Die Buchnachbarinnen: Scheinwelt

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Herzlich willkommen im neuen Jahr! Immerhin ist es noch Januar. In den letzten Tagen habe ich Beiträge über meine buchigen Highlights aus dem Jahr 2017 geschrieben. Nun folgt ein Beitrag mit meiner großartigen Buchnachbarin Nicci, in dem wir all die Menschen, die uns nahstehen, die unser Leben bereichern, die dieses Bloggerleben wundervoll gestalten, hervorheben und euch hier präsentieren wollen.

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Die Idee dahinter entspringt eigentlich einem eher traurigen Anlass. In der vergangenen Zeit wurden vermehrt böse Stimmen laut, die die gesamte Bloggergemeinschaft schlecht geredet haben und das Zusammensein und diese Welt als Scheinwelt bezeichneten. Immer wieder tauchten Beiträge auf, die diese Community in ein schlechtes Licht rücken wollten und immerzu anprangerten, dass die gefundenen Freundschaften, Berichte über solche und Fotos gestellt oder gar inszeniert wären. Alles wäre nicht echt.
In diesem Beitrag möchten wir die großartigen Seiten dieser Bloggerwelt zeigen, wie wir diese Gemeinschaft empfinden und was für wundervolle Menschen uns während der bisherigen Zeit bislang begegnet sind.

Lieblingsmomente

Tausend Fangirlmomente. Eskalationen. Lesenächte. Kaufrauschsituationen. Sprachnachrichten-Euphorie und Skype-Konferenzen. Büchermessen, die ein Zeltlagerfeeling und Klassenfahrtmomente aufleben lassen. Das Gefühl, Menschen kennenzulernen, die verstehen, warum man weint, weil man etwas liest, warum man sich Stunden, (wollen wir mal nicht albern werden), MONATELANG oder auch noch nach JAHREN über eine Geschichte, ein Gefühl, einen Protagonisten oder eine ganze Bücherreihe euphorisch austauschen kann, will oder es sogar muss, ist einfach unbeschreiblich. Es ist ein Hobby, was mein Leben erfüllt und Freunde gefunden zu haben, die die Notsituation verstehen, wenn ich schreibe: DAS BUCH IST DA, LOS RENNEN WIR! ist außergewöhnlich. Wenn wir schreien, weil uns eine Szene so nah geht, wenn jemand zerbricht, weil er fühlt was die Protagonisten durchmachen, wenn wir einzelne Passagen immer und immer wieder durchkauen, weil sie so großartig sind… Es ist das Gefühl verstanden zu werden in der Leidenschaft, die man liebt, die diese Welt so großartig und unvergleichbar macht. Und das Bloggen macht eben dieses Lebensgefühl überhaupt erst möglich. Gleichgesinnte finden sich, lernen sich kennen und lieben und vor allem verstehen! Jemanden gefunden zu haben, der diese Leidenschaft teilt, erfüllt mich mit Glück und dieses Glück teile ich gerne. Ich verbreite es, schreie es in die Welt hinaus und möchte, dass jeder weiß: DIESE MENSCHEN HABE ICH GEFUNDEN! Und ich lasse sie nie wieder gehen. Das mag für Außenstehende vielleicht zunächst etwas eigenartig wirken. Vielleicht etwas übertrieben. Zu viel Liebe? DAS GEHT GAR NICHT, People!

Der Austausch

Sei es in der Bücherwelt oder aber auch in der Schreibwelt, der gegenseitige Austausch bereichert mich um eine Perspektive, ein Blickfeld, eine Sichtweise, die ich ohne diese Vielfalt an Menschen, die ich mich glücklich schätzen darf, kennengelernt zu haben, niemals in Erfahrung gebracht hätte.
Gerade als Autorin sucht man stets Gleichgesinnte, die dieselbe Problematik, den Struggle (#thestruggleisreal), die Blockade nachempfinden können und bereit sind zu motivieren, zu helfen oder die treffende Lösung mit wenigen Worten zu finden. Manchmal reicht einfach nur der reine Wortaustausch oder aber direkte Wortgefechte im Sinne von Schreibabenteuern oder WordWars (wie sie beispielsweise bei der Schreibnacht, der wundervollsten Schreib-Community, die man sich vorstellen kann, angeboten werden).

Viele Stimmen werden laut, die davon sprechen, die Unterstützung wäre fake, es wäre nur gestellt, inszeniert, um sich gegenseitig zu pushen. Ich kann nicht nachempfinden, weshalb es Personen gibt, die solche Unterstellungen tätigen, doch aus meiner Sicht kann ich es nur so erzählen: Ich unterstütze wahnsinnig gerne, weil ich weiß, wie viel es bedeutet, wenn ich hier und dort ein Gewinnspiel, einen Link, ein Cover, Textausschnitte oder den Countdown zum Release einer Autorenfreundin auf meiner Seite teile. Gegenseitige Unterstützung macht Spaß! Ich mache es gerne, weil ich gerne lesen, gerne schreibe und dementsprechend natürlich die Bücher meiner Autorenkollegen lieben gelernt habe und mich für sie und ihr Schreiben interessiere. Gegenseitiges Interesse halte ich für selbstverständlich, immerhin lernt man durch das Bloggen eine Fülle an Menschen kennen, unter anderem Leser und Autoren, Blogger und Verlage, und wenn man diese ins Herz schließt, dann möchte man es auch der gesamten Gemeinschaft wissen lassen. Diese Freude ist es, die verbindet, durch die Leidenschaft und Liebe zur Bücherwelt.

Lieblingsmenschen

Ich wünsche jedem, dass er solche besonderen Menschen in sein Herz schließen kann und offen dafür ist, eben solche kennenzulernen. Es ist unfassbar erfüllend und ich grinse jedes Mal, wenn ich dasselbe Lebensgefühl auch auf anderen Blogs lese und sehe: aha, die versteht mich und ich verstehe sie, weil wir Bücher lieben. Oder das Schreiben. Oder das Essen. Oder Filme gucken. Oder was auch immer! Liebe ist Liebe und diese Leidenschaft mit jemandem teilen zu können, ist wirklich unglaublich großartig und bereichernd. Der Austausch wird erst durch diese Bloggerwelt möglich gemacht.
Meine liebe Buchnachbarin beispielsweise wohnt, wie es der Name bereits vermuten lässt, quasi nebenan. Ich kannte Nicci allerdings zuvor nicht und wir hätten uns auch niemals (es ist zumindest sehr unwahrscheinlich, weil wir beide zwei kleine Stubenhocker sind) (es sei denn wir sind im Thalia) (Oder im Mayersche) (Oder wir suchen etwas zu Essen oder Energydrinks oder in Niccis Fall: KAFFEE) kennengelernt, gäbe es das Bloggen nicht. Ist das nicht verrückt? Erst dadurch haben wir gemerkt: Ouh, die könnte ich aber auch mal in echt kennenlernen, die liest sich schon cool! 
Kurz darauf lernte ich Becca kennen und was soll ich sagen… wir haben gemerkt, dass wir nicht nur die Liebe zu Büchern teilen, sondern noch ein paar andere Fangirl-Bereiche (hihi). Meine großartige Jill kannte ich bereits, bevor ich Nicci, Becca und Michi überhaupt auf dem Schirm hatte, allerdings stand uns immer die gewaltige Entfernung im Wege. DOCH NUN AUCH DAS NICHT MEHR! Einmal in die Arme geschlossen, lassen wir uns nicht mehr los. Und eines sei gewiss: Jill hätte ich niemals kennengelernt, würden wir beide nicht bloggen. ICH MEIN, STELLE MAN SICH DAS EINMAL VOR!
Ich kann mir gar nicht ausmalen, ohne diese großartigen Menschen zu leben, mit ihnen zu fangirlen, mich einfach verstanden zu fühlen.
Neben meiner Büchergang habe ich noch weitere liebevolle, großartige Menschen kennenlernen dürfen und sogar bereits das ein oder andere Abenteuer erlebt! Allein durch die Bücherliebe verbunden, habe ich mich im letzten Jahr mit der wundervollen Laura Labas auf dem Weg nach London gemacht, Jill mit im Gepäck versteht sich, und das Fan-Event von Sarah J. Maas besucht. Dabei sind wir uns allesamt vorher gar nicht in echt begegnet und haben alles blind über dieses Internet geplant! Ist das nicht cool? Fanliebe pur!

Superliebe, Offenheit, Toleranz

Immer wieder werden jedoch hier und dort Stimmen laut. Stimmen, die sich vielleicht ausgeschlossen fühlen, die sich nicht verstanden fühlen, die nicht nachempfinden können, wieso wir uns so gut verstehen, uns Geschenke machen, uns verlinken, uns unterstützen, uns helfen und gemeinsam eskalieren und lieben, was wir tun. Viel zu oft kommt Gegenwind auf, der mich wurmt. Aus dem Grund würde ich gerne jeden aufrufen seine oder ihre Liebesgeschichte über die Bloggerwelt zu schreiben. Wie sähe euer Leben aus, ohne diese großartige Gemeinschaft? Ohne diese Freundschaften? Wen hättet ihr niemals kennengelernt, welche Abenteuer hättet ihr niemals erlebt, welche Bücher vielleicht nie gelesen oder Autoren niemals in Erfahrung gebracht? Lasst uns etwas Liebe streuen! Zeigt her!

Fangirl-Musik

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LoveSarah

 

 

Ein Verriss

Meine Lieben, heute muss ich euch hinsichtlich eines Autors aufklären. Denn ich finde, irgendwo sollten Grenzen gezogen werden, es müsste klar sein, was erträglich ist, was tragbar sein sollte und was ein Autor einem Leser eigentlich zumuten darf.

Zuvor habe ich mich noch nie an einen Verriss getraut, aber ich glaube irgendwann stößt jeder mal an seine Grenzen und meine sind heute erreicht. Vielleicht ist es einfach mal notwendig, diesen Autor auf sich selbst und die Art mit unserer geliebten Sprache umzugehen, aufmerksam zu machen. Es kann möglich sein, dass demjenigen gar nicht bewusst ist, was er der Gesellschaft mit seinen Werken eigentlich zumutet. Oder vielleicht doch?
Ich frage mich ernsthaft, wer eigentlich erlaubt hat, dass dieser Autor Bücher rausbringen darf. Andererseits sollte es mich auch nicht wundern. Immerhin ist dieser Autor Selfpublisher, anscheinend wurde da an der richtigen Stelle nicht die Notbremse gezogen. Wahrscheinlich ist es so gelaufen, dass Verlage sein Manuskript abgelehnt haben und wie ich als Leser merken musste, wohl leider zurecht. Und was denkt er sich dann? Dass er das Buch einfach selbst publiziert? Warum tust du uns das an? Es hätte eine Vorwarnung am Cover kleben müssen: Achtung, Achtung, dieses Buch ist eine einzige Schande, bitte fernbleiben!

Ich kann nicht genau sagen, was mich mehr stört: Die Zeit oder das Geld, welches ich durch den Roman des Autoren verloren habe. Das einzig gute an meinem Kauf ist, dass ich den Roman aus meiner derzeitigen Wut heraus, auch in Brand stecken kann, um so wenigstens etwas Frust abzubauen. Ich kann an dieser Stelle auch nicht abstreiten, dass ich dieses Ding direkt nach dem Ende in die nächste Ecke gepfeffert habe: Es war einfach nicht mehr vertretbar.

Eigentlich wollte ich dem Autor noch eine Chance geben. Ich dachte mir: Vielleicht lernt er ja dazu. Also habe ich mir die gesamte Reihe gekauft. Und es noch mehr bereut. Zudem bin ich mir nicht sicher, was ich eigentlich schlimmer finde: Den Autor, der diesen Text verfasst hat, oder die unzähligen Leser, die ihn in die Bestsellerlisten manövriert haben! Ich schäme mich für all jene fremd, die diesem Roman ernsthaft mehr als einen Stern abgewonnen haben.

Inhaltlich ist es eine reine Zumutung. Es werden unzählige Klischees verbraucht, die zum einen nicht in unsere heutige Zeit passen und zum anderen derart abgegriffen sind, dass es mir persönlich zu peinlich wäre, solche banalen Szenarien zu verwenden. Zudem ist es unfassbar langweilig, nervtötend geradezu. Ich hätte getrost den Klappentext mit dem Schlusssatz verbinden können und tadaaaa: Roman in einer Minute beendet, ohne mir diesen Schinken antun zu müssen. Warum ich nicht abgebrochen habe? Weil ich Hoffnung hatte. Hoffnung, die offensichtlich Fehl am Platz war. Es wurde mit jedem Kapitel immer schlimmer, so dass ich mich gegen Ende hin fragte, was mit dem Autor eigentlich nicht stimmt. Er hätte wohl eher einen eingehenden Psychiater aufsuchen sollen, bevor er uns mit so einem Werk belastet!

Und was die Sprache angeht: Grausig. Habe ich grausig geschrieben? Eine Unverschämtheit! Was unserer Sprache in diesen Werken angetan wird, grenzt bereits an Körperverletzung. Wenn ich solche Bücher lese, denke ich mir, es müsste eine Grammatik-Polizei geben, die uns unschuldige Leser, vor so einem Schund bewahrt. Ich mein: Das hätte ja selbst ein Kind besser schreiben können!

Ich hoffe, dass der Autor zukünftig keine Romane mehr schreiben wird. Damit würde er der Leserschaft einen gewaltigen Gefallen tun! Denn es ist so: Talent steckt nun einmal nicht in jedem von uns und in dir, junger Autor, ganz gewiss nicht.

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Das war ganz schön fies, oder?

Über wen rede ich eigentlich? Hätte ich das zu Beginn schon aufklären sollen? Na, ich verrate es euch ja jetzt! Es handelt sich um… einen fiktiven Autoren. Ja, ganz recht. Ich habe diesen gesamten Text erfunden. Allerdings besteht er inhaltlich nicht vollkommen aus meiner Fantasie: In meiner Kritik an einen fiktiven Autoren, habe ich hier und dort tatsächliche Beispiele aus Rezensionen verwendet, die reale Verrisse darstellten. Ja. Ganz recht. Ähnlich wie dort oben, werden Autoren recht häufig auseinander genommen. Dabei werden nicht nur die Romane, sondern gleich der Autor und – wenn man schon einmal dabei ist – auch die gesamt Leserschaft einmal durch den Dreck gezogen.

Es sind harte Worte. Es sind sehr persönliche Worte. Es sind Worte, die einen Menschen zerstören könnten. Viel zu oft werden wir durch die Tastatur und den Bildschirm geblendet und vergessen, dass sich am anderen Ende ein ganz echter Mensch befindet. Ein Mensch mit Gefühlen. Ein Mensch mit Träumen. Ein Mensch, den wir durch unsere Kritik sehr stark beeinflussen, kränken oder zerstören können.

Warum verfassen wir eigentlich Rezensionen? Eigentlich will man ja ein Werk beurteilen, vielleicht eine Empfehlung aussprechen. Sollte es einem nicht gefallen, wäre es dann nicht angebracht diese Kritik konstruktiv auf den Punkt zu bringen? Ganz ohne persönlich zu werden? Ohne Beleidigungen? Kritik ist insofern sinnvoll, weil es dem Autoren selbst weiterhilft.

Liebe Menschen, überlegt was ihr schreibt, überlegt was ihr sagt, überlegt wie ihr handelt. Mit eurem Tun, könnt ihr einen Menschen so intensiv beeinflussen – positiv wie negativ -, dass ihr damit sein Leben verändern könntet.

Dabei bedanke ich mich an all jene Leser, Schreiber, Rezensenten, Blogger, die objektive, konstruktive Kritiken schreiben, die keine Verrisse glauben schreiben zu müssen, weil dann die Quoten steigen, die Rezensionen schreiben, um einen Autor auf seinem Weg zu helfen und nicht um diesen Weg zu beenden.

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Niccis Beitrag

Der Bloggerolymp: Unsere Lieblingsplätze im Internet

Es ist wieder so weit meine Lieben! Meine allerliebste Buchnachbarin und ich haben durch Rika von Schwarzbuntgestreift eine neue Beitragsidee für unser Projekt Die Buchnachbarinnen entdeckt: Der Bloggerolymp. Rika hat dazu bereits einen coolen Beitrag geschrieben, in denen sie ihre Top 5 aufgestellt hat, wir wollen es ihr gleichtun und euch unsere liebsten Plätze im Internet präsentieren.

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WELCHE BLOGGER ICH LIEBE

Letterheart

Letterheart. Jill von Letterheart liebe ich einfach über alles. Ihr Blog hat mich in wenigen Klicks direkt überzeugt. Seit dem ich sie für mich im April entdeckt habe, bin ich eigentlich fast täglich auf ihrer Seite und stalke ihre Beiträge. Dabei besticht Jill vor allem durch ihre Regelmäßigkeit und der Vielfältigkeit ihrer Beiträge. Sie hat feste Rubriken, an denen ich mich als Leser orientieren kann. Obendrein inhaliert Jill Bücher, wie ich Essen. Es ist so herrlich schön! Jill lesen wir ein Buch zusammen? Ja? OK… ich fange an! Jill: Ich bin fertig. Sarah: Ich bin halt noch bei Kapitel 1. Hahaha. Jills Blog dreht sich um die gesamte Bücherwelt, sie rezensiert regelmäßig einen Monsterberg an Büchern und schreibt dazu wundervolle Texte, in denen ich mich gerne verliere. Am liebsten schaue ich mir ihre YouTube-Videos an, die mittlerweile sogar mein Mann für sich entdeckt habt. Jill hat so eine schöne Art zu reden, dass sie zu meiner Freitags-Abendlichen Routine geworden ist, in der sie mir über ihre Bücher erzählt und ich gebannt mit Kopfhörern zuhöre und dabei meist irgendeinen Berg Essen verdrücke.

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Stellette Reads. Stella kannte ich zuvor nur durch Instagram. Ich LIEBE ihre Bilder so sehr! Ich bin leicht eskaliert, als ich gesehen habe, dass sie meine Roman auch abgelichtet hat. Als ich nach gefühlt hundert Jahren mitbekommen habe, dass sie auch einen Blog führt, musste ich dort auch direkt vorbeischauen. Auch hier liegt sie stilsicher weit vorne. Ich liebe die Aufmachung ihres Blogs, die Regelmäßigkeit ihrer Beiträge, die Art wie sie sie geradezu kunstvoll arrangiert und die Art, wie sie Bücher in Szene setzt.

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Buchstabenträumerei. Anna ist einer der ersten Buchblogger, die ich kennengelernt habe. Sie hat mich durch ihre Wortsicherheit und die unglaubliche Art Rezensionen zu schreiben direkt überzeugt. Anna schreibt sehr ausführlich und auf eine Art, die mich vollkommen in den Bann nimmt. Nicht selten habe ich mir wegen ihr Bücher gekauft und mich blind auf ihre Rezension verlassen. Anna schreibt ehrlich, direkt und verschafft dem Leser einen unglaublichen Eindruck über die Story des Romans, ohne auch nur ansatzweise zu Spoilern. Schaut unbedingt vorbei, ich kann euch ihre Rezensionen dringlichst ans Herz legen, ich liebe sie!

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Bücherschmöcker. Die liebe Michi habe ich zu meiner Schande erst dieses Jahr entdeckt und mich sofort in die Beiträge verliebt. Michi schreibt gezielt, strukturiert und unglaublich informativ. Ich liebe die Aufmachung ihres Blogs und die unterschiedlichen Beiträge. Gerade ihre Buchblogger-1×1-Beiträge sind total genial. Vor ein paar Tagen ging ein neuer Artikel über das 1×1 eines Media Kids online, der gerade für Anfänger einen perfekten Überblick und einen super Leitfaden bietet.

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Trallafittibooks. Oh. Mein. Gott. Ich liebe meine Buchnachbarin glaube ich etwas zu sehr. Geht das? Ich glaube nicht, haha. Als ich Niccis Bücherblog entdeckt habe, dachte ich direkt: Die Frau weiß es einfach. Niccis Blog ist für mich einfach der perfekte Ort, um mich zu bereichern. Neben ihren Rezensionen, liebe ich vor allem ihre Buchkolumnen. Nicci schreibt ausführlich und in einem Schreibstil, der sich sehen lassen kann. Obendrein toppt sie noch alles durch ihr stilsicheres Auftreten und ihren unglaublich tollen Fotos. 

 WELCHE FACEBOOKSEITEN ICH LIEBE

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Fuchias Weltenecho. Anna folge ich bereits eine kleine Weile. Gerade durch ihre Fotos ist sie mir direkt aufgefallen. Sie sind so unfassbar einzigartig und an Coolness kaum zu übertreffen. Sie schießt nicht nur ein Bild und schmeißt einen Filter drüber. Nein. Die Frau macht direkt ein ganzes Kunstprojekt draus. Sie soll ein Buch in Szene setzen? Ok, denkt sie sich und macht direkt eine ganz Foto-Session mit Outfit und anschließender Fotobearbeitung, die sich sehen lassen kann. Dazu mag ich ihre Buchbeiträge auf Facebook, die sie so aus ihrem Alltag berichtet, sie bringen mich nicht selten zum schmunzeln.

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Beccas Leselichtung. Becca habe ich dieses Jahr durch Zufall kennengelernt, als auch wir merkten, dass wir quasi einen halben Fußmarsch auseinander leben. Ich liebe Beccas Humor und die Art, wie sie ihre Alltagsgeschichten mit ihrem Vater mit uns teilt. Es ist herrlich schön. Sie ist das totale Fangirl und weiß einfach, wie sie ihre Leser anstecken kann, um die richtigen Bücher für sich zu entdecken. Denn wenn Becca Bücher liebt, dann zeigt sie es mit Leib und Seele. Vor kurzem hat sie beispielsweise endlich den zweiten Band von Das Reich der sieben Höfe gelesen und kommt aus ihrem eigenen Hype gar nicht mehr raus. Was zuerst in Lobeshymnen anfing, ging dann in Cosplays über und entwickelt sich nun in einer totalen Merchandise-Eskalation. Becca liebt und lebt die Bücher, die sie liest.

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Schreibmeer. Da ich auch Autorin bin, komme ich nicht umher auch Bücherblogs zu stalken und mich durch ihre Seiten bereichern zu lassen. Das Schreibmeer postet jeden Freitag Inspirationen für Autoren anhand eines total mysteriösen Bildes. Ich liebe diese Aktion sehr, hat sie mir manchmal selbst aus einer kleinen Krise geholfen. Darüber hinaus liefert das Schreibmeer auf deren Seite regelmäßig Kolumnen über die Schreibwelt, die umfangreich und höchst informativ sind .

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Schreibwahnsinn. Eine weitere Schreibseite, der ich sehr gerne auf Facebook und dem Blog folge. Den Schreibwahnsinn habe ich durch den Autorenwahnsinn im Januar kennengelernt, in dem Autoren jeden Tag einen Beitrag über das eigene Autorenleben posten sollten. Dieser Wahnsinn wurde im Sommer fortgeführt, an dem ich im August auch teilgenommen habe. Ich liebe die Kreativität der Beiträge und die ausführlichen Kolumnen rund um das Schreibwesen.

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Annika Bühnemann – Vom Schreiben Leben. Annika Bühnemann hat es sich zur Aufgabe gemacht, Autoren zu motivieren und zu beraten. Sie liefert unglaublich viel Ansporn, Motivation und umfassende Beiträge über das Leben als Autor, den Weg dorthin und den Schwierigkeiten, die einem auf den Weg dorthin begegnen können. Dabei empfinde ich sie als größte Hilfe, wenn es darum geht sich Tipps oder Schreibratschläge einzuholen. Gerade durch ihre Regelmäßigkeit, folge ich ihr und ihrer Seite unglaublich gerne.

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Beitrag meiner Buchnachbarin Nicci 

 

Sätze, die wir nicht mehr hören können

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Es ist gerade einmal knapp vierundzwanzig Stunden her, dass Nicci und ich euch unsere neue Rubrik Die Buchnachbarinnen vorgestellt haben. Immer noch bin ich schrecklich aufgeregt und freue mich auf die Zeit! Heute beginnt bereits unser erster richtiger Beitrag, mit dem Thema: Sätze, die wir nicht mehr lesen können, die uns nerven, die einfach ätzend sind. Dabei haben wir uns jeweils beide eigene Sätze vorgenommen. Nicci  spricht dabei aus ihrer Blogger- und Lesersicht und ich erweitere den Teil etwas um meine Autorensicht. Am Ende verlinke ich euch noch Niccis Beitrag, in dem ihr dann ihre nervigsten Sätze nachlesen könnt!

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Das Buch lese ich nicht, weil es zu stark gehyped wird.

In dem Punkt liegen Nicci und ich, was eine gewisse Gereiztheit angeht, gleich auf. Ein Buch nicht zu lesen, weil es ein Hype ist. Die Beweggründe liegen bei solcherlei Leser vor allem darin, weil sie glauben mit zu hohen Erwartungen an dieses Buch heranzutreten, die dann leider nicht erfüllt werden können. Liebe Leser von Weiten-Bogen-um-Hype-Machern: Was für Erwartungen stellt ihr denn an dieses Buch? Es wird wohl von vornherein klar sein, dass dieses Buch keine Krankheiten heilen wird, dass auch der Weltfrieden weiterhin auf sich warten lässt und auch der Welthunger noch da bleibt, wo er nun einmal ist. Generell eine Kategorie Bücher auszuschließen, weil es Viele lesen und sich selbst dann als etwas unfassbar Besonderes darzustellen, nämlich jemand, der nicht mit dem Strom schwimmt und damit zu implizieren, dass alle anderen nur mitziehen und das Buch eigentlich quasi auch nicht mögen würden, es also nur lesen, weil es in den Himmel gelobt wird, finde ich etwas fragwürdig. Ja, warum entsteht überhaupt so ein sogenannter Hype? Ihr werdet es nicht glauben: So etwas entsteht, weil viele Leser ein Buch ganz toll finden. ACH DU SCHRECK! So. Natürlich bedeutet es nicht, dass gleich JEDER dieses Buch große Klasse findet. Ich persönlich freue mich durch diese Hypes auf bestimmte Bücher überhaupt erst aufmerksam gemacht zu werden, die anderenfalls vielleicht untergegangen wären. Wenn ich auf ein Buch aufmerksam werde, lese ich mir schließlich zuerst den Klappentext durch und überlege mir, ob der Inhalt auch etwas für mich wäre.
Würden Bücher im Internet nicht gehyped werden, wäre ich beispielsweise niemals auf A Court Of Thornes And Roses aufmerksam geworden. Und um das mal klarzustellen: Ich fand diese Buchreihe nicht etwa grandios, weil alle anderen es auch so empfunden haben. DIE REIHE WAR EINFACH WAHNSINNIG GUT!

Aus Autorensicht kann ich dem noch etwas Bitteres hinzufügen: Wenn Bücher von einem nicht gekauft werden, weil der Eindruck entstünde, sie wären gehyped oder kämen zu oft auf anderen Blogs vor, dann leidet vor allem der Autor darunter. So sinken nämlich die Verkäufe und vielleicht wird dann etwa eine Reihe nicht fortgeführt, ein Verlag muss die Auflage einstellen und Vieles mehr. Einfach, weil Bücher nicht gekauft werden, aus Angst, der Hype würde es niedermachen.

 Likest du meine Seite?

Das erlebe ich in letzter Zeit so oft, dass es meine Grenze erreicht hat. Auf jegliche Art werden Likes erbettelt, Follower fast schon erkauft, angefleht und auf wirklich peinliche Art versucht ins Boot zu holen. Lasst euch eines an dieser Stelle sehr deutlich gesagt sein: Das bringt alles absolut nichts. Leute, die euch nur folgen, weil ihr sie dazu überreden oder zwingen musstet oder die es aus Mitleid getan haben, weil ihr euch so kläglich dahinstellt und um einen weiteren Punkt auf eurer Skaler bettelt, die bringen euch vielleicht optisch eine hohe Zahl, doch das war es auch schon. Solche Seiten oder Blogs weisen meist wenig bis gar keine Aktivität auf. Statt eure Zeit in die Suche nach neuen Followern zu stecken, wie wäre es eher damit, sie darin zu investieren, eure Beitrage interessanter zu machen, die Regelmäßigkeit zu steigern, euch auf anderen Blogs rumzutummeln, euch auszutauschen und dieses riesige Netzwerk mal richtig zu nutzen, für den Austausch und das gemeinsame Miteinander? Zu anstrengend? Tja, dann nervt mich damit bitte aber nicht.
Am schlimmsten sind jene, die Freundschaftsanfragen versenden, obwohl sie mich gar nicht kennen. Mittlerweile glauben sie eine smarte Strategie entwickelt zu haben, in dem sie ein paar Tage nach Annahme haben verstreichen lassen, bis sie tatsächlich für ihre Autorenseite/ihren Buchblog/ihre Was-auch-immer-für-eine-Sache eine Like-Anfrage versenden. Ganz ehrlich? Ich möchte das sehr offen ausformulieren: Habt ihr es etwa so dringend nötig? Ich finde es nicht nur lästig, sondern mittlerweile richtig unverschämt. Der nächste, der das bringt, der kann ein kleines Donnerwetter erleben, hahaha.

 Also Harry Potter fand ich doof,
weil in dem Buch Magie drin vorkam und Zauberstäbe.

Und alle so: Hä? Was ich mit diesem Punkt sagen will: Ich finde es schade und kann es mittlerweile kaum nachvollziehen, wenn Leser/Blogger an Werken herummäkeln und direkt beim Grundgerüst einer Story beginnen. Das habe ich beispielsweise vermehrt im Bereich New Adult bemerkt. Wenn im Klappentext (beispielsweise Paper Princess) bereits drinsteht, dass die Protagonistin in ein wohlhabendes Haus mit fünf heißen Typen zieht, dann weiß man doch als Leser, dass dieser Umstand DEFINITIV eintreten wird und die Grundlage für diesen Roman darstellt, oder? Dann weiß ich doch, wenn ich dieses Buch kaufe: AHA! Das kommt also auf mich zu! Dann gibt es dann später Rezensenten, die sagen: Ja, also das mit den fünf Typen und dem Reichtum ist total unrealistisch, das hätte man anders machen können. Dazu kann ich nur sagen: Ja, vielleicht hättest du dir dann halt einen anderen Roman kaufen sollen. DAS ist nun einmal das Grundsetting. Und glaubt es oder nicht: Die Autoren haben sich schon etwas dabei gedacht. Sonst wäre es auch nun mal eine ganz andere Story, ein ganz anderer Roman eben! Dir gefällt das aber nicht? Ja, das ist gar nicht schlimm! Dann muss man sich allerdings andere Bücherreihen suchen, mit Settings, die einem zusagen. Direkt am Gesamtbild und der Voraussetzung der Handlung zu rütteln, bringt weder den Leser, noch den Autor weiter. Nicht jedes Buch ist für jedermann geschaffen. Aus diesem Grund gibt es unterschiedliche Genre, unterschiedliche Autoren, unterschiedliche Leser. Und das ist wundervoll!
Ein weiteres Beispiel in dem Zusammenhang wäre: Badboys nerven! Andere Romane an die Macht! – Glaubt es oder nicht, aber es gibt tatsächlich Romane ohne Badboy! Ein Beispiel? Die Slammed-Reihe von Colleen Hoover! Wenn man solche Art Romane nicht mag, dann sollte man sie nicht verfluchen, schließlich bedienen sie sich einer großen Beliebtheit. Stattdessen wäre es doch schön, sich im Bereich Romance Bücher rauszupicken, die einen anderen Stereotypen Kerl hervorzaubern, statt zum drölfmillionsten Mal zu bemängeln, dass es immer Badboys sind, die in Romanen den Erfolg feiern. Das stimmt so ja gar nicht! Es gibt viele schöne Bücher, die sich eben nicht an diesem Klischee bedienen, also nur zu! Deshalb muss man jedoch nicht jedes Buch schlecht reden, in dem dann doch solcherlei vorkommen. Denn: Auch dabei haben sich die Autoren etwas gedacht! Das gehört auch zum Grundgerüst der Story und es wäre nun einmal ein gänzlich anderer Roman, wenn jeder einen vollkommen anderen Charakter tragen würde.

Das Buch ist ethisch nicht korrekt, deshalb reiße ich es auseinander.

Seit kurzem japst der Trend auf, Bücher, in denen Geschichten niedergeschrieben stehen, die moralisch anzuzweifeln sind, vollkommen umzuschreiben, zu verändern, oder am besten direkt zu vernichten. Mich nervt es aus einem sehr konkreten Grund: DAS IST EIN BUCH! Eine ausgedachte Geschichte. Eine Fantasie. Etwas, das gar nicht existiert also. Wenn beispielsweise in ACOTAR ein Fest stattfindet, in denen Frauen sich Männern an den Hals werfen, dann ist das in dem Buch eben so. WEIL ES DORT SO IST. Weil da nun einmal die Welt so ist, wie sie ist. Weil das eine Fantasy-Welt ist. Weil das die Grundvorraussetzung, einer der tragenden Elemente der Geschichte ist. Das bedeutet nicht, dass man die Moral aus dem Roman auch auf diese Welt beziehen muss. Das bedeutet nicht, dass die Autoren schlechte Menschen sind oder frauenfeindlich. Es bedeutet einzig und allein, dass es ein Teil der Geschichte ist. Und so, wie sie dort eingefädelt wird, ergibt sie für den Handlungsverlauf schließlich auch Sinn. Wieso also auseinander reißen? Wieso?
Anderes Beispiel: Romane von Früher, zum Beispiel Stolz und Vorurteil (LOVE IT!), sollen neugeschrieben werden, weil dort das Bild der Frau für die heutige Zeit nicht korrekt verdeutlicht wird. Wieso? Dann müssen wir also auch die Bibel neu schreiben? Und überhaupt: Sollten dann nicht alle Fantasy-Romane vernichtet werden, weil sie total unrealistisch sind? Und was ist eigentlich mit Thrillern? Warum fangen wir nicht an, darauf auch noch rumzuhacken, immerhin werden dort Menschen umgebracht! Nicht, dass aus den Lesern noch Serienkiller werden, die aus den Geschichten ihre Inspiration schöpfen!

Ich schreibe gerade an meinem Buch…
und veröffentliche es… niemals.

Pseudo-Autoren. Wie ich sie liebe. Nicht. Jeder kann und sollte schreiben. Ich liebe es zu schreiben. Es ist wundervoll. Es erfüllt mich. Um sich als Schreiberling zu betitulieren, muss man auch keinen Roman veröffentlicht haben, das will ich damit auf keinen Fall ausdrücken. Was ich mit diesem Satz sagen will ist: Es tummeln sich viele Autoren dort draußen herum, die vor allem damit beschäftigt sind… ihre Facebookseite aufzupolieren. Oder eine Autorenseite zu eröffnen. Oder Fotos von ihrem Laptop zu schießen, wie sie vorhaben zu schreiben und am Ende dann so verbleiben, dass sie einen Beitrag darüber schreiben, dass sie eben nicht geschrieben haben. Autoren, die keine sind, aber schon alle möglichen Marketing-Vorraussetzungen in den Startlöchern haben, nur eben nicht schreiben. Allerdings schreiben sie darüber, dass sie Schreibblockaden haben und das schon ziemlich lange. Und darüber berichten solche auch sehr oft. Und auf der Seite findet man eigentlich nichts anderes an Inhalt: Nur Jammer-Beiträge. Es ist schade! Vor allem nervt es, weil eben diese verzweifelt sind. Und das kann ich verstehen: Wäre ich auch, wenn ich nicht fertig werden würde oder halt kaum Resonanz zu meinen Texten oder Beiträgen auf Facebook/Twitter/Instagram/dem Blog hätte, weil es nach dem zehntausendsten Beitrag über das Scheitern des Schreibens auch keinen mehr interessiert. Schreibt! Schreibt! Schreibt! Anders kann ich euch ehrlich gesagt nicht weiterhelfen. Sich in den Vordergrund als jämmerlicher, weinerlicher, bettelnder Autor zu stellen und zu erwarten, dass zuerst Ruhm und Fame kommen, und sich die Welt für den Nicht-Schreib-Prozess interessiert, das verlangt nach einer anderen Berufung. Da seid ihr an dieser Stelle irgendwie falsch einsortiert.

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Hier findet ihr Niccis Beitrag!