,
      jaaa ich war wieder zu ungeduldig, hihi. Dachte ich probiere mal was aus, weil eine Bloggerin meinte, dass sich tatsächlich Menschen die englischen Versionen durchlesen und so bleibe ich etwas in Übung, aber ich war zu faul! Will es aber wirklich noch nachholen und habe dann entsprechend jetzt, damit ich nicht wie ein Vollhonk wirke, den Satz angepasst. Danke ❤

      Hahaha, du liest dafür gaaaaaanz viele andere Bücher (WOBEI SICH SARAH J. MAAS HALT IMMER LOHNT ABER NAJA!)

      SUPERLOVE ❤
      Sarah

      Gefällt 1 Person

      1. Ouh, vielleicht fasse ich mich da echt kurz? Mal gucken, hihi. Vielleicht erst das Fazit, damit da überhaupt was steht… keine schlechte Idee Frau Trallafitti!

        Natürlich, SJM geht IMMER IMMER IMMER! Obwohl ich schon doll traurig bin, dass Frost and Starlight so kurz ist 😦

        Gefällt 1 Person

  1. Meine Sarah ❤

    Was für eine wundervolle Rezension! Viele konnten mit diesem Band ja nichts anfangen (also generell ab dem 3.), aber ich habe es sehr geliebt und genossen!
    Die „Gegenspielerin“ ist mein absoluter Herzenscharakter geworden und Hach…ich brenne auf den weiteren Verlauf!

    Liebste Grüße ❤ Jill

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