Die Zombies kommen! | Eine Graphic-Novel-Vorstellung

XXXVor ein paar Wochen ist mir und Becca die Graphic-Novel Endzeit aufgefallen. Nachdem wir sie uns etwas näher angesehen haben und auch auf anderen Portalen viel Positives hörten, haben wir bei Carlsen angefragt, ob wir dazu nicht eine Aktion ins Leben rufen könnten. Schnell war der Verlag begeistert von der Idee und stellte uns dafür Rezensionsexemplare zur Verfügung. An dieser Stelle: Vielen lieben Dank! In den nächsten Wochen werdet ihr noch mehr zu unserer Aktion erfahren, zunächst möchten wir euch auf die Graphic-Novel neugierig stimmen und erzählen, was auf euch zukommen wird. Gestern hat Becca bereits mit ihrem Beitrag einen kleinen Sneak für die Graphic-Novel und den Film dazu geboten. Jetzt geht es bei mir weiter. Los geht’s! 

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Die Apokalypse

Die Graphic-Novel fängt zwei Jahre nach einer Zombieapokalypse an und stellt uns vor folgende Fragen: Wie leben die Menschen? Was ist geschehen? Immer wieder begegnen wir solchen Thematiken in der Buch- und Filmindustrie. Irgendetwas zerstört die Welt; Viren, eine Pest, Aliens, die Menschen oder ganz klassisch: Zombies. Oft werden Romane, Filme oder Serien dafür genutzt, aus der Zeit zu berichten, während die Katastrophe ausbricht. Hautnah erleben wir, wie der Protagonist mit der plötzlichen Hilflosigkeit und Zerstörung umgeht. Der Nervenkitzel dabei ist es, sich selbst solche Szenarien auszumalen. Was würde man selbst tun? Wie würde man reagieren, wenn plötzlich alles den Bach runtergeht? Haben wir genug Vorräte? Warum bunkern wir nichts? Was ist mit Strom? Bin ich überhaupt überlebensfähig, ohne meine moderne Welt? Es ist superinteressant all diese Dinge auf der Leinwand zu sehen, selbst Spekulationen anzufangen und um die Helden zu bangen. Denn: Es ist sehr typisch für dieses Genre, dass man sich nie gewiss sein kann, wer am Ende überlebt. Ein Happy End muss es nicht geben, kann es gar nicht.
Wieso sehen wir uns so etwas eigentlich überhaupt an? Klingt alles ziemlich schrecklich, oder? Nun, ich kann mir vorstellen, es ist dieses Interesse, sich selbst in Sicherheit zu wissen, aber gleichzeitig auf der Leinwand die eigene Realität in Gefahr zu sehen, ohne sich selbst einer Gefahr aussetzen zu müssen. Vermutlich ist es ähnlich mit Thrillern: Man liest sie gerne, ist aber selbst froh, gemütlich Daheim zu sein.
Unten möchte ich ein paar Bücher, aber auch Filme und Serien auflisten, die mich aus diesem Bereich begeistern konnten und auch die Basis dafür sind, weshalb ich zu Endzeit gegriffen habe.


The Walking Dead

The Walking Dead konnte mich in den ersten drei Staffeln richtig begeistern. Ich habe die Atmosphäre und diese Panikmache innerhalb der Folgen gemocht. Sie haben mir selbst einen Schauer eingejagt und mich mit Nervenkitzel vor den Fernseher gelockt. Leider passierte in den darauffolgenden Staffeln nicht mehr allzu viel inhaltlich, weshalb ich mit der Zeit etwas enttäuscht die Folgen verfolgte. Trotz allem habe ich mir jede Staffel angesehen, immerhin ist man ja irgendwie neugierig, vor allem hinsichtlich der Aufklärung, wie alles überhaupt ausgelöst wurde und wie alles schließlich enden wird oder ob es überhaupt ein Ende findet? Die Schauspieler haben mir im Übrigen den letzten Nerv geraubt, es ist kaum noch jemand übrig, den ich leiden kann, was ich superärgerlich finde, zwei Favoriten liegen aber noch im Rennen. Und vielleicht ist einer noch dazu gekommen. Für Freunde von Stressserien, die einen Fordern und für einige Schreckensmomente, viel Aufregen und interessante Settings und Überlebensstrategien sorgen, ist es auf jeden Fall sehenswert.

Zombieland

Ich glaube es ist meine erste Verbindung zur Zombiefilmewelt gewesen. Dabei ist der Film vor allem humoristisch angesiedelt und sorgt für reichlich Unterhaltung. Doch auch hier wird über das Überleben innerhalb einer Zombieapokalypse berichtet. Ich mochte den Film sehr, vor allem die Schauspieler und die verdrehte Welt, in der wir uns wiederfinden. Vor allem ist dieser Film für jene gut, die vielleicht mit gruseligen Serien und Filmen nicht so viel am Hut haben.

Interstellar

Dieser Film hat mich so sehr begeistert, verschlungen, emotional zerstört. Die schauspielerische Leistung von Matthew McConaughey war grandios! Das Setting des Films, der gesamte Verlauf und die emotionale Wirkung haben mich mit jeder Filmminute in den Bann gezogen. Wir finden uns in der Welt wieder, unserer Welt. Doch unsere Welt liegt Brach, sie wird untergehen, weil wir sie nach all den Jahren zerstört haben. Jeder fürchtet sich vor dem Ende und wir begeben uns auf die Suche nach einem neuen Planeten, um uns Menschen einen Neustart zu verschaffen. Es ist eine Interessante Suche, ein nachdenklicher Film, über Familie, unser Leben und das Universum.


Der Marsianer

Genau genommen, befinden wir uns hier nicht in einer apokalyptischen Situation, allerdings muss unser geliebter Marsianer trotzdem mit ähnlichen Szenarien umgehen, denn er befindet sich – man wird es kaum glauben – auf dem Mars. Ein paar Dinge sind gänzlich schiefgelaufen und plötzlich steht er alleine da: Ohne Hilfe von Außen. Er muss auf einem Planeten überleben, auf dem gar nichts ist. Durch sein wissenschaftliches Know-How muss er lernen, wie er überlebt, bis Hilfe kommt. Ganz anders als in Apokalypsen-Szenarien, wird hier nicht in normalen bürgerlichen Anläufen amateurhaft versucht zu überleben, sondern mit viel Wissen, Geschick und Ideenreichtum. Gerade das war so bemerkenswert an diesem Roman (und auch an der Verfilmung). Wir finden hier nicht die gängigen Situationen wieder, die mittlerweile durch all die unterschiedlich vorkommenden Zombiefilmen usw. aufgetreten sind: Hier geht es mit Science-Fiction und technologischen Fortschritt zu, was wirklich superinteressant war. Doch keine Sorge: Der Roman ist nicht stumpf und langweilig und spielt sich nicht träge um das Überleben unseres Astronauten ab. Dem Schreibstil und dem sarkastischen Charakter des Protagonisten sei es zu verdanken, dass dieser Roman zu einem unterhaltsamen Genuss wurde. Ich habe tatsächlich dazu auch eine Rezension geschrieben, sie ist uralt. Bitte seht über die katastrophale Formatierung hinweg.

Blackout by Marc Elsberg

Blackout habe ich noch nicht gelesen, aber das erste Kapitel, hah. Allerdings hat meine beste Freundin und ihr Papa den Roman schon ausgelesen und eine Empfehlung ausgesprochen. Er soll wohl zwischendurch etwas langatmig sein, aber das sei geschmackssache, darin waren sich beide nicht so einig. Doch: Die Grundidee klingt wahnsinnig interessant. Denn in diesem Apokalypsen-Szenario sind es keine Viren, böse Zombies oder die Menschen, die uns in diese Situation befördern, sondern ein Europaweiter Stromausfall: Nichts geht mehr. Doch was geschieht, wenn wir keinen Strom mehr haben? Wie kann es zu so einer Situation überhaupt kommen? Oder: Ist das eigentlich möglich? Obwohl ich nur das erste Kapitel kenne, muss ich sagen: Es ist unheimlich, wie realitätsnah dieser Roman unsere Situation schildert. Denn der Autor hat sich mit dem Stromnetzwerk sehr genau auseinander gesetzt und detailreich recherchiert, wie seine Idee in der Realität Umsetzung findet.

Die Bestimmung &
Die Tribute von Panem

Ja, eigentlich sind das beides Dystopien. Doch sie zeigen, wie die Welt aussieht, nachdem alles zerstört wurde. Vor allem begeisterten mich diese Reihen, sowohl als Roman- als auch als Filmreihe, weil sie sich mit unterschiedlichen Formen von Systemen und Familien-Konstellationen auseinandersetzten. Hier geht es primär nicht um die Zerstörung und das Überleben, sonder um die neue Weltordnung und weshalb es notwendig war, diese überhaupt ins Leben zu rufen. Sie lässt uns auch die eigenen Systeme und Weltansichten hinterfragen, was gerade auf die eigenen Gedanken bezogen, sehr interessant werden kann.


Bei Nicci habe ich kürzlich einen Artikel gelesen, der sich übrigens etwas allgemeiner mit der gesamten Thematik rund um Dystopien auseinandersetzt: Faszination dystopischer Romane. Schaut gerne vorbei!


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Endzeit by Olivia Viewegs

All diese Filme und Bücher sorgten dafür, dass mich die Thematik rund um Endzeit direkt reizte, vor allem, weil ich es in dem Format noch nicht gelesen habe. Dazu finde ich es sehr aufregend, dass der Roman in Deutschland spielt. Meist finden alle Endzeit-Settings in den USA statt, weshalb das noch einmal einen neuen Reiz für mich darstellt, sich mit dieser Graphic-Novel auseinanderzusetzen. Auf den Inhalt bin ich sehr gespannt, freue mich, die Geschichte kennenzulernen und euch darüber zu berichten. Becca und ich werden in den nächsten Wochen noch ein paar Dinge für euch bereit halten, um euch diese Story schmackhaft zu machen, ihr dürft also gespannt sein! Damit ihr noch einmal auf dem Schirm habt, worum es eigentlich geht, habe ich euch den Klappentext rausgesucht.

Inhalt

Vor zwei Jahren haben Zombies die Erde überrannt. Die Städte Weimar und Jena haben es geschafft, einen Schutzzaun zu errichten und den Kreaturen zu trotzen. Die einzige Verbindung ist ein automatisierter, für Personen verbotener Zug.

Aber genau in dem begegnen wir Vivi und Eva, zwei sehr unterschiedlichen jungen Frauen, die hoffen, nach Jena zu gelangen. Doch es kommt zu einem Zwischenfall, und die beiden müssen den Rest des Wegs zu Fuß gehen. Zu Fuß durch eine Welt, in der der Tod gelernt hat zu rennen …

Olivia Viewegs preisgekrönte Geschichte wird bereits verfilmt. [Carlsen]


Erzählt mal: Wie steht ihr zu apokalyptischen Szenarien? Sehr ihr euch so etwas gerne an, oder eher nicht? In beiden Fällen würde mich interessieren, warum es so ist!

LoveSarah

11 Antworten auf „Die Zombies kommen! | Eine Graphic-Novel-Vorstellung

  1. Liebe Buchnachbarin,
    WAS für ein toller Beitrag <3
    Ich bin ganz verliebt.
    Endzeit ist super cool, ich habe das Lesen sehr genossen und bin super gespannt auf deine Meinung.
    Diese Fragen, die du aufgelistet hast, habe ich mir auch beim Lesen gestellt,
    Eigentlich kommen sie mir immer in den Sinn, wenn ich dystopische/postapokalyptische Sachen lese/sehe.
    Interstellar kenne ich (Überraschung) noch nicht, aber es gibt ihn auf Netflix :)
    Direkt mal gespeichert. Danke für den Tipp, mal wieder.
    Der Marsianer zog ja kürzlich als DVD bei mir ein. Und Blackout möchte ich nun auch gerne lesen, hihi.
    Vielen lieben Dank fürs Verlinken <3

    SUPERLIEBE!

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Buchnachbarin,
      hach vielen lieben Dank!
      Ja, ich bin auch gespannt, wie mir Endzeit so gefallen wird :) reingelesen habe ich bereits, am Wochenende folgt dann der Rest.
      OUh, du musst unbedingt Interstellar gucken, es ist ein wirklich beeindruckender Film. Einfach alles daran ist unglaublich gut!
      Ja los! Schalte den Fernsehr an und zieh dir meine Filme rein, haha.
      Gerne <3
      Superlove <3

      Gefällt 1 Person

  2. Hallo, liebe Sarah!

    Mannomann, was für ein genialer Beitrag! ‚The Walking Dead‘ reizt mich ja schon seit Langem (und außerdem liegt mir mein Bruder damit die ganze Zeit in den Ohren, so á la ‚Das MUSST du dir unbedingt ansehen!‘), aber ich glaube, ich bin einfach ein zu großer Schisser und habe dann wochenlang Albträume, wenn ich mich tatsächlich trauen sollte. ;D
    Ich kann dir übrigens absolut zustimmen – Interstellar ist so ein unfassbar guter Film! Und ist dir aufgefallen, was für eine fast schon elektrisierende Atmosphäre im Film aufgebaut wird, ohne dass besonders laute, aufwühlende Musik im Hintergrund gespielt wird? Ein so leiser, und doch so gewaltiger Film. <3

    Liebste Grüße,
    Ida

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Ida,
      ouh vielen lieben Dank!
      Hah, da hat dein Bruder aber recht! Die Serie wird dich in den Wahnsinn treiben, hehe.
      Ouh Interstellar ist so großartig! Ein wahnsinnig beeindruckender Film. Ich könnte ihn immer wieder sehen.

      Alles Liebe,
      Sarah

      Gefällt 1 Person

  3. Hallo Sarah!
    Ich muss sagen, ich bin definitiv ein Fan von aolchen apokalyptischen Szenarien. The Walking Dead, Interstellar und Der Marsianer habe ich auch geguckt und gerade die letzten beiden Filme geliebt!
    Blackout habe ich übrigens auch gelesen und kann es dir nur wärmstens empfehlen. Nachdem ich das Buch ausgelesen hatte, zog bei uns eine Kurbeltaschenlampe ein und seitdem haben wir immer mindesens acht Kästen Wasser im Haus. ;)

    Liebe Grüße
    Miri

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Miri,
      ach, wie cool, dass du die Filme auch gesehen hast! Sie sind aber auch wirklich ein Genuss gewesen :)
      Ouh, dann muss ich wohl wirklich sehrsehr bald nach Blachout greifen, wie es aussieht, hihi. Wir haben etliche Kurbeltaschenlampen dank meinem Papa in der Wohnung :D Ohne geht hier gar nichts, haha.

      Alles Liebe,
      Sarah

      Gefällt 1 Person

  4. Liebe Sarah,

    Eine richtig toller Beitrag!*.*
    Becca und du habt mich unendlich neugierig auf diesen Comic gemacht. Die Thematik ist einfach genau meins – und dann noch die optische Gestaltung!
    Und Zombieland, einer der besten Filme ever einfach :D

    Liebste Grüße ❤ Jill

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