Rezension: Leinsee

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Auf der Leipziger Buchmesse hatten wir die großartige Möglichkeit auf dem Diogenes Bloggertreffen die Autorin Anne Reinecke kennenzulernen. Sie stellte ihren Roman Leinsee vor. Zu Beginn, muss ich ehrlich gestehen, war ich von der Erzählung des Inhalts und vom Klappentext absolut nicht angetan. Als die Autorin jedoch begann aus dem Roman vorzulesen, war ich von der ersten Sekunde an in ihren Bann gezogen und konnte mich der Geschichte kaum entreißen. Dieses Gefühl packte mich wieder in dem Moment, da ich Zuhause anfing den Roman zu lesen. „Rezension: Leinsee“ weiterlesen

Weshalb nutzen Autoren eigentlich manchmal Pseudonyme?

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Es fängt bereits bei kleinen Veränderungen im Nachnamen an. Oder wenn Teile abgekürzt werden. Kleinigkeiten werden weggelassen oder hinzugefügt. Doch warum macht man das eigentlich? Will man der Welt als Autor denn eigentlich nicht zeigen, dass das Buch von einem selbst geschrieben wurde?

Anonymität

Der erste Grund liegt natürlich auf der Hand: So manch einer ist einfach zu scheu für die Öffentlichkeit. Will nicht, dass vielleicht jemand erfährt, dass man Erotikbücher schreibt. Oder ziemlich düstere Krimis. Oder überhaupt Bücher. Vielleicht ist es dem einen unangenehm, vielleicht will man auch einfach nicht allzu bekannt werden? Wobei man den Erfolg zu Beginn der Karriere eigentlich nicht wirklich abschätzen kann, dennoch möchte man vielleicht auch vor wenigen Lesern unerkannt bleiben.

Künstlernamen sind manchmal auch einfach viel schöner

Das ist so ein weiterer Punkt: Es ist auch irgendwie schön, sich einen neuen Namen geben zu dürfen. Frei entscheiden zu können. Einfach etwas aussuchen, sich ausdenken, sich neu zu erfinden. Einen neuen Menschen erschaffen, den niemand kennt.

Der unaussprechliche Eigenname

Das kann natürlich auch sein. Exotische Nachnamen haben schon ihren Reize, doch was ist, wenn er so anders ist, dass man sich ihn auf keinen Fall merken kann? Etwas unaussprechliches, etwas was nicht in den Gedanken hängen bleibt. Vielleicht möchte man etwas knackiges haben, etwas, was im Gedächtnis bleibt und andere sofort wissen woran sie sind, wenn sie diesen Namen hören.

Jenny-Mai Nguyen. Der Name sieht etwas anders aus, meint ihr? Die deutsche Fantasyautorin hat sich vom Verlag dazu überreden lassen ihren Namen in Jenny-Mai Nuyen umzugestalten, um ihn leichter aussprechen zu können.* 

Marketing-Strategie

Ja, ganz recht. Das wird wohl einer der häufigsten Gründe sein. Klingt vielleicht erst einmal komisch, doch es gibt zahlreiche Beispiele.

J.K. Rowling. Ja, die Dame heißt fast wirklich so. Doch in der tat ist das „K“ nur erfunden. Sie hat ihren Namen bewusst so gewählt, um den Eindruck zu erschaffen, ihre Bücher würden von einem Mann geschrieben werden. Warum das? Nun, weil Harry Potter in erster Linie den Kinderbüchern zugeordnet wurde und Jungs ungerne Bücher lesen, die von Frauen verfasst wurden. Daher wählte sie ihren Namen so aus, dass der Anschein aufkam, die Bücher wären von einem Mann. 

Robert Galbraith. J.K. Rowling begann nach der Harry-Potter-Reihe unterschiedliche Romane zu verfassen. Unter anderem Krimis. Dort wählte sie einen komplett anderen Namen, damit man diese Bücher nicht mit den Harry-Potter-Büchern in Verbindung bringen würde und die Bücher so unvoreingenommen gelesen werden konnten. Erst viel später lies sie durchblicken, dass die Bücher von ihr verfasst wurden.

Oft kommt es auch vor, dass Autoren ihren Namen dem Genre anpassen. Es gibt schließlich auch Männer, die gerne Liebesromane schreiben (wobei das eher die Ausnahmen sind, doch why not?), allerdings einen weiblichen Namen als Pseudonym verwenden, um bei den Lesern einen besseren Anklang zu finden. Darüber hinaus nutzen viele Deutsche Autoren Englische Namen. Sie kommen einfach besser an, wirken international und wie etwas, das man schon kennt. Ein Beispiel? Marah Woolf, Poppy J. Anderson. Kennt ihr, ja? Nun, diese Damen heißen aber in echt nicht so. Es macht sich jedoch in der Romance-Branche besser, wenn die Namen etwas süßes an sich haben, etwas, woran man sich als Leser gut orientieren kann. Etwas, das schön klingt.

Was ist mit meinem Namen?

Bei mir ist alles echt. Haha. Nein mal im ernst: Mir gefällt mein Nachname so, wie er ist. Allerdings erwäge ich ein Pseudonym zu wählen, sollte ich in einem anderen Genre als Fantasy veröffentlichen. Es ist so auch einfacher für die Leser: Schließlich verbindet man meist ein Genre mit einem Autorennamen. Wenn man FITZEK liest, erwartet man schließlich einen Thriller, und das immer. Selbst wenn das Cover rosa wäre, würde ich noch eher denken, dass das Thema ein Rosa Killerhase wäre, als dass Sebastian Fitzek Liebesromane schreiben würde.
Man verbindet Erinnerungen, alte Geschichten und Bücher mit diesen Autorennamen, weshalb es nicht allzu abwegig wäre, einen neuen für neue Geschichten zu wählen.

Wie schaut es bei euch aus? Nutzt ihr ein Pseudonym? Wenn ja, warum? Und wenn nicht: Ja warum eigentlich dann nicht? ;)

Alles Liebe <3
SR


Quelle:
*Wikipedia

Titelbild: Copyright by Sarah Ricchizzi
Foto: Pixabay.com

Prokrastination: Das kleine Monster jedes Autors

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Unerwartet, versteckt, doch immerzu startbereit sich zwischen die Zeilen und Tastenanschläge zu mischen, lauert sie auf jeden Schreiberling und überfällt einen so gerissen, dass wir es erst merken, wenn es bereits viel zu spät ist: Die Prokrastination.

Was ist überhaupt Prokrastination und warum ist das so ein komisches Wort?

Um es möglichst fachmännisch auf den Punkt zu bringen: Prokrastination kommt aus dem lateinischen und bedeutet procrastinare -> vertagen. Aha!
Prokrastination lenkt uns allesamt von der eigentlich wichtigen Arbeit ab. Nur, dass es sich dabei nicht um wichtige Dinge handelt, die einem die Arbeit verschieben lassen, sondern irgendein unnützes Ablenkungsmanöver, was meist unheimlichen Spaß oder aber einfach keinen Sinn hat, als seiner eigentlichen Verpflichtung nachzugehen.

Und was macht ein Prokrastinator in solch einem Moment?

Durch Social Media hat das Spektrum für Ablenkungen ein ganz neuartiges Ausmaß angenommen. Ob Twitter, Facebook, Instagram oder was es nicht sonst für neuartigen Kram gibt, mit dem wir unsere Freizeit füllen können (Was habe ich eigentlich gemacht, bevor es all diese Dinge gab?!).
Ich persönlich treibe mich gerne auf anderen Blogs umher, stöbere in Schreibforen oder stalke jemanden auf Facebook, Twitter & Co.
Natürlich existiert Prokrastinatioin nicht erst seit dem Zeitalter des Internets. Zur Prokrastination zählt auch rumkritzeln, aus einer müden Langeweile heraus die Fingernägel neulackieren, den Schreibtisch aufräumen, die gesamte Wohnung ausmisten, Wäsche waschen…  nun, alles, was man in dem Moment nicht  zwingend machen müsste, es einem jedoch gerade gelegen kommt es statt der eigentlich zu verrichtenden Arbeit zu tun.

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Wer tut denn so etwas komisches?!

Nun, die meisten Menschen arbeiten auf der Arbeit. Und dort lässt sich eher schlecht Prokrastination betreiben, weshalb sie wohl auch etwas produktiver sind und nun ja, der Chef wäre wohl kaum begeistert, wenn seine Mitarbeiter Gameboy spielen oder sich der Pokemonjagt verschrieben haben, anstelle den Papierberg zu bearbeiten.
Doch all jene, die Zuhause Arbeit verrichten müssen, nun die werden von der Prokrastination Heim gesucht, als gäbe es die Zeit gratis zu verschenken.

Betroffen sind häufig all jene, die kreatives Schaffen betreiben. Künstler, Schreiberlinge, Blogger, Studenten! (stehen an erster Stelle), Coverdesigner gewiss auch und all jene, die sich  gerade meinen Beitrag durchlesen und eigentlich noch 10 andere Fenster geöffnet haben, in denen die unfertigen Projekte nach ihnen schreien.

Wenn wir das Problem kennen, warum machen wir es dann?

Das Problem ist: Es merkt niemand! Die Prokrastination ist in ihrem Sein sehr subtil und schmuggelt sich in unsere Gedanken, ohne, dass wir es merken. Und sobald der Funken überkommt sind dann auch mal schnell zwei Stunden um! Wollen wir mal ganz ehrlich mit uns sein: Wie oft kam es schon vor, dass es gerade noch 10 Uhr früh gewesen ist und plötzlich 12 Uhr Nachts ?!

Anmerkung der Autorin: Dies war mein 4. Anlauf, um diesen Artikel zu schreiben. Meine Prokrastination: Bilder surfen auf Pixabay, dann kam mir der Gedanke ruhig auch auf anderen Bilderseiten zu surfen, daraufhin dachte ich mir, dass ein paar Ideen für ein Cover auch nicht verkehrt wären, daraufhin gesellte ich mich in Facebook ein, fand einen interessanten Beitrag nach dem anderen, bis die Tage nur so verstrichen und ich mir schließlich, endlich heute ganz strickt vorgenommen habe, den Artikel fertig zu stellen.

Tschaka. Geschafft.
Frohes Gelingen meine lieben Weltenweber <3

  • SR

Quellen:
Titelbild: pixabay
Comic: islieb.de
Info: wikipedia

Inspiration durch Bilder

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An dieser Stelle möchte ich unterschiedliche Inspirationsquellen im Bereich der Kunst vorstellen.

Quelle der Inspiration

Um mir Szenen, Situationen und meine eigenen Charaktere und die Welt in der sie leben vorstellen zu können, besuche ich unterschiedliche Internetseiten. Diverse Künstler können auf sehr unterschiedliche Arten ihre Vorstellungen zur Show stellen. Ich surfe gerne auf den unterschiedlichsten Seiten, um mir so einige Ideen und Details besser vorstellen zu können. Einige Bilder lade ich mir auch in einem gesondertem Ordner runter, um sie gegebenenfalls für spätere Szenen noch einmal genauer betrachten zu können. Ganz oft werden mir erst durch das rumstöbern einige neue Kapitel und Wege meiner Figuren erst richtig bewusst.

Internetseiten

Auf der Plattform deviantart durchforste ich gerne die Werke zahlreicher Künstler. Jeder kann dort seine Bilder online stellen. Unter den Künstlern befinden sich sehr viele Professionelle, die ihre Projekte mit einem Wasserzeichen kennzeichnen, damit man diese durch einen Kauf freischalten kann.
Auf pixabay werden Bilder kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies bedeutet, dass man diese Seite gut dafür nutzen kann, um Titelbilder zu finden. Ich war überrascht wie professionell diese Seite und die darstellten Bilder sind, obwohl sie vollkommen frei zur Verfügung stehen. Dies bedeutet, dass sie frei von jeglichen Urheberrechten sind und in jeglicher Form, ob kommerziell oder privat, genutzt und sogar verändert werden dürfen.
Manchmal nutze ich auch pixelio. Diese Seite stellt Bilder ebenfalls kostenlos zur Verfügung, allerdings finde ich sie weniger übersichtlich. Auf flickr werden auch professionelle Bilder präsentiert, allerdings müssen zur eigenen Nutzung die Bilder gefiltert werden. Dazu muss bei der Suche die Einstellung auf „Keine bekannten Urheberrechtseinschränkungen“ justiert werden.