Review: La Casa de Papel | Haus des Geldes

Heute schreibe ich meine erste Serien-Rezension zu: Haus des Geldes. Und eines nehme ich bereits vorweg: Diese Serie lässt einen nicht kalt. Sie wühlt auf, fesselt einen an den Bildschirm und sorgt für reichlich Gesprächsstoff.


Fakten

Titel: La Casa de Papel – Haus des Geldes | Erstausstrahlung: 2. Mai 2017| Staffeln: 3+  


Inhalt

Ein Professor bereitet akribisch einen spektakulären Überfall auf die Banknotendruckerei und Münzprägeanstalt Spaniens vor. Seine acht Kumpane sollen ihm dabei helfen, seinen Plan perfekt auszuführen und die Polizei in die Irre zu führen.
– Google


Unfassbar spannend, akribisch geplant, aufwühlend aufregend.

Haus des Geldes verfolge ich bereits seit der Erstausstrahlung. Diese Serie geht einem unter die Haut. Spannung steht an oberster Ordnung. Die Schauspieler spielen mit den Zuschauern, führen sie hinters Licht, sind stets für Überraschungen offen und sorgen vor allem dafür, dass einem die Haare zu Berge stehen. Jeder Charakter wurde gezielt ausgearbeitet und trägt seinen eigenen Teil zur Serie bei. Die Idee, eine Bank auszurauben, ist nicht gerade neu. Dennoch scheinen die Macher aus etwas Klassischem eine ganz und gar neue, aufregende und vor allem mit Nervenkitzel bespickte Serie zu entwickeln.

Die Protagonisten erhalten zur Tarnung Städtenamen, die sie fortan verwenden sollen. Die Idee ist simpel und gerade deswegen so genial. Sie sorgt dafür, dass sich der Zuschauer die Charaktere leichter einprägen kann und gleichzeitig ist es möglich sich selbst in die Serie zu integrieren. Die Frage Und welchen Namen trägst du? fällt im Zusammenhang mit dieser Serie nicht selten.

Jeder Charakter hat einen gezielt ausgearbeiteten Charakter und jeder für sich ist kompliziert, unberechenbar und gefährlich – sei es für sich, für den Banküberfall oder für andere. Und gerade dieser Part lässt den Nervenkitzel in der Serie aufkochen. Geleitet wir die Gruppe der Bankräuber vom sogenannten Professor, der sich selbst keinen Städtenamen verliehen hat. Er hat die einzelnen Teilnehmer ausgewählt, zusammengesucht und den Plan geschmiedet. Durch seine Koordinierung erfährt die Serie immer wieder ungeahnte Wendepunkte mit denen kaum zu rechnen ist.

Tokyo gehört bei weitem nicht zu meinen favorisierten Charakteren, doch durch ihre Eigenschaften trägt sie die Serie. Sie sorgt durch ihre Unberechenbarkeit und Emotionalität, dass innerhalb von wenigen Folgen absolutes Chaos ausbricht. Tokyo ist der Grund, weshalb dem Zuschauer oft genug die Haare zu Berge stehen und nicht selten die Frage aufwirft: Warum tut sie das?


Fazit

Haus des Geldes ist eine Serie für die man sich Zeit nehmen sollte. Denn sobald die erst Folge beginnt, wird man nicht aufhören können, sie bis zur letzten Episode zu verfolgen. Diese Serie ist an Spannung, Nervenkitzel und Aufregung kaum zu überbieten.

Und nun erzählt mir mal: Wie lautet euer Name? Ich bin New York.


LoveSarah

Rezension: Superhero

Superhero habe ich einzig deswegen angefragt, da Becca es im Diogenes Verlag entdeckt hat. Zuvor ist mir die Geschichte noch gar nicht aufgefallen, doch Becca war umgehend Feuer und Flamme und ließ mich auch neugierig werden. Der Klappentext klang vielversprechend, also fragte ich den Roman an. Daher an dieser Stelle: Vielen lieben Dank lieber Diogenes Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! Ich muss gestehen: Mit dem, was ich schließlich antraf, habe ich absolut nicht gerechnet und wurde mit einer unglaublich besonderen Geschichte überrascht. „Rezension: Superhero“ weiterlesen

Rezension: Die Bestimmung

Bewertung ★★★★★ (5/5)

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Fakten

Titel: Die Bestimmung
Autorin: Veronica Roth
Seitenzahl: 475 Seiten
Verlag: Randomhouse

Worum geht es?

Was ist deine Bestimmung?

Altruan – die Selbstlosen. Candor – die Freimütigen. Ken – die Wissenden. Amite – die Friedfertigen. Und schließlich Ferox – die Furchtlosen …
Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie.
Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft.
Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht…*

Wie lautet der erste Satz?

In unserem Haus gibt es nur einen einzigen Spiegel.

Wie hat es mir gefallen?

Die Reihe habe ich mir gekauft, nachdem ich die Filme gesehen habe. Mir hat der erste Film unglaublich gut gefallen. Dabei war ich sehr verwundert darüber, wie nah sich der Film an dem ersten Roman gerichtet hat. Zwischendurch gibt es zwar ein paar Abwandlungen, doch mir haben diese Veränderungen sowohl im Buch, als auch im Film sehr gut gefallen.

Tris ist eine sehr starke Protagonistin, obwohl sie aus einer Fraktion stammt, in der sie mehr unterdrückt und klein gemacht scheint. Und gerade deshalb bewundere ich ihren Mut. Es erfordert sehr viel Charakterstärke, gerade aus einer selbstlosen Fraktion, in der man sich nicht mit sich selbst beschäftigen darf, zu einer Fraktion zu wechseln, die Mut erfordert und Handlungen, die der Selbstlosigkeit widersprechen.

Die Idee hinter diesem Roman und die Struktur dieser dystopischen Welt ist der Autorin unglaublich gut gelungen. Mir gefällt die Aufteilung in unterschiedliche Fraktionen und der Gedanke, dass die Familie in dieser Reihe als zweitrangig bezeichnet wird. Es ist interessant zu sehen, wie Menschen darauf reagieren und ich halte das Konzept für sehr glaubwürdig. Dabei ist es erstaunlich, wie man als Leser verwirrt darüber ist, dass die Charaktere nur ihre Eltern kennen. Ihre Großeltern oder andere Verwandten überhaupt nicht. Je mehr sie über ihre Eltern und ihre Vergangenheit herausfinden, desto bewusster wurde mir, dass die Protagonistin vielleicht ihren anderen Familien-mitgliedern niemals begegnet, da in diesem Roman das folgende Motto im Vordergrund steht: Fraktion vor Blut. Und dieses Konzept geht wunderbar auf, da man sich mit Menschen zusammengibt, die dieselben Weltvorstellungen teilen und es einem so leicht fällt sich ihnen hinzugeben. Aus dem Grund ist die Umsetzung und der Gedanke hinter dieser Welt sehr authentisch gelungen und hat mich von Beginn an überzeugt.

Der Roman wurde aus Beatrice Perspektive geschrieben, so dass wir ihrer Gefühlswelt sehr nahe sind. Was mir allerdings im Film etwas besser gefallen hat, war, dass Beatrice mehr trainieren und üben musste, um ihre Ziele zu erreichen. Im Buch hatte sie zwar auch Misserfolge, doch diese konnte sie schnell wieder kippen. Allerdings wurde es überzeugend dargestellt, da ihr Ehrgeiz und ihr Stolz sie vorantrieben. Das hat mir sehr gut gefallen. Vor allem, da es sich bei Beatrice um eine unglaublich starke weibliche Protagonistin handelt, die sich über sich selbst sehr bewusst ist. Sie weiß sehr wohl was sie kann, was sie ausmacht und was ihre Schwächen sind, jedoch ohne dabei in irgendeiner Situation schwach zu wirken.

Die Handlungen sind direkt und brutal. Es wird nie langweilig, da so unfassbar viele Dinge auf einmal geschehen und man sich wundert, was die Autorin als nächstes vorhat. Da ich die Filme schon kannte und das Buch nur wenige Differenzen aufweist, haben sich einige Gedankenzüge von Tris in die Länge gezogen, was allerdings auch einfach daran liegen kann, dass ich alles schon kannte.

Ich freue mich schon auf die Folgebände und bin gespannt, wie die Reihe enden wird. Es ist wirklich schade, dass die Filmreihe nicht zuende gedreht wird, umso neugieriger bin ich wie die Autorin die Rätsel lösen wird.

Fazit?

Eine neue dystopische Welt erwartet uns in dieser Romanreihe. Gespickt wird die Story mit einer Lovestory, die allerdings eher weit im Hintergrund abläuft. Der Fokus liegt sehr eindeutig auf diese Welt, die Entwicklung von Beatrice (Tris) und die Missstände dieses Systems. Die Idee ist sehr gut durchdacht und wirkt authentisch. Ein Lesemuss für alle Fans von dystopischen Romanen á la Tribute von Panem.


Quellen:
Klappentext: Randomhouse
Titelbild: Copyright by Sarah Ricchizzi