Rezension: Spinner

Spinner von Benedict Wells erinnert mich daran, warum ich das Schreiben und Lesen so sehr liebe. Er verkörpert in seinem Schreibstil und der Art seiner Geschichten die Leidenschaft, die hinter dem Schreiben von Büchern steht. Mit Spinner habe ich bei Benedict Wells wieder zu einem Buch gegriffen, was jetzt bereits zu meinen Jahreshighlights zählt. Continue reading „Rezension: Spinner“

Leidenschaft Bloggen

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Heute möchte ich euch etwas über meine große Leidenschaft Bloggen erzählen. Wieso mache ich das eigentlich? Weshalb so viel Zeit in einen Blog investieren, ellenlange Beiträge runtertippen, Fotos drapieren, recherchieren und am Ende noch schön verpacken? Spoiler vorab: Weil ich es liebe.
Dieser Beitrag ist natürlich nicht nur auf meinen Mist gewachsen, es entstand in Zusammenarbeit mit Nicci [Trallafittibooks] und landet unter unsere Rubrik: Die Buchnachbarinnen. Continue reading „Leidenschaft Bloggen“

Blogparade: Ich und mein Blog

Derzeit tauchen hier und dort im Bloggerleben einige eher missmutige Stimmen auf, die das Bloggen und die Menschen, die dahinter stecken, schlecht reden. Das finde ich sehr schade. Diesen Gedanken hatte auch Steffie von angeltearz und hat zu einer Blogparade aufgerufen, um für ein gemeinsames Miteinander zu appellieren.

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Aufmerksam auf diese Blogparade bin ich durch Jill von Letterheart und Nicci von Trallafittibooks geworden. Durch deren Beitrage habe ich wiederum wieder zu neuen Blogs gefunden, was einfach wunderbar ist. Denn darum geht es bei dieser Aktion: Das gemeinsame Miteinander zu zeigen. Dass das Bloggen Spaß macht. Dass das Bloggen verbindet. Dass das Bloggen uns alle irgendwie näher bringt, weil wir alle dieselbe Leidenschaft teilen.

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Wer bist du? Stell dich vor!

Wer bin ich? Das ist eine ausgezeichnete Frage, hah. Jetzt verfalle ich aber ich lieber nicht einem merkwürdigen philosophischen Redefluss, was ich allerdings in Romanen sehr gerne mache. Das würde aber vermutlich an dieser Stelle etwas zu weit führen, hah.
Wer bin ich, also? Mein Name ist Sarah Ricchizzi. Ich schreibe seit 9 Jahren Geschichten, liebe Bücher, bin vielleicht etwas sehr viel süchtig nach ihnen und obendrein dem Bloggerleben hoffnungslos verfallen.
Ich liebe das Gestalten und Erstellen von Covern, Bildern, Texten und überhaupt einfach alles, was etwas Künstlerisches an sich hat.
Über Bücher könnte ich mich monatelang auslassen, wenn sie mich richtig gepackt haben. Dabei belagere ich mein Umfeld exzessiv, wenn ich einem Roman sehr stark verfallen bin, weil ich einen unglaublichen Redebedarf bekomme.
Ach, ja: Ich rede sehr gerne. Reden und Schreiben? Mein Ding.
Übrigens bin ich ein Vierteljahrhundert alt geworden, klingt cool und das ist es auch.
Mich erkennt man meist sehr schnell: Denn ich habe blaue Haare. Ich liebe es sie bunt zu färben. Jahrelang war es knallrot gewesen. Seit einem Jahr nun ist es dieses herrliche Königsblau, an dem ich mich nicht sattsehen kann. Ich glaube, dabei bleibe ich, hah.

Seit wann bloggst du?
Und wie bist du zum Bloggen gekommen?

Meinen Blog habe ich vor fast drei Jahren gegründet, um mich in der Schreibwelt etwas zurechzufinden. Allerdings habe ich damals noch keinen wirklichen Plan gehabt und vor allem die Regelmäßigkeit etwas sehr viel vernachlässigt.
Ende letzten Jahres dann habe ich beschlossen das ganze endlich etwas intensiver und vernünftiger anzugehen und blogge nun unglaublich gerne, sehr leidenschaftlich und aus Liebe. Dabei stehen mein Leben als Autorin und als Buchbloggerin im Vordergrund. Viele Autoren und Buchblogger trennen diese beiden Teile auf zwei unterschiedliche Ebenen. Für mich allerdings gehört beides auf meinem Blog zusammen. Weil ich möchte, dass ihr beide Seiten von mir kennt und ich so alles auf einem Fleck habe.

Weiß dein Umfeld davon, dass du bloggst?
Wenn ja, was sagen sie dazu?
Wenn nein, warum nicht?

Ja, mein Umfeld weiß, dass ich blogge. Mir ist nicht bewusst, wer es alles genau weiß, allerdings verheimliche ich diesen Teil meines Lebens nicht. Am Anfang habe ich es nicht groß hinaus posaunt, weil ich selbst erst lernen musste, wie ich den Spaß eigentlich angehen wollte. Doch nun ist es ein selbstverständlicher Teil meines Lebens, an dem auch meine Freunde und meine Familie teilhaben.
Diesbezüglich habe ich zum Glück noch keine negative Erfahrung gesammelt, eher im Gegenteil. Meine beste Freundin folgt mir sogar per E-Mail, weil ihr gefällt, was ich mache und sie es gerne unterstützt. Das hat mich unglaublich gerührt!
Allerdings muss ich gestehen, dass ich zu Beginn etwas, ja, Angst hatte, mich in der Hinsicht zu outen. Denn: Ja, es gibt reichlich Menschen, die das belächeln, die es nicht ernst nehmen, die nicht begreifen, was eigentlich dahinter steckt. Wie viel es einem eigentlich bedeutet. Das ist echt schade, weil es einfach Vorurteilsbelastend ist und einem gewissen Halbwissen entspringt, weil diejenigen sich mit der Thematik selbst gar nicht auseinandersetzen. Doch solche Menschen gibt es auch, zum Glück bin ich persönlich in meinem Umfeld noch nicht auf solcherlei getroffen.
Doch selbst wenn: Ich stehe zu dem, was ich mache, denn ich liebe es und würde es niemals missen müssen.

Nutzt du Social Media? Und wie kann man dir folgen?

 Ja, und das erstaunlich gerne. Obwohl ich es früher, muss ich gestehen, eher belächelt habe. Ich konnte mit Social Media einfach nichts anfangen, war früher eher der Papier-Mensch und hatte das Gefühl, dass ich der Welt dort draußen nichts zu sagen hatte. Das hat sofort mit dem Bloggen geändert. ICH LIEBE SOCIAL MEDIA. Ehrlich.
Ich liebe es für Instagram Fotos zu schießen, Beiträge auf Facebook zu verfassen oder irgendwelchen Nonsense auf Twitter zu zwitschern, hah. Vor allem Twitter ist mir durch die Autorenwelt sehr ans Herz gewachsen. Ohne Twitter wäre ich zum Beispiel der Schreibnacht nie begegnet, und das wäre sehr schade gewesen!
Was ich mir anscheinend unbedingt noch näher ansehen muss, ist Pinterest. Dazu habe ich noch irgendwie keinen Draht gefunden, aber das wird noch.
Wo ich bei diesen Medien so aufzufinden bin?

Gibt es etwas, was dich an der Bloggerwelt stört?
Und was würdest du dir wünschen?
(Trau dich und sei ehrlich)

Mich stören die Jammer-Posts sehr. Das habe ich persönlich noch nie gemacht, weil mir so etwas zum einen zu peinlich wäre und zum anderen ich auch noch nie das Verlangen danach hatte. Denn: Mich juckt es nicht die Bohne, ob mir 1000 oder 10 liebe Menschen folgen. Natürlich ist es schön, wenn man viele erreicht, keine Frage! Ich freue mich sehr, wenn meine Beitragsreichweite steigt! Aber es ist nun mal nicht der Grund, weshalb ich blogge. Ich blogge, weil es Spaß macht. Weil da Liebe hinter steckt. Weil ich es auch machen würde, wenn mir nicht eine Socke folgt. Dabei würde ich mir wohl Gedanken machen, weshalb mir niemand folgt, haha, aber ich würde es trotzdem weiterhin machen.
Doch Jammern, in der Öffentlichkeit und nach Likes und Follower betteln: Leute, das geht mal so richtig nicht! Jemand sollte euch folgen, weil derjenige das mag, was ihr so fabriziert. Sonst schaut da auch niemand ein zweites Mal vorbei. Seht lieber nach, was andere richtig machen und was bei euch vielleicht falsch läuft.
Und auch bezüglich dessen: Diese Ignoranz Kritik anzunehmen. AH! Wenn euch erfahrene Blogger Tipps geben, nimmt sie an, verdammt! Die wissen, wie man es macht, also vertraut der weisen Stimme.
Vor kurzem bin ich tatsächlich einem Hater auf Twitter begegnet. Es ging nicht gegen mich persönlich, sondern gegen das geliebte Schreibnacht-Forum. Hass herumsprühen, einfach, weil das eigene Leben vielleicht nicht so super läuft? Total uncool. Einfach unnötig. Und ich frage mich: Haben solche Leute eigentlich sonst nichts zu tun? Mal ganz im ernst, da fehlt mir die Luft zu, um gegen andere Leute zu wettern. Ich verteile liebe Herzkonfetti.

Und was magst du an der Bloggerwelt?

Das gemeinsame Miteinander. Ja, wirklich.
Dort draußen sind so wunderbar herrliche Menschen hinter den Blogs, die ich nie wieder missen möchte. Es sind Menschen, die mit Leidenschaft und Liebe ihren Blogs nachgehen. Sei es nun über Bücher, oder andere Themen, das spielt keine Rolle.
Ich liebe es über Menschen zu lesen, die das tun, was sie lieben. Hinter den Beiträgen steckt so viel Gefühl, so viel Intensität, das ist einfach herrlich. Es gibt viel zu viele Menschen, die Dingen nachgehen, die sie überhaupt nicht mögen. Da ist es schön zu sehen, wenn wiederum andere das tun, was sie lieben. Und das, obwohl wir nicht einen Cent dafür bekommen. Andererseits: Vielleicht ist es gerade deshalb so schön? Ohne Druck, einfach das machen, was man mag.
Die Vernetzung ist so unglaublich gut! Es ist kaum zu glauben, wie schnell man neue Menschen in dieser Blogger-Welt kennenlernt. Es geht so schnell und das ist großartig!

Liest du auch außerhalb deines eigenen „Blogbereiches“,
oder liest du als z. B. Buchblogger nur Buchblogs?

Früher habe ich sehr viele Food-Blogs durchgestörbert. Mittlerweile bin ich nur noch auf Buch- und Schreibblogs. Es sind einfach die Themen, die mein Leben am meisten einnehmen und die mich dadurch auch am meisten interessieren. Es kann allerdings durchaus mal vorkommen, dass ich mich zwischendurch mal auf andere Blogs verirre.

Vernetzen ist wichtig.
Hast du Lieblingsblogs? Zeig mal!

Ouh, ja! Natürlich! Ohne diese Menschen, würde mir das Bloggen nur halb so viel Spaß machen.
Zu Beginn habe ich recht früh meine Autorenkollegin und mittlerweile gute Freundin Mika Krüger kennengelernt. Ihre Texte sind sehr ausführlich und ihre Beiträge unglaublich interessant. Ich lese sie sehr, sehr gerne!
Wen ich sehr schnell ins Herz geschlossen habe, ist Anna von Buchstabenträumerei. Ich lese ihre Rezensionen unglaublich gerne und tausche mich so gerne mit ihr aus! Ich freue mich schon darauf sie auf der Frankfurter Buchmesse und auf einer Lesung von Cassandra Clare dann endlich auch mal persönlich kennenzulernen!
Jill von Letterheart ist mir in den letzten Wochen sehr ans Herz gewachsen! Ich liebe ihren Blog und ihren Buch-Geschmack, haha. Wir fangirlen zusammen und das macht so viel Spaß! Ich weiß gar nicht an wie vielen Büchern Jill mittlerweile in meinem Regal schuld ist, haha. Danke dafür!
Die Beiträge, die ich sehr zu schätzen weiß und auch ziemlich cool finde, sind die von Nicci von Trallafittibooks. Dort sind viele buchige Themen aufzufinden, die ich sehr ansprechend finde. Außerdem gefällt mir die Aufmachung ihres Blogs sehr, vor allem ihre Fotos.
Die Rezensionen von Anna von Ink of Books lese ich unglaublich gerne. Sie sind so voller Leben, ich finde es einfach super lustig und stöbere gerne bei ihr herum.

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Zwischen Leben und dem Schluss

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Mein Schatten schleicht durch die Gassen der Welt, zwischen jedem Schlupfwinkel, kennt alle Menschen und ihre Verstecke. Der Zeitpunkt folgt für sie alle, niemand kann sich davor drücken, mich bestechen oder Ausreden suchen. Es ist ein Zeitpunkt absoluter Ehrlichkeit. Der Moment der Wahrheit.
Obwohl ich meine allgegenwärtige Anwesenheit nicht vor ihnen verberge, benehmen sie sich, als hätte ihnen jemand die Unsterblichkeit geschenkt. Dem ist ganz und gar nicht so.
Denn ich bin der Tod und trachte allen Menschen hinterher, ganz gleich für wen sie sich halten.
Doch manchmal so wünschte ich mir, sie wären sich meiner bewusster. Würden fühlen, wie kostbar ihre Sekunden sind, die ihnen noch hier verbleiben. Manch einer weiß, wann ihn das Schicksal treffen wird und versuchen die Zeit hinaus zu dehnen, jeden Moment in den Erinnerungen zu speichern.
Weshalb, so frage ich mich, benehmen sie sich nicht immer so?
Wieso leben Menschen nicht jeden Tag, erfüllen ihn mit Herzenswünschen und trachten ihrer Leidenschaft hinterher? Weshalb verbringen sie so viel Zeit damit sich zu hassen, andere zu verachten, Streit und Kriege auszulösen, bei denen ich sooft zum Einsatz komme, dass ich mir mit den Jahren der Menschheit Hilfspersonal in Form von Sensenmännern und Sensenfrauen anschaffen musste.
Manchmal verbleibe ich noch einen Moment und sehe den Verbliebenen hinterher. Höre ihre Anklagen, sehe die Tränen und nehme ihre Verwürfe an mich in mir auf. Dabei beobachte ich ihren Schmerz, den Geliebten nie wieder sprechen zu können, nie wieder eine Antwort auf eine Frage zu hören, keine gemeinsamen Momente mehr teilen zu können und wie sie keine gemeinsamen Berührungen mehr fühlen werden.
Ich zerschelle ihr Leben und versuche zu verstehen, was sie durchleben, doch ganz gleich wie viel Leid ich beobachte, wie viele Bücher ich von ihnen lesen werde und wie oft ich sie mit mir nehme und auf die andere Seite führe: Ich werde das Leben der Menschen nie wirklich begreifen können.