Du wolltest es doch |#metoo

Der verwischte rote Schriftzug sticht mir bereits seit Tagen entgegen. Diese nackten Beine, die unschuldigen Rosen ziehen meine Aufmerksamkeit an und lassen durch die Verbindung zu Blut, Lippenstift und Gewalt meine Gedanken rasen: Du wolltest es doch provoziert und löst umgehend einen Wall an Gefühlen aus, allein beim Anblick des Covers. Es ist kaum möglich, sich dazu keine Meinung zu bilden. Es ist kaum denkbar, sich damit nicht auseinanderzusetzen. Es ist etwas, das besprochen werden muss, etwas, was wir mit euch teilen wollen.

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Fakten

Titel:  Du wolltest es doch | Autorenname: Louise O’Neill | Seitenanzahl: 368 | Verlag: Carlsen | Preis: 18,00 € | ISBN: 9781784293208 | Sprache: Deutsch | Altersempfehlung: ab 16


Inhalt

Nein, richtig sympathisch ist Emma nicht. Sie steht gern im Mittelpunkt, die Jungs reißen sich um sie und Emma genießt es. Bis sie nach einer Party zerschlagen und mit zerrissenem Kleid vor ihrem Haus aufwacht. Klar, sie ist auf der Party mit Paul ins Schlafzimmer gegangen. Hat Pillen eingeworfen. Die anderen Jungs kamen hinterher. Aber dann? Sie erinnert sich nicht, aber die gesamte Schule weiß es. Sie haben die Fotos gesehen. Ist Emma wirklich selber schuld? Was hat sie erwartet – Emma, die Schlampe in dem ultrakurzen Kleid?

Ein aufwühlendes, vielfach preisgekröntes Buch. [goodreads]


Du wolltest es doch

Du hast es provoziert

Du bist selbst schuld

Victim Blaming

Victim blaming oder blaming the victim (dt. Opferbeschuldigung, auch „Täter-Opfer-Umkehr“) ist die Beschreibung für ein Vorgehen, das die Schuld für eine Straftat beim Opfer sucht. Verbreitet wurde dieser Begriff hauptsächlich in den Vereinigten Staaten ab den 1970er Jahren, um eine Strategie der Verteidigung bei Vergewaltigungs-Prozessen zu beschreiben, die dem Vergewaltigungsopfer die Schuld an der Tat zuschreiben möchte, um den Angeklagten zu entlasten. Neben Sexualstraftaten findet sich diese Art der Verteidigung auch bei Gewalttaten und Straftaten mit rassistischem Hintergrund. [Wikipedia]

Dass es diesen Begriff überhaupt gibt und dieser immer wieder bei Prozessen oder Straftaten mit Gewalt und Missbrauch zur Sprache kommt, ist eine beschämende Reflexion unserer Gesellschaft. Überhaupt den Gedanken zu hegen, dass ein Opfer eine eigene Schuld an dem Verbrechen trägt, welches an ihm begangen wurde, ist mir zuwider. Den Täter in ein besseres Licht zu rücken, indem das Opfer angeklagt wird, klingt nach einer Strategie, die niemals Erfolge erzielen dürfte und dennoch kommt dieses Szenario jedes Mal zur Sprache, wenn das tatsächliche Opfer sich nicht in die Rolle des Schwachen einordnen lässt.
Was, wenn eine Frau vergewaltigt wurde, die einen Minirock getragen hat? Oder rote betörende Lippen? Was, wenn sie mit dem Täter zuvor geflirtet hat, wenn sie ihn zu sich eingeladen hat? Hat sie es dann nicht darauf angelegt? Darf sie sich überhaupt beschweren, wenn sie den Mann so weit verführt hat?
Was ist mit Ehefrauen, die von ihren Männern geschlagen wurden und nach dem ersten Mal nicht bereits verschwinden? Sind sie selbst schuld, weil sie nicht rechtzeitig die Ehe beenden?
Was ist mit Hackerangriffen auf private Fotos? Was, wenn Nacktfotos veröffentlicht werden, die jemand von einem Handy entwendet hat? Wieso sollte derjenige Schuld sein, der sein Passwort nicht geschickt genug gewählt hat? Oder überhaupt erst Nacktfotos von sich geschossen und auf seinen persönlichen Geräten gespeichert hat?
Niemand hat das recht jemanden physisch oder psychisch zu missbrauchen. Dabei trägt das Opfer keinerlei Schuld. Das Opfer provoziert den Täter nicht. Das Opfer fordert niemanden heraus, es bloßzustellen, zu missbrauchen oder zu verletzten.

#metoo

In den sozialen Netzwerken kursiert seit 2017 das Hashtag #metoo, mit welchem eigene Erfahrungen mit sexuellen Übergriffen geteilt wurden. Mit diesem Hashtag soll auf die Thematik aufmerksam gemacht und gleichzeitig das große Schweigen um dieses Tabuthema gebrochen werden. Viel zu lange fürchteten Frauen, nicht ernst genommen oder verurteilt zu werden, sollten sie ihre Vorwürfe äußern.
Es ist erschreckend wie schnell sich Nachrichten zu diesem Hashtag sammelten. Gleich am ersten Tag wurde #metoo 200 000 Mal verwendet. Tagtäglich erfahren Frauen sexuelle Übergriffe. Viel zu schnell werden kleine Gestiken für etwas Harmloses abgetan, viel zu rasch übersehen wir tatsächliche Belästigungen oder wollen sie nicht wahrnehmen, aus Angst, dafür verurteilt, belächelt oder abgestempelt zu werden. Mit dem Hashtag wurde eine große Aufmerksamkeit auf diese viel zu lang todgeschwiegene und durchaus unangenehme Thema geworfen. Nur durch die Ansprache solcher Themen kann das Schweigen gebrochen werden und erst dann wird das tatsächliche Ausmaß dessen überhaupt vor Augen geführt.
Sexuelle Belästigung stößt vor allem Frauen zu. Es fängt bereits beim Ausgehen an: Sprüche hinsichtlich des Aussehens, der Kleidung oder der Körperform werden einem zugerufen. Schnell wird man angefasst. Sei es das Knie. Oder ganze beliebt: Die Taille. Man wird bedrängt, in die Ecke gezwängt und wenn man sich beschwert, stellt man sich blöd an. Dann sind Frauen zickig, lästig, nervig, sperrig, prüde. 
Wer den eigenen Körper anfassen darf, ganz gleich wo, entscheidet immer die Person selbst. Niemand anderes. Und wenn derjenige etwas nicht möchte, dann reicht ein schlichtes Nein, um sofort aufzuhören. Es ist keine Begründung nötig. Es ist kein lautes Aufschreien nötig. Nein heißt Nein.


Durch einen Zufall haben Becca, Jill, Nicci und ich uns an dem heutigen Abend mit Du wolltest es doch auseinandergesetzt. Schnell wurde daraus eine große Diskussion. Wir merkten wie polarisierend dieses Thema ist und wie schnell in uns durch dieses Buch Emotionen ausgelöst werden, obwohl wir den Inhalt noch gar nicht gelesen hatten. Umgehend rauschten wir in die Buchhandlung und erworben Du wolltest es doch. Wir merkten wie wichtig uns dieser Roman wurde und dass wir die Botschaft dahinter unbedingt verbreiten und teilen wollen. Umgehend sammelten wir unsere Gedanken und starteten ein Fotoshooting und schrieben unsere Beiträge.

An dieser Geschichte möchten wir euch gerne teilnehmen lassen und verlosen eine Ausgabe von Du wolltest es doch. Um am Gewinnspiel mitmachen zu können, beantwortet mir bitte folgende Frage:

Stellt euch vor, Männern wäre es zwischen 21 Uhr und 6 Uhr morgens nicht gestattet das Haus zu verlassen. Wie reagiert ihr darauf? Was verändert sich für euch – ganz gleich ob ihr Mann oder Frau seid.
(Eine Frage, die während der #metoo-Bewegung in den sozialen Netzwerken gestellt wurde)

Ihr erhöht eure Gewinnchance, in dem ihr die Beiträge von Becca, Jill und Nicci ebenfalls kommentiert. Pro Beitragskommentar, erhaltet ihr ein weiteres Los. Viel Glück!

Beccas Leselichtung | Nein heißt nein
Letterheart | Wenn Geschichten zum Nachdenken anregen
Trallafittibooks | Auch kleine Dinge sind bedeutend


Derzeit findet zu Du wolltest es doch eine Blogtour statt. Wenn ihr noch mehr über den Roman erfahren wollt, schaut unbedingt bei Inas little Bakery,Fantasie und Träumerei und Vairvesetzt vorbei.


Teilnahmebedingungen: Es besteht die Möglichkeit, ein Exemplar des vorgestellten Buches (ohne Deko und Krimskrams) zu gewinnen. Um teilzunehmen musst du 18 Jahre alt sein. Der Rechtsweg und die Auszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen. Deine Daten, die du selber an den Verlag übermittelst, werden einmalig für den Versand des Gewinns verwendet. Eine Haftung für den Postweg ist ausgeschlossen. Der Teilnehmer ist damit einverstanden, dass sein Name öffentlich genannt wird und meldet sich im Falle eines Gewinnes innerhalb von 48 Stunden per Mail bei dem Verlag, die dafür nötige Mail-Adresse wird bei der Auslosung genannt. Ansonsten wird erneut ausgelost und ein Anspruch besteht nicht. Das Gewinnspiel läuft bis zum 04.08 um 23.59. Danach wird ausgelost und der Gewinner unter diesem Post erwähnt. Bitte beachte, dass aktuell Urlaubszeit herrscht und der Postversand ab Verlag ein wenig dauern kann.

Herzlichen Dank an den Carlsen Verlag für die Ermöglichung des Gewinnspieles. Mein Exemplar des Buches wurde selbst erworben.

 

LoveSarah

23 Antworten auf „Du wolltest es doch |#metoo

  1. Allem voran, erstmal danke für diesen TOLLEN und WICHTIGEN Beitrag!
    Ich schleiche auch schon ihm dieses Buch herum..

    Zur Frage :

    Ich fänd es nicht toll!
    Es wäre zum einen eine Freiheitsberaubung und zum anderen, würde das Vergewaltigungen,etc. erschweren, aber es wurden sich andere Mittel und Wege finden. Ob das nicht sehr viel schlimmer werden würde oder Hass aufkeimen lassen würde, das würde ich nicht ausschließen. Bei der Frage „Was können wir tun? “ sollte man an die Opfer denken und nicht daran Probleme wegzuschließen – das bringt neue und regelt nichts.

    Liebe Grüße,
    Flidra

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  2. Hallo echt toller Beitrag ihr habt mich mega neugierig gemacht auf das Buch 😊
    Für mich würde sich unter anderem ändern das ich dann nicht mehr pünktlich auf Arbeit käme und auch nicht immer zuende arbeiten könnte. Aber auch meine nächtlichen Spaziergänge würden wegfallen 😜

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  3. Oh, eine ziemlich ziemlich gruselige Frage, auf die ich auch damals schon gestoßen war, als #metoo gewissermaßen die Welt eroberte. Ich glaube es wäre der falsche Weg nach Geschlechtern zu „trennen“ und ich wäre ziemlich sauer, denn ich könnte mit meinen zwei besten Freunden ja nie wieder in die Spätvorstellungen ins Kino und Burger essen wäre ja nur unter extremen Zeitdruck möglich.
    Ich weiss das viele Menschen glauben, wir Frauen wären nach wie vor das schwache Geschlecht. Aber so ein Zug, allein so etwas zu fordern – lässt uns schwach wirken. Und das sind wir nicht. Man sollte sich nur eine einfache Gegenfrage stellen:
    Wie viele von den unsäglichen Mädchen und Frauen, die Nachts (allein) oder in einer reinen Frauengruppe unterwegs sind – erreichen ihr Ziel dennoch unbeschadet? Ohne Pöbeleien, ohne anzügliche Kommentare und ohne laszive Blicke?

    Wir mögen vielleicht noch 25Kg auf der Hantelbank drücken, aber „schwächer“ oder „schützenswerter“ sind wir dadurch noch lange nicht. Im Gegenteil. Und Gewalt ist auch nicht nur ein reines Männerphänomen.

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  4. Da muss ich eine Gegenfrage stellen: Dürften die Männer zum Schutz der Frauen nicht vor die Tür? Ich persönlich würde das nicht gutheißen, weil das auch wieder verallgemeinert und nicht jeder Mann ist ein potentieller Täter. Man sollte weder Frauen noch Männer über einen Kamm scheren. Es gibt bestimmte Dinge, die eine Frau tun kann, um sich etwas zu schützen (und ich meine nicht sich lange Klamotten anziehen). Wenn jemand zu nahe kommt, laut und deutlich NEIN sagen. Wenn es sein muss andere Menschen auf die Situation aufmerksam machen und/oder um Hilfe bitten. Die Person mit Sie ansprechen, dadurch wird anderen klar, dass man ihn nicht kennt und sich bedrängt fühlt. Solche Dinge (es gibt bestimmt noch mehr). Aber weder Frauen noch Männer sollten eingeengt oder benachteiligt werden.

    Liebe Grüße
    Anna

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  5. Ehrlich gesagt gar nichts. Es sind nicht alle Männer böse. Nachts würde ich nie alleine in dunklen Gassen alleine umherwandern, aber der Großteil der Männer würde helfen. Ich bin bisher nirgends in Angst nach Hause gelaufen. Notfalls nehme ich mir ein Taxi oder man geht nicht alleine.

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  6. Die Frage ist ja mal merkwürdig. Warum sollten Männer eine Ausgangssperre bekommen und Frauen nicht? Was ist mit denen, die Nachtdienst und Schichtarbeit machen? Davon halte ich überhaupt nichts. Und auch Frauen können vergewaltigen, ausrauben, verprügeln, sowohl Frauen, als auch Männer. Eine Ausgangssperre für Männer stellt alle unter einen Generalverdacht und ist ziemlich sexistisch, finde ich.

    Außerdem, wenn ich abends aus dem Haus gehen müsste, hätte ich dann auch manchmal gerne einen Mann an meiner Seite, wenn ich mich unsicher fühle… :) der mich dann eben heimbringt.

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  7. Die Frage ist so interessant, das ich erstmal alle Kommentare lesen musste. Ich muss ehrlich sagen: Ich würde mich sicherer fühlen. Ich wohne in Berlin und nachdem feiern gehen ist es des öfteren unangenehm alleine nach Hause zu fahren, einfach weil man des öfteren dumme, sexistische Sprüchen anhören muss. Ein Nein auf die Frage nach der Telefonnummer nicht gestattet wird und all sowas.

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  8. Ich würde es doof finden. Wer würde sich denn dann noch total besoffen unserer Mädelsgruppe anschließen?^^
    Auf dem Weg nach Hause würde sich für mich nichts ändern. Ich wurde noch nie angepöbelt oder angefasst und laufe auch nachts um drei andauernd alleine am Hbf in Bremen rum. Von meinen Freundinnen höre ich aber manchmal, dass ihnen hinterhergerufen wurde.
    Ich frage mich oft, warum sie angequatscht werden und ich nicht. Liegt es an meinem Auftreten, das abschreckt?Bin ich „unerotisch genug“ gekleidet? Die nächste Frage lässt sich nicht anders formulieren: Bin ich „hässlich genug“, um nicht angeschnackt zu werden? Oder hatte ich bisher einfach nur Glück und sollte mich hüten?

    Vorstellung der Ausgangssperre für Männer ist einfach eine zu starke Verallgemeinerung. Es gibt auch Frauen, die andere sexuell belästigen – ein Thema, das noch stärker totgeschwiegen wird.

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  9. Klasse rezensiert und ich bin total neugierig drauf und würde es selbst gerne auf meinem Blog vorstellen.
    Nun zu deiner Frage…fände es dumm, denn nur ein Verbot bringt einen auf dumme Gedanken und wäre genau das Gegenteil was zu was weiß ich führen würde….

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  10. Puh das ist eine merkwürdige Vorstellung. Denn wieso sollten sie das Haus nicht verlassen dürfen?!

    Ok, das es bei Frauen so gehalten wird [in speziellen Ländern oder bestimmten Gebieten Deutschlands]

    Aber dennoch ist es doch zu skurril.

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  11. Puh, eine schwierige Frage… Mein erster Gedanke dabei war „wie unfair!“ – es sind ja nicht ALLE Männer Vergewaltiger und mit dieser Ausgangssperre würden viele ungerechtfertigt eingeschränkt werden. Zumal Vergewaltiger wohl trotzdem eine Möglichkeit finden würden, ihrem Trieb nachzugehen…

    Für mich würde sich gar nicht so viel ändern. Ich gehe nicht auf Partys, ich gehe spätabends selten aus dem Haus (und selbst wenn – ich wohne in einem kleinen Dorf, nicht in einer Großstadt, da sehe ich nicht so viele Gefahren), außerdem habe ich das Glück sehr groß gewachsen zu sein und bin alles andere als „schmächtig“. Ich glaube, viele Männer suchen sich lieber augenscheinlich leichtere Opfer…

    Vielen Dank übrigens für diese tolle Aktion (ich bin über Beccas Leselichtung überhaupt erst auf die Aktion und auf deinen Blog aufmerksam geworden) – ich finde das wirklich klasse von euch!

    Liebe Grüße
    Melli aka. HonestMagpie

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  12. Hallo Sarah,

    wie bei den anderen schon erwähnt, finde ich es super, dass ihr euch mit dem Thema beschäftigt. Und trotzdem muss ich sagen, dass ich es nicht okay fände, wenn Männer zwischen 21 Uhr und 6 Uhr nicht „raus dürften“.
    Zwar würde ich mir keine Gedanken um meinen Kleidungsstil machen aber andererseits gibt es auch einige Helden da draußen, die einen nachhause begleiten wenns zu spät ist, weil es eben nicht nur komische Männer sondern auch Frauen gibt. Ich finde man darf auch nie vergessen, dass es auch Gewalt von Seiten der Frauen gibt.

    Liebe Grüße
    Danielle <3

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  13. Liebe Sarah,

    Ich denke „cool“ endlich mal ein richtiger Mädelsabend. Aber natürlich ist es unfair gegenüber denen die wirklich anständig sind. Natürlich gibt es auch Frauen die Grenzen nicht akzeptieren und eine Disco voller Mädels würde dann übte alkoholeinfluss bestimmt kein Ort sein an dem ich gerne wäre. Den es gibt für zusätzlich Menschen die einfach völlig falsche eingestellt sind. Ich denke schon das die Männer da ein Gegenpol sind den wir brauchen. Aber ich denke auch das Alkohol da sowieso einen großen Einfluss hat vor allem wenn man die klassische discosituation hat. Ich bin eher gegen Alkohol in massen und finde das man da sich mal ansetzen sollte zu mal das ja vieles verstärkt. Zwar ist das keine Rechtfertigung für eine Tat aber denn noch. Allgemein kann man natürlich nicht wissen welcher Mann komisch wird, welcher wirklich eine Frau vergewaltigen würde o.ä daher ist die Frage schwierig. Ich glaube dann würden die Frauen teilweise auch zuhause bleiben.

    Schön wäre wenn jede Frau GENAU wüsste zb.: „wenn ich am Tresen Bescheid gebe wird der Mann raus geworfen der mich angefasst ob er blöd angesprochen Hat“ halt irgendeine Form von Sicherheit! Sie gänzlich drinnen zu lassen ab 21 Uhr wäre glaube ich keine Lösung für ewig. :)

    Liebste Grüße Nessi <3

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  14. Liebe Sarah,

    ich klicke mich gerade durch eure Beiträge und bin absolut begeistert; und euch so dankbar, dass ihr euch einem solch wichtigen Thema angenommen habt und eure Reichweite nutzt, darauf aufmerksam zu macahen <3 Außerdem sind eure Fotos einfach absolut genial!

    Zu der Frage:

    Ich wäre nicht sonderlich begeistert muss ich gestehen. Es ist ja nicht so, dass alle Männer draußen rum laufen mit dem einen Gedanken, eine Frau belästigen zu wollen. Man würde ihnen damit ein Stück Freiheit nehmen und das ist falsch. Viel mehr sollte man versuchen, die Menschen mehr für diese Themen zu sensibilisieren, offener darüber zu sprechen, auch in unserer Gesellschaft und vielleicht höhere Strafen zu verhängen für Sexualstraftäter? Keine Ahnung, die Frage ist irgendwie ziemlich skurril – als wären alle Männer "böse Menschen beherrscht von ihrem Sexualtrieb" und eigentlich gibts ja auch genug Frauen ,die andere sexuell belästigen, was nicht weniger schlimm ist.

    Ich wäre dagegen, eine Ausgangssperre für Männer zu verhängen. Ich wünschte einfach, dass sich die Menschen ändern würden …. aber darauf kann ich wohl lange hoffen.

    Liebste Grüße
    Ivy

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  15. Es wäre einfach ungerecht und es würden viele Einschränkungen geben. Ich will doch selber entscheiden kann, wann ich wo alleine unterwegs bin, genauso würde ich mich wie ein Kleinkind fühlen. Damit würde man erst recht sagen „die Person war nicht drinnen, selber Schuld“. Einfach Schwachsinn.
    LG

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  16. Liebe Buchnachbarin,
    danke für diesen tollen Beitrag <3
    Die Frage ist total skurril, aber das war ja auch Sinn der Sache :)
    Für einen kurzen Moment dachte ich: cool, endlich mal ohne Angst vor die Tür, ohne die Frage: kann ich das anziehen? Kassiere ich Blicke oder doofe Sprüche? Muss ich mich evtl selbst verteidigen können? Welche Freundin könnte ich unterwegs anrufen?
    Andererseits gibt es natürlich auch Weiber, die genauso übergriffig sind.
    Dennoch finde ich es super spannend, sich zu so einem Thema Gedanken zu machen und darüber zu diskutieren :) Schlimm genug, dass solche Gedanken überhaupt aufkommen. Ich würde mir insgesamt einfach mehr Aufklärung wünschen.

    Die Aktion mit euch hat wirklich super Viel Spaß gemacht <3
    Und der Austausch mit euch ist immer eine Bereicherung, jeder hat ja nochmal andere Erfahrungen und Sichtweisen..

    SUPERLIEBE

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  17. Liebe Sarah!
    Wow du hast mich mit deinen Worten mal wieder echt bewegt. Du bringst das Problem einfach auf den Punkt. Victim Blaming ist einfach etwas, das man sich nicht ausdenken kann. Ich meine wie verdorben und verkorkst musste unsere Gesellschaft werden, das wir jetzt dagegen kämpfen müssen? Wie kann es sein, das ein Nein noch immer nicht reicht?

    Zu deiner Frage, klar würde ich mich auf der einen Seite nicht so seltsam fühlen, wenn ich jemandem Abends auf dem Nachhause weg über den Weglaufen und wir befinden uns in einer Dunklen Gasse oder auf einem nicht beleuchteten Gehweg in einer ruhigen Straße. Ich bin schon oft nach Hause gekommen, hatte Herzrasen, weil – sei es nur durch zufall- ein Mann einen ähnlichen Weg hatte wie ich und er einfach zwei oder drei Straßenzüge hinter mir gelaufen ist, OHNE dabei bedrohlich zu wirken, mir näher zu kommen oder so, trotzdem hatte ich irgendwie Angst und denke mir jedes Mal: nächstes Mal wartest du auf die Bahn, du gehst nicht alleine. Ich habe sogar eine App auf dem Handy, bei der ich meinen Heimweg tracken lassen kann und mir im Notfall jemand zur Seite steht und evtl sogar den Notruf für mich betätigt. Man kann damit sogar Freunde begleiten.

    Trotzdem fände ich es nicht gut, wenn Männer eine Ausgangssperre hätten. Immerhin kämpfen wir doch auch für Gleichberechtigung und das wäre doch sehr ungerecht. Es sollte eher eine Art Bewusst sein für Männer geschaffen werden, wie es für Frauen ist und sie sollten einfach lernen oder verstehen, was gruselig ist und was einfach nicht mehr geht.

    Liebe Grüße,
    Marion

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  18. Was mir noch eingefallen ist… Viele Vergewaltigungen und sexuellen Belästigungen werden ja auch nicht von Unbekannten verübt, sondern von Leuten, die man kennt. Da bringt eine Ausgangssperre rein gar nichts… wenn der Täter/die Täterin bei einem im Haus wohnt zb.

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