Montagsfrage: Danksagungen

Hach wie schön, heute ist wieder FREI. Das ist so ein schönes Gefühl. Ich bin ja ein totaler Langschläfer, und hole den gesamten Schlaf der Woche an den freien Tagen nach, haha. Ich muss nämlich jeden Tag früh raus, bleibe aber gleichzeitig unglaublich gerne lange wach. Ihr seht: Da überschneidet sich was, haha.
Nun aber zurück zum eigentlichen Thema: Die heutige Montagsfrage von Buchfresserchen beschäftigt sich mit Danksagungen.

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Mal ehrlich: Liest du dir die Danksagungen
der Autoren in den Büchern durch?

Danksagungen. Ich liebe es sie zu lesen. Dabei lasse ich niemals eine aus. Es ist wie ein angenehmes Ausklingen, nachdem ich aus der Welt auftauche, in der ich mich noch wenige Zeilen zuvor befunden habe. Danksagungen fallen in dem Punkt äußerst unterschiedlich aus. Natürlich werden zunächst einmal all die Menschen erwähnt, die an diesem Roman beteiligt gewesen sind, was wirklich unglaublich zu erfahren ist. So merkt man als Leser immer wieder, wie viel Arbeit eigentlich hinter all den Geschichten steckt. In diesen letzten Zeilen eines Buches lässt der Autor manchmal hier und dort noch etwas durchblicken, was die Geschichte betrifft, was wirklich interessant ist und auch auf Fortsetzungen hoffen lässt.
Danksagungen sind unglaublich wichtig, für die Autoren selbst manchmal eine Qual, doch hinter dem Namen und den Geschichten steckt so viel mehr, so viele Menschen, die unbedingt erwähnt werden müssen und an die möchte ich in dem Moment auch denken, nachdem ich das Wort Ende gelesen habe.


Wie sieht es bei euch aus, lest ihr Danksagungen durch? Wollt ihr bei der Montagsfrage mitmachen? Dann schaut unbedingt bei Buchfresserchen vorbei!

Alles Liebe,
SR

Welttag des Buches – Über Bücherliebe und mehr

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Ach du Schreck. Der Welttag des Buches kam so schnell, dass ich es irgendwie total verschlafen habe. Letztes Jahr habe ich noch die Tage runter gezählt und so einiges vorbereitet und heute überfällt es mich aus heiterem Himmel. Ach. Du. Schreck.
Ein Gewinnspiel habe ich so spontan gar nicht zur Hand, doch Obacht: Das folgt bald, denn wir haben hier einiges zu feiern. Doch zuerst einmal eine Lobeshymne an die Bücherwelt, denn darum geht es schließlich heute.

Warum ich lesen liebe

Es ist eigentlich kaum möglich genau mit den passenden Worten diese Liebe zu beschreiben. Lesen ist so faszinierend, betörend und beraubend. Die Seiten stehlen unsere Seelen, schließen sie ein, zwischen den Wörtern, Geschichten und Leben dort drinnen, in den Büchern. Lesen zerrt mich in eine Welt, in der ich so tief hinab falle, dass das Echo mich selbst Ewigkeiten danach noch nicht loslassen kann. Bücher lösen so viele Emotionen aus, unfassbare Spannung, nervenaufreibende Seelenausbrüche und Konflikte, die eigentlich gar nicht existieren und uns dennoch so tief hineinziehen, als handle es sich um unser Leben. Wir fühlen mit, erleben die Geschichten als befänden wir uns genau dort zwischen den Seiten und nicht davor. Ich kenne nichts, was aufregender sein könnte, als sich in diesen fremden Welten zu bewegen. (Abgesehen davon sie selbst zu schreiben, natürlich, doch das ist ein ganz anderes Thema, hehe)

Was Bücher bewirken

Es sind nicht nur lapidar dahingeschriebene Wörter. Die Geschichten rufen etwas hervor. Zielen auf etwas ab. Sie zeigen uns die Welt, wie sie sein sollte. Sie verdeutlichen uns zu lernen, was es heißt ein Leben zu leben. Und damit meine ich keine perfekten Leben. Sondern solche, die Fehler haben, solche die schwierig sind und es unmöglich scheint sie zu meistern. Bücher lehren Empathie und Mitgefühl. Sie zeigen uns die Welt hinter Menschen, ihren Gedanken und Gefühlen. Durch Bücher habe ich das Gefühl besser zu verstehen, was dieses Leben eigentlich bedeutet.

Welche Genre ich gerne lese

Vorrangig lese ich im Bereich Fantasy. Dabei lege ich mich keiner Unterkategorie besonders fest. Sei es Highfantasy, Urban, Dark oder Romantasy. Etwas Magisches sollte es in sich tragen, etwas Anderes, etwas total bizarres, was mich nicht mehr loslässt und den Gedanken festhält, wie der Autor auf so eine unglaubliche Geschichten kommen konnte.
Danach folgt sehr dicht auf Thriller und Krimi. Der Nervenkitzel, die Psyche eines Killers, eines Rächers, eines Verrückten. Ja, manchmal brauche ich auch irgendwie solche Geschichten.
Romance. Lese ich nicht allzu oft, doch dafür sehr gerne. Leider ähneln sich einige Geschichten in dem Bereich sehr, was allerdings auch gleichzeitig ein sehr zuverlässiger Faktor ist und mitunter ein Grund, weshalb ich auch gerne in dieses Genre eintauche: Ich weiß, was auf mich zukommt. Und wenn ich einfach nur entspannen möchte, lese ich solch ein Buch, denn es beruhigt meine Seele und das tut gut.
Dystopien. Wenn unsere Welt manchmal aus den Fugen gerät lese ich gerne über Welten, die genauso zerstört sind und frage mich, inwiefern wir uns eigentlich von solchen Buchgeschichten unterscheiden. Dabei schwelge ich gerne in melancholischen Gedanken und lasse mich von dem Gedanken forttreiben.

Welches Genre ich noch nie gelesen habe

Historische Romane. UFF. Ich bin mir auch noch nicht sicher, ob es mir jemals dorthin verleiten lässt. Dafür ist mein SUB einfach zu groß, um solche Abstecher zu riskieren. Doch wer weiß, vielleicht reißt mich irgendwann noch der ein oder andere Klappentext mit.

Meine TOP 5 Aktuell

Überall lese ich, dass an dem heutigen Tag jeder seine Top 5 vorgestellt. Allerdings fällt mir das etwas schwer. Denn ich habe zwei Top 5. Einmal jene, die ich derzeit sehr mag und definitiv meine absoluten Lieblinge sind. Das wären:

Die OBSIDIAN-Reihe von Jennifer L. Armentrout

Hach ja. Was soll ich sagen. Diese Reihe hat mich wirklich mitgerissen, obwohl ich damit nun wirklich gar nicht gerechnet habe. Die Idee hat mir sehr gut gefallen und die Lovestory war mehr als überzeugend. #TeamDaemon

Die Edelstein-Triologie von Kerstin Gier

Diese Romanreihe hat absolutes Suchtpotenzial und ich finde es ehrlich gesagt etwas schade, dass sie nur drei Bände umfasst. Man hätte gerade den dritten Band etwas üppiger gestalten können, da war noch so viel Potenzial! Die Idee gefiel mir sehr gut und ich habe mich mehr als nur einmal in Kerstin Giers Schreibstil verliebt. Diese Frau ist soo gut! Ich bin zum absoluten Fan mutiert und werde wohl nicht umher kommen mir all ihre Bücher in der Zukunft zu kaufen.

Games of Thrones von George R. R. Martin

Ich habe die Reihe bereits vor einer kleinen Ewigkeit begonnen, allerdings auf Englisch. Zum einen, da ich sehr gerne Bücher im Original lese und zum anderen finde ich es etwas unverschämt, wie die Bücher in Deutschland publiziert werden. Zwei Bände pro ein Buch aus den USA sind etwas viel, wie ich finde.
George R. R. Martin baut eine unfassbare Welt auf. Die Charaktere sind vielseitig und tiefgründig. Die Story ist unvorhergesehen und unverschämt überraschend. Wir bangen um jeden Helfen, der fallen könnte. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und spricht Themen an, die bei so manch anderem zum Tabu werden.

Wir fliegen, wenn wir fallen von Ava Reed

Eine wundervolle Anekdote über das Leben und die Liebe. Ich habe das Buch in wenigen Stunden verschlungen. Es ist eine schöne Geschichte mit so viel Wahrheit, dass es mich zu Tränen rührte. Ich liebe die Charaktere und ihre direkte Art. Es ist eine Geschichte, die mich sehr lange nicht mehr loslassen wird und die ich gewiss mehr als einmal lesen werde.

Der Marsianer

Hierbei habe ich zuerst den Film gesehen und dann das Buch gelesen. Und beide sind unschlagbar gut. Weir stellt die Geschichte so unfassbar gut dar, dass ich mit jeder Seite mitfieberte. Sein Humor ist so unglaublich, dass ich mir innig wünsche, dass er noch weitere Bücher schreiben wird. Es war beeindruckend und anders, als ich es mir ausgemalt hätte, nachdem ich zum ersten Mal den Trailer angesehen hatte.

Meine TOP 5 für mein ganzes Leben

OH GOTT. Wie kann ich mich da nur auf 5 beschränken? Ich versuche es und gebe mir unfassbar viel mühe. Schmarn.

Die Stadt der Träumenden Bücher von Walter Moers

Ich habe mich noch nie zuvor in ein Buch derart verliebt, wie in dieses. Der Schreibstil von Walter Moers lässt mein Autorenherz so hoch schlagen, dass es droht mir aus der Brust zu fallen. Meine Güte er schreibt so unfassbar gut, dass ich mich manchmal schämend verkrieche, wenn ich meine eigenen Geschichten lese. Seine Geschichten sind so gut, dass ich nicht genug Worte finden kann, um sie angemessen zu bewerten. Sie übersteigen einfach alles und sind Fantasy auf allerhöchstem Niveau, sprachlich und weltlich.

Die Bücherdiebin von Markus Zusak

Diese Welt, die Markus Zusak erschaffen hat, hat mein Herz zerrissen. Ich habe noch nie sooft in einem Buch weinen müssen und Zeilen noch einmal gelesen. Er besitzt die Kunst in wenigen Zeilen einen ganzen Roman zu schreiben, ein ganzes Leben zu erzählen und zu zerstören. Die Idee den Tod miteinzubringen ist unfassbar fasznierend und hat mich sehr berührt. Dabei nimmt die Geschichte Charaktere an, die mich niemals loslassen würden. Es ist eines der schönsten Bücher, die ich jemals lesen durfte.

Momo von Michael Ende

Diese Geschichte ist so unfassbar schön, dass ich nicht glauben konnte, dass ich Momo erst so spät im Leben gelesen habe. Die Idee ist so ausgeklügelt und wichtig. Diese Geschichte ist mehr, als sie den Anschein gibt. Dort steckt so viel Wahrheit, dass es mich erschütterte diese Geschichte zu lesen. Unfassbar schön und wahr zugleich. Dieser Buch könnte ich niemals missen und würde es immer und immer wieder von neu lesen wollen.

Harry Potter von J.K. Rowling

Und das bezieht sich auf die gesamte Reihe. Dabei kann ich kein einzelnes Buch hervortun, denn sie sind allumfassend und unübertrefflich wahrhaftig gut. Was J.K. Rowling uns dort unterbreitet hat, lässt sich kaum beschreiben. Es ist eine Welt, die mich für immer begleiten wird. Ich habe die Reihe mehrfach auf Deutsch und Englisch gelesen, genauso wie die Filme. Ich bin so glücklich darüber, die Welt von Harry Potter kennenlerne zu dürfen, denn J.K. Rowling ist der Grund, weshalb ich mit dem Schreiben begonnen habe, denn niemand ist so inspirierend, wie ihre Art Geschichten zu schreiben. Dabei ist es nicht nur diese unglaubliche Welt, die sie erschaffen hat, sondern auch die ethischen Vorstellungen, die detaillierten Charaktere, von denen jeder einzelne und mein Gott von denen gibt es so viele, eine ganz eigene Geschichte innetragen.

The Notebook von Nicholas Sparks

Diese Geschichte von Elly und Noah ist so wunderschön und echt, dass ich sie immer wieder lesen und ansehen kann. Es zeigt das echte Leben, was uns reichlich Steine in den Weg stellt und wir lernen müssen für das zu kämpfen und dafür einzustehen, was wir lieben. Nicholas Sparks schreibt die schönsten und wahrsten Liebesgeschichten, die mir jedes Mal unter die Haut gehen und mich nicht loslassen. Er schreibt zudem so romantisch, dass ich immer wieder darüber fasziniert bin, dass jedes Buch eine neue Liebeserklärung an seine Frau darstellt, die er so sehr liebt, dass er nicht genug Bücher schreiben kann.


Wie sieht es bei euch aus? Was sind eure TOP 5? Welche Bücher berührten euch? Welche lassen euch nie wieder los? Und welche sind für immer?

Alles Liebe <3

SR

Störfaktoren an die Bücherwelt

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Neben dem Schreiben lese ich auch unwahrscheinlich gerne. Es fängt schließlich irgendwie mit der Liebe zu Geschichten an. Dabei ordne ich mich eigentlich keinem bestimmten Genre zu. Ich lese gerne alles. Ja, wirklich. Solange die Story gut ist, packt mich so gut wie jedes Genre. Aber bitte, bitte, liebe Buchwelt dort draußen: Bring nicht immer dieselben Stories nur mit anderen Namen auf den Markt.

Frust sammelt sich selten allein

Die Idee für diesen Artikel bekam ich, als ich auf anderen Seiten herumstöberte, unterschiedliche Rezensionen las, hier und dort einen interessanten Artikel aufgriff und dann bei Frau Schreibseeles Schreibblog hängen blieb. Sie verfasste einen Post auf ihrer Facebookseite, in dem sie buechereckenliebe vorstellte, die einen Beitrag über die Dinge schrieb, die sie in Büchern nicht mehr lesen möchte. Die Idee stammt von chaoskingdom, die eine Wunschliste aufstellte, mit Dingen, die in Büchern auch mal vorkommen sollten, anstatt immer nur die gleichen Geschichten lesen zu müssen.

Das hat mich dazu gebracht selbst auch etwas in der Art auszuformulieren. Und hier sind sie, meine Störfaktoren an die Bücherwelt. Denn ich sehe das ganze etwas anders. Es ist nicht so, dass wir Autoren keine anderen Ideen haben. Verlage verlangen förmlich, dass man nach dem Trend schreibt. Wenn man sich nicht nach den Geschichten dort draußen orientiert, hat man keine besonders großen Chancen. Dabei mache ich den meisten Verlagen in den Punkt nicht einmal einen allzu großen Vorwurf: Sie wollen schließlich Bücher verkaufen und wenn die Leser nach dem Stoff verlangen, wie können sie dann nein sagen? Ich finde es nur etwas schade. Schade, dass niemand den Mut aufbringen kann, sich an etwas Neuem heranzuwagen.

Die unnötigen unzähligen Bad-Boy-Geschichten

Es ist schon recht eigenartig, was für ein Trend sich eigentlich in der Bücherwelt breitmacht. Da wird einem als Frau ja ganz schlecht. Das interessante ist, dass die meisten Leser Frauen sind. Ich lese ja auch gerne Liebesgeschichten. Und von mir aus, kann auch gelegentlich der Ritter in goldener Rüstung seine Prinzessin retten. Aber ist es denn wirklich notwendig, dass in jedem verdammten Buch der Arsch die Protagonistin am Ende kriegt? Ich mein, echt jetzt? Jetzt mal so richtig im ernst? HALLO?!
Ich weiß ja nicht, vielleicht bin ich in der Sicht einfach zu modern, aber ich persönlich finde es ja nicht so nett, wenn man so beschissen behandelt wird. Aber ok.
Obendrein werden die meisten Bücher auch noch von Frauen geschrieben. Was soll das? Wenn es ein solches Exemplar gibt. Ja gut. Aber mittlerweile scheint es nur noch solche Romancen zu geben, in denen Männer Frauen unglaublich schlecht behandeln und mich beschleicht der Eindruck, je schlimmer, desto größer der Erfolg des Buches.
WHAT IS GOING ON?!
Aktuelles Beispiel: Paper Princess. Ja, ich habe das Buch in dem Wissen gekauft, dass es nicht gerade eine Kuschel-Lektüre ist. Aber meine Güte, ich kann beim besten Willen die Euphorie um diese Roman-Reihe nicht verstehen. Was denkt denn die Bücherwelt über uns Frauen? Die klare Aussage: Je schlechter sie behandelt werden, ganz gleich wie tough sich die Protagonistin gibt, desto mehr mag sie den Typen. Das ist mir mittlerweile echt zu blöd. Als wären Frauen rein oberflächlich gesteuerte Wesen, denen alle anderen Werte total egal sind, solange das Äußere stimmt. Da sag ich nur: Feminismus verabschiede dich wieder, irgendwie hat das hier nicht so gut funktioniert.
Versteht mich nicht falsch. Neckereien sind ja ganz nett. Und ich liebe Liebesgeschichten, ich bin selbst verheiratet und liebe romantischen Kitsch über alles, aber bitte doch nicht so. Gibt es denn keine schönen Geschichten mehr, in denen Frauen auch einfach mal gut behandelt werden? Oder allgemein sich beide gut behandeln, weil sie sich nun einmal lieben und es andere Störfaktoren gibt, als dieser unsinnige selbstverliebte Bad-Boy? Da vergeht einem wirklich die Lust zu lesen. Und im übrigen auch zu schreiben. Denn im Verlagswesen wird ja fast schon erwartet, dass man diesen Klassiker erfüllt.

Dystopie, doch irgendwie ohne Dystopie

Das ist wirklich schade. Dieses Genre hat so viel Potenzial. Ich liebe Dystopien. Mit dem Gedanken zu spielen, wie sich die Welt entwickeln kann. Wie sich die Menschen verhalten, gegeneinander arbeiten, statt gegen die Regierung. Hach, herrlich, wirklich. Und hier und dort gibt es wirklich ausgeklügelte Ideen. Und dann gibt es noch diese Romane, in denen unbedingt eine Liebesgeschichte vorkommen muss. Ich meine Tribute von Panem war einfach super cool. Kein Kitsch. Kein Unsinn. Es geht hauptsächlich wirklich um diese dystopische Welt. Und natürlich kann sich da auch jemand verlieben. Liebe gehört auch zum Leben dazu und das ist auch gut so. Aber sie muss doch nicht in jedem Genre mittlerweile im Vordergrund stehen, vor allem nicht jedes mal mit derselben stumpfen Geschichte. Etwas Originalität bitte, Dankeschön!

Wenn ich bereits im Klappentext Kommissar lese, lege ich das Buch zur Seite

Mir ist schon klar, dass es Sinn macht, dass ein Krimi aus der Sicht eines Kommissars geschrieben wird. Aber warum haben sie alle solche großen Probleme? Und weshalb ist das Mordopfer mittlerweile sooft mit dem Kommissar irgendwie persönlich verbunden? Das sind mir schon so viele Zufälle auf einmal, dass ich nicht einmal ein bisschen das Verlangen habe das Buch überhaupt zu lesen. Etwas mehr Abwechslung täte jedem Genre mal nicht schlecht.

Fantasy ohne Fantasie

Anders kann ich es eigentlich nicht ausdrücken. Immer wieder kommen dieselben Wesen vor. Als wäre selbst Fantasy, ein Genre über Welten und Wesen, die es nicht gibt, also ein Genre in dem man sich so richtig austoben kann, auf ungefähr 5 Wesen beschränkt: Feen. Elfen. Vampire. Werwölfe. Magier. So und das war es dann auch schon! Ähm. Warum? Warum nichts Neues? Warum nicht einfach vollkommen neue Wesen erfinden? Ich sage es euch: Weil es dann zu anders ist. Weil sich das niemand traut. Doch ist es nicht auf Dauer total langweilig?

Es gibt natürlich auch solche, die es einfach können. Fitzek zum Beispiel.

Ja, so ist es. Jedes Buch ist anders. Jede Idee besser, neuer und spannender. Jedes Mal macht mich allein der Funke so neugierig, dass ich das Buch kaufe, bevor ich weiß, worum es geht. Da reicht ein Satz zum Inhalt und zack. So macht es Fitzek. Bitte mehr davon.
Oder auch Walter Moers. Die Bücher sind so verrückt, einzigartig und wundervoll, dass ich wieder gelernt habe Fantasy zu lieben. Nicht immer wieder dieselbe Kulisse oder dieselben Wesen und Figuren. Nein, Walter Moers macht es anders: Er schreibt einfach über Dinge, die niemand kennt und erfindet alles neu. Und genau das erwarte ich auch irgendwie von Fantasy.

Liebe Schreiberlinge & Verlage dort draußen: Traut euch etwas Neues zu entwerfen. Ich bin mir sicher, dass wir Leser auch wagemutig genug sind, um diese Geschichten zu lesen.

 

Alles Liebe

SR

Der Mythos Schriftsteller

HimmelTastaturWie stellt man sich eigentlich so einen Schriftsteller vor? Vermutlich als alten Mann, der mit einer Schreibfeder über Pergament brütet, daneben eine Falsche Wein, eine Kerze, viel Gemurmel, Flüche, etwas Verzweiflung und die kreativ leuchtenden Augen, wenn nach Stundenlangem Grübeln tatsächlich die Geschichte vorwärts geht. Vor allem jedoch und ich glaube, diesen Gedanken haben viele: Schriftsteller sitzen alleine da. Schreiben ihr Werk alleine. Das Schreiben wird als einsames Werk angesehen, versunken in einer Welt der Kreativität. Doch dieser Gedanke trügt.

Unser Zeitalter: Schreibgruppen, Schreibforen & WhatsApp

Als ich mit dem Schreiben begann, wusste keiner davon. Ich schrieb allein, in meinem Zimmerlein, teilte mich niemandem mit, erzählte nicht davon. Meine Geschichten wollte ich damals noch nicht teilen, sie sollten erst fertig sein. Doch dazu bedurfte es erst einmal die nötige Erfahrung und reichlich Übung, um überhaupt etwas anständiges aufs Papier zu bringen. Meine Anfänge wollte ich mit niemandem teilen. Und das auch nicht unbedingt zu unrecht, hehe.
Zu Beginn durchforstete ich das Internet, stöberte auf Blogs herum, las unzählige Artikel über Autoren, das Schreiben und überhaupt die gesamte Bücherwelt. Allerdings nahm ich an Diskussionen selbst nicht Teil. Ich war nur ein Beobachter, sonst nichts.
Das änderte sich allerdings vor zwei Jahren. Erst einmal lief es etwas zögerlich ab. Ich fing an selbst Artikel zu schreiben und lernte so einige Menschen kennen, die auch schrieben. Andere Autoren. Andere junge Schriftsteller, die ebenfalls an dem Punkt standen, wo ich mich befand: Ganz am Anfang.

Das Bloggerleben. Viele Autoren eröffnen einen Blog. Schreiben über ihr Leben als Schriftsteller. Ihre Anfänge. Gute Tage. Schlechte Tage. Dabei beziehen sie sich meist auf ihre Fortschritte, erzählen, wie die Geschichte vorwärts kommt, posten gelegentlich ein paar Zeilen aus dem aktuellen Manuskript. Man kann jeden kleinen Schritt selbst mitverfolgen. Ich selbst bin in der Hinsicht nicht so mitteilungsbedürftig, was vor allem daran liegt, dass ich mir nicht bei jedem Schreibprojekt sicher bin, ob und wann ich es veröffentlichen möchte. Allerdings ist diese Art des Bloggens eine Möglichkeit schon sehr früh Leser zu finden, die den Weg mitverfolgen.
Ich tendiere eher dazu, alles um das Thema Buch und Schreiben zu posten. Dazu gehören Artikel über die Schreibwelt, als auch Rezensionen, Berichte über Messen, den Austausch mit anderen Autoren, und über mein Dasein als Schreiberling. Dabei trenne ich die unterschiedlichen Aspekte nicht, sondern vereine alles auf einer Plattform. Viele Autoren tendieren eher dazu, alles strikt zu trennen. Buchblog. Autorenblog. Coverblog. Ich kann den Gedanken dahinter durchaus nachvollziehen, so riskiert man nicht diejenigen, die sich nur für eine Kategorie interessieren, zu überlagern und aus den Augen zu verlieren. Persönlich mag ich es lieber, wenn ich alles über einen Menschen auf einer Seite finde. Doch das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Facebook-Gruppen. Wenn man sich erst einmal in dem Metie der Schreiberei bewegt, lernt man sehr schnell unfassbar viele Menschen kennen. Obwohl es manchmal den Anschein macht, dass sich junge Menschen nicht wirklich mit Büchern und dem Schreiben auseinander setzen: Das trügt gewaltig. Wir schreiben. Und wir sind verdammt viele Menschen. Ich bin wirklich geplättet über die Anzahl an Menschen, die schreiben, veröffentlichen, sich austauschen und sich so greifbar in den Netzwerken etablieren. Dabei gibt es unzählige Schreibgruppen, in denen es ausschließlich genau um dieses Thema geht: Schreiben. Dazu zählen die Schreibnacht, welches wohl einer der ersten und einer der größten Plattformen für Autoren grworden ist. Auf Facebook gibt es sie als Schreibgruppe, Seite und in den Weiten des Internets noch ebenfalls als Forum (dazu später mehr). Dort bin ich regelmäßig vorzufinden. Dort kann man Fragen stellen, sich mit anderen Schreibern austauschen, Kritik anfragen und einiges über die Schreibwelt dort draußen lernen.
Die nächtliche Schreibwerkstatt hat sich ebenfalls sehr stark etablieren können. Sie punktet durch die regelmäßigen Schreibabenden, die jeden Donnerstag & Samstag ab 18 Uhr stattfinden. Den Abend über leitet einer der Admins. Dabei kann man so viel schreiben, wie es einen beliebt, es ist zu dieser Zeit immer jemand in der Gruppe aktiv, es werden Denkanstöße geliefert, Zwischenfragen gestellt und kleine Motivationsschübe gesetzt.
Ganz neu existiert die Gruppe, die Ava Reed im Januar diesen Jahres in Leben gerufen hat. Dabei finden …
Neben Schreibgruppen, in denen das Schreiben an sich im Mittelpunkt steht, gibt es noch Gruppen, die beim Schreiben sehr hilfreich sein können. Unter anderem Autoren-Marketing, Recherche-Pool für Autoren und unterschiedliche Gruppen, die bei der Wahl von Covers behilflich sein können. Es gibt unfassbar viele Gruppen, die sich detailiert auch mit den unterschiedlichen Aspekten des Schreibens, der Veröffentlichung und Werbung auseinander setzen. Wenn man gründlich sucht, findet man genau die passenden für einen selbst. Zu Beginn bin ich recht vielen Gruppen beigetreten, um etwas herumzuschnuppern, zu gucken, wo ich gut reinpasste. Am Ende sind es eine Auswahl von 10 geworden, in denen ich in 5 sehr aktiv bin.
Neben Gruppen, die sich auf die Welt von Autoren bezieht, gibt es noch zwei Gruppen, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Zum einen sind es die Zeilenspringer. Eine unfassbar herrliche Gruppe, in denen unglaublich viele Menschen anzutreffen sind, die alle ein Herzensthema haben: Bücher. Dadurch, dass viele Autoren ebenfalls dort anzutreffen sind, kommt das Thema Schreiben auch nicht zu knapp vor. Allerdings dreht sich das Hauptaugenmerk eher um Bücher und wie sehr wir sie alle lieben, haha. Ich liebe diese Gruppe, die Menschen dort sind einfach unglaublich und wir teilen alle dasselbe Hobby, was irgendwie ziemlich cool ist.
Dann hat der Drachenmond-Verlag vor einigen Wochen die Drachenflüsterer ins Leben gerufen. Dort stehen natürlich die Bücher des Verlags und alle Autoren im Mittelpunkt, was für Fans wie mich natürlich der absolute Wahnsinn ist. Dort dürfen Fragen an die Autoren gestellt werden, Bücher werden vorgestellt, Gewinnspiele, Zitate, Bucheindrücke und so einiges mehr gepostet.

Schreibforen. Ganz weit Vorne steht dabei die Schreibnacht. Es ist ein unglaubliches Forum und ich bin mir nicht einmal sicher, ob es etwas vergleichbares gibt. Die Schreibnacht veranstaltet einmal im Monat die Schreibnacht. Bei dieser wird ein Special-Guest (meist ein Autor, manchmal auch Verlags-Menschen, wie Lektoren) eingeladen, dem man eine Stunde lang Fragen stellen darf. Danach wird geschrieben, die ganze Nacht. Dabei werden unterschiedliche Etappen und Schreibziele, Hintergrundfragen zur Story und Schreibszenarien gestellt, um das ganze etwas aufzupeppen. Währenddessen kann man selbst auch Themen zum Schreiben erstellen, Fragen stellen und vieles rund um die eigene Story erfahren. Es ist unfassbar, wie viele Menschen an diesen Abenden dabei sind und gleichzeitig an ihren Geschichten arbeiten. Das ist wirklich ziemlich cool Vor allem könnt ihr uns auf Twitter verfolgen. In der Schreibnacht sind wir gar nicht zu übersehen. Neben den Schreibnächten selbst, ist das Forum unglaublich aktiv mit unterschiedlichen Topics und unfassbar vielen Events. Dabei gibt es unter anderem die Schreibabenteuer, die WriYoBo-Veranstaltungen, Schreibbuddies, Mararthon-Wochenenden und vieles mehr. Im Forum tummeln sich mittlerweile über 2000 User. Und seit kurzem darf ich mich glücklich schätzen Teil des Teams zu sein.

Buchplattformen. Dabei dürfte wattpad zu den wichtigsten Seiten gehören. Dort kann man seine Bücher, Ausschnitte, erste Kapitel, je nach dem wie es einem beliebt, online hochladen und sich der Kritik stellen. Es ist wirklich unglaublich hilfreich, um sich die unterschiedlichen Meinungen einzuholen und selbst an seinem Schreiben arbeiten zu können.
Darüber hinaus denke ich, dass Lovelybooks ebenfalls eine ausgesprochen wichtige Seite ist. Zwar dürfte es vorrangig Buchbloggern und Lesern interessieren, allerdings ist es für angehende Autoren wichtig dieses System zu begreifen. Denn dort ist es möglich später Leserunden zu veranstalten, um das Buch zu diskutieren und Rezensenten zu finden. Außerdem ist die Seite im allgemeinen wundervoll, für Büchervernarrte im allgemeinen und das sind wir ja alle irgendwie.

WhatsApp-Gruppen. Ja, auch Autoren haben WhatsApp-Gruppen und das nicht zu knapp. Oft finden sich Schreibbuddies mit den gleichen Genre oder ähnlichen Ambitionen zusammen, um sich gegenseitig auf dem Laufenden zu halten, zu motivieren, Kritik, Hilfe oder ähnliches einzuholen. Solche Gruppen erschließen sich meist innerhalb der unterschiedlichen Foren und Schreibgruppen auf Facebook und umfassen oft nicht mehr als 10 Mitglieder, aus Gründen der Übersicht.

Schreibtreffen. Die gibt es natürlich auch. Wie witzig es ja ist, dass diese als Offline-Treffen bezeichnet werden, doch den Namen tragen sie oft zurecht. Denn all diese Menschen, die sich in Literatur-Cafes oder sonstigen Orten zusammentreffen, um über das Schreiben und Bücher zu sprechen, kennen sich zunächst nur aus dem Internet. Mit der Zeit wurden dann Zusammentreffen in unterschiedlichen großen Städten geplant, wo ausgiebig geschrieben und über das geschrieben gesprochen wird. Ich selbst war persönlich noch bei keinen der Treffen dabei, da sie meist in größeren Städten stattfinden oder ich einfach zu verplant bin. Allerdings findet bald eines in meiner Nähe, und zwar in Münster, statt. Ich bin gespannt und freue mich schon wahnsinnig drauf :)

Früher schrieb man allerdings auch nicht alleine.

Natürlich gab es kein Internet. Das heißt aber nicht, dass Autoren alleine irgendwo in einer Höhle lebten, und dort ihre Bücher schrieben. Früher gab es Kaffeehäuser*. Ja, ganz im ernst. Und viele bekannte Autoren haben sich zu solchen Gemeinschaften zusammengefunden, um sich über ihre Projekte auszutauschen, Kritik von Kollegen einzuholen, Plotlücken zu füllen und sich allgemein über das Schreiben und die Literatur im Allgemeinen auszutoben. Denn eines ist sicher: Wir Autoren brauchen uns gegenseitig. Wir verstehen uns, begreifen die Probleme und bieten reichlich unterschiedliche Lösungen. Außerdem lieben wir es über das zu diskutieren, worüber wir schreiben, entdecken vielleicht neue Themen und besprechen die Texte anderer.
Dabei schrieben auch viele allein an solchen öffentlichen Orten, um sich von der Umwelt inspirieren zu lassen.
Die Kaffeehäuser finden ihren Ursprung in Österreich. Doch auch in Deutschland versammelten sich allerhand bekannte Autoren an solchen öffentlichen Orten, um sich dort inspirieren zu lassen, oder sich mit Freunden der Literaturszenen auf Diskussionen einzulassen. Unter anderem tummelten sich dort: Stefan Zweig (Die Schachnovelle, ich liebe dieses Buch, und das, obwohl es Teil des Deutschunterrichts war, hehe) und Erich Kästner.

Nicht gerade unbekannt war ein ganz spezieller Freundeskreis, genannt, die Inklings*. Es war eine Gruppe junger, nicht gerade unbekannter Männer. Diese Gemeinschaft tat sich durch Zufallen zusammen, waren sie eigentlich alle Freunde, allerdings mit derselben Leidenschaft: Schreiben und Bücher. C.S. Lewis, seiner Tage Dozent in Oxford, gründete mehr oder weniger diese Gemeinschaft. Mit darunter befand sich außerdem J.R.R. Tolkien. Sie disktuierten über ihre Werke, versuchen sich mit gegenseitigem Austausch zu motivieren, kritiseren und versuchten gar Aspekte des jeweils anderen in ihren eigenen Geschichten unterzukriegen. Sie bewunderten und bewerteten sich, um ihrer Leidenschaft nachzugehen.

Na, wie sieht es bei euch aus? Kommen euch manche Namen bekannt vor? Seid ihr selbst irgendwo vertreten? Ich bin auf eure Antworten gespannt.

Alles Liebe
SR


Quellen: Wikipedia

Titelbild: Copyright by Sarah Ricchizzi
Foto: Pixybay