Rezension: Wie man es vermasselt

Fakten

Titel: Wie man es vermasselt | Autorenname: George Watsky| Seitenanzahl: 336 | Verlag: Diogenes VerlagPreis: 12,00 € Softcover | ISBN: 978-3-257-07007-1 | Sprache: Deutsch | Erscheinungstermin: 27. Februar 2019  |
Erworben: Rezensionsexemplar


Inhalt

Aus dem Leben eines umtriebigen Taugenichts: George Watsky ist Rapper, Poetry Slammer und Schriftsteller. Die Bandbreite seiner autobiographischen Stories reicht von absurd (wie er zum internationalen Elfenbeinschmuggler wurde) über komisch (wie er erfolglos ältere Frauen zu verführen versuchte) bis zu berührend (wie seine Epilepsie sein junges Leben prägte).

Ob er von Backpacker-Reisen durch Europa oder Indien erzählt, von seiner ersten WG in Boston, von der Nordamerika-Tour mit seiner Band in einem schrottreifen Tourbus oder vom Zusammenhang zwischen Baseball und Tränen – was George Watsky als Autor auszeichnet, ist seine präzise Beobachtungsgabe, der treffsichere Blick für das sprechende Detail, sein Humor und sein Optimismus.

Das Debüt eines vielversprechenden literarischen Talents. Cool, selbstironisch, rotzig, sensibel und sprachlich brillant.

– Diogenes Verlag


Lesezeit

Ehrlich, witzig und echt.

George Watsky erzählt Kurzgeschichten oder vielmehr Anekdoten aus seinem Leben und betont dabei vor allem die Strapazen und Schwierigkeiten, die ihm dabei widerfahren sind. Jede Geschichte spiegelt seine Niederlagen wieder und zeigt ehrlich und echt, dass das Leben selten so läuft, wie man es sich in seinen Träumen ausmalt.

Die Tatsache, dass jeder Mensch jederzeit sterben kann, auch ich, genau in diesem Moment, führt mir wieder vor Augen, dass alles auf dieser Welt miteinander verbunden ist, dass ich lediglich eine Nebenrolle in einer wunderschönen, endlosen Geschichte spiele.
Wie man es vermasselt | George Watsky

Da er Poetry Slammer, Rapper und Schriftsteller ist, ist George Watsky viel gereist, hat unzähliges erlebt, ausprobiert und entdeckt. Indien, Kanada, mehrere Reisen quer durch Nordamerika. Neben seinen Reisen nimmt Watsky seine Leser mit in seine Kindheit, Jugend und Zukunft. Viele Jahrzehnte, Länder und die unterschiedlichsten Geschichten, hat George Watsky in diesen Roman vereint und berichtet so lebensnah und gleichzeitig unterhaltsam.

Es ist ein komisches Gefühl, wenn sich ein Kindheitstraum erfüllt. Es besteht immer die Gefahr, dass der Moment dem Hype nicht gerecht wird.
Wie man es vermasselt | George Watsky

Es ist interessant über seine Niederlagen zu erfahren. Zu spüren, dass Durchhaltevermögen wichtig ist und Träume eher Marathons als Sprints sind. Allerdings erfindet der Autor hier keinen neuen Zeitgeist. Seine Geschichten sind interessant, jedoch nicht aufregend. Sie können gerade für all die, die noch suchen und noch nicht angekommen sind genau perfekt sein. Er spendet Mut und schenkt genau die richtige Motivation, von seinen Träumen und Hoffnungen nicht loszulassen.

Menschen geben sich selten lange mit etwas zufrieden. Früher oder später schleicht sich doch immer wieder diese Leere ein, das Bedürfnis nach einem neuen Ziel, die nagende, gierige Frage: Was kommt als Nächstes?
Wie man es vermasselt | George Watsky


Fazit

George Watsky erzählt von seinem Leben. Doch blickt er dabei nicht auf seine Erfolge und großen Triumphe zurück. Sondern auf seine Niederlagen und Rückschläge. Hier und dort blitzt ein Funke Erfolg auf, doch im Mittelpunkt stehen seine Steine, die ihm auf dem Weg dorthin die Reise erschwerten. Die Echtheit seines Romans, die wahren Worte und der direkte Einblick auf sein Leben, schenken einem Inspiration und Mut.

Stranger


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