Rezension: Crown of Midnight

Achtung: Bei dieser Rezension handelt es sich um den zweiten Band der Throne of Glass Reihe von Sarah J. Maas. Es könnte eventuell den ersten Band spoilern.

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Fakten

Autorenname: Sarah J. Maas
Titel: Crown of Midnight (dt.: Kriegerin im Schatten)
Seitenanzahl: 418 Seiten
Preis: 18,99 $ (englisch) 9,95 EUR (Taschenbuch Deutsch)
Genre: Fantasy

Inhalt

From the throne of glass rules a king with a fist of iron and a soul as black as pitch. Assassin Celaena Sardothien won a brutal contest to become his Champion. Yet Celaena is far from loyal to the crown. She hides her secret vigilantly; she knows that the man she serves is bent on evil.

Keeping up the deadly charade becomes increasingly difficult when Celaena realizes she is not the only one seeking justice. As she tries to untangle the mysteries buried deep within the glass castle, her closest relationships suffer. It seems no one is above questioning her allegiances—not the Crown Prince Dorian; not Chaol, the Captain of the Guard; not even her best friend, Nehemia, a foreign princess with a rebel heart.

Then one terrible night, the secrets they have all been keeping lead to an unspeakable tragedy. As Celaena’s world shatters, she will be forced to give up the very thing most precious to her and decide once and for all where her true loyalties lie… and whom she is ultimately willing to fight for. [goodreads]

Meine Lesezeit

Gefährlich. Gerissen. Gnadenlos. 

Celaena wurde zum Champion des Königs auserwählt. Wir befinden uns wieder im Palast des Königs und lernen Celaenas Geschichte kennen. Zu Beginn ist die Atmosphäre eher ruhig, was mir persönlich allerdings sehr gut gefallen hat. Allmählich steigt man in das Leben von unserer geliebten Badass Protagonistin ein und lernt Personen ihrer Vergangenheit kennen.

“I worry because I care. Gods help me, I know I shouldn’t, but I do. So I will always tell you to be careful, because I will always care what happens.”

Sarah J. Maas vollbringt es wieder, die Seiten mit Geheimnissen und Andeutungen ihrer speziellen Art zu sprenkeln, so dass man mit der Zeit mit so vielen Geschichten konfrontiert wird, dass man mit Anspannung auf die Lösungen wartet. In diesem Roman werden uns direkt einige neue Charaktere vorgestellt, an denen ich allerdings keinen wirklichen Narren fressen konnte. Sie waren nun einmal da, mein Herz konnten sie jedoch nicht erobern, was allerdings nicht wirklich schlimm war. Mein Hauptaugenmerk ist stets auf die Story von Celaena gerichtet. Ich liebe ihre Art zu denken, ihre ungenierte, direkte Art. Gleichzeitig weist ihr Charakter solche menschlichen, geradezu unschuldigen Züge auf, dass sie mir mit jeder kleinen Schwäche, und sei es nur für gewaltige Schokoladenkuchen (oder vielleicht gerade deswegen), noch sympathischer wird.

“Why are you crying?“
„Because,“ she whispered, her voice shaking, „you remind me of what the world ought to be. What the world can be.”

In diesem Buch zeigt unsere geliebte Assassine ihre kämpferische Art. Wer dieses Mal auf mehr Aktion hofft, wird belohnt werden. Im ersten Band versteckte sie noch zur Tarnung ihre wahren Talente, doch hier offenbart sie die Killerin, die vor der sich jeder fürchtet: Die Attentäterin. Die beste Assassine, von der ihr jemals gehört habt: Celaena Sardothien.

But death was her curse and her gift, and death hat been her good friend long, long years.

Gleichsam wie im ersten Band, wird hier auch die dritte Erzählperspektive gewählt, was mir persönlich unglaublich gut gefällt. Meist erfahren wir die Geschichte aus Caleanas Sicht, werden jedoch immer häufiger mit Gedanken aus Chaols und Dorians Sicht belohnt. Um die Spannung anzuheizen, fügt Sarah J. Maas hier und dort unerwartete Passagen aus Sicht des Königs oder anderen Rivalen ein, die für gewaltige Schockmomente sorgen und mich manchmal mit Gänsehaut zurückließen.

„You must learn to ask the right question before you can receive the right answer.“

Ab der Hälfte nimmt das Buch eine Erzählgeschwindigkeit an und eine Dramatik ein, mit der ich nicht gerechnet habe. Zu Beginn werden wir mit Geschichten und Anfangskonflikten konfrontiert, danach folgt ein Sturm, der einen solange  mitreißt, bis das Wort Ende auf der letzten Seite vor einem prangert und das nächste Buch bereits verheißungsvoll wartet. Die Wendung und weiteren Geschehnisse ließen mich sprachlos zurück, geradezu fassungslos.

Honestly, she sometimes wondered if there was something a bit wrong with her for being able to cry so easily.

Die Romantiksparte kommt hier auch nicht zu kurz, allerdings spielt das Liebesleben von Celaena eine eher nebensächliche Rolle, ebenso wie im ersten Band. Der Fokus liegt eher auf dem Königreich, die Entwicklung der Protagonisten und das Überleben.

Mein Fazit

Im zweiten Band der Throne of Glass Serie werden wir mit Schockmomenten, Humor und Action belohnt. Sarah J. Maas bringt wieder ein Kunstwerk aufs Papier, mit dem sie ihre Sprache Emotionen malen lässt, die einen sprachlos zurücklassen. Der zweite Teil überzeugte mich vor allem durch den Wandel und die bittere Spannung zum Schluss.

Lover

 

Blogger des Vertrauens

Jill von Letterheart
Jenny von Beauty and the Book

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Rezension: Throne of Glass (1)

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Fakten

Titel: Throne of Glass (dt.: Throne of Glass – Die Erwählte)
Autorenname: Sarah J. Maas
Sprache: Englisch
Seitenanzahl: 404 Seiten (dt.: 500)
Genre: Fantasy
Verlag: Bloomsburry (dt.: Dtv)
Preis: Gebunden 12,90 € (dt.: 17,95 €)

Inhalt

Meet Celaena Sardothien.

Beautiful. Deadly. Destined for greatness.

In a land without magic, where the king rules with an iron hand, Celaena, an assassin, is summoned to the castle. She comes not to kill the king, but to win her freedom. If she defeats twenty-three killers, thieves, and warriors in a competition, she is released from prison to serve as the king’s champion.

The Crown Prince will provoke her. The Captain of the Guard will protect her. But something evil dwells in the castle of glass—and it’s there to kill. When her competitors start dying one by one, Celaena’s fight for freedom becomes a fight for survival, and a desperate quest to root out the evil before it destroys her world.

[Quelle: Sarah J. Maas]

Meine Lesezeit

Badass. Humorvoll. Düster.

Celaena Sardothien ist eine Assessin. Sie wurde überlistet und ist dadurch in ein Todeslager gelandet, um dort zu sterben. Unverhofft wird sie für einen Wettkampf vom Kronprinzen auserwählt, um sich dort als Champion des Königs zu beweisen. Während des Wettkampfes werden auf brutale Art und Weise nach und nach Kandidaten getötet. Celaena geht diesen Morden ungewollt auf den Grund. Denn eigentlich will sie sich in diese Dinge gar nicht einmischen. Ihr geht es um ihr Leben. Ihr Überleben. Ihre Freiheit.

„My Name is Celaena Sardothien“, she whispered.
„But it makes no difference if my name’s Celaena or Lillian or Bitch,
because I’d still beat you, no matter what you call me.“
– S. 352 –

Der Fokus der Story ist eigentlich schwer festzulegen. Es geschieht so unglaublich viel, dass allein das Setting und diese neue Welt in der wir uns durch Maas Feder befinden, bereits füllend und atemberaubend genug sind, um die Lesezeit auszufüllen. Das Worldbuiling hat mich sehr fasziniert. Nicht selten blätterte ich zu der beigefügten Karte zurück, um mir die Plätze und die Zusammenhänge dadurch noch einmal zu verbindliche. Hier hat Sarah J. Maas wieder ausgezeichnete Arbeit geleistet.
Interessant waren die Gespräche mit dem Kronprinzen, der ganz anders ist, als er von Außen eigentlich scheint, was ihn umso sympathischer gestaltete. Gerade durch den Schreibstil, der nicht aus der Ich-Perspektive stattfindet, sondern als personalen Erzähler gewählt wurde und immer mal wieder aus einer anderen Sicht den Erzählfokus setzt, erfahren wir so viel über die Gedankenwelt so mancher Charaktere, dass es die Spannung mit jedem weiteren Geheimnis und Wunschdenken der Protagonisten höher steigen ließ.

Princess are not supposed to be handsome! They’re sniveling, stupid, repulsive creatures! This one… this… How unfair of him to be royal and beautiful.
– S. 8 –

In Throne of Glass werden viele Charaktere vorgestellt, die allesamt ihre Rolle zu tragen haben. Mit der Zeit erst wird deutlich wie wichtig jeder Charakter ist und was sie wirklich zu verbergen versuchen. Durch viele Geheimnisse und gleichzeitig der Art und Weise wann welche Informationen durch wen preisgegeben werden, weckt die gesamte Geschichte immer mehr die Neugier und fesselt den Leser an die Seiten.

She hadn’t tasted fear in a while – hadn’t let herself taste fear.  When she awoke every morning, she repeated the some words: I will not be afraid. For a year, those words had meant the difference between breaking and beding; they had kept her from shattering in the darkness of the mines.
– S. 2 –

Obwohl Celaena viel Leid in ihren jungen Jahren durchleben musste, ist sie nicht gebrochen. Sie überspielt ihre Dunkelheit durch eine unfassbar sympathisch fröhliche Art, die mich nicht selten zum Schmunzeln brachte. Dabei ist es vor allem ihr direktes und freches Mundwerk, welches mich am meisten begeisterte. Sie ist mutig, schreckt vor nichts zurück und traut sich etwas. Ganz anders als die schüchternen Protagonisten, die man in Romanen sonst kennenlernt, spricht Celaena immer genau das an, was der jeweiligen Situation erst den Kick verleiht. Dabei liebte ich zugleich ihre Echtheit und Menschlichkeit. Sie ist nicht perfekt. Sie will es auch gar nicht sein. Sie ist selbstbewusst, kennt ihre Schwächen und versteckt diese nicht einmal. Gerade das zeichnet ihre Stärken aus, denn diese weiß sie umso mehr zu schätzen. Sie weiß, wer sie ist und was sie will.

„I like music“, she said slowly,
„because when I hear it, I … I lose myself within myself, if that makes sense.
I become empty and full all at once,
and I can feel the whole earth roiling around me.
When I play, I’m not… for once, I’m not destroying. I’m creating.“
– S. 230 –

Es ist jedoch nicht nur Celaena, die der Story ihren Charme verleiht. Prinz Dorian brachte durch seine Unbeschwertheit und gleichzeitig sehnsuchtsvolle Sicht auf die Welt eine gewisse Leichtigkeit in den Handlungsverlauf mit ein. Durch sein Auftreten wurde ein Gleichgewicht zwischen der Grausamkeit des Königreichs und dem Leben vor Ort geschaffen.

„You could rattle the stars“, she whispered. „You could do anything, if you only dared. And deep down, you know it, too. That’s what scares you most.“
– S. 399 –

Hier und dort traten ein paar Handlungen etwas zu vorhersehbar auf, was allerdings durch die Beziehungen der Charaktere und den Geheimnissen, die bis zum Schluss noch ungeklärt blieben, durchaus zu vertreten war. Vor allem die Art, wie Sarah J. Maas die Sprache nutzt, gestaltete Throne of Glass zu einem großartigen Leseerlebnis.

Übrigens: Auch in diesem Roman liebe ich die Wahl der Namen für die Protagonisten. Sie sind so wunderbar einzigartig und anders! Mein liebster Charakter ist Celaena Sardothien selbst. 

Mein Fazit

Mit Throne of Glass hat Sarah J. Maas einen charakterstarken Reihenauftakt geschrieben, der mit Spannung, ungewohntem Humor und viel Mystik versehen wurde. Gerade das Ende und der Verlauf hinsichtlich der Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren, sei es die freundschaftlichen oder die Lovestorys, machen neugierig auf die weiteren Intrigen und bevorstehenden Abenteuer von Celaena Sardothien.

Kategorie: Lover

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