Mein Jahresrückblick

Jahresrückblick

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, ich werde etwas melancholisch sehnsüchtig und blicke mit euch gemeinsam zurück. Was hat sich in der Buchwelt und Schreibwelt bei mir getan? Was ist dieses Jahr geschehen? Einiges!

Was habe ich gelesen?

In diesem Jahr habe ich Kerstin Gier für mich entdeckt. Mit ihrer Edelstein-Trilogie konnte sie mich hellauf begeistern. Wobei ich gestehen muss, dass mich der finale Band in ein paar Punkten enttäuscht hat, dennoch war die Reihe an sich ausgesprochen gut geschrieben. Gerade Giers Humor und ihr Schreibstil haben bei mir für Begeisterung gesorgt.
Danach habe ich direkt die Silberreihe gelesen, die mich allerdings ziemlich enttäuscht zurückließt und mich sogar dazu veranlasst hat, den neuen Band Wolkenschloss nicht zu kaufen.

Im April überkam mich die Lust wieder eine Teenage-meets-Twilight-Reihe zu lesen und habe mich direkt auf die Lux-Reihe von Jennifer L. Armentrout gestürzt – und sie verschlungen. Die Geschichte um Daemon und Katy hat mich in eine totale Sucht gezogen. Ich mochte deren Zusammenspiel und die lockere Art von Armentrout. Ihr leichter Schreibstil ließ die Geschichte mit viel Spaß genießen.

Danach habe ich im Juni die Queen of Writing für mich entdeckt: SARAH J. MAAS. Und was habe ich nicht zuvor verpasst! Wie konnte ich all die Jahre überhaupt Bücher lesen, ohne von ihr zu wissen? Ich liebe jedes ihrer Romane. Ihr Worldbuilding ist mehr als beeindruckend, ihr Sprachstil fordernd und malerisch. Der zweite Band ihrer ACOTAR-Reihe gehört definitiv zu meinen Jahreshighlights.

Mit A Court of Mist and Fury hat sie ein Meisterwerk der Literaturszene geschrieben. Die Art wie sie die Geschichte perfekt zusammen gespindelt hat, geschrieben wie einen Krimi, hinterlistig geheimnisvoll und mit vielen Rätseln, dazu mit perfekten Charakterentwicklungen und einer tiefsinnigen Ausarbeitung der Seele und der Psyche, ließ mich fassungslos zurück. Von diesem Roman bin ich weiterhin begeistert und arte durchgehend in ausartenden Exstasen über Lobeshymnen aus, wenn ich erst einmal beginne, die Einzelheiten zu rekapitulieren.

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Sehr berührt hat mich der Roman Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen, was ebenfalls zu meinen Jahreshhighlights zählt. Ulla Scheler hat mich durch ihren poetischen Schreibstil und der perfekten Erfassung der Verwirrtheit und Unsicherheit der Jugend begeistert. Immernoch denke ich an vereinzelte Szenen zurück und habe bereits ihren zweiten Roman hier liegen, um wieder ihrem einzigartigen Schreibstil und ihrer Erzählweise zu verfallen. Ich bin gespannt, was sie mir dieses mal bieten wird. Eine beeindruckende deutsche Autorin, von der noch viel zu erwarten sein kann.

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Mit Schmetterlingsblau wäre beinahe ein weiteres Jahreshighlight auf diese Liste gelangt. Mich konnte allerdings das Ende nicht wirklich überzeugen. Dafür jedoch der bildhaft schöne Schreibstil der Autorin und die ruhige, doch romantische Geschichte, die sie uns mit ihren Fantasyroman offenbarte. Ein gelungenes Werk, was ich jedem ans Herz legen möchte, der etwas Melancholie wünscht.

Daneben habe ich mich an Colleen Hoover gewagt und sie in mein Herz geschlossen. Ihre liebevolle wortgewaltige Art zu schreiben, ließ mich Tränen weinen. Mit Slammed und Point of Retreat habe ich wahrlich Highlights für mich entdeckt. Hoover schreibt mir so viel Liebe, dass die Geschichten, das Leid, die Schicksalsschläge, einen schrecklich mitleiden lassen. Ihre Bücher müssen an einem Stück gelesen werden, so süchtig machen sie.

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Das waren allesamt meine Highlights aus diesem Jahr. Welche Bücher ich insgesamt gelesen habe, liste ich euch einmal hier auf. Dabei dachte ich mir, ordne ich allesamt in meine neuen Kategorien ein, obwohl ich die Rezensionen noch nicht allesamt durchbearbeitet habe, weiß ich dennoch, wo ich jeden zuordnen würde.

Soulmate

A Court of Mist and Fury  A Court of Thorns and Roses  A Court of Wings and Ruin  Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen  Slammed  Point of Retreat  The last Magician

Lover

Throne of Glass  Crown of Midnight  Edelstein-Trilogie  Silber – Das erste Buch der Träume  Obsidian  Onyx  Origin  Opposition  Opal  Crashed  Den Mund voll ungesagter Dinge  Die wahre Königin  Schmetterlingsblau  Wir fliegen wenn wir fallen  For Good – Über die Liebe und das Leben  Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit  Die Bestimmung  Pretend  Abandoned  Splitterleben

Friend

Oblivion – Lichtflüstern  Oblivion – Lichtflimmern  Silber – Das zweite Buch der Träume

Stranger

Straßensymphonie  Murder Park  Silber – Das dritte Buch der Träume

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In diesem Jahr sind mir so viele wundervolle Dinge zugestoßen, dass es mir schwerfällt, es in wenigen Worten zusammenzufassen. Ich will es jedoch versuchen: Ich habe mich getraut, es gewagt den Schritt in die Veröffentlichung. Mit viel Bangen, viel Angst und viel Respekt vor dieser Buchwelt, habe ich zuerst meine Kurzgeschichte über die Zeit „Der Sandkornzähler“ und dann im Sommer meinen Debütroman „Einmal im Jahr für immer“ veröffentlicht. Niemals hätte ich erahnen können, wie viel Zuspruch und Unterstützung ich durch meine Geschichten erreichen würde. Niemals. Es ist eine so gewaltige Buchwelt dort draußen, dass es mir niemals möglich erschienen wäre, überhaupt einzeln dort hervorzustechen.

Doch durch meinen Roman, durch diese wundervolle Buchwelt, dieser Gemeinschaft, habe ich die unglaublichsten und mittlerweile wichtigsten Menschen kennengelernt: Nicci, Becca, MEINE JILL und Michi. Es sind großartige Freunde geworden, die ich niemals missen möchte. ICH LIEBE EUCH!

Wir haben gemeinsam einige Abenteuer in den wenigen Monaten, die wir uns eigentlich erst kennen, erlebt. London, Berlin und unsere Heimat werden regelmäßig von uns unsicher gemacht. Im nächsten Jahr folgen noch viele gemeinsame Erlebnisse, auf die ich mich jetzt bereits unglaublich freue. Ich schätze mich wahnsinnig glücklich, sie in meinem Leben genießen zu dürfen. People? Ihr seid die gamsigste Buchgang aller Zeiten! 

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Ich hoffe, ihr konntet ein großartiges Jahr genießen und auf einige schöne Momente zurückblicken <3 Ich wünsche euch einen wundervollen Start ins neue Jahr und vieleviele liebevolle Momente!

Alles Liebe,
Sarah Ricchizzi

 

 

 

 

 

Sätze, die wir nicht mehr hören können

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Es ist gerade einmal knapp vierundzwanzig Stunden her, dass Nicci und ich euch unsere neue Rubrik Die Buchnachbarinnen vorgestellt haben. Immer noch bin ich schrecklich aufgeregt und freue mich auf die Zeit! Heute beginnt bereits unser erster richtiger Beitrag, mit dem Thema: Sätze, die wir nicht mehr lesen können, die uns nerven, die einfach ätzend sind. Dabei haben wir uns jeweils beide eigene Sätze vorgenommen. Nicci  spricht dabei aus ihrer Blogger- und Lesersicht und ich erweitere den Teil etwas um meine Autorensicht. Am Ende verlinke ich euch noch Niccis Beitrag, in dem ihr dann ihre nervigsten Sätze nachlesen könnt!

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Das Buch lese ich nicht, weil es zu stark gehyped wird.

In dem Punkt liegen Nicci und ich, was eine gewisse Gereiztheit angeht, gleich auf. Ein Buch nicht zu lesen, weil es ein Hype ist. Die Beweggründe liegen bei solcherlei Leser vor allem darin, weil sie glauben mit zu hohen Erwartungen an dieses Buch heranzutreten, die dann leider nicht erfüllt werden können. Liebe Leser von Weiten-Bogen-um-Hype-Machern: Was für Erwartungen stellt ihr denn an dieses Buch? Es wird wohl von vornherein klar sein, dass dieses Buch keine Krankheiten heilen wird, dass auch der Weltfrieden weiterhin auf sich warten lässt und auch der Welthunger noch da bleibt, wo er nun einmal ist. Generell eine Kategorie Bücher auszuschließen, weil es Viele lesen und sich selbst dann als etwas unfassbar Besonderes darzustellen, nämlich jemand, der nicht mit dem Strom schwimmt und damit zu implizieren, dass alle anderen nur mitziehen und das Buch eigentlich quasi auch nicht mögen würden, es also nur lesen, weil es in den Himmel gelobt wird, finde ich etwas fragwürdig. Ja, warum entsteht überhaupt so ein sogenannter Hype? Ihr werdet es nicht glauben: So etwas entsteht, weil viele Leser ein Buch ganz toll finden. ACH DU SCHRECK! So. Natürlich bedeutet es nicht, dass gleich JEDER dieses Buch große Klasse findet. Ich persönlich freue mich durch diese Hypes auf bestimmte Bücher überhaupt erst aufmerksam gemacht zu werden, die anderenfalls vielleicht untergegangen wären. Wenn ich auf ein Buch aufmerksam werde, lese ich mir schließlich zuerst den Klappentext durch und überlege mir, ob der Inhalt auch etwas für mich wäre.
Würden Bücher im Internet nicht gehyped werden, wäre ich beispielsweise niemals auf A Court Of Thornes And Roses aufmerksam geworden. Und um das mal klarzustellen: Ich fand diese Buchreihe nicht etwa grandios, weil alle anderen es auch so empfunden haben. DIE REIHE WAR EINFACH WAHNSINNIG GUT!

Aus Autorensicht kann ich dem noch etwas Bitteres hinzufügen: Wenn Bücher von einem nicht gekauft werden, weil der Eindruck entstünde, sie wären gehyped oder kämen zu oft auf anderen Blogs vor, dann leidet vor allem der Autor darunter. So sinken nämlich die Verkäufe und vielleicht wird dann etwa eine Reihe nicht fortgeführt, ein Verlag muss die Auflage einstellen und Vieles mehr. Einfach, weil Bücher nicht gekauft werden, aus Angst, der Hype würde es niedermachen.

 Likest du meine Seite?

Das erlebe ich in letzter Zeit so oft, dass es meine Grenze erreicht hat. Auf jegliche Art werden Likes erbettelt, Follower fast schon erkauft, angefleht und auf wirklich peinliche Art versucht ins Boot zu holen. Lasst euch eines an dieser Stelle sehr deutlich gesagt sein: Das bringt alles absolut nichts. Leute, die euch nur folgen, weil ihr sie dazu überreden oder zwingen musstet oder die es aus Mitleid getan haben, weil ihr euch so kläglich dahinstellt und um einen weiteren Punkt auf eurer Skaler bettelt, die bringen euch vielleicht optisch eine hohe Zahl, doch das war es auch schon. Solche Seiten oder Blogs weisen meist wenig bis gar keine Aktivität auf. Statt eure Zeit in die Suche nach neuen Followern zu stecken, wie wäre es eher damit, sie darin zu investieren, eure Beitrage interessanter zu machen, die Regelmäßigkeit zu steigern, euch auf anderen Blogs rumzutummeln, euch auszutauschen und dieses riesige Netzwerk mal richtig zu nutzen, für den Austausch und das gemeinsame Miteinander? Zu anstrengend? Tja, dann nervt mich damit bitte aber nicht.
Am schlimmsten sind jene, die Freundschaftsanfragen versenden, obwohl sie mich gar nicht kennen. Mittlerweile glauben sie eine smarte Strategie entwickelt zu haben, in dem sie ein paar Tage nach Annahme haben verstreichen lassen, bis sie tatsächlich für ihre Autorenseite/ihren Buchblog/ihre Was-auch-immer-für-eine-Sache eine Like-Anfrage versenden. Ganz ehrlich? Ich möchte das sehr offen ausformulieren: Habt ihr es etwa so dringend nötig? Ich finde es nicht nur lästig, sondern mittlerweile richtig unverschämt. Der nächste, der das bringt, der kann ein kleines Donnerwetter erleben, hahaha.

 Also Harry Potter fand ich doof,
weil in dem Buch Magie drin vorkam und Zauberstäbe.

Und alle so: Hä? Was ich mit diesem Punkt sagen will: Ich finde es schade und kann es mittlerweile kaum nachvollziehen, wenn Leser/Blogger an Werken herummäkeln und direkt beim Grundgerüst einer Story beginnen. Das habe ich beispielsweise vermehrt im Bereich New Adult bemerkt. Wenn im Klappentext (beispielsweise Paper Princess) bereits drinsteht, dass die Protagonistin in ein wohlhabendes Haus mit fünf heißen Typen zieht, dann weiß man doch als Leser, dass dieser Umstand DEFINITIV eintreten wird und die Grundlage für diesen Roman darstellt, oder? Dann weiß ich doch, wenn ich dieses Buch kaufe: AHA! Das kommt also auf mich zu! Dann gibt es dann später Rezensenten, die sagen: Ja, also das mit den fünf Typen und dem Reichtum ist total unrealistisch, das hätte man anders machen können. Dazu kann ich nur sagen: Ja, vielleicht hättest du dir dann halt einen anderen Roman kaufen sollen. DAS ist nun einmal das Grundsetting. Und glaubt es oder nicht: Die Autoren haben sich schon etwas dabei gedacht. Sonst wäre es auch nun mal eine ganz andere Story, ein ganz anderer Roman eben! Dir gefällt das aber nicht? Ja, das ist gar nicht schlimm! Dann muss man sich allerdings andere Bücherreihen suchen, mit Settings, die einem zusagen. Direkt am Gesamtbild und der Voraussetzung der Handlung zu rütteln, bringt weder den Leser, noch den Autor weiter. Nicht jedes Buch ist für jedermann geschaffen. Aus diesem Grund gibt es unterschiedliche Genre, unterschiedliche Autoren, unterschiedliche Leser. Und das ist wundervoll!
Ein weiteres Beispiel in dem Zusammenhang wäre: Badboys nerven! Andere Romane an die Macht! – Glaubt es oder nicht, aber es gibt tatsächlich Romane ohne Badboy! Ein Beispiel? Die Slammed-Reihe von Colleen Hoover! Wenn man solche Art Romane nicht mag, dann sollte man sie nicht verfluchen, schließlich bedienen sie sich einer großen Beliebtheit. Stattdessen wäre es doch schön, sich im Bereich Romance Bücher rauszupicken, die einen anderen Stereotypen Kerl hervorzaubern, statt zum drölfmillionsten Mal zu bemängeln, dass es immer Badboys sind, die in Romanen den Erfolg feiern. Das stimmt so ja gar nicht! Es gibt viele schöne Bücher, die sich eben nicht an diesem Klischee bedienen, also nur zu! Deshalb muss man jedoch nicht jedes Buch schlecht reden, in dem dann doch solcherlei vorkommen. Denn: Auch dabei haben sich die Autoren etwas gedacht! Das gehört auch zum Grundgerüst der Story und es wäre nun einmal ein gänzlich anderer Roman, wenn jeder einen vollkommen anderen Charakter tragen würde.

Das Buch ist ethisch nicht korrekt, deshalb reiße ich es auseinander.

Seit kurzem japst der Trend auf, Bücher, in denen Geschichten niedergeschrieben stehen, die moralisch anzuzweifeln sind, vollkommen umzuschreiben, zu verändern, oder am besten direkt zu vernichten. Mich nervt es aus einem sehr konkreten Grund: DAS IST EIN BUCH! Eine ausgedachte Geschichte. Eine Fantasie. Etwas, das gar nicht existiert also. Wenn beispielsweise in ACOTAR ein Fest stattfindet, in denen Frauen sich Männern an den Hals werfen, dann ist das in dem Buch eben so. WEIL ES DORT SO IST. Weil da nun einmal die Welt so ist, wie sie ist. Weil das eine Fantasy-Welt ist. Weil das die Grundvorraussetzung, einer der tragenden Elemente der Geschichte ist. Das bedeutet nicht, dass man die Moral aus dem Roman auch auf diese Welt beziehen muss. Das bedeutet nicht, dass die Autoren schlechte Menschen sind oder frauenfeindlich. Es bedeutet einzig und allein, dass es ein Teil der Geschichte ist. Und so, wie sie dort eingefädelt wird, ergibt sie für den Handlungsverlauf schließlich auch Sinn. Wieso also auseinander reißen? Wieso?
Anderes Beispiel: Romane von Früher, zum Beispiel Stolz und Vorurteil (LOVE IT!), sollen neugeschrieben werden, weil dort das Bild der Frau für die heutige Zeit nicht korrekt verdeutlicht wird. Wieso? Dann müssen wir also auch die Bibel neu schreiben? Und überhaupt: Sollten dann nicht alle Fantasy-Romane vernichtet werden, weil sie total unrealistisch sind? Und was ist eigentlich mit Thrillern? Warum fangen wir nicht an, darauf auch noch rumzuhacken, immerhin werden dort Menschen umgebracht! Nicht, dass aus den Lesern noch Serienkiller werden, die aus den Geschichten ihre Inspiration schöpfen!

Ich schreibe gerade an meinem Buch…
und veröffentliche es… niemals.

Pseudo-Autoren. Wie ich sie liebe. Nicht. Jeder kann und sollte schreiben. Ich liebe es zu schreiben. Es ist wundervoll. Es erfüllt mich. Um sich als Schreiberling zu betitulieren, muss man auch keinen Roman veröffentlicht haben, das will ich damit auf keinen Fall ausdrücken. Was ich mit diesem Satz sagen will ist: Es tummeln sich viele Autoren dort draußen herum, die vor allem damit beschäftigt sind… ihre Facebookseite aufzupolieren. Oder eine Autorenseite zu eröffnen. Oder Fotos von ihrem Laptop zu schießen, wie sie vorhaben zu schreiben und am Ende dann so verbleiben, dass sie einen Beitrag darüber schreiben, dass sie eben nicht geschrieben haben. Autoren, die keine sind, aber schon alle möglichen Marketing-Vorraussetzungen in den Startlöchern haben, nur eben nicht schreiben. Allerdings schreiben sie darüber, dass sie Schreibblockaden haben und das schon ziemlich lange. Und darüber berichten solche auch sehr oft. Und auf der Seite findet man eigentlich nichts anderes an Inhalt: Nur Jammer-Beiträge. Es ist schade! Vor allem nervt es, weil eben diese verzweifelt sind. Und das kann ich verstehen: Wäre ich auch, wenn ich nicht fertig werden würde oder halt kaum Resonanz zu meinen Texten oder Beiträgen auf Facebook/Twitter/Instagram/dem Blog hätte, weil es nach dem zehntausendsten Beitrag über das Scheitern des Schreibens auch keinen mehr interessiert. Schreibt! Schreibt! Schreibt! Anders kann ich euch ehrlich gesagt nicht weiterhelfen. Sich in den Vordergrund als jämmerlicher, weinerlicher, bettelnder Autor zu stellen und zu erwarten, dass zuerst Ruhm und Fame kommen, und sich die Welt für den Nicht-Schreib-Prozess interessiert, das verlangt nach einer anderen Berufung. Da seid ihr an dieser Stelle irgendwie falsch einsortiert.

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Hier findet ihr Niccis Beitrag!

 

 

Ein Textschnipsel über den Tod

Heute möchte ich euch ein Zitat aus meinem Roman Einmal im Jahr für immer präsentieren. Es ist ein kleiner Schimmer dessen, was auf euch zukommen wird.

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Der Tod als solcher wird den gesamten Roman über beschatten. Es ist eines der wichtigsten Elemente, die ich in Einmal im Jahr für immer thematisiert habe. Was bedeutet: Ja, es wird nicht immer fröhlich und munter zugehen, es wird Tiefs geben, ein paar Abgründe, in denen wir uns bewegen werden, welche ich hoffe so direkt und offen wie möglich ausgelegt zu haben. Es war mir wichtig nichts zu beschönigen, zu zeigen, was der Tod und die Trauer dahinter tatsächlich bedeuten.
Solch ein Thema anzugehen, ist etwas, was mich persönlich durch das Schreiben zeitweise auch sehr belastet hat. Natürlich ist es eine erfundene Geschichte, die ich niedergeschrieben habe, doch irgendwie geht einem jedes Gefühl, jede Lebenssituation der Protagonisten doch näher, als es zunächst den Anschein macht. Schließlich muss ich mich in deren Situation hinein fühlen, und damit nachvollziehen können, was sie empfinden. Das ist sehr oft nicht so leicht. Die richtige Stimmung muss geschaffen werden, eine Atmosphäre, um traurige, niederschmetternde, vielleicht auch verletzende Szenen, ganze Passagen oder Kapitel zu schreiben, die einen selbst etwas zerstört zurücklassen. Ich suchte dafür eine gewisse Einsamkeit auf, um in Ruhe schreiben zu können. Dabei habe ich gemerkt, dass gerade die traurigen Szenen sich nur in tiefer Nacht schreiben ließen, wenn die Welt schläft und ich selbst das Gefühl habe unbeobachtet in meine Geschichte schlüpfen zu können.
Musik entwickelte dabei eine bizarre Welt um mich herum, kaum setzte ich die Kopfhörer auf, war ich Teil des Romans und nicht mehr im Hier und Jetzt, sondern dort. Dabei habe ich unentwegt traurige Musik gehört, eins dramatischer, als das nächste. Dadurch hatte ich einen herrlichen Musik-Austausch mit der wundervollen Jenny Karpe, die einfach weiß, wie man in die richtige Stimmung kommt, mit der exakt perfekten Musik. Danke, Jenny!
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Allerdings spielt nicht der Tod als solcher die zentrale Rolle in Einmal im Jahr für immer. Gewiss, es wird reichlich Passagen und Geschichten geben, die vor allem eine traurige, eher nachdenkliche Stimmung erzeugen werden. Doch das zweite wichtige Thema, neben dem Tod, ist das Leben. Denn darum soll das in meinem Roman gehen: Leben und was das eigentlich bedeutet.
Ja, ich weiß, ich schulde euch immer noch meinen Klappentext und eine sehr konkrete Inhaltsangabe. Ich verspreche euch, das folgt noch. Der nächste Beitrag wird mit einem Zitat zum Thema Leben bespickt sein. Danach folgen Cover und Klappentext. Ich weiß, ich mache es spannend oder hoffe zumindest, dass es so rüberkommt, haha.

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Meine Playlist für traurige Szenen?

Vielleicht interessiert es euch, was ich höre, wenn es niederschmetternd oder nachdenklich gestimmt sein soll. Das ist allerdings nur ein Auszug. Vielleicht könnt ihr mir selbst noch Lieder empfehlen, die dabei nicht fehlen dürfen? Ich bin gespannt!

Philipp Poisel – Eiserner Steg
Philipp Poisel – Wie kann ein Mensch das ertragen
Philipp Poisel – Mit jedem deiner Fehler
Johnny Cash – Hurt
Gary Jules- Mad World
David Bowie – Space Oddity
My Chemical Romance – Famous Last Words
The XX – Angel
Nirvana – Heart-Shaped-Box
Alt-J – An Awesome Wave (Album)
Bear’s Den – When You Break
Mhokomo – You’re here
Radiohead – Creep
Asteroid – III (Album)

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Wie empfindet ihr das Zitat? Ich bin gespannt, was für Gedanken euch dabei kommen.

Alles Liebe,
Sarah