Filme, die mein Herz berührt haben

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Derzeit hat sich meine liebste Becca etwas intensiver mit Filmen befasst, sprich, den Netflix-Account mal richtig zu würdigen gewusst. Entsprechend kamen wir häufiger auf das Thema Filme zu sprechen und welche uns sehr begeistert haben. Schnell ist daraus eine Beitragsidee entstanden, die wir euch hiermit präsentieren möchten. Heute stelle ich euch drei meiner absoluten Herzensfilme vor und am Ende noch einen, den Becca und ich gemeinsam lieben gelernt haben. 

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Titel: Die Bücherdiebin  |  Spiellänge: 2h 15m  |  Hauptdarsteller: Sophie Nélisse [Liesel Meminger]  |

Anfangen möchte ich bei Die Bücherdiebin. Den Roman habe ich vor über sieben Jahren gelesen, ich weiß noch, dass ich gerade im Abschlussjahrgang meines Abiturs war und diesen gewaltigen Roman entdeckt habe. Über die Bücherdiebin als Roman habe ich zu dem Zeitpunkt nicht allzu viel gehört, doch allein der Titel lockte mich direkt an. Dass es auch noch ein mächtig langer Roman war [587 Seiten, damals war das viel für mich], begeisterte mich umso mehr. Als ich dann begann die ersten Seiten zu lesen, versank ich umgehend in die Geschichte. Die Idee, den Tod als Erzähler miteinfließen zu lassen, überwältigte mich. Ich liebte die Art, wie der Erzähler mit uns spielte und so viele Emotionen hervorbrachte, dass ich es kaum für möglich gehalten hätte. Als es dann hieß, Jahre später, dass der Roman verfilmt wird, habe ich mit Begeisterung auf den ersten Trailer gewartet. Der Film berührte mich, genauso wie das Buch. Die Umsetzung hat mich vollkommen überzeugt und ich muss sagen, während ich gerade diese Worte tippe, bin ich versucht den Film später noch einmal anzusehen. Es ist eine wahnsinnig gute Mischung zwischen tiefen Emotionen, Humor und die Frage nach der Menschlichkeit. Denn: Dieser Film spielt zu Zeiten des Nationalsozialismus, was man dem Titel wohl kaum ansieht oder überhaupt ahnen lässt, was für eine gigantische Geschichte dort auf einen lauert. Unbedingt lesens- und sehenswert.

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Titel: Das wandelnde Schloss |  Spiellänge: 2h 15m  |

Als nächstes wähle ich Das wandelnde Schloss. Ich liebe die Filme von Hayao Miyazaki. Zwar kritisieren viele, dass sein Zeichenstil die Charaktere allesamt gleich aussehen lässt, doch das stört mich keineswegs; immerhin erhalten so seine Filme einen gewissen Wiedererkennungswert. Der Anime-Film enthält so viele wundervolle Elemente, dass ich gar nicht weiß, wo ich genau anfangen soll. Die Botschaft hinter dem Film berührte mich wohl am meisten: Es geht um Schönheit, was sie eigentlich bedeutet und wie sie auftritt, wie wir sie erkennen und dass es ganz oft gar nicht so einfach ist, diesen Teil wirklich richtig wahrzunehmen. Als tragendes Element tritt dabei das wandelnde Schloss auf, das Zuhause des Zauberers, bei dem Sophie lernt ihre neue Rolle im Leben zu akzeptieren. Was ihr genau widerfahren ist, möchte ich gar nicht näher erläutern, da mich ihre Umstände mitunter beeindruckt und fasziniert haben und die Unvoreingenommenheit und das Überraschungsmoment dabei eine tragende Rolle spielten.
In Anime-Filmen genieße ich die Art, wie alles plötzlich ins Leben gerufen wird und einen eigenen Charme und Charakter enthält. Hayao Miyazaki weiß nur zu genau, wie man viel Liebe in jedes noch so scheinbar belanglose Detail steckt und dabei den Zuschauer in den Bann zieht und Emotionen selbst bei Kleinigkeiten hervorrufen lässt.
Weitere Filme von ihm, die ich unfassbar lieben gelernt habe, sind: Chihiros Reise ins Zauberland und Prinzessin Mononoke. Beides sind ebenfalls Filme mit wichtigen Botschaften, einer emotionalen Geschichte und starken, einzigartigen Charakteren.

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Titel: Wie ein einziger Tag [The Notebook]  |  Spiellänge: 2h 4m  |  Hauptdarsteller: Ryan Gosling [Noah] und Rachel McAdams [Allie]  |

The Notebook habe ich als Film Wie ein einziger Tag gesehen, bevor ich den Roman überhaupt kannte. Ich war noch ein Teenager, als meine Cousine mit Entsetzen feststellen musste, dass ich keine Ahnung hatte, wer Nicholas Sparks ist und nicht mal einen Funken über den Film Wie ein einziger Tag wusste. Ich war wahnsinnig froh darüber, dass mir absolut nichts über den Film bekannt war, denn so wurde ich vollkommen überrascht und die Wendung im Film zerstörte mich auf eine Art, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Es ist so wunderschön tragisch, es zeigt das Leben auf eine so intensiv schöne und gleichzeitig schreckliche unbarmherzige Art, dass es mich sowohl beim Film als auch beim Roman vollkommen zerriss. Es zeigt Liebe, wie ich sie hoffe, dass sie jeden genauso trifft, genauso intensiv, gnadenlos und unwiderruflich. Es ist eine Form von Liebe, wie sie sein sollte: Für immer. Und obwohl all das sehr kitschig klingt und so manchen Romantik-Hasser abschrecken könnte: Das ist es nicht. Es ist die Wahrheit und das Leben, dargestellt in einem Film über zwei Menschen, die für etwas kämpften, was nie sein sollte.

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Titel: Die Entdeckung der Unendlichkeit  |  Spiellänge: 2h 3m  |  Hauptdarsteller: Eddie Redmayne [Stephen Hawking] und Felicity Jones [Jane Hawking]  |

Und nun komme ich zu dem Film, den Becca und ich gemeinsam für uns entdeckt haben: Die Entdeckung der Unendlichkeit. Vor wenigen Wochen erkannten wir, dass wir uns beide unglaublich in diesen Film verliebt haben. Als der Film in die Kinos kam, sind mein Mann und ich direkt hin, um ihn uns anzusehen und waren restlos begeistert. Allen voran ist es die meisterhafte schauspielerische Darstellung von Eddie Redmayne, die uns in den Bann zog und geradezu ehrfurchtsvoll den Film verfolgen ließ. Als wir hörte, dass er für die Oskars als bester Hauptdarsteller normiert wurde, fieberten wir regelrecht dem Event entgegen. Ich weiß noch genau, wie mein Mann mich morgens gegen kurz vor 6 anrief, um mir mitzuteilen, dass er den Oskar gewonnen hat. Ich habe mich noch nie für einen Schauspieler so für eine Auszeichnung gefreut. Denn: Er hat es mehr als verdient. Was er auf die Leinwand gebracht hat, ist bemerkenswert authentisch gewesen. Man fühlte, was er darstellte in so einer Intensität, wie ich es nicht für möglich halten hätte. All die Freude, all der Kummer, das ganze Leben von Stephen Hawking in so einer Echtheit und emotionalen Treue dargestellt, dass ich nicht glauben konnte, dass es nur gespielt wurde. Es wirkte viel zu echt. Nicht nur die Beziehung zwischen ihm und seiner Frau, nein, es war sein gesamtes Leben, das mich emotional aufwühlte und nicht Mitleid, sondern Begeisterung und Bewunderung für diesen Mann fühlen ließen. Trotz seiner Krankheit, lächelte er dem Leben entgegen und widersetzte sich jeder Akzeptanz sein Leben so hinzunehmen. Er lebte intensiver als es so manch ein gesunder Mensch jemals getan hat. Er lebte voller Genuss und Leidenschaft und zeigte auf eine so beeindruckende Art und Weise, was für Menschen überhaupt möglich ist. Ein Genie, doch vor allem ein Mensch, der in seiner Menschlichkeit Unglaubliches vollbracht hat. Den Roman habe ich noch nicht gelesen, konnte bei meinem London-Trip allerdings keineswegs widerstehen, ihn mir sofort anzueignen. Der Film basiert allerdings eher auf Jane Hawkings Memoiren Die Liebe hat elf Dimensionen: „Mein Leben mit Stephen Hawking“ [wikipedia].
Übrigens: Den Film The Danish Girl und natürlich Fantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind, wurden auch beide mit Eddie Redmayne als Hauptdarsteller gespielt, wieder in einer glorreichen und beeindruckenden Umsetzung mit so vollkommen andersartigen Rollen. Absolut sehenswert. 

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Zu Beccas Beitrag geht es einmal hier entlang:

Beccas Leselichtung

Und wie sieht es bei euch aus? Welche Filme könnt ihr, ohne groß darüber nachzudenken, direkt weiterempfehlen, weil sie euch so sehr berührt haben? Welchen Film könnt ihr immer und immer wieder schauen, ohne, dass es euch langweilig wird?

 

LoveSarah

22 Antworten auf „Filme, die mein Herz berührt haben

  1. Hi Sarah!

    Ich muss gestehen, ich habe noch keinen der von dir genannten Filme gesehen – allerdings schon von ihnen gehört. „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ hatte ich mir auch fest für’s Kino vorgenommen, nur irgendwie habe ich es nie bis dorthin geschafft. Sollte ich vielleicht mal nachholen.
    Ich bin immer mal wieder gerne für Liebesfilme zu haben. So habe ich „The Lucky One“ und „Das Leuchten der Stille“ rauf und runter geschaut. Interessanterweise sind beides Sparks Filme. ;)
    Eure Beitragsidee finde ich übrigens total schön. Ich schau dann mal bei Becca vorbei. :)

    Liebste Grüße,
    Wiebi <3

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Frau Webers,
      hach, ja! Nicholas Sparks! Ich habe ja tatsächlich mein erstes Tattoo zu „Das Leuchten der Stille“ anfertigen lassen. Allerdings zur Romanvorlage „Dear John“. Es sind so schöne Filme zum Heulen und Mitfühlen <3
      Es freut mich, dass dir die Beitragsidee gefällt.

      Alles Liebe,
      Sarah

      Gefällt 1 Person

  2. Liebe Buchnachbarin,
    beim Lesen deines Beitrags und besonders beim letzten Film hatte ich eine richtige Gänsehaut <3
    Leider kenne ich den Film nicht, ich habe da auch noch nie etwas drüber gehört.
    Ich werde also direkt mal Amazon öffnen und ihn bestellen.
    Auch die anderen kenne ich nicht, ich bin scheinbar ein Filmlegastheniker :-D
    Wird das jetzt eine Beitragsreihe, also schreibt ihr öfter solche Beiträge?
    Ich wäre auf jeden Fall sehr neugierig, welche Filme euch da noch so in den Sinn kommen.

    Liebe! <3

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Buchnachbarin,
      hach, dankeschön, das freut mich! <3 Ouh, der Film ist einfach, hach, unfassbar gut. Filmlegastheniker :D gamsig.
      Jaa! Wir sitzen gerade sogar an dem nächsten Beitrag, der dann am kommenden Wochenende veröffentlicht werden soll :) Freut mich, dass du da neugierig bist! Vielleicht entdeckst du ja ein paar Filme für dich, würde mich wahnsinnig freuen.

      Superlove!

      Gefällt 1 Person

  3. Liebe Sarah,
    Eure Beiträge sind einfach fantastisch! Ich habe gleich ein paar Filme gefunden, die ich bin unbedingt auch mal schauen muss und hoffe sehr, dass sie mich auch so berühren werden❤
    Wie ein einziger Tag! Was für ein Film, den habe ich auch schon mehrmals gesehen und jedes Mal auf’s neue ganz schrecklich geweint.

    Liebe ❤

    Gefällt 1 Person

    1. Liebste Jill,
      dankeschön! Es freut mich, dass sie dir gefallen haben! Ouh, ich bin gespannt, was du zu den Filmen sagen wirst und für welche du dich entschieden hast :) <3
      Jaaaaa ach, ich könnte bei dem Film jedes Mal wieder von vorne anfangen zu flennen, muss ihn auch immer alleine gucken :'D

      Ganzganzgroße Liebe <3

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  4. Hayao Myazaki wird für mich auch für immer ein Genie seinesgleichen bleiben!
    Seine Filme sind alle derart tiefgründig, voller Leben und Wahrheiten und er schafft es diese auf eine Art und Weise darzustellen, die ohne Schwarz und Weiß auskommt. Nicht gut und böse spielen eine Rolle, sondern die Hintergründe und Gedanken der Personen.
    Und dazu diese mehr als fantastische Musik. So herrlich!
    Mein Liebster Film wird aber immer Prinzessin Mononoke bleiben. Ich war und bin fasziniert von dieser Darstellung von Natur und Fortschritt, Glauben und Wissenschaft.

    Sehr schöner Beitrag ❤

    Liebste Grüße
    Jenny

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Jenny,
      hach Prinzessin Mononoke. Die Entscheidung fiel mir eigentlich richtig schwer. Allein die Naturgeister und überhaupt all die Gesellschaftskritik und die Zukunftssicht in Frage zu stellen, waren einfach herrlich. Dazu noch diese Beziehung zwischen Prinzessin Mononoke und ihm (sorry, Namen entfallen, haha), einfach schön, auch ohne Instalove und all das unnötige. Ja, die Stimmung ist immer so besonders und schön und hach, ich komme da gar nicht aus dem Schwärmen raus.

      Alles Liebe und danke fürs Teilen auf Twitter!

      Alles Liebe,
      Sarah

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