Die Unmöglichkeit die eigene Meinung zu bändigen

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Es ist wieder so weit. Wieder hat sich ein Thema in eine Diskussion verwandelt, zwischen mir und meiner wundervollen Buchnachbarin [Trallafittibooks]. Über viele Wochen hinweg ist uns etwas mit einem bitteren Beigeschmack aufgefallen, was wir zunächst nur vage im Hintergrund registrierten, wurde mit der Zeit immer deutlicher, geradezu provokant: Die Unmöglichkeit der Mitfreude. „Die Unmöglichkeit die eigene Meinung zu bändigen“ weiterlesen

Plagiat – Warum tut man so etwas?

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Durch etliche Medien bin ich heute auf den Plagiatsvorwurf aufmerksam geworden. Zuerst habe ich den literarischen Skandal auf der Facebookseite von Mika gelesen. Tintenfeder hat dazu noch einen ausführlichen Beitrag geschrieben.

Kurzfassung: Hannah N. Heitmeyer hat den Manga Boys Nextdoor zu einem Roman umfunktioniert und dort neben der Story auch ganze Passagen wortwörtlich kopiert.

Warum macht man so etwas? 

Ich bin vollkommen sprachlos. Nicht annähernd kann ich nachvollziehen, warum man das geistige Eigentum eines anderen Menschen derart ausnutzt, um sich selbst zu bereichern. Durch all die vielen Möglichkeiten heutzutage Bücher zu veröffentlichen, ist es umso leichter geworden, Bücher ganz oder zum Teil zu kopieren oder besser ausgedrückt: Zu stehlen. Es ist Diebstahl. Als Autorin ist man so doch sehr verängstigt.
Dass diese Menschen überhaupt den Beruf der Schriftstellerei gewählt haben, verstehe ich ganz und gar nicht. Es ist so schwer in dieser Branche einen Ruf zu ergattern und etwas zu publizieren, was wirklich Leser anzieht. Wir alle arbeiten sehr hart daran authentisch und möglichst kreativ an unser Schreibwerkzeug heran zu treten. Die meisten verdienen nicht einen müden Pfennig daran, doch das macht uns nichts. Schreiben bedeutet nicht sich mit Erfolg und Reichtum zu rühmen. Es ist weitaus mehr. Leidenschaft steckt hinter. Ein gewisser Nervenkitzel Welten, Wesen und Menschen aus den eigenen Gedanken zu erschaffen, Geschichten zu erfinden und vielleicht sogar mit viel Glück Leser begeistern zu können.

Wenn man nicht kreativ genug ist, eigene Geschichten zu erfinden, dann sollte man sich schlichtweg von der Schreib-Welt fern halten. Schriftstellerei hat nichts mit der bewussten Auswahl eines Berufs zu tun. Es ist vielmehr eine Berufung zu der man sich leidenschaftlich hingibt.

Wenn ihr noch mehr über Plagiats-Fälle wissen möchtet, dann schaut am besten bei der selfpublisherbibel vorbei. Dort wurden schon mehrere Fälle unter die Lupe genommen. Erschreckend, wie oft sich Menschen so erdreisten.

Titelbild: pixabay