Gedankenbelagerung -Wenn zu viele Ideen den Autor heimsuchen

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Während der eine Schreiberling von der gähnenden Leere geplagt wird und den Plot kaum zu füllen weiß, ist der ein oder andere von einer Überhäufig von Ideen geradezu überfordert. Welche sollen verwendet werden? Welche sind gänzlich Fehl am Platz oder sollten unbedingt genutzt werden?

Wie kann man zu viele Ideen haben?

Zunächst klingt es nach einem eher ungewöhnlichen Problem von Autoren, da wir bekannt dafür sind vielmehr unter Schreibblockaden zu leiden, als unter Ideenüberhäufung. Doch das trügt.
Sobald eine Idee sich in die Gedanken nistet, erhält die Geschichten ihren eigenen Lauf. Dabei kann zu Beginn schon recht schnell das Problem entstehen, dass einem unterschiedliche Handlungsverläufe einfallen und man sich für einen Weg nicht entscheiden kann.
Aus Inspiration und Alltagsentwürfen heraus kommen einem plötzlich so allerhand Einfälle, die alle am liebsten in die Geschichte miteinfließen sollen. Vielleicht ein neuer Charakterzug? Ein zusätzlicher Mord? Ein ganz anderes Ende? Tod und Leben zugleich? Am besten alle Geschichten in einem Buch vereinen, nicht, dass es sonst nicht interessant genug wirkt?

Welche Ideen sollen umgesetzt und welche verworfen werden?

Um herauszufinden, welche Ideen sinnvoll für den Verlauf der Geschichte sind und sie nicht derart belagern, dass aus einem Roman auch hätten 10 unterschiedliche geschrieben werden können, sollte zu Beginn ein strukturierter Plot erstellt werden.
Dabei fängt es bereits beim Protagonisten an, dessen Charakterzüge auch nur gewisse Handlungen und Weggabelungen, sowie Entscheidungen zulassen. Es ist wichtig zu erfahren, in wie weit sich der Charakter entwickeln oder verändern soll und welche Wege ihn zu dieser Wendung führen.
Dann sollte entschieden werden, welche Ideen unausweichlich zum weitern Verlauf beitragen und aus dem Grund natürlich nicht fehlen dürfen.
Ein Autor selbst hat natürlich selbst auch einige Wünsche oder Einprägungen, die eigentlich nicht wirklich zum Geschehen beitragen, die Ideen jedoch trotzdem gerne umsetzen möchten. Dadurch kann die Geschichte ihren ganz eigenen Charme erhalten. Allerdings sollte in dem Punkt nicht zu dick aufgetragen werden, sonst verliert sich die Geschichte in ihren Zeilen und droht zu langweilig zu werden.

Warum eigentlich nicht alle Ideen umsetzen? Mehr ist doch immer besser!

Ob weniger nun mehr oder umgekehrt der Wahrheit entspricht sei zunächst einmal dahin gestellt. Dabei kommt es natürlich stets auf die Art der Geschichte an. In einem Krimi-Roman wäre es gänzlich unangebracht unnütze Nebengeschichten einzubinden, denn dies kann allzu schnell dazu führen, dass die Spannung abgetötet wird und man das Buch gar nicht mehr weiterlesen möchte. Das gleiche gilt für Thriller, die zumeist noch kürzer und gestraffter sind, um allein der eigentlichen Handlung den Hauptakt zu gönnen und somit kaum andere Ideen einfließen lässt.
Anders sieht es dabei zum Beispiel bei Fantasy-Geschichten aus. Dort darf schon einmal hier und dort etwas ausschweifend erzählt werden, schließlich finden sich in diesen Geschichten meist gänzlich neue Techniken und Lebensformen vor, die nun einmal ausgeschildert werden müssen. Allerdings sollte auch hier lieber nicht übertrieben werden.
Lange Erzählungen können zu absoluter Langeweile führen, die Spannung flaut ab und der Leser tut das Buch schließlich beiseite. An dieser Stelle könnte der ein oder andere Schreiberling einwenden, dass auch Nebengeschichten die Spannung so richtig anheizen können. Natürlich. Nebengeschichten dienen hier und dort auch als Element, um ein Buch zum Pageturner zu gestalten, damit man möglichst schnell weiterlesen möchte, um zum eigentlichen Punkt zu gelangen. Allerdings können auch zu viele Handlungen, selbst wenn sie ebenfalls ihre eigenen interessanten Punkte aufweisen, zu einer gewaltigen Überforderung führen und vom eigentlichen Geschehen ablenken, so dass sich der Leser irgendwann fragt, worauf der Roman eigentlich hinaus will.

 

Und nun? Sollen etwa alle nutzlosen, unverbrauchten Ideen, einfach entledigt werden?

Als Beispiel fällt mir an dieser Stelle J.K. Rowling ein. Ihre Harry Potter Romane sind dafür bekannt, dass sie sehr detaillierte Background-Stories mit sich tragen. Allerdings wurden einige pikante Geschichten erst im Nachhinein erzählt. Hier kommen alle Autoren ins Spiel: Natürlich sind jedem Autor die Geheimnisse jedes Charakters genauestens bekannt und am liebsten möchten wir alles in die Bücher hineinschreiben, damit auch die Leser alles erfahren können. Damit dies nicht ausufert gibt es Mittel und Wege die Geschichten trotzdem der lieben Welt mitzuteilen.
Nehmen wir einmal weiterhin J.K.Rowling als Beispiel. Sie erstellte nach Vollendung der Harry Potter Bücher eine Seite mit dem Namen Pottermore. Dort können Fans mehr Details und Geschichten über die Welt von Harry Potter erfahren. Dinge, die in den Büchern schlichtweg keinen Platz finden konnten. Dazu kann auch der eigene Blog dienen, in denen hier und dort Charakterskizzen ihren Platz unter der entsprechenden Rubrik finden könnten.
Eine weitere beliebte Methode wären Spin-Off Kurzgeschichten. Kurzgeschichten über die einzelnen Charaktere, die an sich einzeln, auch ohne Romanzusammenhang, gelesen werden können und in sich abgeschlossen sind.
Davon ab können Ideen, die aussortiert wurden, ihren richtigen Platz schließlich auch in anderen Projekten finden, die viel besser für sie geeignet sind.
Was ebenfalls bei einer Ideenüberlagerung geschehen kann: Der Mittelpunkt wird verrückt (<- kein Adjektiv. Verrückt -> verrücken. In diesem Zusammenhang. Von mir aus kann es natürlich auch verrückt sein, passt vielleicht auch ganz gut.). Durch zu viele aufregende und zugleich einnehmende Handlungen verliert jedes Detail für sich seine eigene Bedeutung. Das wäre für all die Geschichten auch etwas zu schade, schließlich sind wir auf all unsere Ideen mächtig stolz und erst in ihren eigenen Geschichten kommen sie so zur Geltung, wie sie es sich auch verdient haben.

TitelBild: pixabay

Ich passe in keine Genre-Schublade

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Meine lieben Schreibgesellen und Lesemonster,

in der Schreibgruppe > Nächtliche Schreibwerkstatt < aus Facebook, finden jeden Donnerstag und Samstag ab 18 Uhr Schreibabende statt. Neben Motivationshilfen, lernen wir alle aneinander besser kennen. So auch durch die aufkommende Frage, in welchen Genre wir denn schreiben würden. Eigentlich dachte ich, dass ich mich direkt zuordnen lasse. Doch während ich meine Antwort formulierte, merkte ich, dass ich kein gezielter Genre-Schreiberling bin.

Was ist ein Genre überhaupt?

Da es Onkel-Wiki so herrlich ausformuliert hat, will ich die Definition einmal komplett hier rein kopieren:

Unter Genre ( vom französischen für „Gattung“) versteht man eine Klassifikation, mit der verschiedene Ausprägungen von Kunst, aber auch journalistische Darstellungsformen nach dem räumlichen und zeitlichen Bezug des künstlerischen Inhalts eingeteilt werden.

In der Bücherwelt gehen wir von großen Einteilungen aus, die innerhalb der Kategorie noch Neben-Genres aufzeichnen, die den Bereich noch weiter differenzieren.
Ein Beispiel wäre der Bereich Fantasy. Dabei kann es sich um Romantasy (Fantasy-Geschichte mit Liebesgeschichte kombiniert), High-Fantasy (wie J.R.R. Tolkien), Urbanfantasy, Contemporary-Fantasy oder Dark-Fantasy handeln. Dabei gibt es noch viele weitere kleinere Nischen, so dass der Leser einschätzen kann, worum es eigentlich geht.

Welche Genre gibt es?

Aus dem Bereich der Belletristik möchte ich euch die Hauptträger einmal nennen:

Krimi
Thriller
Liebesromane
Erotische Romane
Historische Romane
Fantasy-Geschichten
Science-Fiction
Dystopien
Jugendbücher
Horrorgeschichten
Kinderbücher

Natürlich existieren noch weitere Sub-Genres, wie oben erklärt.

Darüber hinaus gibt es natürlich auch noch Sachbücher und Ratgeber.

Welchem Genre ordne ich meine Geschichten zu?

Derzeit schreibe ich an einer Fantasy-Geschichte, die ich zwischen Urban-Fantasy und Contemporary-Fantasy einordnen würde.

Die meisten Autoren bleiben ihrem Genre treu und schreiben zumeist in diesem Bereich, da sie sich dort sicher fühlen und es auch ihrem eigenen Interesse entspricht.
Als ich anfing zu schreiben, widmete ich mich ausschließlich der Fantasy-Literatur. Allerdings habe ich mit den Jahren gemerkt, dass es mir genau gut gefällt, Dystopien, Horrorgeschichten oder eventuell auch einmal Thriller oder Krimis zu schreiben. Denn meine Lesesparten reichen einmal queerbeet über die Regale der Buchhandlungen. Mich interessiert die Geschichte, die Idee und vor allem die Außergewöhnlichkeit daran. Sobald mich eine Story in wenigen Sätzen überzeugt hat, kaufe ich mir das Buch und verschlinge es auch. In meinem Regal verkriechen sich aus diesem Grund so gut wie alle Genre-Richtungen. Krimis. Thriller (Natürlich darf kein Fitzek bei mir fehlen.). Fantasy-Literatur in jedweder Form. Liebesromane. Jugendbücher. Dystopien. Horror. Durchaus auch Sachliteratur, Biographien und Reiserundführer. Und Kochbücher, doch irgendwie schaue ich dort nie rein. Hehe.

Derzeit schreibe ich Kurzgeschichten für 4 Ausschreibungen, die von Horror über Dystopie bis hin zu einer Heldengeschichte und einer Fantasygeschichte reichen. Vielleicht wage ich mich noch an eine fünfte heran und verfasse eine Liebesgeschichte, wer weiß. Wenn mich eine Idee anspricht, zum Beispiel der Rahmen einer Ausschreibung, und mir dazu ein Gedanke kommt, scheue ich mich nicht davor, mich auch anderen Genres zu widmen.

Mein nächstes Ziel wird, nach meinem Fantasyroman, eine Dystopie sein, vielleicht gemischt mit Science-Fiction, wer weiß das schon :3

Wo schreibt ihr? Ordnet ihr euch einem Genre zu?

  • SR

Wenn es die Geschichte schon gibt

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Niederschmetternd musste ich feststellen, dass eine Idee, die mir vor einigen Monaten durch die Gedanken streifte, schon umgesetzt wurde. Ich hegte einen Gedanken zu einem neuen Roman, anscheinend war ich deutlich zu langsam. Oder aber die Idee war noch nicht originell genug…Nun, egal. Es werden schon neue Geschichten kursieren und bis dahin ist noch Zeit. Aber ärgerlich ist es schon.
Andererseits wäre es auch ein Wunder, wenn nicht viele Menschen die gleichen Ideen teilen würden. So kann es gut geschehen, dass die gleichen Geschichten sich hier und dort wiederfinden. Neue Geschichten, die wollen wir lesen und neue möchte ich erschaffen.

Eine gute Nacht wünsche ich und kreative Momente.

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Sarah