Meine Zombie-Apocalypse | Endzeit by Olivia Vieweg

Die Welt liegt in Trümmern. Die Apocalypse ist ausgebrochen. Das Ende liegt vor unseren Füßen. Unsere einst schöne Welt, gehört der Vergangenheit an: Ladys and Gentleman, herzlich willkommen in der Endzeit!

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Gemeinsam mit Becca blicke ich zurück. Was geschah damals, als die Welt langsam zerfiel? Wie ist es passiert?


Wie war es damals? Wobei haben dich die Zombies unterbrochen, als sie das erste Mal unsere Straßen betraten?

Beim Essen. Einer Pizza. Die Sache ist die: Ich hatte Glück. Ziemliches sogar. Als die Zombies begannen unsere Straßen zu füllen, jeden Winkel einzunehmen und diese Welt nach und nach zu übervölkern, da bin ich gerade vor zehn Minuten nach Hause gekommen. Der einzige Vorteil einer Wohnung im vierten Stock, ohne Aufzug, sollte sich während der Zombieapokalypse herausstellen: So schnell kommen sie die Treppen nicht hoch. Wie es sich herausstellte, laufen Zombies nämlich auch nicht so gerne in den vierten Stock. Entsprechend früh vernahmen wir auf den Straßen die Schreie. Sich genau dann zum rechten Zeitpunkt innerhalb der eigenen vier Wände zu befinden und nicht betroffen zu sein, sollte sich als größtes Glück und Unglück herausstellen. Wir konnten uns hervorragend verbarrikadieren. Vorerst.

Bei deiner persönlichen Apokalypse – Was war der Grund, weshalb sie ausgebrochen ist? Wie sind die Zombies entstanden?

Es hat seine Zeit gedauert, bis wir diesem Mysterium auf den Grund gekommen sind. Doch mittlerweile sind so viele Jahre ins Land gezogen, dass wir auch das herausgefunden haben. Sie nannten es, ganz offiziell als Überschrift ihrer Forschungsunterlagen, Natürliche Selektion. Ein paar Wissenschaftler dachten sich, dass unsere Welt zu viele Menschen mit sich herumträgt. Wir übervölkern sie, so hieß es in der Erklärung. Wir rauben sie ihrer gesamten Recourcen. Da die Regierungen nicht sonderlich viel machten, zumindest der Meinung dieser Wissenschaftler nach, musste man in dem Punkt nachhelfen. Natürlich rechneten sie nicht damit, dass mit ihrem Virus auch sie selbst dran glauben mussten. Blöd gelaufen.

Erinnerst du dich an den Moment, als dir ein Zombie zum ersten Mal gegenüber stand? Wie sah er aus?

Für einige Zeit haben wir sie von unserer Wohnung aus beobachtet. Rein Äußerlich unterschieden sie sich erst einmal nicht von normalen Menschen. Zu Beginn zumindest. Ihre Bewegungen waren weniger kontrolliert, das viel mir zuerst auf. Später sorgten die mangelnde Körperhygiene dafür, dass die Kleidung zerrissen und löchrig war, wenn sie denn noch ausreichend Stoff an sich trugen. Ihre Haut war verdreckt, die Haare fettig oder ausgerissen. Die Zähne ausgeschlagen oder vor Fäulnis verdorben. Doch am stärksten fiel ihr Blick auf: Ihre Augen. Die Art, wie sie einen ansehen. Eine Mischung aus Verzweiflung und Leere. Es bereitet mir immer noch Gänsehaut. Ich kann nicht sagen wie oft mich noch der Gedanke plagt, dass etwas von den ursprünglichen Bewohnern dieser Körper noch übrig geblieben ist. Irgendwo ganz tief drin.

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Die Zombies kamen auf dein Haus zu. Was war das Erste, was du dir geschnappt hast, bevor du geflüchtet bist?

Durch den vierten Stock hatten wir zum Glück etwas Vorbereitungszeit. Daher blieb unnötiger Kram, wie jegliche elektronische Geräte, zuerst einmal zurück. Es überraschte mich wie schwer ich mich schließlich doch von allem trennen konnte, trotz der Apokalypse, trotz all der Toten: Diese Wohnung zurückzulassen bedeutete wahrhaftig mit dem alten Leben abzuschließen. Es war unser letztes Stück Normalität. Allerdings blieb uns nach ein paar Tagen schließlich keine Wahl mehr, immerhin gingen unsere Vorräte zu Ende. Mitgenommen haben wir Waffen, die wir hofften nicht benutzen zu müssen. Gepolsterte Kleidung. Und so viel Proviant, dass wir noch ein paar Tage durchkommen würden. Außerdem – wir konnten einfach nicht widerstehen –  hat sich jeder noch eine Erinnerung an das Leben von damals mitgenommen. Neben einem leeren Notizblock fand noch ein Familienfoto Platz im Apokalypsen-Rucksack.

Das Wichtigste hastest du bei dir, doch dann musstest du aufbrechen. Welche Stadt hast du gewählt, um die Apokalypse zu überstehen?

Befänden wir uns in der normalen Welt, wäre New York meine erste Wahl gewesen. Allerdings wäre der Weg von diesem Punkt – also unserer Wohnung – vollkommen unmöglich. Außerdem glaube ich, dass in so einer gewaltigen Weltstadt das Überleben noch schwieriger würde, wenn man sich nicht bereits dort befunden hat. Die Anzahl der Toten und der Zombies wäre katastrophal. Schließlich machten wir uns Richtung Schweden auf. Wir konnten mit kleinen und größeren Katastrophen unser Auto erreichen und haben uns schließlich so hinauf durchmogeln können. Am Ende sind wir in Malmö hängen geblieben.

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Die Angst macht erfinderisch und du musstest dich verteidigen. Mit welcher Waffe warst und bist du gegen die Zombies unschlagbar?

Ein Baseballschläger. Messer bereiten mir immer noch ein gewisses Unbehagen. Doch so ein solider Baseballschläger gibt schon was her. Allen voran muss ich nicht allzu nah an die Zombies treten und kann sie bereits vorher von mir stoßen. Umbringen kann ich sie damit natürlich nicht. Das war mir bis heute nie möglich. Ich kann mit dem Gedanken nicht abschließen, dass vielleicht doch noch der Ursprungsmensch in diesen Körpern lebt. Dann lieber der Baseballschläger und die Flucht ergreifen.

Auf deiner Flucht hast du unterschiedliche Menschen kennengelernt. Darunter auch die perfekten Verbündeten. Mit wem hast du die Apokalypse bestritten?

Harry Potter, Ron Wesley und Hermine Granger sind ja bereits dafür bekannt, sich auf der Flucht bestens zu verhalten und immer spontane Geistesblitze zu bekommen. Solange ich mich an sie halte, kann nichts passieren. Natürlich stolpern wir dennoch in die ein oder anderen mittelschweren Katastrophen, allerdings manövrieren wir uns ebenso schnell wieder aus ihnen heraus.

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Deine Mitstreiter und du flüchteten zu dem sichersten Ort der Welt. Dort wart und seid ihr sicher vor den Zombies. Was war in der Apokalypse dein Zufluchtsort?

Hogwarts. Klar und eindeutig. Das klingt unrealistisch? Nun, wir reden hier von der Zombieapokalypse! Schwierige Zeiten erfordern ein gewisses Maß an Wahnsinn.

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Wie kam es überhaupt zu diesem Beitrag? Nun, Becca und ich haben uns die Graphic Novel Endzeit von Olivia Vieweg vorgeknüpft. Durch die schönen Zeichnungen angelockt, konnten wir kaum widerstehen und haben den Comic auch recht schnell verschlungen. Obwohl der Band satte 288 Seiten hatte, konnte man problemlos in wenigen Stunden hindurchfliegen. Die Atmosphäre inspirierte uns zu einem Beitrag über die eigene Zombieapokalypse. Wer Lust auf Zombies, Apokalypse und all das inmitten von Deutschland hat, der sollte sich diese Graphic Novel definitiv etwas genauer ansehen.

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Fakten

Titel:  Endzeit | Autorenname: Olivia Vieweg | Seitenanzahl: 288 | Verlag: Carlsen | Preis: 22,00 € | ISBN: 978-3-551-76169-9 | Sprache: Deutsch |

Inhalt

Vor zwei Jahren haben Zombies die Erde überrannt. Die Städte Weimar und Jena haben es geschafft, einen Schutzzaun zu errichten und den Kreaturen zu trotzen. Die einzige Verbindung ist ein automatisierter, für Personen verbotener Zug.

Aber genau in dem begegnen wir Vivi und Eva, zwei sehr unterschiedlichen jungen Frauen, die hoffen, nach Jena zu gelangen. Doch es kommt zu einem Zwischenfall, und die beiden müssen den Rest des Wegs zu Fuß gehen. Zu Fuß durch eine Welt, in der der Tod gelernt hat zu rennen … [Carlsen]


Diesen Beitrag haben Becca und ich in Kooperation mit Carlsen verfasst. Dabei wurde uns jeweils ein Exemplar von Endzeit zur Verfügung gestellt. Vielen dank an dieser Stelle!

Wie sieht Beccas Zombie-Apocalypse aus? KLICK einmal hier entlang.

Erzählt uns wie eure Zombieapokalypse aussehen würde. Gerne könnt ihr euch auch der Fragen annehmen und einmal selbst über solch ein Szenario nachdenken. Wir sind supergespannt auf eure Ideen und Antworten.

 

LoveSarah

 

7 Antworten auf „Meine Zombie-Apocalypse | Endzeit by Olivia Vieweg

  1. Hey Sarah,

    was für ein cooler Beitrag und die Bilder sind mega! Tolle Idee, hab ich echt gern gelesen. Ich denke persönlich, das ich gerade im Supermarkt wäre, wenn die Apokalypse ausbricht. Alle würden schreiend versuchen aus dem Markt zu kommen. Also hätte ich wohl weniger Glück. ;)

    Alles Liebe
    Ella ❤

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Ella,
      ouh vielen lieben Dank :) Es freut mich, dass dir der Beitrag gefallen hat. Im Supermarkt :D das wäre wirklich bitter. Oder! – richtig gut. Wenn du geschickt bist, kriegst du noch ein paar Lebensmittel mit und kannst flüchten, yay :D

      Alles Liebe,
      Sarah

      Gefällt mir

  2. Liebe Buchnachbarin,
    da habt ihr euch echt etwas super cooles ausgedacht!
    Die Fotos sind der Hammer und das „Interview“ finde ich auch total gelungen, es hat sehr viel Spaß gemacht, eure Beiträge zu lesen :)
    Hogwarts ist eine super Entscheidung, da würde ich auch hin fliehen wollen.

    Superliebe! <3

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Buchnachbarin,
      hihi awww vielen lieben Dank! Das bedeutet mir viel, dass dir die Beiträge so gefallen :‘)
      Wir haben echt lange hin und her überlegt, wie wir all das am besten umsetzen :) Es hat total viel Spaß gemacht und gerade das Interview war schließlich genau das richtige Mittel :)

      Hihi, Hogwarts -> Place to be <3

      Superliebe!

      Gefällt 1 Person

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