Rezension: Die Sache mit der Motte und dem Licht

Fakten

Titel: Die Sache mit der Motte und dem Licht | Autorenname: Katharina Wolf| Seitenanzahl: 236 | Verlag: Carlsen| Preis: 16,39 € E-Book | ISBN: 9783739436524 | Sprache: Deutsch | Erscheinungstermin: April 2019 |
Erworben: Rezensionsexemplar


Inhalt

Wenn das Herz sich die Flügel verbrennt-
Liebe auf Knopfdruck ist gar nicht so einfach. Das lernt Lenny spätestens, nachdem er sich bei der Dating-App G-Stagram angemeldet hat. Je länger er sucht, desto mehr zweifelt er daran, jemals den passenden Freund für sich zu finden. Bis eines Morgens Nick in den Schulbus steigt, der neue Fußballstar der Nachbarschule. Von ihm wird Lenny ab der ersten Begegnung angezogen wie die Motte vom Licht. Dumm nur, dass Nick im Gegensatz zu Lenny nicht nur unglaublich cool, sondern auch definitiv hetero ist. Oder etwa nicht?
Mit ihrem Roman »Die Sache mit der Motte und dem Licht« gewann Katharina Wolf beim Schreibwettbewerb von tolino media und Impress den 2. Platz! Die Jury war begeistert: »Eine erfrischende Gay-Romance, die durch ihre lockere Atmosphäre und phänomenal coole Charaktere besticht. Dieser Roman macht einfach Spaß!
Goodreads


Lesezeit

Eine zuckersüße Schulzeit-Romanze mit viel Liebe, Freundschaft & Humor.

Der Titel Die Sache mit der Motte und dem Licht, erregte bereits häufiger meine Aufmerksamkeit. Es verspricht bereits eine niedliche Liebesgeschichte, mit kleinen Dramen und Humor. Und genau das serviert Katharina Wolf mit diesem Roman. Der Hauptcharakter ist ein Siebzehnjähriger, der gerne mit Humor und spitzen Sprüchen reagiert und darüber hinaus bis über beide Ohren verliebt ist.

Vielleicht war der Vergleich mit der Motte und dem Licht nicht schlecht. Denn mir kam es schon seit Monaten so vor, als ob ich einfach nur wirr um ihn herumflatterte und auf einen Moment seiner Aufmerksamkeit hoffte, ohne mich an ihm zu verbrennen.
Die Sache mit der Motte und dem Licht | Katharina Wolf | Seite 123

Obwohl sich zwischendurch ein paar Wiederholungen auftaten, so liest sich die Geschichte sehr schnell und sorgt für einen entspannten Leseabend mit einigen Schmunzlern und gute Laune. Die Dramatik kommt hier nicht allzu kurz, weckt jedoch auch spannende Momente, die das Lesetempo fördern. Die Geschichte spielt sich nicht allein um das Liebespaar herum, sondern lässt auch Freunde und Familie in den Vordergrund, was sehr angenehm ist.

„Was ist tolerant, Mama?“, fragte Ida {…}
„Weißt du, alle Menschen sind anders. Manche haben dunkle Haare wie dein Bruder, manche hellere, so wie du. Und dann gibt es noch Menschen, die haben eine dunklere Hautfarbe…“ „So wie Jason?“, fragte Ida nach. „Genau, so wie Jason aus deiner Klasse. Und dann gibt es noch Jungs, so wie deinen Bruder. Er möchte lieber einmal einen Mann heiraten und keine Frau. Verstehst du? Jeder ist anders. Und wenn du das toll findest, und es dir egal ist wie Jason aussieht oder wen dein Bruder einmal heiraten wird, dann bist du tolerant.“
Die Sache mit der Motte und dem Licht | Katharina Wolf | Seite 123

Obwohl der Roman eher entspannt und locker geschrieben wurde, treten dennoch ein paar wichtige und ernstere Themen auf, die sehr gut und sensibel behandelt wurden. Unter anderem wird über Selbstliebe, Toleranz, die erste Liebe und gegenseitigen Respekt und den Umgang mit Mitmenschen geschrieben, was ich positiv hervorheben möchte. Gerade in Alltagsromanen werden solche Themen meist vernachlässigt, doch die Autorin hat darauf gerade in den ruhigen Momenten ein Augenmerk gerichtet, was wirklich gut umgesetzt wurde.


Fazit

Die Sache mit der Motte und dem Licht ist mein erster Roman von Katharina Wolf. Ihr lockerer Schreibstil und der bestechende Humor gestalteten den liebevollen Roman zu einer zuckersüßen Lovestory, die perfekt für zwischendurch, etwas Herzschmerz und eine große Portion gute Laune ist.

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LoveSarah

Rezension: Nachtblüte – Erbin der Jahreszeiten

XXX

Bei diesem Roman handelt es sich um den dritten Band der Jahreszeiten-Reihe von Jennifer Wolf. Es könnten Spoiler enthalten sein!

In dieser Woche habe ich den dritten Band der Jahreszeiten-Reihe verschlungen. Dabei merke ich bereits beim Schreiben, dass ich mich an die Handlung nur vage erinnern kann und es mehr ein Gefühl ist, was dieser Roman in mir auslöst: Es hat sich wie Nachhausekommen angefühlt. Man fühlt sich zwischen den Seiten geborgen und das ist es, was die Welt von Jennifer Wolf ausmacht.

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Fakten

Titel: Nachtblüte – Die Erbin der Jahreszeiten
Autorenname: Jennifer Wolf
Seitenanzahl: 288
Genre: Romance, Fantasy
Verlag: Carlsen
Preis: 7,99 € (TB) 3,99 (E-Book)
ISBN: 978-3-551-31617-2

Inhalt

Ilea Sola Sommerkind kann Licht brechen und eine warme Brise herbeirufen. Sie ist nicht das einzige Jahreszeitenkind auf der Erde und dennoch ist sie etwas Besonderes, denn nur sie stammt vom Sommer ab. Und so ist ihr Heim auch dasjenige, das sich der Sommergott diesmal für seinen Aufenthalt ausgesucht hat. Als er jedoch schwer verunglückt, muss sie einen weiteren Gott beherbergen: Aviv, den Frühling, der seit fünfhundert Jahren den Frauen entsagt und die Erde gemieden hat… [Carlsen]

Meine Lesezeit

Geborgen. Humorvoll. Wiederkehrend.

Wie es der Name verlauten lässt, merkt man dem Roman die grundlegende Geschichte dieser Reihe an: Das Verlieben in einen Gott. Diese Liebesgeschichte wurde ebenso schön wie liebevoll niedergeschrieben. Dabei empfand ich diesen Roman mitunter am witzigsten, gerade durch die Unbeschwertheit mit der sich die Protagonistin trotz ihrer Lebenslage gibt. Sie ist ein wahrer Sonnenschein und ihre lockere Art hat dafür gesorgt, dass sich der Roman wirklich schön lesen ließ.

„Manchmal liegt Perfektion in Unebenheiten und kleinen Fehlern.“

Zum Hauptaugenmerk wird in diesem Roman Aviv, der Frühlingsgott. In den Bänden zuvor wird er als schüchtern und jugendhaft beschrieben. Dass ihn etwas plagt, führt dazu, dass seine lockere Haltung durch Trauer überschattet wird. Allerdings habe ich gerade den Charakterzug der Schüchternheit bei ihm etwas vermisst. Er wirkte manchmal zwar zurückhaltend, doch schüchtern erschien er mir irgendwie nicht. Gerade bei Aviv habe ich mir erhofft, dass sich sein Charakter etwas deutlicher von seinen Brüdern abzeichnen würde. Zwar mochte ich ihn und die Entwicklung der Liebesgeschichte sehr, dennoch fühlte sich auch in diesem Band alles wie eine Wiederholung an. Nach einer Wochen nun kann ich mich nicht einmal an einzelne Szenen zurückerinnern, die diese Lovestory irgendwie auszeichneten.

„Geh, kleine Nachtblüte. Trage Licht in die Dunkelheit. Dafür wurdest du geboren“, sagt mein Vater und ich weiß schon jetzt, dass seine Worte mich für immer begleiten werden.

Etwas Hoffnung steckte ich in diesen Roman, nachdem mich ein dramatischer Auftakt in den ersten Seiten begrüßte. Die Mutter von Gaia tritt in ihr Reich ein und ich wartete auf ein unglaubliches Spektakel. Leider entwickelte sich dieser Twist etwas anders als erhofft und gerade da, wo Jennifer Wolf hätte noch mehr aus der Story herausholen können, ist sie wieder in den Alltag der Vorgänger getreten, was ich wirklich schade fand. Gerade in diesem Roman hatte ich mir etwas mehr Tiefgang und ein detailliertes Worldbuilding erhofft. Leider erfahren wir nicht viel mehr über die Hintergrundgeschichte als wir ohnehin durch die Geschichten zuvor lesen durften. Das fand ich wirklich schade! Der Fokus wurde weiterhin ausschließlich auf die Entwicklung der Liebenden gelenkt, so dass auch die Spannung mit der Zeit auf sich warten ließ.

„Nein. Mich zu verlieben wäre mit das Schlimmste, was mir hier passieren könnte.“

Was mich mit der Zeit am meisten wurmte und sich bislang durch jeden Roman zog, war die Ehrfurcht mit der die Menschen der Göttin Gaia entgegentraten. Zwar kann ich bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen, dass die Menschen vor einer echten Gottheit, die sich körperlich und mit ihrer Macht vor ihnen zeigt, eine gewisse Angst haben, dennoch finde ich es fragwürdig, dass sich wirklich jeder vor ihr scheut. Dabei muss man nicht zwangsweise gegen ihre Gesetze verstoßen oder ihr gegenüber unfreundlich sein, doch wenigstens sie zu hinterfragen, was auch auf eine höfliche Ebene stattfinden kann, finde ich angemessen und eben das habe ich vermisst. Das selbstverständliche Hinnehmen ihrer Macht wirkte mit der Zeit nicht glaubwürdig und störte mich. 

Aber Liebe? Das ist so ein großes, bedeutsames Wort, was man nicht unüberlegt oder vorschnell in den Mund nehmen sollte. Liebe… ich weiß doch noch überhaupt nicht, was das wirklich bedeutet.

Dennoch mochte ich diesen Roman, gerade durch die vertrauten Charaktere und dem Wissen, wieder in diese familiäre Umgebung einzutauchen, bereitete mir jedes Mal eine gewisse Vorfreude auf die nächsten Seiten.

Mein Fazit

Nachtblüte bescherte mir wieder eine schöne Lesezeit, die sich mit witzigen Momenten und einer niedlichen Liebesgeschichte sehen lassen konnte. Leider fehlte mir auch in diesem Roman die Tiefgründigkeit und vor allem eine gewisse Vielschichtigkeit, die einen neuen Blickwinkel zulässt und etwas Abwechslungsreichtum, vor allem hinsichtlich der Entwicklung der Liebesgeschichte und der Eigenschaften der Hauptfiguren.

Auch den dritten Roman von Jennifer Wolf möchte ich liebend gerne als Lektüre für zwischendurch weiterempfehlen. Es ist eine schöne Geschichte, die sich zu lesen lohnt. Es ist vielleicht eher eine Liebesgeschichte für junge Teenager, die etwas Herzschmerz verkraften können. Aus dem Grund ordne ich Nachtblüte in die Kategorie Friend ein.

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