Ein Herz für Bahnhofsbuchhandlungen

Heute ist Samstag und für mich ein Tag, um auf anderen Blogs etwas ausgiebig zu stöbern. Heute Mittag hatte ich dazu etwas Zeit. Eigentlich müsste ich aber gerade überarbeiten, ähm, ja.
Zurück zum Thema: Bei der wundervollen Anna von Buchstabenträumerei bin ich dabei auf einen sehr wichtigen Artikel gestoßen. Das Thema? Bahnhofsbuchhandlungen.

Bahnhofsbuchhandlungen

Worum geht es?

Anna erzählte in ihrem Beitrag über die Schließung der Bahnhofsbuchhandlung Ludwig in Köln, welche durch ein Polizeipräsidium ersetzt werden soll. Selbstverständlich ist die Sicherheit vor Ort gewiss wichtig. Doch muss davor gerade die Buchhandlung weichen? Etwas zentral wichtiges? Etwas, wovon jeder von uns profitieren kann? Anna hat in ihrem Artikel, den ihr hier nachlesen könnt, niedergeschrieben, weshalb ihr Bahnhofsbuchhandlungen wichtig sind und zum Schluss dazu aufgerufen, dass andere ihr es gleich tun können. Das lasse ich mir nicht zweimal sagen, denn ich liebe Bahnhofsbuchhandlungen.

Banner

Da ich in der Innenstadt wohne und mich in andere Städte dadurch quasi nur mit der Bahn fortbewege, komme ich gar nicht umher, an jedem größeren Bahnhof die Buchhandlung zu besuchen. Es ist jetzt kein Zwang oder sonst irgendetwas, es ist etwas, was ich unglaublich gerne tue. Ich stöbere gerne durch diese Buchhandlungen, die so einen ganz eigenen Charakter haben. Es ist ruhig dort. Anders, als wenige Meter vor den Ladentüren, ergibt sich zwischen den Büchern eine Zuflucht zwischen all der Hektik.
Das ist auf eine ganz eigene Art, sehr schön.

Buchhandlungen überall

Ich liebe Buchhandlungen auch sehr an Flughäfen. Es gibt keinen besseren Ort, um meine Zeit bis zum Boarding totzuschlagen. Es ist herrlich. Ich müsste mir eigentlich keine Bücher in den Urlaub einpacken, ich statte mich immer sehr ausführlich an den Flughafen aus, haha. Mein Gepäck ist immer unmöglich voll, worunter vor allem auch mein Mann oder andere Mitreisende (ähm, Mama, du hast doch so eine große Handtasche, ja genau die, da passen ja noch zwei Taschenbücher rein, die wiegen auch nichts) zu leiden haben, um mir etwas Last abzunehmen.
Bücher in Supermärkten finde ich auch klasse. Auch in Drogeriemärkten (Rossmann hat immer eine kleine Auswahl, finde ich super) oder an Raststätten. Immer wieder gern gesehen. Und ich bin dabei auch diejenige, die nicht widerstehen kann. Da ist kein Buch sicher, ganz gleich, an welchem Ort.

Zurück zum Thema: Bahnhöfe

Gerade Züge neigen ja bekanntlich dazu, etwas später (oder gar nicht, ahem) anzukommen. Da ist so ein Buchhandel doch die perfekte Umgebung, um seine Zeit (und sein Geld) sinnvoll zu investieren. Neben dem Stöbern, hat man nämlich auch danach noch etwas, was die Zeit entspannter vertreiben lässt. Denn DANACH habe ich schließlich ein Buch (hah, oder drei) in der Hand und lese es ausgiebig. Ich liebe es während Zugfahrten zu lesen. Es ist so unglaublich entspannend. Kopfhörer auf und ich bin ganz woanders. Wenn alle Menschen im Zug lesen würden, gäbe es weniger Beschwerden, vertraut mir in dem Punkt. Keiner meckert herum, dass der Zug zu langsam ist, oder der Sitznachbar zu nervig, niemand würde randalieren, weil wir nämlich dann alle etwas sehr wichtiges zu tun haben: Lesen. Welten entdecken. Geschichten erleben.
Dabei sollte man sich unbedingt einen Wecker stellen, sonst könnte es vorkommen, dass man die Haltestelle verpasst. Nicht, dass mir das mal passiert wäre. Ahem. Ja.

Bahnhöfe haben fast immer offen

Ja, ehrlich. Selbst in unserer kleinen Dorfstadt Hamm! Hier kann ich jeden Tag (ehrlich, auch Sonntag, irgendwie weiß das nur keiner) in die hübsche Buchhandlung gehen und zwar bis 21.30 Uhr. Ist das nicht cool? Ich mein, wie oft denkt man sich: Oh, schade, alle Geschäfte haben bereits um 20 Uhr zu. Haha! Aber nicht diejenigen, die im Bahnhof gehalten werden. Die haben nämlich weitaus länger geöffnet UND noch am Sonntag. Wie praktisch. Vor allem finde ich es sehr praktisch, wenn man in eine fremde Stadt reist, zum Beispiel zur Buchmesse. Oder weshalb man sonst so durch Deutschland reist und in fremden Städten übernachtet. Ich stöbere dabei immer am Zielbahnhof noch in den Buchhandlungen herum und suche mir ein Buch heraus. Außerdem finde ich den Gedanken irgendwie schön, meine Bücher von überall her ergattert zu haben.

Banner

Wie sieht es bei euch aus? Wie steht ihr zu Bahnhofsbuchhandlungen? Seid ihr in Köln vielleicht sogar selbst betroffen?


P.S.
Ich bin soeben mit meiner Überarbeitung fertig geworden, hach, der Abend kann beginnen.

 

 

Wo ich meine Bücher kaufe

Bücherkauf.png

Früher. So ganz früher. Na, so viel früher nun auch wieder nicht. So viel früher, dass ich den Zeitpunkt meine, als ich meine Bücher kaufte, ohne darüber groß nachzudenken. Dabei verschlug es mich gelegentlich in die Stadt, zu Thalia oder Mayersche. Aus Faulheit tendierte ich schließlich meistens dazu bei Amazon alles zu bestellen. Mittlerweile weiß ich es besser.

Was ist eigentlich los?

Vor kurzem wurde ich öfter darauf angesprochen, wo ich eigentlich meine Bücher kaufe und ich musste erst einmal richtig über diese Frage nachdenken, weil ich mittlerweile nicht einen einheitlichen Ort habe. Leider kann ich auch nicht damit antworten, dass ich eine Buchhandlung meines Vertrauens habe, in der ich eine traumhafte Buchhändlerin kenne, die all meine Wünsche erfüllt und mir Geheimtipps zusteckt. Das wäre ziemlich cool. Ich sollte mich mal umschauen.
Doch ich weiche etwas ab.
Mittlerweile kaufe ich meine Bücher an ziemlich unterschiedlichen Orten und wäge ab, bei wem ich was kaufe. Das hat unterschiedliche Gründe. Es kommt auf den Verlag, das Buch, die Reihe und mein Portmonee ab.

12418041_1130111177008526_7205231270672089717_n

Der Drachenmond Verlag

Wer beim Drachenmond Verlag direkt auf der Seite bestellt, wird belohnt. Zum einen verdient der Verlag durch direkte Bestellungen mehr, was für mich bereits Grund genug ist, dort einzukaufen, denn ich LIEBE diesen Verlag und möchte sie so viel unterstützen, wie es mein Kontostand zulässt. Darüber hinaus belohnt Astrid (Die Drachenmond-Mama) ihre Leser damit, dass sie Lesezeichen und andere Kleinigkeiten mitgibt. Außerdem kann man beim Drachenmondverlag die DRACHENBOX kaufen. Diese umfasst eine Bücherbox mit einer bestimmten Anzahl von Büchern, in Abhängigkeit für welche Größe der Box man sich entschieden hat, und wird randvoll mit wundervollen persönlichen Kleinigkeiten der Autoren, des Verlags und Süßigkeiten bepackt. Selbst habe ich mir so eine Box noch nicht zugelegt, werde es allerdings irgendwann bestimmt noch nachholen. Definitiv im Verlauf des Jahres.
Außerdem – und das ist ziemlich cool – kann man direkt über den Shop auch signierte Bücher kaufen. Das kostet nichts extra, doch, wenn der Autor nicht gerade „vorrätig“ ist, muss man etwas Wartezeit in Kauf nehmen, was ich überhaupt nicht schlimm finde. Denn schließlich wird das Warten belohnt <3

Kennt ihr eigentlich Arvelle?

Ach du scheiße. Also ich kenne Arvelle erst sehr kurz. Viel zu kurz. Gefühlt blieb eine ganze Welt voller Bücher vor mir versperrt. Arvelle ist ein Online-Shop, der Bücher unglaublich günstig anbietet. Eigentlich besteht in Deutschland das Buchpreisbindungsgesetz, demnach Bücher überall gleichviel kosten. Mit ein paar kleinen Ausnahmen. Zum Beispiel dürfen Bücher, die als Mängelexemplar ausgelegt sind, günstiger verkauft werden. Als Mängelexemplar gehen solche Bücher durch, die durch Lagerung, Transport etc. kleine Mängel im Sinne von Macken erhielten. Dabei gibt es unterschiedliche Abstufungen, die von kleinen Kratzern, bis hin zu fehlenden Seiten reichen. Arvelle jedoch bietet nur Bücher an, die auch wirklich einwandfrei sind, mit Mängeln die vertretbar sind und trotzdem ein schönes Buch herzaubern. Darüber hinaus verkaufen Verlage die Restbestände einer Auflage zu einem geringen Preis an Händler, wie Arvelle weiter. Dabei handelt es sich nicht um Mängelexemplare, was heißt, dass die Bücher einwandfrei sind, nur, dass die Auflage zu Ende geht und der Verlag diese Bücher so auf einen Schlag loswerden kann, um sich etwas Neuem zu widmen, oder eine neue Auflage drucken zu lassen, oder was so ein Verlag sonst so vorhat.
Ich habe mir diese Woche meine erste Bestellung bei Arvelle erlaubt und mir die Reihe Die Bestimmung als Mängelexemplare zugelegt. Und ich bin total begeistert. Diese Seite wird mein Ruin sein, ich weiß es jetzt schon.

18209602_1429022010494324_1118755836_o

Thalia, Mayersche, Ludwig Buchhandlungen

Es gibt noch reichlich Buchhandlungen dort draußen, die ich unheimlich gerne besuche. Dabei kommt es selten vor, dass ich keine Bücher kaufe. Eigentlich nie.
Und bei Buchhandlungen fällt mir wesentlich öfter etwas in den Warenkorb, als im Internet auf diversen Verkaufsportalen.
Dabei muss ich gestehen, dass ich den Buchhandel in der Form viel zu selten unterstütze und meist eher zum Internet greife. Und das, obwohl Thalia bei mir keine 5 Minuten zu Fuß entfernt ist. Meeeh. Ich bin echt faul, nehme mir allerdings vor, sie öfter aufzusuchen. Das ärgerliche ist einfach, dass sie manchmal nicht die Bücher haben, die ich suche und das Internet hat ALLES.

Amazon

Ja, ich bin nunmal keine Heilige. Und Amazon hat alles. Das coole dabei sind die Indie-Autoren, bei denen ich mich selbst mitzähle. Mit meinem Sandkornzähler bin ich ausschließlich auf Amazon vertreten, was eine ganz spannende Sache ist und für uns Autoren unglaublich wichtig. Dabei können wir Preisaktionen planen und unsere Ebook-Preise leichter variieren. Das ist durch mehrere Plattformen nicht möglich, weil sie überall gleichzeitig erhöht oder gesenkt werden müssen (siehe Buchpreis-bindungsgesetz, welches seit dem 1. September 2016 auch für Ebooks gilt). Darüber hinaus besitzt Amazon nunmal die meisten Bewertungen. Zwar verlasse ich mich mittlerweile nur noch auf meine Buchblogger des Vertrauens, doch auch die können nicht alle Bücher lesen, auf die ich ein Auge geworfen habe, so dass ich auch auf Amazon Bewertungen durchlese, sie jedoch wirklich lese, die guten und die schlechten, um mir einen gescheiten Überblick zu verschaffen.
Neben den Ebooks kaufe ich auf Amazon vor allem gebrauchte Exemplare. Denn die werden dort auch zu einem sehr guten Preis von Drittanbietern reingestellt, wobei man einiges sparen kann, selbst bei Neuerscheinungen.

Rebuy

Das ist natürlich immer so eine Sache. Sie haben nicht immer die Bücher, die ich gerade suche, das ist allerdings wohl mein alleiniges Pech. Dazu kommen noch die Versandkosten. Aus dem Grund lohnt sich ja nur eine Großbestellung. Oder wenn ich etwas unbedingt haben will. Oder, wenn ich mit mehreren bestelle. Oder, wenn die Versandkosten gerade frei sind.
An sich eine gute Verkaufsplattform, allerdings locken mich persönlich die Preise nicht mehr so sehr.

Büchergruppen

Letzter Zeit habe ich etwas Glück bei Facebook-Büchergruppen. Dort habe ich mir erst vor kurzem die OBSIDIAN-Reihe gekauft und jetzt auch noch THESE BROKEN STARS. Augen offen halten, lohnt sich also sehr. Für mein Bücherregal, nicht für meinen Kontostand.


 

Wie schaut es bei euch aus?  Macht ihr euch Gedanken darüber, wo ihr eure Bücher kauft? Habt ihr etwa einen Buchhändler eures Vertrauens? Wie macht ihr das? Oder habt ihr sogar noch mehr Tipps?

Alles Liebe <3
SR


Quellen:
Comic: Sarah Scribbles
Titelbild und Buchbild: Copyright by Sarah Ricchizzi
Bildquellen: Pixabay.com