Tipps und Katastrophen wenn ein Booknerd umzieht

Wie einige unter euch vielleicht mitbekommen haben, bin ich im September mit meinem Mann umgezogen. Natürlich hat sich in der Zwischenzeit, in der wir in der alten Wohnung hausten, einiges an Büchern angesammelt. Wie viele es wirklich in der Realität sind, spürten wir auch entsprechend. Vor allem, wenn man im vierten Stock ohne Aufzug wohnt. 


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Das Einpacken

Für einen Booknerd ist es logisch, dass Bücher nicht einfach so in einen Karton gelegt werden. Das mag nicht jedem einleuchten, daher erörtere ich an dieser Stelle einmal, was schieflaufen könnte, wenn man Bücher einfach so in einen Karton deponiert.

  • Sie bekommen Knicke, Macken: Wenn Bücher lose in den Kartons geordnet werden,  liegt einiges an Gewicht auf ihnen. Außerdem wird dieser Karton mit der Zeit auch bewegt, was natürlich dazu führt (Achtung Physik!), dass sich die Bücher auch bewegen. Donnerwetter. Und bei diesen Bewegungen, kann gut und gerne mal etwas an den Büchern beschädigt werden. Falls ihr nicht so ganz versteht, was daran so schlimm ist: Stellt euch vor, die Bücher wären der Heilige Gral.
  • Sie können nass werden: Denn es mag vorkommen, dass das Wetter nicht so mit einem spielt und entsprechend beim Umzug dann etwas an den Kartons selbst durch Feuchtigkeit oder Fettspuren (!) beschädigt werden kann. Was Außen nicht hält, sickert auch gerne in das Innenleben, wo die Bücher leben.
  • Gewicht: Bücher sind verdammt schwer. Entsprechend ist es nicht ratsam den ganzen Karton, so sehr es sich auch bei der Größe auch anbietet, randvoll mit Büchern zu packen.

Was sollte man also tun? Zunächst einmal habe ich in vielen Kartons auf den Boden Kleidung gelegt, damit die Bücher einen gewissen Puffer an den Ecken und Enden erhalten. Sobald ich ein angemessenes Gewicht erreicht habe, wurde auch Kleidung obendrauf gelegt. Gerne auch Kissen, Decken oder ähnliche weiche Gegenstände. Übrigens: Bookmerch, wie Funkopops, würde ich lieber einzeln verpacken oder aber in Jutetaschen transportieren und sie eigens rüberbringen, statt in einem Transporter verschwinden zu lassen.
Als ich über meinen Umzug berichtete, habe ich recht häufig gelesen, dass einige die Buchumschläge von den Büchern lösen, da diese recht schnell Schaden nehmen. Das habe ich bei mir nicht gemacht und hatte in der Hinsicht auch keine wirklichen Probleme, doch solltet ihr in der Hinsicht Angst haben, rate ich dazu, diese separat zu transportieren, vielleicht in einer Tasche, die ihr persönlich von A nach B bringt.

Die Verpackung

Solltet ihr kräftige Menschen kennen, wäre es natürlich schön praktisch, wenn die Bücher alle gesittet in Kartons passen und nicht in 50 Kartons verteilt liegen. Damit diese scheinbar instabilen Kartons dieses Gewicht auch (er-)tragen können, ist es möglich extra dafür geeignete Bücherkartons zu kaufen. Die gibt es in Baumärkten jeglicher Art. Darüber hinaus wurde mich persönlich empfohlen in Supermärkten Bananenkisten abzustauben; wenn ihr lieb an der Info fragt, geben sie diese auch gerne so raus.
Neben Kartons habe ich wahlweise auch Koffer genutzt, um etwas mehr auf einmal transportieren zu können. Wie auch oben erwähnt, habe ich diese zuerst mit Kleidung und Ähnlichem von Innen ausgepuffert, damit die Bücher auch sicher ihren Weg antreten können.

Der Transport

So ein Weg kann auch gerne sehr holprig werden. Entsprechend sollte ihr euch Gedanken darum machen, wie eure Bücher ihren Weg in die neue Wohnung finden. Solltet ihr alles in einen Transporter packen wollen, rate ich dazu, die Bücher nicht unbedingt ganz unten zu lagern. Ebenso solltet ihr bei Helfern darauf aufmerksam machen, wenn sie an Kartons mit Büchern geraten, zum einen, da einen dieses Gewicht gerne überraschen und erschlagen kann und zum anderen, um so besser koordinieren zu können, wohin diese Kartons gestellt werden sollten. Denkt daran die Kartons auch entsprechend zu beschriften!

Das Auspacken

Beim Auspacken werdet ihr schnell merken, dass die Bücher sich wohl irgendwie vermehrt haben müssen: Plötzlich sind es so viele und man weiß gar nicht so recht, wohin mit ihnen. Daher rate ich für eine neue Wohnung direkt ein paar neue Regale miteinzuplanen. Vertraut mir: Ihr werdet sie brauchen. Beim Auspacken solltet ihr euch viel Raum und Platz lassen und vor allem unglaublich viel Zeit mitbringen.


Nino und Sarah

Wenn jedoch alles geschafft und eingerichtet ist, dann glaubt mir, wenn ich euch sage, dass ich nie wieder umziehen wollt. Und dass euch vermutlich danach auch nie wieder jemand Bücher schenken wird. Kleiner Spaß. Ich freue mich sehr über meine neue Bücherwand! Gerade eine neue Wohnung bietet so viele Möglichkeiten, sich die Räumlichkeiten neu einzurichten und nach den eigenen Wünschen zu formen. Es ist unglaublich aufregend und irgendwann lassen sich die stressigen Umzugstage vermutlich auch wieder verdrängen. Oder auch nicht.


LoveSarah

 

8 Antworten auf „Tipps und Katastrophen wenn ein Booknerd umzieht

  1. Moin Birdie,
    jetzt weiß ich, warum Du blaue Haare hast. Damit Dein Mann Dich zwischen all Deinen Büchern schneller wiederfindet. 🤪
    Umzüge sind so eine Sache. Bücher füllende Sachen. 👀 Ich bin in meinem Leben schon so oft umgezogen, dass ich mich weigere, ein neues Haus zu suchen, obwohl es sinnvoll wäre, da unser jetziges für den Göttergatten und mich alleine viel zu groß ist. 🤷‍♀️ Und dennoch … dieser Gedanke wabert allgegenwärtig durch die heiligen Hallen … es muss irgendwann sein. Also i r g e n d w a n n ⌛ Vorher könnte ich ja vielleicht mal nen klitzekleinen Text verfassen zu unserer ersten gemeisamen Wohnung in einem sehr ehrenwerten Haus. 🤣🤣

    Ich wünsche Dir einen zauberhaften Tag. Und … aus Gründen der Sichtbarmachung 😉 … liebe Grüße unbekannterweise an Deinen Mann.
    Ich drück Dich. 😘
    Britta

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  2. Liebe Sarah,
    puh, du sprichst mir aus der Seele. Ich bin vor anderthalb Wochen umgezogen und hatte auch den ein oder anderen Kartons voll mit Büchern im Gepäck. Ich habe mir extra Bücherkartons gekauft, die etwas kleiner sind als normale Umzugskartons und die man getrost füllen kann, ohne dass sie zu schwer werden. Klar, sie sind immer noch ganz schöne Brocken, aber es geht! Den Umzug haben sie alle heil überstanden, ein Glück! Nur ich wurde von unseren Umzugshelfern ein kleines bisschen gehasst, weil die Bücherkartons einfach kein Ende nehmen wollten. Aber das nimmt man ja gerne in Kauf :D
    Ich habe lustigerweise auch gemerkt, dass ich zu wenig Regale für meine Bücher habe, dabei habe ich vor dem Umzug extra noch ein kleines Billyregal gekauft… Wenn ich jetzt noch daran denke, dass in den nächsten Monaten so viele tolle Bücher erscheinen, sollte ich mich eigentlich sofort in Richtung Möbelhaus bewegen, um ein weiteres Regal zu kaufen.
    Ich wünsche euch zwei eine wunderbare Zeit im neuen Zuhause <3
    Alles Liebe,
    Janika

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  3. Dia dhuit, Sarah.
    Der Mensch war immer auf rastloser Achse; vermutlich kommen uns deshalb auch früher gemachte Erfahrungen instinktiv zugute, wenn es heißt „Wir ziehen um!“. Nicht umsonst wird von der DNA gesagt, sie wäre das dauerhafteste & längste geführte Tagebuch des Lebens.

    Stimmt! Die Bananenkiste ist schon ewig ein Klassiker der Umzugshilfen. Gefühlt, seit der Steinzeit! 🙂

    Insgeheim dürfte das Einsortieren der Buchschätze, am neuen Ort, zu den Highlights der ganzen Aktion gehören. Yay!

    Ich bin netterweise seit 27 Jährchen nicht mehr umgezogen (ein Vorteil, wenn einem die Bude gehört).

    Sympathisch gelungenes Foto übrigens.

    bonté

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  4. Liebe Buchnachbarin,
    ich glaube jeder Büchernerd erleidet das gleiche beim Umzug und immer, wenn das Thema angeschnitten wird denkt man sofort: oh Gott, die ganzen Bücher. Ich hatte damals auch Bananenkisten, das ging ganz gut. Jetzt sind allerdings so viele Bücher dazu gekommen – keine Ahnung wie das passieren konnte – sodass ich vermutlich nie wieder umziehen kann/will. Und dabei sortiere ich schon regelmäßig aus.
    Für die neue Bude Regale zu kaufen macht ja immer Sinn, vor allem wenn man dann mehr Platz hat als vorher :)
    Darauf freut man sich ja irgendwie am meisten. Das Einräumen ist dann Fluch und Segen zugleich, man hat mehr Stauraum, aber es ist unendlich anstrengend, alleine das Sortieren.

    SUPERLIEBE

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