Die Unmöglichkeit die eigene Meinung zu bändigen

XXX

Es ist wieder so weit. Wieder hat sich ein Thema in eine Diskussion verwandelt, zwischen mir und meiner wundervollen Buchnachbarin [Trallafittibooks]. Über viele Wochen hinweg ist uns etwas mit einem bitteren Beigeschmack aufgefallen, was wir zunächst nur vage im Hintergrund registrierten, wurde mit der Zeit immer deutlicher, geradezu provokant: Die Unmöglichkeit der Mitfreude. Continue reading „Die Unmöglichkeit die eigene Meinung zu bändigen“

Warum auch negative Kritik wichtig ist

XXX

Derzeit stoße ich des Öfteren auf Autoren, Verlage oder Blogger, die darum bitten, nicht kritisiert zu werden. Kritik wird oft persönlich aufgefasst, weil es die Person betrifft. Schließlich steckt hinter einem Text ein Mensch, der ihn verfasst hat. Beim Verfassen einer Geschichte, eines Beitrags oder überhaupt einer aufwendigen Arbeit, wird sehr viel Herz hineingesteckt. Wenn plötzlich diese unglaubliche Arbeit negative Resonanzen zieht, wird es emotional. Plötzlich fühlen wir uns persönlich angegriffen und das möchte niemand. Doch gleichzeitig ist negative Kritik aus dieser Welt nicht wegzudenken und ich persönlich finde sie gar wichtiger, als positives Feedback.

negative Kritik

Wenn wir eine Arbeit abgeben, ganz gleich in welcher Branche, dann möchten wir dafür belohnt werden. Sei es durch den Chef, durch Freunde, Familie oder Fremde. Wir erhoffen uns, mit dem was wir geleistet haben, auf Lob zu stoßen. Immerhin haben wir viel Arbeit hineininvestiert, es hat uns viel Mühe und Zeit gekostet, wir haben womöglich sogar unser Bestes gegeben und entsprechend soll es auch gewürdigt werden. Unser Stolz spielt dabei gewiss auch eine Rolle.
Und dann stoßen wir auf Kritik. Negative Kritik. Wir wollen das gar nicht hören. Derjenige ist doof. Gemein. Fies. Er versteht uns nicht. Begreift nicht, was wir mit dem, was wir gemacht haben, erreichen wollten. Dann wird es persönlich: Derjenige mag mich bestimmt nicht. Dann kommen Selbstzweifel auf: Ist es wirklich so schlecht? Sollte ich vielleicht nicht weitermachen?
Es ist eines der schwersten Aufgaben, mit so einer Kritik umzugehen. Worte, die das, was man geleistet hat, schlecht reden, so aufzunehmen, dass man sich nicht gekränkt, verletzt oder am Boden zerstört fühlt, ist nicht so einfach. Viele sagen, man darf es sich nicht so zu Herzen nehmen. Wenn aber das ganze Herzblut in dieser Arbeit liegt, wie soll das dann funktionieren?

Kritik ist überlebenswichtig

Das Problem, was sich aus Lob ergibt, ist folgendes: Wenn wir ausschließlich gelobt werden, kämen wir zu dem folgenden logischen Schluss: Das, was wir machen, ist perfekt. Immerhin gefällt es allen. Warum also etwas daran ändern? Wieso daran weiterarbeiten? Es ist makellos. Jeder liebt es. – Denken wir.
Wenn es  niemand wagt, Kritik auszusprechen, können wir an uns selbst nicht arbeiten. Wenn wir Kritik ablehnen, können wir nicht dazulernen. Und eines sei gewiss: Wir lernen ein Leben lang.
Wenn jemand eine Arbeit konstruktiv kritisiert, hegt dieser Kritiker eigentlich einen positiven Gedanken: Derjenige will, dass wir uns verbessern, damit das, was wir abliefern, eine noch höhere Qualität erhält. Eigentlich doch richtig nett! Leider geschieht es sehr häufig, gerade zu Zeiten des Internets, dass die Anonymität des Kritikers und die Körperlosigkeit des Urhebers, dazu führt, dass der freundliche Ton vergessen wird. Plötzlich wird beleidigt. Etwas wird ins Lächerliche gezogen. Eine gut gemeinte Arbeit wird zerfetzt. Ein Verriss wird geschrieben, bis von der Arbeit nichts mehr übrig ist und vom Urheber auch nicht.
Wenn wir Kritik äußern, dürfen wir zu keinem Zeitpunkt vergessen, dass hinter jedem Aufwand, der beitrieben wurde, auch ein Mensch steckt, der diese Kritik lesen wird und sich diese sehr wahrscheinlich zu Herzen nimmt. Entsprechend sollten die Worte sensibel und gezielt gewählt werden, damit die Aussage nicht die Wirkung verfehlen und tatsächlich das bezwecken sollte, wofür sie gedacht sind: Der Wille, etwas verbessern zu wollen. Denn ohne Kritik bleiben wir stehen. Ein Fortschritt ist nicht möglich. Keine Entwicklung, kein Wandel. Und das wäre irgendwie sehr langweilig.

Mit Kritik richtig umgehen

Es gibt eine Sache, derer wir uns stets im Klaren sein müssen: Niemals wird allen alles gefallen, was wir fabrizieren. Es wird immer jemanden geben, dem das, was wir machen, missfällt. Bei all den Geschmäckern und Meinungen, all diesen Individuen auf dieser schönen weiten Welt, ist es absolut nicht möglich, jeden positiv zu erreichen. Obendrein wäre das ziemlich langweilig! Einem muss bewusst sein, dass es unter keinen Umständen möglich sein wird, jeden zufriedenzustellen. Wichtig ist es, zu erkennen, was man selbst eigentlich erreichen will. Wen man erreichen will. Was ist die Intention der eigenen Arbeit? Wie kommt sie an? Erkennt das Publikum, was ich sagen will oder verfehle ich die Wirkung vollkommen? Wenn man selbst weiß, welche Ziele man verfolgt, erkennt man recht schnell, welche Kritik diejenige ist, die einem weiterhilft.
Zunächst wäre es ratsam, sich jeder Kritik anzunehmen und dann zu filtern, welche Punkte für einen persönlich umsetzbar oder überhaupt von Nutzen sind. Nur, weil jemand etwas nicht gefällt, bedeutet es selbstverständlich nicht zwangsläufig, dass wir es auch ändern müssen. Hinter unserem Projekt stehen immer noch wir selbst. Wir haben es erschaffen und unsere Persönlichkeit steckt mit jedem Bisschen dahinter. Dennoch sollten wir uns Kritik zu Herzen nehmen und in Erwägung ziehen, welche Punkte tatsächlich gute Veränderungen hervorrufen können. Oft ist einem selbst nicht bewusst, wo die eigenen Fehler liegen. Während des Arbeitsprozesses, wird man blind vor Kreativität und Ideenreichtum. Dementsprechend fallen einem Mängel zunächst gar nicht auf und gut gemeinte Hinweise können dabei unfassbar hilfreich sein. Außerdem erfährt man so vielleicht einen Ideenaustausch und erhält einen ganz neuen Blickwinkel auf die eigene Arbeit.

Kritik in der Buchbranche

Aber. Negative Kritik bedeutet natürlich auch, dass schlechte Bewertungen vergeben werden. Schließlich äußern sich die Parteien nicht privat in einer ruhigen Runde, sondern lautstark und zwar so, dass es jeder mitkriegt. Dies trifft natürlich nicht auf jeden Kritiker zu. Doch natürlich geben wir gerne unsere Meinung kund und selbst, wenn diese gut gemeint ist, ist es für denjenigen, an den die Kritik gerichtet ist, immer etwas ungünstig. Wenn Kritik plötzlich gelistet wird und wir eine Gesamtbewertung erhalten, wird Kritik von einem gut gemeinten Veränderungsvorschlag zu einer Wertung, die für das Überleben des Künstlers, Schriftstellers, usw. zuständig ist. Versagt beispielsweise ein Debüt und die Kritiken fallen sehr schlecht aus, ist dieser jemand verloren. Oder auch nicht? Vielleicht hilft die Kritik wieder zu etwas Besserem zu erblühen, man lernt aus den Fehlern und entwickelt sich neu.
Kritik führt natürlich zu Bewertung. Doch die Bewertung, auch wenn sie nicht perfekt ausfällt, hilft zukünftigen Interessenten zu unterscheiden, welche Produkte am besten für sie geeignet sind. Wenn man sich als Käufer nämlich die negativen Kritiken durchliest und einem selbst die negativen Punkte gar nicht interessieren, dann verleitet es einen vielleicht erst Recht zum Kauf.
Ein Beispiel: Jemand schreibt ein Buch über Astronauten auf dem Mars, die eine Familie gründen. Kritiker A sagt: Ich fand das Buch blöd, weil es hauptsächlich um die Liebesbeziehung und Problematik der Familie handelte und weniger um die Umstände auf dem Mars. – Der Leser dieser Kritik kann dann für sich entscheiden, ob dies auch ein Umstand wäre, der ihn stört oder ob es gerade etwas ist, was einen sogar interessiert. Dementsprechend filtert negative Kritik diejenigen heraus, die den Roman ohnehin schlecht bewerten würden, weil es das falsche Produkt für einen ist. Oder eben das richtige Produkt und es zieht Leser an, die eben so eine Geschichte suchen. Für den Autoren bedeutet es folgendes: Wie kann derjenige sich nun verbessern? Der Inhalt soll so stehen bleiben, immerhin ist das Buch schon geschrieben und nehmen wir mal an, es verkaufe sich auch gut. Dann wäre es beispielsweise ratsam, die Marketing-Strategie zu verändern, immerhin scheint der Kritiker vorher nicht gewusst zu haben, welche Hauptthemen in dem Roman zum Tragen kommen. Wäre der Roman als Liebesgeschichte auf dem Mars in den Vordergrund platziert worden, hätte dieser Kritiker wahrscheinlich nicht dazu gegriffen. Kritik erhalten, bedeutet auch, diese richtig für einen persönlich zu interpretieren. Möchte ich eine Liebesgeschichte auf dem Mars, weil mir das wichtig ist und die Botschaft der Geschichte? Ja. Was kann ich ändern, damit dieser negative Kritikpunkt nicht mehr aufkommt? Die richtigen Leser suchen und entsprechend die korrekte Zielgruppe herausfiltern und bewerben. Durch Kritik wird klar, was falsch gemacht wurde und wie es beim nächsten Mal besser umgesetzt werden kann. Dabei ist es wichtig, Kritik möglichst objektiv zu betrachten.

Ich bin supersensibel

Was nun, wenn einem Kritik schrecklich zu schaffen macht? Wenn sie einen auf die Psyche schlägt, weil sie einem so nah geht? Schließlich sind wir allesamt nur Menschen. Wir gewichten Kritik unterschiedlich. Der eine kann sie rational betrachten, der nächste zergeht daran. Mit Kritik umzugehen, muss gelernt werden. Vor allem, wenn man selbst in einer Branche arbeiten will, die von Kritik lebt. Jeder kreative Beruf bringt eben das mit sich, immerhin richtigen wir uns mit der kreativen Arbeit an Menschen, die nur darauf warten, es zu beurteilen. Es ist stets wichtig, sich vor Augen zu führen, Kritik nicht persönlich aufzunehmen. Natürlich ist dies nur bis zu einem bestimmten Grad möglich, immerhin wird etwas sehr persönliches bemängelt. Mit der Zeit lernen wir, damit umzugehen. Gelassenheit und eine neutrale Maske helfen dabei, negative Kritik anzugehen. Gerade eine direkte Konfrontation sollte vermieden werden. Es wäre ratsam sich für Kritik zu bedanken, oder sie stillschweigend hinzunehmen. Wenn wir anfangen, unsere Projekte zu verteidigen und die Kritiker zu kritisieren, werden wir schnell auf Gegenwehr stoßen. Denn der Kritiker wiederum wird sich in seiner Meinung bedrängt fühlen und ganz gleich, wie wir versuchen werden, das Produkt schmackhaft zu machen, die Meinung ändert sich deswegen nicht. Eher im Gegenteil: Als Objekt der Kritik stehen wir rückratlos da. Kritiker anzugreifen, ist keine Lösung, um der Kritik zu trotzen. Selbstverständlich bedeutet dies keineswegs, dass jede Kritik hingenommen werden muss. Dennoch sollte jedes Mal in Ruhe abgewogen werden, welche Herangehensweise am besten verlaufen würde. Humor soll dabei das beste Mittel sein. Wenn wir uns selbst manchmal etwas weniger ernst nehmen, entspannt sich so manche Situation schnell wieder.

Banner

Wie seht ihr das? Wie geht ihr mit negativer Kritik um? Habt ihr vielleicht sogar ganz eigene Strategien? Ich bin supergespannt auf eure Antworten und Reaktionen!

LoveSarah

Ein Verriss

Meine Lieben, heute muss ich euch hinsichtlich eines Autors aufklären. Denn ich finde, irgendwo sollten Grenzen gezogen werden, es müsste klar sein, was erträglich ist, was tragbar sein sollte und was ein Autor einem Leser eigentlich zumuten darf.

Zuvor habe ich mich noch nie an einen Verriss getraut, aber ich glaube irgendwann stößt jeder mal an seine Grenzen und meine sind heute erreicht. Vielleicht ist es einfach mal notwendig, diesen Autor auf sich selbst und die Art mit unserer geliebten Sprache umzugehen, aufmerksam zu machen. Es kann möglich sein, dass demjenigen gar nicht bewusst ist, was er der Gesellschaft mit seinen Werken eigentlich zumutet. Oder vielleicht doch?
Ich frage mich ernsthaft, wer eigentlich erlaubt hat, dass dieser Autor Bücher rausbringen darf. Andererseits sollte es mich auch nicht wundern. Immerhin ist dieser Autor Selfpublisher, anscheinend wurde da an der richtigen Stelle nicht die Notbremse gezogen. Wahrscheinlich ist es so gelaufen, dass Verlage sein Manuskript abgelehnt haben und wie ich als Leser merken musste, wohl leider zurecht. Und was denkt er sich dann? Dass er das Buch einfach selbst publiziert? Warum tust du uns das an? Es hätte eine Vorwarnung am Cover kleben müssen: Achtung, Achtung, dieses Buch ist eine einzige Schande, bitte fernbleiben!

Ich kann nicht genau sagen, was mich mehr stört: Die Zeit oder das Geld, welches ich durch den Roman des Autoren verloren habe. Das einzig gute an meinem Kauf ist, dass ich den Roman aus meiner derzeitigen Wut heraus, auch in Brand stecken kann, um so wenigstens etwas Frust abzubauen. Ich kann an dieser Stelle auch nicht abstreiten, dass ich dieses Ding direkt nach dem Ende in die nächste Ecke gepfeffert habe: Es war einfach nicht mehr vertretbar.

Eigentlich wollte ich dem Autor noch eine Chance geben. Ich dachte mir: Vielleicht lernt er ja dazu. Also habe ich mir die gesamte Reihe gekauft. Und es noch mehr bereut. Zudem bin ich mir nicht sicher, was ich eigentlich schlimmer finde: Den Autor, der diesen Text verfasst hat, oder die unzähligen Leser, die ihn in die Bestsellerlisten manövriert haben! Ich schäme mich für all jene fremd, die diesem Roman ernsthaft mehr als einen Stern abgewonnen haben.

Inhaltlich ist es eine reine Zumutung. Es werden unzählige Klischees verbraucht, die zum einen nicht in unsere heutige Zeit passen und zum anderen derart abgegriffen sind, dass es mir persönlich zu peinlich wäre, solche banalen Szenarien zu verwenden. Zudem ist es unfassbar langweilig, nervtötend geradezu. Ich hätte getrost den Klappentext mit dem Schlusssatz verbinden können und tadaaaa: Roman in einer Minute beendet, ohne mir diesen Schinken antun zu müssen. Warum ich nicht abgebrochen habe? Weil ich Hoffnung hatte. Hoffnung, die offensichtlich Fehl am Platz war. Es wurde mit jedem Kapitel immer schlimmer, so dass ich mich gegen Ende hin fragte, was mit dem Autor eigentlich nicht stimmt. Er hätte wohl eher einen eingehenden Psychiater aufsuchen sollen, bevor er uns mit so einem Werk belastet!

Und was die Sprache angeht: Grausig. Habe ich grausig geschrieben? Eine Unverschämtheit! Was unserer Sprache in diesen Werken angetan wird, grenzt bereits an Körperverletzung. Wenn ich solche Bücher lese, denke ich mir, es müsste eine Grammatik-Polizei geben, die uns unschuldige Leser, vor so einem Schund bewahrt. Ich mein: Das hätte ja selbst ein Kind besser schreiben können!

Ich hoffe, dass der Autor zukünftig keine Romane mehr schreiben wird. Damit würde er der Leserschaft einen gewaltigen Gefallen tun! Denn es ist so: Talent steckt nun einmal nicht in jedem von uns und in dir, junger Autor, ganz gewiss nicht.

Banner

Das war ganz schön fies, oder?

Über wen rede ich eigentlich? Hätte ich das zu Beginn schon aufklären sollen? Na, ich verrate es euch ja jetzt! Es handelt sich um… einen fiktiven Autoren. Ja, ganz recht. Ich habe diesen gesamten Text erfunden. Allerdings besteht er inhaltlich nicht vollkommen aus meiner Fantasie: In meiner Kritik an einen fiktiven Autoren, habe ich hier und dort tatsächliche Beispiele aus Rezensionen verwendet, die reale Verrisse darstellten. Ja. Ganz recht. Ähnlich wie dort oben, werden Autoren recht häufig auseinander genommen. Dabei werden nicht nur die Romane, sondern gleich der Autor und – wenn man schon einmal dabei ist – auch die gesamt Leserschaft einmal durch den Dreck gezogen.

Es sind harte Worte. Es sind sehr persönliche Worte. Es sind Worte, die einen Menschen zerstören könnten. Viel zu oft werden wir durch die Tastatur und den Bildschirm geblendet und vergessen, dass sich am anderen Ende ein ganz echter Mensch befindet. Ein Mensch mit Gefühlen. Ein Mensch mit Träumen. Ein Mensch, den wir durch unsere Kritik sehr stark beeinflussen, kränken oder zerstören können.

Warum verfassen wir eigentlich Rezensionen? Eigentlich will man ja ein Werk beurteilen, vielleicht eine Empfehlung aussprechen. Sollte es einem nicht gefallen, wäre es dann nicht angebracht diese Kritik konstruktiv auf den Punkt zu bringen? Ganz ohne persönlich zu werden? Ohne Beleidigungen? Kritik ist insofern sinnvoll, weil es dem Autoren selbst weiterhilft.

Liebe Menschen, überlegt was ihr schreibt, überlegt was ihr sagt, überlegt wie ihr handelt. Mit eurem Tun, könnt ihr einen Menschen so intensiv beeinflussen – positiv wie negativ -, dass ihr damit sein Leben verändern könntet.

Dabei bedanke ich mich an all jene Leser, Schreiber, Rezensenten, Blogger, die objektive, konstruktive Kritiken schreiben, die keine Verrisse glauben schreiben zu müssen, weil dann die Quoten steigen, die Rezensionen schreiben, um einen Autor auf seinem Weg zu helfen und nicht um diesen Weg zu beenden.

Banner

Niccis Beitrag

Rezension: Silber – Das dritte Buch der Träume

Bewertung: ★★★☆☆

18471815_1444000598996465_974475596_o.jpg

Fakten

Titel: Silber – Das dritte Buch der Träume
Autorin: Kerstin Gier
Seitenzahl: 464 Seiten
Verlag: S. Fischer Verlag

Worum geht es?

Es ist März, in London steht der Frühling vor der Tür – und Liv Silber vor drei Problemen. Erstens: Sie hat Henry angelogen. Zweitens: Die Sache mit den Träumen wird immer gefährlicher. Arthur hat Geheimnisse der Traumwelt ergründet, durch die er unfassbares Unheil anrichten kann. Er muss unbedingt aufgehalten werden. Drittens: Livs Mutter Ann und Graysons Vater Ernest wollen im Juni heiraten. Und das böse Bocker, die Großmutter von Grayson, hat für die Hochzeit ihres Sohnes große Pläne, allerdings ganz andere als die Braut.
Liv hat wirklich alle Hände voll zu tun, um die drohenden Katastrophen abzuwenden …*

Wie hat es mir gefallen?

Hach, ja. Die Idee hinter dieser Reihe hat mir zu Beginn wirklich gut gefallen.
Bis ungefähr zur Hälfte des Romans war ich wirklich vom finalen Band recht angetan. Die radikalen Einfälle von Kerstin Gier haben der Geschichte einen gewissen Kick verliehen, und einen großen Spannungsbogen geschaffen. Leider fiel dieser Bogen dann rapide Bergab und endete in einer Auflösung, die ich absolut nicht nachvollziehen konnte. Mich beschlich der Eindruck, dass der Autorin gegen Ende die Zeit zum Schreiben und Kreativwerden ausgegangen ist. In der Danksagung schrieb sie bereits, dass sie das Buch weit nach dem Abgabetermin verschieben musste. Allerdings hätte sie es wohl noch etwas länger hinauszögern sollen, denn irgendwie fehlen mir hier einige Seiten, die das Buch erst hätten wunderbar werden lassen. Das Ende kam viel zu schnell daher, es war plötzlich vorbei. Nach all den Geheimnissen und großen Ideen wurde alles zum Schluss etwas plump gelöst.
Darüber hinaus gefällt mir die Entwicklung von Liv überhaupt nicht. Ihre Handlungen kann ich irgendwann einfach nicht mehr nachvollziehen und mich in ihre Gefühlswelt überhaupt nicht hineinversetzen.

Fazit

Nach einem gelungenen Auftakt ein etwas schwaches Ende. Schade, Kerstin Gier! Dieser Roman konnte mich diesmal leider nicht überzeugen und lässt mich etwas enttäuscht auf die Reihe zurückblicken.


Quellen:
Klappentext: Fischer Verlag