NaNoWriMo: Halbzeit. 30023 Wörter

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Ablenkungen

Es ist interessant, dass das schlechte Gewissen einen nur zu schnell plagt, sobald plötzlich die freie Zeit da ist und man sich in dem Moment nicht sofort mit dem Schreiben beschäftigt. Ich habe das Wochenende herbeigesehnt und erhofft noch weitaus mehr schreiben zu können, obgleich ich zur Halbzeit die 25 000 Wörter schon überschritten hatte, packte mich der Ehrgeiz dermaßen, dass ich trotzdem nicht zufrieden war. Ablenkungen trieben mich von meinem bisherigen Manuskript fort: Ob es Dr. Who, Candy Crush oder der 3 DS war. Stets war etwas zur Hand, um mich abzulenken. Doch Ablenkungen sind, wie ich nur zu gut gelernt habe, auch etwas essentiell wichtiges: Abschalten können, Entspannen und so zu neuen Ideen finden. Andernfalls setzt sich der Fokus an falscher Stelle an.

Faszination Schreiben

Das Schreiben beflügelt mein Leben schon seit geraumer Zeit, das Geschichten erfinden noch eine Weile länger. Ich kann mich nur zu gut daran erinnern, wie heftig die ersten Schreibnächste mit sechzehn Jahren waren: Ich war aufgeregt, es fühlte sich wie eine Liebe an, wie eine beginnende feste Beziehung. Berauscht durch die Erkenntnis selbst Geschichten schöpfen zu können, schrieb ich viele Nächste durch und torkelte schlaftrunken zur Schule.
Doch so, wie zu diesem Monat, habe ich noch nie geschrieben. Einfach drauf los schreiben, die Wörter heraus purzeln lassen und keine Idee verweigern. So gerät die Geschichte erst richtig in Fahrt und gewinnt an Windungen und Abzweigungen, die ich mir gar nicht erdacht hätte. Ich freue mich weiterzumachen.

Manuskript

Ich hoffe, dass auch über das NaNoWriMo hinaus mein Tempo sich nicht drosseln wird, so dass mein Manuskript tatsächlich noch in diesem Jahr ein Ende finden würde. Tatsächlich hatte ich in diesem Jahr nur noch die Korrektur meines anderen Manuskriptes eingeplant, durch NaNoWriMo allein fand die andere dieses Jahr noch seinen Platz. Zum Glück! Andernfalls wäre der Verlauf definitiv ein anderer gewesen. Und wohlmöglich hätte ich ein Jahr an der Geschichte gesessen, vielleicht sogar länger, weil der Alltag mich zu sehr mitgerissen und die Zeit mich nicht unter Druck gesetzt hätte.

Endspurt

Jetzt will ich umso mehr am Tage schreiben, um so viel wie möglich bis zum Ende des Novembers zu schreiben. Der Ehrgeiz packt mich mit jedem Moment immer mehr. Ich freue mich schon und melde mich bei den 40 000 wieder!

NaNoWriMo: 10605 Wörter

Gestern Nacht wurde die 10k Marke von mir geknackt. Ich bin doch recht stolz so viel zu schaffen, obwohl ich weiß, dass andere schon weitaus höhere Wörter vorzeigen können. Das macht aber nichts, ich bin froh überhaupt am diesjährigen NaNoWriMo teilzunehmen. Alles andere ergibt sich schon, außerdem bin ich noch genau im richtigen Pensum, um die 50 000 Wörter zu erreichen. Es ist faszinierend zu sehen, wie rasant sich die Geschichte fortbewegt. Immerhin habe ich mir für andere Manuskripte weitaus mehr Zeit gelassen. Bei dieser Geschwindigkeit zu schreiben gefällt mir sehr gut. Ich wünschte es wäre ein Vollzeit-Beruf, dann könnte ich mich hingebungsvoll zu jeder Zeit meinen Texten widmen. So ist das Schreiben viel intensiver. Ich habe das Gefühl mit jedem Moment mehr zu lernen. Ich fühle mich richtig in die Geschichte rein, sie scheint mir so nah, wie noch keine zuvor. Danke, NaNoWriMo.