Rezension: Aquila

Fakten

Titel: Aquila | Autorenname: Ursula Poznanski| Seitenanzahl: 432 | Verlag: Loewe Verlag| Preis: 16,95 € | ISBN: 978-3785586136 | Sprache: Deutsch | Erscheinungstermin: August 14th 2017 |
Erworben: Selbst gekauft


Inhalt

Ohne Erinnerung an die letzten zwei Tage streift die Studentin Nika durch Siena. Sie vermisst ihr Handy, ihre Schlüssel und ihren Pass. Mitbewohnerin Jennifer ist ebenfalls verschwunden. Dafür steckt in Nikas Hosentasche ein Zettel mit mysteriösen Botschaften und Anweisungen.

Das Blut ist nicht deines.
Du weißt, wo das Wasser am dunkelsten ist.
Halte dich fern von Adler und Einhorn …

Welchen Sinn soll das ergeben? Und was, zum Teufel, ist geschehen zwischen Samstagabend und Dienstagmorgen?
– goodreads

Lesezeit

Anstrengend, anders und etwas italienisch

Aquila fängt mittendrin an. Es ist interessant, als Leser versteht man nicht, was los ist und viele Fragen werden aufgeworfen. Zuvor habe ich einige Romane gelesen, bei denen der Protagonist/die Protagonistin unter Gedächtnisverlust litt und nicht verstand, was sich in den letzten Stunden abgespielt hat. Meist verlaufen diese Romane gleich. Doch bei Aquila ist die Ausgangssituation etwas aufregender und ließ mich die ersten hundert Seiten mit Begeisterung verschlingen: Gedächtnisverlust, verschwundene Freunde, eine abgeschlossene Wohnung, in der wir uns wiederfinden: Ein geniales Rätsel, welches es zu lösen gilt.

Doch leider begeben wir uns mehr auf eine Schnitzeljagd mit zufällig eingestreuten Hinweisen, die durch zu vielen weiteren Zufällen zusammenfinden. Mit der Zeit hilft einem als Leser die Logik nicht weiter, sondern nur das Abwarten, bis der nächste Zufall alle Fäden zusammenlaufen lässt.

Neben dem großen  Geheimnis, welches es zu aufdecken gilt, hat mich am meisten die Protagonistin und später weitaus mehr die Nebendarsteller gestört. Niemand in diesem Roman ist mir sympathisch erschienen und mit der Zeit nervten mich die Dialoge und Gedankengänge der Charaktere. Jeder reagierte auf alles überemotional, gereizt, verwirrt bis hin zu gar nicht.

Das Ende erstreckte sich schließlich gefühlt über die letzten 200 Seiten. Es schien bereits sehr früh sehr offensichtlich, wer hinter all den Rätseln steckt. Die tatsächliche Lösung las sich dann eher wie eine Enttäuschung und bei weitem nicht so einfallsreich wie all die Geschichten, die Poznanski zuvor mit Brillanz und kecken Dialogen geschrieben hatte.

 

Fazit

Leider konnte mich dieser Roman von Ursula Poznanski so gar nicht überzeugen. Lange Passagen, zufällige Begegnungen und eine Protagonistin, mit der ich nicht warm wurde, haben mir das Leseerlebnis leider erschwert.

Weitere Rezensionen

Habt ihr Aquila gelesen & rezensiert?
Dann hinterlasst mir in den Kommentaren gerne euren Link!

 

LoveSarah

Rezension: Thalamus

Fakten

Titel: Thalamus | Autorenname: Ursula Poznanski| Seitenanzahl: 448 | Verlag: Loewe Verlag| Preis: 16,95 €| ISBN: 978-3785586143 | Sprache: Deutsch | Erscheinungstermin: 13. August 2018 |
Erworben: selbst gekauft


Inhalt

Ein schwerer Motorradunfall katapultiert den siebzehnjährigen Timo aus seinem normalen Leben und fesselt ihn für Monate ans Krankenbett. Auf dem Markwaldhof, einem Rehabilitationszentrum, soll er sich von seinen Knochenbrüchen und dem Schädelhirntrauma erholen. Aber schnell stellt Timo fest, dass sich merkwürdige Dinge im Haus abspielen: Der Junge, mit dem er sich das Zimmer teilt, gilt als Wachkomapatient und hoffnungsloser Fall, doch nachts läuft er herum, spricht – und droht Timo damit, ihn zu töten, falls er anderen davon erzählt.

Eine Sorge, die unbegründet ist, denn Timos Sprachzentrum ist schwer beeinträchtigt, seine Feinmotorik erlaubt ihm noch nicht niederzuschreiben, was er erlebt. Und allmählich entdeckt er an sich selbst Fähigkeiten, die neu sind. Er kann Dinge, die er nicht können dürfte. Weiß von Sachen, die er nicht wissen sollte …
-goodreads

Lesezeit

Spannend, aufregend und wahnsinnig unterhaltsam.

Leider habe ich keine Zitate für diesen Roman, da ich das Buch so schnell durchgelesen habe, dass ich keinen Gedanken an eine Rezension verschwenden konnte, wie ich sie schreiben oder was ich dafür brauchen würde. Da mich die Bücher von Ursula Poznanski jedoch absolut begeistern, möchte ich unbedingt über sie schreiben, damit sie noch viele weitere Leser bekommt.
Thalamus hat meine Aufmerksamkeit bereits allein durch das Cover geweckt: Es ist so schön! Und dann ist da die Überschrift: Thalamus. Ein Teil unseres Zwischenhirns. Und Neuroanatomie ist mein absolutes Lieblingsthema. Lange musste mich dieses Buch also nicht überzeugen, um von mir gelesen zu werden.
Wie auch in ihren vorangegangenen Büchern, überzeug auch Thalamus sowohl mit den Protagonisten, Sidekicks als auch mit einem intensiven Spannungsbogen, der einen in die Geschichte reinzieht. Sowohl die Charaktere als auch die Spannung sorgen dafür, dass dieses Buch den Leser verschlingt und für ein intensives Leseerlebnis sorgt.

Die Autorin beeindruckt immer wieder durch ihre ausführliche Recherche und ihr Einfühlungsvermögen in die Gedanken von jungen Erwachsenen. In diesem Roman ist es umso erstaunlicher, wie sehr sie sich mit der Ausgangssituation des Protagonisten auseinander gesetzt hat und wie echt seine Entwicklung wiedergegeben wurde. Der Leser findet sich in keinem Schulalltag wieder. In keinem Ausflug. Dieses Mal befinden wir uns in einer Ausnahmesituation, die so viele gar nicht zu Gesicht bekommen und sich die meisten Menschen nicht mit auseinandersetzen: Die Konsequenzen eines fatalen Autounfalls. Das Gefühl, sich nicht mehr bewegen zu können. Jegliche Funktionen zu verlieren, nicht mehr sprechen oder sich artikulieren zu können. Und daneben spielt sich ein unglaublicher Krimi ab, den man durch die Augen vom Protagonisten mitverfolgt.

Aufgelockert wird der Roman durch die Nebencharaktere, die Humor einbringen und interessante Dialoge hervorbringen und weitere Schicksale wiedergeben. Von Menschen, die mit schweren Unfällen und körperlichen Einschränkungen leben und versuchen das Beste draus zu machen. Es ist faszinierend und so wahnsinnig  beeindruckend, wie dieses wichtige und sensible Thema in einem Thriller Platz finden konnte, ohne dadurch verdrängt zu wirken oder deplatziert. Jeder Bereich erhält seinen Part im richtigen Ausmaß, um so einen unterhaltsamen und interessanten Thriller hervorzubringen.

Fazit

Ein spannender Jugendthriller, der nicht nur für aufregende Lesezeiten sorgt, sondern auch viele wichtige Themen rund um Opfer von Hirnschäden hervorbringt und dies auf eine authentische und mitfühlende Weise. Der Leser bekommt mit diesem Roman ein Gesamtpaket an Spannung und lehrreichen sowie unterhaltsamen Geschehnissen. 

Weitere Rezensionen

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LoveSarah

Erfahrungsbericht: Krankenpflegepraktikum

Hallo und herzlich Willkommen zu meinem ersten Erfahrungsbericht. Ich bin Medizinstudentin und zu diesem Studium gehört bis zum Physikum, der ersten Staatsprüfung, neben einem abgeschlossenen Erste-Hilfe-Kurs, auch das dreimonatige Krankenpflegepraktikum in einem Akutkrankenhaus. Mittlerweile habe ich die geforderten 90 Tage absolviert, so dass ich euch gerne von meiner Erfahrung erzählen und euch einige Tipps mit auf dem Weg geben möchte. „Erfahrungsbericht: Krankenpflegepraktikum“ weiterlesen