Meine Cover-Leichen

Vor einiger Zeit, habe ich euch versprochen, euch einmal einen Eindruck von meinen ersten Ideen und Entwürfen zu meinem Gegenwartsroman Einmal im Jahr für immer, zu zeigen. Heute habe ich etwas in meinem Cover-Ordner rumgekramt, ihr dürft gerne lachen.

Cover_CoverLeichen

Pseudonym?

Tatsächlich habe ich zu Beginn darüber nachgedacht für dieses Genre einen anderen Autorennamen anzunehmen. Viele Autoren handhaben es so, da dachte ich mir, warum nicht auch ich? An sich ergibt es auch Sinn, schließlich verbindet man oft als Leser einen Namen mit einem Genre. Wenn dieser Autor plötzlich etwas anderes schreibt, was vielleicht gar nicht dem entspricht, was man selbst liest, kann man als Leser dann vielleicht eher danebengreifen und einen unpassenden Roman kaufen. Hinzukommt, dass man automatisch eine ganz andere Zielgruppe mit einem anderen Genre anspricht. Liebesromane zum Beispiel, oder aber auch Fantasyromane, erregen mehr Aufmerksamkeit, wenn der Autorenname einen internationalen Anklang findet. Bei Liebesromanen darf er gerne auch mal etwas niedlich klingen. Bei Fantasy etwas mystisch. Mein erster Einfall war folgender Name gewesen: Anabell Smitty. Mein Ehegatte hat mich sehr lange ausgelacht. Sehr. Lange. Ich habe anscheinend kein Talent dafür, mir für mich selbst Namen auszudenken. Doch das ist nicht der einzige Grund, weshalb ich am Ende bei meinem Namen geblieben bin: Ich heiße Sarah Ricchizzi. Mir gefällt mein Name. Und deshalb wird er auch auf jedem Cover stehen. Ich kann durchaus nachvollziehen, warum einige Autoren aus Marketing-Gründen oder vielleicht, um die eigene Privatsphäre zu schützen, ein Pseudonym wählen. Ich bin so nicht. Und das ist vielleicht auch ganz gut so.

Experimentieren, Suchen, Prokrastinieren

Meine Lieblingsbeschäftigung beim Schreiben? Prokrastinieren. Ich bin da ganz groß drin, oh ja. Wie ich es LIEBE sinnlos im Internet Bilderdatenbanken zu durchforsten. Bei Pixabay bin ich zum Beispiel jeden Tag und stöbere dort herum. Auf der Suche nach Inspiration, oder einfach nur, weil die Fotos hübsch sind. Neuerdings habe ich durch Nicci (Trallafittibooks) auch Pinterest für mich entdeckt. DAS ist vielleicht eine SUCHT. Schlimm! Ehrlich! Und ich LIEBE ES! HIER könnt ihr übrigens meine Pinnwand für Einmal im Jahr für immer sehen, vielleicht interessiert es euch, was so in dem Buch auf euch zukommt. So viel dazu.
Allerdings ist so ein Stöbern tatsächlich auch wirklich wichtig, um die richtige Mood für gewisse Szenen zu finden. Für das Cover zum Beispiel hatte ich überhaupt keine Einfälle. Ich wusste, dass es etwas melancholisch wirken sollte, etwas traurig auch, aber nicht zu düster. Eigentlich wollte ich Luftballons einbinden, doch wie sollte das geschehen, ohne, dass es zu kitschig wirkt? Ohne, dass es zu fröhlich erscheint? Dabei ist das Durchforsten von unterschiedlichen Themes schon sehr praktisch. Das Blöde: Es vergehen Stunden, TAGE(!), ohne, dass man am Ende eigentlich etwas Nützliches getan hat. Prokrastination auf höchsten Niveau.

Schriftarten

Das ist noch ein weiteres großes Universum, der absoluten Unendlichkeit: Die richtige Schriftart finden. Nicht nur für den Roman-Text, sondern auch für das Buchcover, für die Kapitelüberschriften und (wie in meinem Fall) für die Briefe, die in dem Roman vorzufinden sind. In der Regel sollte man maximal drei unterschiedliche Schriften verwenden, bei mir sind es allerdings ganze vier. Das musste so sein und meine Testleser haben sich weiter daran auch nicht gestört, also denke ich auch nicht, dass es zu überladen wirkt.
Ich habe sehr lange mit unterschiedlichen Schriftarten experimentiert. Im Cover sind in der Titelüberschrift zwei Stück verborgen, weil eine Schriftart vom Stil her nicht alleinstehend gepasst hätte, und die andere Schriftart keine Umlaute hatte (BLÖÖÖD).

Farbkleckse

Als ich mich schließlich auf eine Schriftart einigen konnte, musste nun der Hintergrund her. Ich mag ja den Trend in Richtung Watercoloured sehr. Verschwommen, gleichzeitig mit kräftigen Farben versehen, total mein Ding. Es vermittelt sofort eine gewisse Theatralik, ohne, dass ich groß Symbole verwenden muss. Das Bild dort oben zum Beispiel, wollte ich zuerst verwenden. Mittlerweile finde ich es einfach nur schrecklich. Im Original sieht es etwas anders aus, das Cover ist vollständig mit Farbeffekten bearbeitet. Vor allem der leichte Goldschimmer gefiel mir gut, und der auffällige Farbverlauf. Dennoch schien mir der Hintergrund nicht passend, weil es außer einer melancholischen Atmosphäre, absolut gar nichts vermittelt. Wer weiß, vielleicht kann ich das Bild irgendwann für ein anderes Projekt verwenden.

Alles im Blick

Als ich schließlich das Wort Ende unter dem fertigen rohen Roman setzen konnte, wusste ich, was ich brauchte: Sterne. Ich wollte unbedingt Sterne sehen. Denn, wohin blicken wir, wenn wir an jemanden denken, der uns fehlt? Nach OBEN. Hinauf. In der Hoffnung, dass uns etwas, was viel größer als wir selbst ist, Antworten auf etwas geben kann, dessen Frage wir oft nicht einmal ausformulieren können. Ich wusste also, was ich wollte, war mir allerdings hinsichtlich der Farben noch nicht sicher. Dabei kamen unterschiedliche Exemplare zum Vorschein:

Bei dem rechten Cover sind sogar noch meine geliebten Luftballons vorhanden (Herzschmerz, vielleicht drucke ich ein Exemplar mit Ballons nur für mich alleine, HAH!). Mir gefiel zunächst der bunte Farbverlauf, weil er auch etwas dreckig wirkte. Allerdings fehlte mir hierbei etwas die traurige Stimmung. Hier wirkte es einfach noch nicht richtig genug. Bei dem mittleren war es wiederum zu kräftig und dem linken viel zu bunt (obwohl ich die Farben einfach nur LIEBE, aber es passte schlichtweg nicht zum Roman).

Bauchgefühl

Das klingt jetzt sehr banal, aber so war es am Ende: Es fühlte sich einfach richtig an. Ich habe das Cover gesehen und wusste: DAS ist es. Und bis heute bin ich mir dessen sicher.
Übrigens: Mein kleiner Luftballon hat es am Ende dann doch noch auf das Cover geschafft, und zwar auf den Buchrücken, da wo er niemanden stört und mich glücklich macht. DENN DER BUCHRÜCKEN GUCKT MICH SPÄTER SCHLIEßLICH AUCH AN! So viel dazu, haha.

Cover_Phase 2.png

Beim nächsten Mal zeige ich euch den Probedruck und erzähle euch etwas zum Selfpublishing, dem Buchsatz und wie so ein Druck eigentlich genau abläuft.

Banner

 

 

 

Cover-Release: Einmal im Jahr für immer

Meine Lieben, heute ist es so weit. Ich habe mich das gesamte Wochenende über mit der Überarbeitung des Covers beschäftigt und immer wieder herumgewerkelt. Das witzige? Am Ende habe ich mich für den ersten Entwurf entschieden.

Cover Einmal im Jahr für immer_Runde 3.png

Der erste Entwurf

An sich ist dieses Cover nicht der erste Entwurf, oder die erste Idee, doch von dem Endergebnis ist es schließlich der erste Schnitt gewesen, den ich gemacht habe. Zu Beginn nahm ich an, dass es zu wenig sei. Dass man dem Cover nichts entnehmen könne, kein Hinweis darauf, worum es eigentlich geht. Doch dann dachte ich mir: Muss es das? Denn ich glaube, dass das Cover selbst eine gewisse Atmosphäre widerspiegelt, die dem Leser vermittelt, was man erwarten kann. Durch die erste Coverpräsentation vor ein paar Wochen, habe ich damals einige Meinungen zur Mood einholen können. Die damaligen Eindrücke, ohne zu wissen, was im Klappentext steht, ohne zu wissen, um welches Genre es sich eigentlich handelt, haben meine Vermutung bestätigt: Die Stimmung wird richtig in Szene gesetzt, durch das teils theatralische Königsblau, die verlaufenden Farben und die Nostalgie der Sterne.
Je mehr Details ich dem Cover aussetzte, desto getrübter und gestörter schien die Stimmung zu werden. Zu Beginn hatte ich noch Luftballons gewählt, die allerdings am meisten kritisiert wurden. Danach habe ich mich mit Skylines, unterschiedliche Personenkonstellationen und kleinen Elementen aus dem Buch versucht, doch jedes Mal schien das Bild irgendwie dadurch nur unterbrochen und unstimmig zu sein.
Die Harmonie war nicht mehr vorhanden.
Nachdem ich gestern bis halb fünf Uhr morgens schließlich weiter herum experimentiert hatte, dachte ich mir: Versuch es noch einmal mit dem ersten Entwurf. Und als ich es sah, fühlte es sich einfach richtig an.

Was noch geändert wurde?

Dennoch habe ich, im Vergleich zum ersten Cover-Release, ein paar Details verändert. Zum einen habe ich die Schriftart des Autorennamens und des Klappentextes (damals noch nicht sichtbar) geändert, so dass sie leserlicher sind. Die Schrift des Buchtitels habe ich bewusst so gelassen, da es eine gewisse Leichtigkeit und gleichzeitige Verschwommenheit vermittelt, die ich gerne so beibehalten würde.
Die Luftballons habe ich, wie oben erklärt, entfernt. Sie waren vom ersten Moment an einfach Fehl am Platz.

Cover Front.png

Der Klappentext?

Was bedeutet eigentlich Leben?

Math ist tot.
Und Amelie Red fragt sich, weshalb sie noch weiterleben soll.
Wozu den Schein wahren, wenn der Tod so schwer auf ihr lastet?

In ihrer Trauer um ihren verstorbenen Ehemann, vergisst Amelie Red, wer sie einst gewesen ist und verliert sich in ihrer eigenen Gedankenwelt.
Dann klopft ein Clown unerwartet an ihre Badezimmertür und sprengt ihr Leben mit Abenteuern, die sie nicht erleben will.
Ein Clown lässt sich allerdings nicht so einfach ignorieren, schon gar nicht, wenn im eigenen Treppenhaus ein Regenbogen erscheint, eine Hüpfburg im Wohnzimmer thront und sie das Haus nicht mehr durch die Haustür, sondern durch ein Fenster betreten muss.

Banner

Jetzt ist es raus! Was sagt ihr? Wie gefällt es euch? Was denkt ihr über den Klappentext? Stört euch vielleicht noch etwas daran?

Wenn ihr das Cover teilen möchtet: Immer gerne! Ich würde mich sehr freuen, schickt mir gerne euren Link und sagt mir Bescheid!

Alles Liebe,
Sarah

 

Cover-Release: Ihr seid gefragt!

CoverRelease.png

Gestern Nacht, 3 Uhr, alles schläft, nur die Sarah nicht. An dem Cover für meinen am 30. August erscheinenden Roman, sitze ich bereits seit einigen Wochen. Dabei habe ich an fünf vollkommen unterschiedlichen Entwürfen gebastelt, bis mir irgendwann gestern gegen 1 Uhr Nachts dann die springende Idee kam. Ein total unpässlicher Zeitpunkt. Egal, wozu gibt es Koffein?

CoverFront.png

AH! DA IST ES!
Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie aufgeregt und nervös ich gerade bin. Vielleicht auch etwas ängstlich. Denn hier ist es: Mein Cover für meinen ersten Roman.
Sehr lange habe ich überlegt, ob ich mir für diesen Roman, oder generell dieses Genre, einen anderen Namen zulegen soll. Ein Pseudonym. Doch ich habe mich sehr bewusst dagegen entschieden. Das ist mein Name, darunter schreibe ich , unter dem kennt ihr mich und nun ja, der bleibt. Außerdem habe ich gemerkt, dass ich ein total mieser Namen-Ausdenker bin.

Welches Genre?

Eigentlich. Ganz eigentlich schreibe ich hauptsächlich Fantasy-Romane, mit leichtem Drang zu Märchen und Dystopien. Dieser Roman hier ist allerdings anders. Es ist ein Gegenwartsroman. Etwas, was das Leben behandelt, im hier und jetzt und ganz nah. Keine fremde Welt, keine magischen Lebewesen. Einfache Menschen, die vielleicht etwas anders sind.
Doch diese Geschichte entstand ganz von allein. Sie schrieb sich und entkam von einem Gedanken, von dem ich gar nicht wusste, dass ich über ihn schreiben möchte. Es gib viele Geschichten, die ich niemandem erzählen werde. Viele, die in meiner Schublade liegen und nicht veröffentlicht werden. Diese hier schon. Diese muss raus, weil sie mir sehr viel bedeutet.

Worum geht es?

Wisst ihr eigentlich, dass Autoren sehr oft ziemlich gemein sind? Und zwar genau jetzt: Ich verrate es noch nicht. Noch möchte ich euch nicht sagen, worum es genau in meinem Roman gehen wird. Zunächst bin ich gespannt, was ihr über den Titel und das Cover denkt. Doch schon sehr bald folgt der gesamte Coverumschlag mit Klappentext.

Was denkt ihr?

Wie gefällt euch das Cover? Was könnt ihr euch darunter vorstellen? Was sind eure ersten Gedanken, wenn ihr es seht? Oder: Stört euch vielleicht etwas? Denkt ihr: BOAH, also DAS DA, da muss noch was weg?
Ich bin wirklich gespannt, was ihr zu sagen habt. Erzählt mir alles, ich will es wissen! Ich bin neugierig, was es in euch auslöst, ob ich damit den richtigen Nerv treffe, oder doch noch ein paar Nächte ohne Schlaf brauche, um das Cover zu beenden.

Ich bin gespannt!

Alles Liebe,

Sarah

 

 

 

***Rezension*** Wir fliegen wenn wir fallen von Ava Reed

★ ★ ★ ★ ★ (5/5)IMG_0458.jpg

Worum geht es?

Yara und Noel kennen sich durch nur einen Menschen: Phil. Er hinterlässt ihnen eine Liste mit 10 Wünschen, die sie gemeinsam erfüllen sollen. Ein Abenteuer, auf dass sie sich nur ihm zuliebe einlassen, denn Yara und Noel können sich eigentlich so gar nicht leiden.

Was mir gefiel

Hach, wo soll ich anfangen?
Es ist das erste Buch, was ich von Ava Reed lese und ich muss sagen, dass ich unglaublich begeistert war und noch immer bin (immerhin habe ich die letzten Zeilen erst in der vergangenen Nacht beendet). Ava’s Art zu schreiben ging mir sehr nah. Ihr Schreibstil ist unglaublich flüssig, locker und lässt einen sofort in die Geschichte versinken. Ich lieben ihren Humor, konnte mir das ein oder andere Lächeln und zwischendurch auch einige Lacher nicht einmal ein bisschen verkneifen. Wobei ich hin und wieder einige fragwürdige Blicke meines Ehemannes in Kauf nehmen musste. Dieses Buch hat mich einfach mitgerissen und nicht mehr losgelassen, bis ich es endlich zu Ende gelesen hatte.
Die Perspektiven wechseln sich von Kapitel zu Kapitel ab, was den Lesefluss die gewisse Spannung verleiht. Dabei hat die Autorin sehr gekonnt den Sprachstil den jeweiligen Charakteren angepasst. Ich muss ja sagen, dass ich vor allem Noel sehr mochte, mit seiner trockenen Art und wer flucht bitte schön nicht gerne? Also ich könnte mir das wahrscheinlich nie abgewöhnen, hehe. Yara ist schüchtern und schlagfertig zugleich, was Ava wirklich sehr gut rübergebracht hat. Die einzelnen Wünsche sind interessant und irgendwie wird man mit jedem weiteren durchgestrichenen Punkt immer trauriger, weil man weiß, dass die Geschichte bald endet.
Die Art, wie sich Yara und Noel nähern ist wunderbar. Ich habe es geliebt über sie zu lesen, wie sie scheiterten, die Achterbahnmomente und dann auch noch aus beiden Perspektiven. Einfach perfekt.
Ich mochte einfach alles an diesem Buch. Anfang. Mitte. Ende. Es fehlt mir an rein gar nichts und ich habe nicht annähernd das Gefühl, dass Ava es irgendwie hätte noch besser machen können, als sie es bereits getan hat. Das Buch ist einfach wunderbar und ich möchte es schon sehr bald noch einmal lesen, weil es einem gut tut diese Welt von Yara und Noel zu betreten.

Was mir nicht gefiel

Alberne frage, ich liebe dieses Buch!

Fazit

Das Cover gibt den Inhalt des Buches und das, was auf einen zukommt sehr gut wieder: Es ist süß, niedlich und irgendwie schön, auch wenn man am Titel einen gewissen melancholischen Anklang spürt und weiß, dass auch traurige Momente folgen werden, so ist gewiss, dass einem diese Geschichte sehr ans Herz gehen wird. Und genau das ist passiert: Diese Geschichte hat mich sehr berührt, ich mag die Charaktere sehr und habe selbst das Gefühl Phil selbst einst gekannt zu haben, so echt schien mir die Geschichte, so nah ging sie mir.