Kreatives Schreiben | Was wäre, wenn…

XXXDer Abend beginnt und ich möchte ihn mit meinem zweiten Beitrag zum Thema Kreatives Schreiben: Was wäre, wenn… einleiten. Da ich diese Woche meinen Geburtstag feiere, kam mir der Gedanke, die Vorgabe dieses Mal in diese Richtung zu lenken. Schnell kam die Vorstellung auf, wie ich mich fühlen oder wie mein Leben aussehen würde, hätte ich jeden Tag Geburtstag.  „Kreatives Schreiben | Was wäre, wenn…“ weiterlesen

Welttag des Buches – Über Bücherliebe und mehr

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Ach du Schreck. Der Welttag des Buches kam so schnell, dass ich es irgendwie total verschlafen habe. Letztes Jahr habe ich noch die Tage runter gezählt und so einiges vorbereitet und heute überfällt es mich aus heiterem Himmel. Ach. Du. Schreck.
Ein Gewinnspiel habe ich so spontan gar nicht zur Hand, doch Obacht: Das folgt bald, denn wir haben hier einiges zu feiern. Doch zuerst einmal eine Lobeshymne an die Bücherwelt, denn darum geht es schließlich heute.

Warum ich lesen liebe

Es ist eigentlich kaum möglich genau mit den passenden Worten diese Liebe zu beschreiben. Lesen ist so faszinierend, betörend und beraubend. Die Seiten stehlen unsere Seelen, schließen sie ein, zwischen den Wörtern, Geschichten und Leben dort drinnen, in den Büchern. Lesen zerrt mich in eine Welt, in der ich so tief hinab falle, dass das Echo mich selbst Ewigkeiten danach noch nicht loslassen kann. Bücher lösen so viele Emotionen aus, unfassbare Spannung, nervenaufreibende Seelenausbrüche und Konflikte, die eigentlich gar nicht existieren und uns dennoch so tief hineinziehen, als handle es sich um unser Leben. Wir fühlen mit, erleben die Geschichten als befänden wir uns genau dort zwischen den Seiten und nicht davor. Ich kenne nichts, was aufregender sein könnte, als sich in diesen fremden Welten zu bewegen. (Abgesehen davon sie selbst zu schreiben, natürlich, doch das ist ein ganz anderes Thema, hehe)

Was Bücher bewirken

Es sind nicht nur lapidar dahingeschriebene Wörter. Die Geschichten rufen etwas hervor. Zielen auf etwas ab. Sie zeigen uns die Welt, wie sie sein sollte. Sie verdeutlichen uns zu lernen, was es heißt ein Leben zu leben. Und damit meine ich keine perfekten Leben. Sondern solche, die Fehler haben, solche die schwierig sind und es unmöglich scheint sie zu meistern. Bücher lehren Empathie und Mitgefühl. Sie zeigen uns die Welt hinter Menschen, ihren Gedanken und Gefühlen. Durch Bücher habe ich das Gefühl besser zu verstehen, was dieses Leben eigentlich bedeutet.

Welche Genre ich gerne lese

Vorrangig lese ich im Bereich Fantasy. Dabei lege ich mich keiner Unterkategorie besonders fest. Sei es Highfantasy, Urban, Dark oder Romantasy. Etwas Magisches sollte es in sich tragen, etwas Anderes, etwas total bizarres, was mich nicht mehr loslässt und den Gedanken festhält, wie der Autor auf so eine unglaubliche Geschichten kommen konnte.
Danach folgt sehr dicht auf Thriller und Krimi. Der Nervenkitzel, die Psyche eines Killers, eines Rächers, eines Verrückten. Ja, manchmal brauche ich auch irgendwie solche Geschichten.
Romance. Lese ich nicht allzu oft, doch dafür sehr gerne. Leider ähneln sich einige Geschichten in dem Bereich sehr, was allerdings auch gleichzeitig ein sehr zuverlässiger Faktor ist und mitunter ein Grund, weshalb ich auch gerne in dieses Genre eintauche: Ich weiß, was auf mich zukommt. Und wenn ich einfach nur entspannen möchte, lese ich solch ein Buch, denn es beruhigt meine Seele und das tut gut.
Dystopien. Wenn unsere Welt manchmal aus den Fugen gerät lese ich gerne über Welten, die genauso zerstört sind und frage mich, inwiefern wir uns eigentlich von solchen Buchgeschichten unterscheiden. Dabei schwelge ich gerne in melancholischen Gedanken und lasse mich von dem Gedanken forttreiben.

Welches Genre ich noch nie gelesen habe

Historische Romane. UFF. Ich bin mir auch noch nicht sicher, ob es mir jemals dorthin verleiten lässt. Dafür ist mein SUB einfach zu groß, um solche Abstecher zu riskieren. Doch wer weiß, vielleicht reißt mich irgendwann noch der ein oder andere Klappentext mit.

Meine TOP 5 Aktuell

Überall lese ich, dass an dem heutigen Tag jeder seine Top 5 vorgestellt. Allerdings fällt mir das etwas schwer. Denn ich habe zwei Top 5. Einmal jene, die ich derzeit sehr mag und definitiv meine absoluten Lieblinge sind. Das wären:

Die OBSIDIAN-Reihe von Jennifer L. Armentrout

Hach ja. Was soll ich sagen. Diese Reihe hat mich wirklich mitgerissen, obwohl ich damit nun wirklich gar nicht gerechnet habe. Die Idee hat mir sehr gut gefallen und die Lovestory war mehr als überzeugend. #TeamDaemon

Die Edelstein-Triologie von Kerstin Gier

Diese Romanreihe hat absolutes Suchtpotenzial und ich finde es ehrlich gesagt etwas schade, dass sie nur drei Bände umfasst. Man hätte gerade den dritten Band etwas üppiger gestalten können, da war noch so viel Potenzial! Die Idee gefiel mir sehr gut und ich habe mich mehr als nur einmal in Kerstin Giers Schreibstil verliebt. Diese Frau ist soo gut! Ich bin zum absoluten Fan mutiert und werde wohl nicht umher kommen mir all ihre Bücher in der Zukunft zu kaufen.

Games of Thrones von George R. R. Martin

Ich habe die Reihe bereits vor einer kleinen Ewigkeit begonnen, allerdings auf Englisch. Zum einen, da ich sehr gerne Bücher im Original lese und zum anderen finde ich es etwas unverschämt, wie die Bücher in Deutschland publiziert werden. Zwei Bände pro ein Buch aus den USA sind etwas viel, wie ich finde.
George R. R. Martin baut eine unfassbare Welt auf. Die Charaktere sind vielseitig und tiefgründig. Die Story ist unvorhergesehen und unverschämt überraschend. Wir bangen um jeden Helfen, der fallen könnte. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und spricht Themen an, die bei so manch anderem zum Tabu werden.

Wir fliegen, wenn wir fallen von Ava Reed

Eine wundervolle Anekdote über das Leben und die Liebe. Ich habe das Buch in wenigen Stunden verschlungen. Es ist eine schöne Geschichte mit so viel Wahrheit, dass es mich zu Tränen rührte. Ich liebe die Charaktere und ihre direkte Art. Es ist eine Geschichte, die mich sehr lange nicht mehr loslassen wird und die ich gewiss mehr als einmal lesen werde.

Der Marsianer

Hierbei habe ich zuerst den Film gesehen und dann das Buch gelesen. Und beide sind unschlagbar gut. Weir stellt die Geschichte so unfassbar gut dar, dass ich mit jeder Seite mitfieberte. Sein Humor ist so unglaublich, dass ich mir innig wünsche, dass er noch weitere Bücher schreiben wird. Es war beeindruckend und anders, als ich es mir ausgemalt hätte, nachdem ich zum ersten Mal den Trailer angesehen hatte.

Meine TOP 5 für mein ganzes Leben

OH GOTT. Wie kann ich mich da nur auf 5 beschränken? Ich versuche es und gebe mir unfassbar viel mühe. Schmarn.

Die Stadt der Träumenden Bücher von Walter Moers

Ich habe mich noch nie zuvor in ein Buch derart verliebt, wie in dieses. Der Schreibstil von Walter Moers lässt mein Autorenherz so hoch schlagen, dass es droht mir aus der Brust zu fallen. Meine Güte er schreibt so unfassbar gut, dass ich mich manchmal schämend verkrieche, wenn ich meine eigenen Geschichten lese. Seine Geschichten sind so gut, dass ich nicht genug Worte finden kann, um sie angemessen zu bewerten. Sie übersteigen einfach alles und sind Fantasy auf allerhöchstem Niveau, sprachlich und weltlich.

Die Bücherdiebin von Markus Zusak

Diese Welt, die Markus Zusak erschaffen hat, hat mein Herz zerrissen. Ich habe noch nie sooft in einem Buch weinen müssen und Zeilen noch einmal gelesen. Er besitzt die Kunst in wenigen Zeilen einen ganzen Roman zu schreiben, ein ganzes Leben zu erzählen und zu zerstören. Die Idee den Tod miteinzubringen ist unfassbar fasznierend und hat mich sehr berührt. Dabei nimmt die Geschichte Charaktere an, die mich niemals loslassen würden. Es ist eines der schönsten Bücher, die ich jemals lesen durfte.

Momo von Michael Ende

Diese Geschichte ist so unfassbar schön, dass ich nicht glauben konnte, dass ich Momo erst so spät im Leben gelesen habe. Die Idee ist so ausgeklügelt und wichtig. Diese Geschichte ist mehr, als sie den Anschein gibt. Dort steckt so viel Wahrheit, dass es mich erschütterte diese Geschichte zu lesen. Unfassbar schön und wahr zugleich. Dieser Buch könnte ich niemals missen und würde es immer und immer wieder von neu lesen wollen.

Harry Potter von J.K. Rowling

Und das bezieht sich auf die gesamte Reihe. Dabei kann ich kein einzelnes Buch hervortun, denn sie sind allumfassend und unübertrefflich wahrhaftig gut. Was J.K. Rowling uns dort unterbreitet hat, lässt sich kaum beschreiben. Es ist eine Welt, die mich für immer begleiten wird. Ich habe die Reihe mehrfach auf Deutsch und Englisch gelesen, genauso wie die Filme. Ich bin so glücklich darüber, die Welt von Harry Potter kennenlerne zu dürfen, denn J.K. Rowling ist der Grund, weshalb ich mit dem Schreiben begonnen habe, denn niemand ist so inspirierend, wie ihre Art Geschichten zu schreiben. Dabei ist es nicht nur diese unglaubliche Welt, die sie erschaffen hat, sondern auch die ethischen Vorstellungen, die detaillierten Charaktere, von denen jeder einzelne und mein Gott von denen gibt es so viele, eine ganz eigene Geschichte innetragen.

The Notebook von Nicholas Sparks

Diese Geschichte von Elly und Noah ist so wunderschön und echt, dass ich sie immer wieder lesen und ansehen kann. Es zeigt das echte Leben, was uns reichlich Steine in den Weg stellt und wir lernen müssen für das zu kämpfen und dafür einzustehen, was wir lieben. Nicholas Sparks schreibt die schönsten und wahrsten Liebesgeschichten, die mir jedes Mal unter die Haut gehen und mich nicht loslassen. Er schreibt zudem so romantisch, dass ich immer wieder darüber fasziniert bin, dass jedes Buch eine neue Liebeserklärung an seine Frau darstellt, die er so sehr liebt, dass er nicht genug Bücher schreiben kann.


Wie sieht es bei euch aus? Was sind eure TOP 5? Welche Bücher berührten euch? Welche lassen euch nie wieder los? Und welche sind für immer?

Alles Liebe <3

SR

Der Mythos Schriftsteller

HimmelTastaturWie stellt man sich eigentlich so einen Schriftsteller vor? Vermutlich als alten Mann, der mit einer Schreibfeder über Pergament brütet, daneben eine Falsche Wein, eine Kerze, viel Gemurmel, Flüche, etwas Verzweiflung und die kreativ leuchtenden Augen, wenn nach Stundenlangem Grübeln tatsächlich die Geschichte vorwärts geht. Vor allem jedoch und ich glaube, diesen Gedanken haben viele: Schriftsteller sitzen alleine da. Schreiben ihr Werk alleine. Das Schreiben wird als einsames Werk angesehen, versunken in einer Welt der Kreativität. Doch dieser Gedanke trügt.

Unser Zeitalter: Schreibgruppen, Schreibforen & WhatsApp

Als ich mit dem Schreiben begann, wusste keiner davon. Ich schrieb allein, in meinem Zimmerlein, teilte mich niemandem mit, erzählte nicht davon. Meine Geschichten wollte ich damals noch nicht teilen, sie sollten erst fertig sein. Doch dazu bedurfte es erst einmal die nötige Erfahrung und reichlich Übung, um überhaupt etwas anständiges aufs Papier zu bringen. Meine Anfänge wollte ich mit niemandem teilen. Und das auch nicht unbedingt zu unrecht, hehe.
Zu Beginn durchforstete ich das Internet, stöberte auf Blogs herum, las unzählige Artikel über Autoren, das Schreiben und überhaupt die gesamte Bücherwelt. Allerdings nahm ich an Diskussionen selbst nicht Teil. Ich war nur ein Beobachter, sonst nichts.
Das änderte sich allerdings vor zwei Jahren. Erst einmal lief es etwas zögerlich ab. Ich fing an selbst Artikel zu schreiben und lernte so einige Menschen kennen, die auch schrieben. Andere Autoren. Andere junge Schriftsteller, die ebenfalls an dem Punkt standen, wo ich mich befand: Ganz am Anfang.

Das Bloggerleben. Viele Autoren eröffnen einen Blog. Schreiben über ihr Leben als Schriftsteller. Ihre Anfänge. Gute Tage. Schlechte Tage. Dabei beziehen sie sich meist auf ihre Fortschritte, erzählen, wie die Geschichte vorwärts kommt, posten gelegentlich ein paar Zeilen aus dem aktuellen Manuskript. Man kann jeden kleinen Schritt selbst mitverfolgen. Ich selbst bin in der Hinsicht nicht so mitteilungsbedürftig, was vor allem daran liegt, dass ich mir nicht bei jedem Schreibprojekt sicher bin, ob und wann ich es veröffentlichen möchte. Allerdings ist diese Art des Bloggens eine Möglichkeit schon sehr früh Leser zu finden, die den Weg mitverfolgen.
Ich tendiere eher dazu, alles um das Thema Buch und Schreiben zu posten. Dazu gehören Artikel über die Schreibwelt, als auch Rezensionen, Berichte über Messen, den Austausch mit anderen Autoren, und über mein Dasein als Schreiberling. Dabei trenne ich die unterschiedlichen Aspekte nicht, sondern vereine alles auf einer Plattform. Viele Autoren tendieren eher dazu, alles strikt zu trennen. Buchblog. Autorenblog. Coverblog. Ich kann den Gedanken dahinter durchaus nachvollziehen, so riskiert man nicht diejenigen, die sich nur für eine Kategorie interessieren, zu überlagern und aus den Augen zu verlieren. Persönlich mag ich es lieber, wenn ich alles über einen Menschen auf einer Seite finde. Doch das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Facebook-Gruppen. Wenn man sich erst einmal in dem Metie der Schreiberei bewegt, lernt man sehr schnell unfassbar viele Menschen kennen. Obwohl es manchmal den Anschein macht, dass sich junge Menschen nicht wirklich mit Büchern und dem Schreiben auseinander setzen: Das trügt gewaltig. Wir schreiben. Und wir sind verdammt viele Menschen. Ich bin wirklich geplättet über die Anzahl an Menschen, die schreiben, veröffentlichen, sich austauschen und sich so greifbar in den Netzwerken etablieren. Dabei gibt es unzählige Schreibgruppen, in denen es ausschließlich genau um dieses Thema geht: Schreiben. Dazu zählen die Schreibnacht, welches wohl einer der ersten und einer der größten Plattformen für Autoren grworden ist. Auf Facebook gibt es sie als Schreibgruppe, Seite und in den Weiten des Internets noch ebenfalls als Forum (dazu später mehr). Dort bin ich regelmäßig vorzufinden. Dort kann man Fragen stellen, sich mit anderen Schreibern austauschen, Kritik anfragen und einiges über die Schreibwelt dort draußen lernen.
Die nächtliche Schreibwerkstatt hat sich ebenfalls sehr stark etablieren können. Sie punktet durch die regelmäßigen Schreibabenden, die jeden Donnerstag & Samstag ab 18 Uhr stattfinden. Den Abend über leitet einer der Admins. Dabei kann man so viel schreiben, wie es einen beliebt, es ist zu dieser Zeit immer jemand in der Gruppe aktiv, es werden Denkanstöße geliefert, Zwischenfragen gestellt und kleine Motivationsschübe gesetzt.
Ganz neu existiert die Gruppe, die Ava Reed im Januar diesen Jahres in Leben gerufen hat. Dabei finden …
Neben Schreibgruppen, in denen das Schreiben an sich im Mittelpunkt steht, gibt es noch Gruppen, die beim Schreiben sehr hilfreich sein können. Unter anderem Autoren-Marketing, Recherche-Pool für Autoren und unterschiedliche Gruppen, die bei der Wahl von Covers behilflich sein können. Es gibt unfassbar viele Gruppen, die sich detailiert auch mit den unterschiedlichen Aspekten des Schreibens, der Veröffentlichung und Werbung auseinander setzen. Wenn man gründlich sucht, findet man genau die passenden für einen selbst. Zu Beginn bin ich recht vielen Gruppen beigetreten, um etwas herumzuschnuppern, zu gucken, wo ich gut reinpasste. Am Ende sind es eine Auswahl von 10 geworden, in denen ich in 5 sehr aktiv bin.
Neben Gruppen, die sich auf die Welt von Autoren bezieht, gibt es noch zwei Gruppen, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Zum einen sind es die Zeilenspringer. Eine unfassbar herrliche Gruppe, in denen unglaublich viele Menschen anzutreffen sind, die alle ein Herzensthema haben: Bücher. Dadurch, dass viele Autoren ebenfalls dort anzutreffen sind, kommt das Thema Schreiben auch nicht zu knapp vor. Allerdings dreht sich das Hauptaugenmerk eher um Bücher und wie sehr wir sie alle lieben, haha. Ich liebe diese Gruppe, die Menschen dort sind einfach unglaublich und wir teilen alle dasselbe Hobby, was irgendwie ziemlich cool ist.
Dann hat der Drachenmond-Verlag vor einigen Wochen die Drachenflüsterer ins Leben gerufen. Dort stehen natürlich die Bücher des Verlags und alle Autoren im Mittelpunkt, was für Fans wie mich natürlich der absolute Wahnsinn ist. Dort dürfen Fragen an die Autoren gestellt werden, Bücher werden vorgestellt, Gewinnspiele, Zitate, Bucheindrücke und so einiges mehr gepostet.

Schreibforen. Ganz weit Vorne steht dabei die Schreibnacht. Es ist ein unglaubliches Forum und ich bin mir nicht einmal sicher, ob es etwas vergleichbares gibt. Die Schreibnacht veranstaltet einmal im Monat die Schreibnacht. Bei dieser wird ein Special-Guest (meist ein Autor, manchmal auch Verlags-Menschen, wie Lektoren) eingeladen, dem man eine Stunde lang Fragen stellen darf. Danach wird geschrieben, die ganze Nacht. Dabei werden unterschiedliche Etappen und Schreibziele, Hintergrundfragen zur Story und Schreibszenarien gestellt, um das ganze etwas aufzupeppen. Währenddessen kann man selbst auch Themen zum Schreiben erstellen, Fragen stellen und vieles rund um die eigene Story erfahren. Es ist unfassbar, wie viele Menschen an diesen Abenden dabei sind und gleichzeitig an ihren Geschichten arbeiten. Das ist wirklich ziemlich cool Vor allem könnt ihr uns auf Twitter verfolgen. In der Schreibnacht sind wir gar nicht zu übersehen. Neben den Schreibnächten selbst, ist das Forum unglaublich aktiv mit unterschiedlichen Topics und unfassbar vielen Events. Dabei gibt es unter anderem die Schreibabenteuer, die WriYoBo-Veranstaltungen, Schreibbuddies, Mararthon-Wochenenden und vieles mehr. Im Forum tummeln sich mittlerweile über 2000 User. Und seit kurzem darf ich mich glücklich schätzen Teil des Teams zu sein.

Buchplattformen. Dabei dürfte wattpad zu den wichtigsten Seiten gehören. Dort kann man seine Bücher, Ausschnitte, erste Kapitel, je nach dem wie es einem beliebt, online hochladen und sich der Kritik stellen. Es ist wirklich unglaublich hilfreich, um sich die unterschiedlichen Meinungen einzuholen und selbst an seinem Schreiben arbeiten zu können.
Darüber hinaus denke ich, dass Lovelybooks ebenfalls eine ausgesprochen wichtige Seite ist. Zwar dürfte es vorrangig Buchbloggern und Lesern interessieren, allerdings ist es für angehende Autoren wichtig dieses System zu begreifen. Denn dort ist es möglich später Leserunden zu veranstalten, um das Buch zu diskutieren und Rezensenten zu finden. Außerdem ist die Seite im allgemeinen wundervoll, für Büchervernarrte im allgemeinen und das sind wir ja alle irgendwie.

WhatsApp-Gruppen. Ja, auch Autoren haben WhatsApp-Gruppen und das nicht zu knapp. Oft finden sich Schreibbuddies mit den gleichen Genre oder ähnlichen Ambitionen zusammen, um sich gegenseitig auf dem Laufenden zu halten, zu motivieren, Kritik, Hilfe oder ähnliches einzuholen. Solche Gruppen erschließen sich meist innerhalb der unterschiedlichen Foren und Schreibgruppen auf Facebook und umfassen oft nicht mehr als 10 Mitglieder, aus Gründen der Übersicht.

Schreibtreffen. Die gibt es natürlich auch. Wie witzig es ja ist, dass diese als Offline-Treffen bezeichnet werden, doch den Namen tragen sie oft zurecht. Denn all diese Menschen, die sich in Literatur-Cafes oder sonstigen Orten zusammentreffen, um über das Schreiben und Bücher zu sprechen, kennen sich zunächst nur aus dem Internet. Mit der Zeit wurden dann Zusammentreffen in unterschiedlichen großen Städten geplant, wo ausgiebig geschrieben und über das geschrieben gesprochen wird. Ich selbst war persönlich noch bei keinen der Treffen dabei, da sie meist in größeren Städten stattfinden oder ich einfach zu verplant bin. Allerdings findet bald eines in meiner Nähe, und zwar in Münster, statt. Ich bin gespannt und freue mich schon wahnsinnig drauf :)

Früher schrieb man allerdings auch nicht alleine.

Natürlich gab es kein Internet. Das heißt aber nicht, dass Autoren alleine irgendwo in einer Höhle lebten, und dort ihre Bücher schrieben. Früher gab es Kaffeehäuser*. Ja, ganz im ernst. Und viele bekannte Autoren haben sich zu solchen Gemeinschaften zusammengefunden, um sich über ihre Projekte auszutauschen, Kritik von Kollegen einzuholen, Plotlücken zu füllen und sich allgemein über das Schreiben und die Literatur im Allgemeinen auszutoben. Denn eines ist sicher: Wir Autoren brauchen uns gegenseitig. Wir verstehen uns, begreifen die Probleme und bieten reichlich unterschiedliche Lösungen. Außerdem lieben wir es über das zu diskutieren, worüber wir schreiben, entdecken vielleicht neue Themen und besprechen die Texte anderer.
Dabei schrieben auch viele allein an solchen öffentlichen Orten, um sich von der Umwelt inspirieren zu lassen.
Die Kaffeehäuser finden ihren Ursprung in Österreich. Doch auch in Deutschland versammelten sich allerhand bekannte Autoren an solchen öffentlichen Orten, um sich dort inspirieren zu lassen, oder sich mit Freunden der Literaturszenen auf Diskussionen einzulassen. Unter anderem tummelten sich dort: Stefan Zweig (Die Schachnovelle, ich liebe dieses Buch, und das, obwohl es Teil des Deutschunterrichts war, hehe) und Erich Kästner.

Nicht gerade unbekannt war ein ganz spezieller Freundeskreis, genannt, die Inklings*. Es war eine Gruppe junger, nicht gerade unbekannter Männer. Diese Gemeinschaft tat sich durch Zufallen zusammen, waren sie eigentlich alle Freunde, allerdings mit derselben Leidenschaft: Schreiben und Bücher. C.S. Lewis, seiner Tage Dozent in Oxford, gründete mehr oder weniger diese Gemeinschaft. Mit darunter befand sich außerdem J.R.R. Tolkien. Sie disktuierten über ihre Werke, versuchen sich mit gegenseitigem Austausch zu motivieren, kritiseren und versuchten gar Aspekte des jeweils anderen in ihren eigenen Geschichten unterzukriegen. Sie bewunderten und bewerteten sich, um ihrer Leidenschaft nachzugehen.

Na, wie sieht es bei euch aus? Kommen euch manche Namen bekannt vor? Seid ihr selbst irgendwo vertreten? Ich bin auf eure Antworten gespannt.

Alles Liebe
SR


Quellen: Wikipedia

Titelbild: Copyright by Sarah Ricchizzi
Foto: Pixybay

Harry Potter – wie du uns zum Lesen verführt hast

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Mitternacht ist die Zeit der Lesefüchse. Die Süchtigen flüchten bei Nacht auf die Straße, suchen Buchläden auf, warten gespannt auf den Release. Freundschaften werden geschlossen. Die Aufregung steigt. Hier und dort leuchten rot-goldene, mal grün-silberne Schale auf, schwarze Umhänge flattern geheimnisvoll durch die Straßen der Städte auf dieser Welt, jeder mit dem gleichen Ziel, stets zur gleichen Zeit, an gewissen Orten. Und dies, um die Fortsetzung zu kennen. Ja, auch in unserem Jahrhundert, zu dieser Zeit der Moderne, in denen Fernsehserien und Rockstars die Herzen der Teenager erobern, schafft es ein bedrucktes Buch, mit Buchstaben perfekt aneinander gereiht, die Gemüter zu erhitzen. Und das über Jahrzehnte hinweg.

Das Phänomen Harry Potter

Was J.K. Rowling einst erschuf, war ihr wohl kaum bewusst, als sie begann ein Kinderbuch zu verfassen, über einen Jungen mit einer Blitzartigen Narbe auf der Stirn, der an seinem 11. Geburtstag herausfinden sollte, dass er ein Zauberer ist. Und nicht nur irgendeiner. Nein, ein ganz besonderer. Jemand, der uns all in seinen Band ziehen sollte und das ohne Teenie-Star-Glamor.
Die Einzigartigkeit der Geschichte, die detaillierte Welt, die Idee etwas Neues zu erschaffen, was hier irgendwo überall in unserer Welt unter uns lauern sollte. Fantasy auf eine ganz neue Art erleben.
Ausgefeilte Charaktere, ein perfekter Handlungsverlauf, durchdachte Welten und perfekt platzierte Elemente, die wir durch die Augen von Harry Potter als Leser genauso neu erlernen dürfen. Der Clou der Geschichte: Harry Potter selbst kennt die Welt der Magie ebenso wenig, wie der Leser, so dass wir sie nach und nach kennenlernen, ohne von einem gewaltigen Strom an Informationen niedergerissen zu werden.
Dazu  gesellen sich viele weitere Charaktere, die J.K. Rowling so gut ausgearbeitet hat, dass sie dem Leser gleich Freunden erscheinen. Jeder hat seinen eigenen Sprachstil, seine eigenen Macken und allein in den Dialogen stechen sie heraus, so dass die Szenen sehr real wirken und das Eintauchen in die Geschichte eine Leichtigkeit ist.

Mitfiebern, bis die nächsten Geschichten erscheinen

Mit dem Stil der Schüler aus Hogwarts gekleidet, scharen sich zum Release der Bücher die Fans vor Buchhandlungen bei Mitternacht zusammen und erwarten begierig den Erstverkauf der neuen Bücher. Und dies zu jedem Release. Denn Harry Potter Fans sind nicht irgendwelche nein. Wir lieben Bücher mit Leib und Seele, verschlingen jedes Wort, jede Emotion, als hinge die nächste Matheprüfung davon ab. Eins ist gewiss: Wir könnten des Harry-Potter-Quiz mit Leichtigkeit beantworten, ohne großes Auswendiglernen.
Auch jetzt, nach all den Jahren und obwohl die eigentliche Reihe nach sieben Bänden vollendet war, stehen wir an den Buchhandlungen und erbeuten uns das achte Buch, die Fortsetzung nach 19 Jahren.

Reihe in mehreren Sprachen

Ich persönlich kann in der Hinsicht kaum widerstehen. Sowohl die Deutsche als auch die Englische Version von Harry Potter lungern in meinem Regal. Um ehrlich zu sein, habe ich so erst mein Englisch richtig aufpolieren und vernünftig lernen können: Harry Potter noch einmal lesen. Mit Französisch wollte ich es genauso anstellen, doch der erste Band wartet noch geduldig in meinem Bücherregal.
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Auch das neue Buch Harry Potter and the cursed Child habe ich mich zuerst vor einigen Wochen auf Englisch zugelegt und nun, heute Morgen!, auch auf Deutsch :3 In meiner bescheidenen Stadt hat leider nicht eine einzige Buchhandlung um Mitternacht die Pforten geöffnet. Tja. Die Zeiten ändern sich dann wohl doch! Bei Carlsen hingegen sah das ganz anders aus: Um Mitternacht haben sie die Bücher an das Volk losgelassen und zahlreiche Fans sind erschienen, um sich das begehrte Buch zu ergattern.
Mein liebster Ehegatter war so lieb und schlich sich bei frühen Morgenstunden aus der Wohnung, um mich mit dem neuen Band zu wecken :3 <3

Vom Lesen zum Schreiben

Harry Potter begeistert und inspiriert. Nach Vollendung der Reihe habe ich selbst begonnen meine ersten Geschichten zu schreiben. Sie hatten nichts mit Harry Potter am Hut, doch huschten meine Zeilen im selben Genre einher. Durch Harry Potter lernte ich kennen, dass ein Buch Spaß machen kann, einen mitreißen und dazu verführen kann bis in die frühen Morgenstunden zu lesen.
Das wollte ich auch. Ich wollte Geschichten schreiben, die einen mitreißen können, Spaß machen und Emotionen aufkochen lassen. Dahinter steckt noch viel Arbeit und Übung, doch irgendwann vielleicht kann ich dann auch Leser mit meinem Manuskript begeistern :) <3

Und, was verbirgt sich hinter euch? Lest ihr ebenfalls Harry Potter? Was verbindet ihr mit der Reihe?

– SR