Rezension: Oblivion – Lichtflüstern

Bewertung ★ ★ ★ ★ ★ (5/5)

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Fakten

Titel: Oblivion – Lichtflüstern
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Seitenzahl: 384 Seiten
Verlag: Carlsen

Worum geht es eigentlich?

Als Katy nebenan einzieht, weiß Daemon sofort: Das gibt Schwierigkeiten. Er darf keinen Menschen an sich heranlassen, denn das würde Fragen aufwerfen. Warum bist du so stark? Wie kannst du dich so schnell bewegen? Was BIST du? Die Antwort darauf ist ein Geheimnis, das niemals gelüftet werden darf. Doch Katy bringt Daemon vom ersten Tag an aus der Fassung. Er will ihr nahe sein, aber diese Schwäche kann er sich nicht erlauben. Sich in Katy zu verlieben würde nicht nur sie in Gefahr bringen – es könnte auch das Ende der Lux bedeuten.

Wie es mir gefiel?

Ja, es ist ein absolutes Fan-Buch. Allerdings hat es sich die Autorin nicht so einfach gemacht und nur die Dialoge zwischen Katy und Daemon kopiert und eingefügt. Wir erfahren in diesem Buch die gesamte andere Seite der Lux. Das Leben, was sie führen. Was machen sie eigentlich den ganzen Tag? Wo steckte Dee zwischendurch im ersten Band, wenn sie mal ein paar Abende fort war? Oder Daemon? Über was redeten sie, während Katy nicht in der Nähe war?
Das Buch setzt früher an, als es aus Katys Perspektive erzählt wurde. Und zwar am ersten Tag ihrer Ankunft. Daemon beobachtet sie unentwegt, regt sich darüber auf,  dass Menschen in die Siedlung gezogen sind und stalked Katy, bevor sie ihm überhaupt zum ersten Mal begegnet war. Dabei wirkt Katy aus Daemons Sicht automatisch deutlich weniger abgehärtet. Und das, obwohl er von ihrer Art, ihm zu kontern, doch recht beeindruckt war, so merkt man durch seine Perspektive und die Sicht, wie er sie wahrnimmt, deutlich wie verletzlich sie eigentlich ist. Doch das empfand ich wirklich gut, denn so nimmt Daemon Katy schließlich wahr: Ein Mädchen, das er beschützen will.
Der Schreibstil wurde komplett auf Daemons Art abgestimmt, so dass der ganze Roman authentisch wirkt. Natürlich geschieht hier nichts sonderbar Neues, das sollte einem allerdings auch klar sein, wenn man einen Roman aus zweiter Sicht liest.
Es ist wirklich amüsant die Geschichte so noch einmal zu erleben. Allerdings wäre es kaum möglich den Band zu lesen, wenn man die Story zuvor nicht bereits aus Katys Perspektive kannte. So kam es mir beim lesen zumindest vor, dass ich bei einigen Stellen die Stirn runzelte und mich wunderte, wie ein Außenstehender so manche Situation ohne den gesamten Kontext nachvollziehen sollte. Natürlich wurden wieder hier und dort die Begrifflichkeiten und die Welt der Lux erklärt, allerdings stürzt man als Leser direkt in Daemons Welt und könnte so durchaus etwas zu durcheinander sein, was so manche Fähigkeit betrifft. Die richtige Aufklärung folgt nämlich erst später, wenn nämlich auch Katy herausfindet, was eigentlich los ist.
Wie man Daemon kennt, nennt er die Dinge stets beim Namen, was einen wirklich zum schmunzeln bringt und ich es genossen habe die Sicht eines derart starken Charakters zu lesen. Dadurch wurde der Geschichte überwiegend ein humoristischer Teil verliehen, der so bei Katy eher romantische Anklänge hatte.
Dennoch war es für mich unglaublich unterhaltsam und ich bereue keineswegs das Buch ebenfalls der OBSIDIAN-Reihe hinzufügen zu können.
Der Schreibstil ist wie immer flüssig und die Geschichte liest sich locker leicht hinweg.
Es dauerte nicht lange und das Wort ENDE rückte immer näher.

Was ich etwas schade empfand?

Nun ein bisschen was zu meckern habe ich allerdings schon. Allerdings richtet sich die Kritik vorrangig an das Lektorat und Korrektorat. Zum einen schienen mir manche Momente, in denen Katy in eine Unterhaltung eintritt oder überhaupt Daemon etwas beoabachtet, die tatsächliche Handlung zu fehlen. Irgendwie erschien Katy manchmal einfach auf der Bildfläche oder es wurde vergessen zu berichten, wie sie reagierte, oder dass sie sich überhaupt genähert hatte. Dabei standen eher die Dialoge im Vordergrund und die Gedanken von Daemon, als die Handlung. So gravierend waren die Punkte zwar nicht, doch es trat vereinzelt auf und verwirrt ungemein, vor allem, wenn man die Story noch nicht kennen sollte.
Darüber hinaus bin ich über Carlsen dann doch etwas enttäuscht. Es ist nicht nur dieser Roman der Obsidian-Reihe, doch in Oblivion hat mich dieser Umstand am meisten aufgeregt: Überall gibt es Fehler im Roman. Meine Güte! Ich schreibe selbst und mich regt diese Unachtsamkeit wirklich enorm auf. Da wird Selfpublishern unentwegt vorgeworfen, wenn etwas in Punkto Lektorat und Co. nicht stimmt und dann patzt so ein großer Verlag an so einigen Stellen ordentlich herum. Zum einen wurde recht häufig und das durch all die Romane hinweg, die wörtliche Rede manchmal gar nicht gesetzt. Schwub. Einfach vergessen. So dass man manchmal die Gedanken von Katy und die wörtliche Rede ihres Gegenübers gar nicht auseinander halten konnte. Darüber hinaus wurde bei Oblivion zwischendurch einfach die Perspektive gewechselt! Es scheint mir, als wären Dialoge einfach von Katy auf Daemon kopiert worden und dann hat jemand vergessen, statt sagte er, sagte ich zu schreiben. Das ist wirklich nicht so schön gelungen und kam mehr als häufig zur Geltung. Es stört den Lesefluss zwischendurch und nervt einfach. Das darf schlichtweg nicht vorkommen. BASTA! Doch dafür kann die Autorin bei weitem nichts, so dass ich in dem Punkt einzig den Verlag kritisiere und dem Buch deshalb keinen Punkt abziehen möchte. Schade, Carlsen, ich mag eure Bücher wirklich sehr. Doch irgendwie kleckert da jemand an Stellen, die nicht sein müssen.

Fazit?

Ein absolutes MUSS für alle Daemonfans und überhaupt Fans dieser Reihe. Es ist ein unterhaltsamer Perspektivwechsel, der uns einen durchaus sympathischen Eindruck und mehr Einblicke in die Welt der Lux verschafft. Aus dem Grund werde ich mir auch den im Sommer folgenden zweiten Band aus Daemons Sicht ergattern. Dafür lohnt es sich einfach viel zu sehr dieser Reihe nicht zu entkommen.


Quellen:
Klappentext: Carlsen

Rezension: Opposition

Bewertung ★ ★ ★ ★ ★ (5/5)

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Fakten

Titel: Opposition – Schattenblitz
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Seitenzahl: 416 Seiten
Verlag: Carlsen

Worum geht es?

Katy kann noch immer nicht fassen, dass Daemon sie verlassen und sich der Armee der Lux angeschlossen hat. Seit deren Invasion ist ein Krieg ausgebrochen, der schon viele Menschenleben gekostet hat. Niemand ist mehr sicher, doch um der schwangeren Beth zu helfen, wagt Katy sich aus dem Haus. Als ihr größter Wunsch in Erfüllung geht und sie Daemon begegnet, scheint dieser jegliche Gefühle für sie verloren zu haben. Katy muss herausfinden, ob noch etwas von dem Daemon, den sie liebt, in ihm steckt – bevor alles verloren ist.

Was ich darüber denke?

Bücher

JAP. Genau so sieht mein Gemütszustand derzeit aus. MIMIMIMIMI.
Gerade habe ich Opposition beendet und somit den finalen Band der Obsidian-Reihe. Und hach. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Irgendwie fühle ich mich so leer und möchte ein bisschen rumjammern. Ein kleiner Trost liegt gerade neben mir: Gestern auf einem Shoppingtrip habe ich mir bereits Oblivion gekauft (hihi und ein kleiner Glückskauf dazu: Ein Nirvana-Shirt, hach…ach, was soll’s ich lade mal eben ein Foto dazu hoch…)
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Ja, ich habe  mich etwas in dieses T-Shirt verliebt und danach konnte mich auch kein Weiteres überzeugen gekauft zu werden. Doch das macht nichts. Dafür gab es noch ein Buch, weil ich bereits ahnte, dass ich den letzten Band wohl am Wochenende beenden werde und ich Oblivion wahrscheinlich sehr gerne direkt hinterher lesen wollte, hehe.

Doch ich schweife ab. Ihr merkt, irgendwie will ich nicht so recht zum Punkt gelangen, weil die Reihe dann wirklich beendet wäre. Meine Gedanken sind noch ganz wirr und befinden sich in der Schwebe. Wie soll ich den letzten Band nur beschreiben?

Oh GOTT. Es passiert so viel. So unfassbar viel. Es wird traurig, sehr traurig. Aktiongeladen. Überraschend. Und mit einem Ende, mit dem man auch irgendwie gerechnet hat, doch ich glaube mit einem anderen wären Fans auch nicht zufrieden gewesen.

Die Idee in welche Richtung dieser Roman geht, hat mir sehr gut gefallen. Zu Beginn erst einmal wieder verzweifelt, wo wir doch irgendwie an demselben Ausgangspunkt, wie bei Roman 4 – Origin angelangt waren: Daemon und Katy wurden getrennt. Nur, dass es dieses Mal Daemon ist, von dem wir nicht wissen, was mit ihm geschieht. Allerdings lüftet sich das kleine Geheimnis und eine böse Vorahnung recht schnell, indem Armentrout ebenfalls in diesem Roman wieder den Perspektivwechsel zwischen Daemon und Katy eingebaut hat.
Die Lux erreichen die Erde und ziehen diejenigen, die bereits auf der Welt verstreut lebten, wie magnetisch zu sich an. Sie haben gar keine Wahl, folgen ihrem Volk, ihresgleichen und müssen tun, was von ihnen verlangt wird. Die Lux wollen die Menschen vernichten und den gesamten Planeten für sich erobern. Doch wer führt sie an? Was sind ihre wahren Intentionen?
Die Regierung klingt sich wieder ein, doch auf welcher Seite stehen sie? Was planen sie? Und was ist eigentlich mit Luc?
Katy muss einiges durchmachen, wobei wir als Leser, wie ich finde, an einigen Stellen etwas zu schnell erfahren, was eigentlich wirklich wer denkt und vorhat. Doch so schlimm empfand ich es nicht, immerhin rutschten wir über die Kapitel hinweg so schnell in unvorhergesehene Szenarien, dass man die Katastrophen erst einmal verarbeiten musste, bevor die nächste einschlug. Die gesamte Atmosphäre erinnert an eine Zombie-Apokalypse, in der wirklich alles den Bach runtergeht. Dabei kämpfen die Protagonisten stets um ihr Leben, verlieren sich gegenseitig, wollen sich beschützen und sehen sich nicht nur einmal in einer Zwickmühle gefangen.
Archer wächst mir in diesem Band sehr ans Herz. Er ist unglaublich cool und Daemon gewachsen. Nicht zuletzt seine Fähigkeit Gedanken zu lesen, treibt jeden in den Wahnsinn was er mit seinem unglaublichen Humor super überspielt und für jeden, selbst Daemon, irgendwie der Fels in der Brandung zu sein scheint. Er überblickt die Situationen perfekt und bewahrt stets einen kühlen Kopf, um unsere voreiligen Protagonisten aus der Schlinge zu ziehen.
In dem Band lernen wir Luc etwas besser kennen, wobei er immer noch etwas mysteriös bleibt und das auch irgendwie zu seinem Charakter passt.
Das Ende schockiert und ich habe jede Zeile mitgelitten. Es war furchtbar, doch hätte die Autorin es nicht so geschrieben, wäre es mir auch irgendwie zu unrealistisch vorgekommen. Sie hat genau die richtigen Entscheidungen getroffen und uns auf einen Weg geführt, der brutal ist, doch durchgezogen werden musste.

Fazit?

Ein gelungenes Ende, was so gut wie alle Rätsel auflösen wird, ohne übereilt oder gedrängt zu wirken. Dieses Buch umfasst alle Fragen und Antworten, zeigt uns die Welt der Lux, ihr wahres Erscheinungsbild, genauso wie einige Hintergrundgeschichten zu längst vergessenen Charakteren. Alles ergibt einen Sinn und man merkt, dass die Autorin vom ersten Band an etwas geplant hat, wovon wir Leser keine Ahnung hatten.
Diese Reihe übertrumpft sich selbst mit jedem Roman, jedes Buch war für mich lesenswert, zog mich in den Bann und hinterlässt die Zeilen für immer in meinen Gedanken. Anders, als in anderen Reihen, beschleicht einen nicht das Gefühl, dass die Autorin die Geschichte unnötig in die Länge gezogen hat. Im Gegenteil: Es wäre sogar Potenzial für weitere Geschichten, Ideen und Katastrophen, doch ich denke Daemon und Katy haben bereits genug gelitten. Haha.

Wie hat euch die Reihe gefallen? Wie fandet ihr das Ende? Falls ihr Details besprechen wollt, markiert sie bitte mit „SPOILER“. Ich bin gespannt auf eure Meinungen!

SR


Titelbild: Copyright by Sarah Ricchizzi
Comic: Sarah Scribbles
Klappentext: Carlsen

 

Rezension: Origin

Bewertung ★ ★ ★ ★ ★ (5/5)

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Fakten

Titel: Origin – Schattenfunke
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Seitenzahl: 448 Seiten
Verlag: Carlsen

Worum geht es?

Daemons Leben hat jeglichen Wert verloren, seit Katy von Daedalus festgehalten wird. Auch Katy ist verzweifelt. Täglich muss sie neue Experimente über sich ergehen lassen. Trotzdem beginnt sie zu ahnen, dass Daedalus nicht nur schlechte Seiten hat. Und sind die Lux wirklich so friedlich, wie sie es bisher immer annahm? Wer sind hier die Guten und wer die Bösen? Katy ist fest entschlossen, eine Antwort auf diese Fragen zu finden – doch dann könnte es bereits zu spät sein. Vor allem, wenn Daemon bis dahin nicht wieder an ihrer Seite ist …*

Wie hat es mir gefallen?

Das Ende von Opal hat mich wirklich wahnsinnig gemacht. Ich habe noch nie zuvor so einen furchtbaren Cliffhanger miterlebt. Innerlich etwas zerstört, wollte ich erst einmal nicht weiterlesen. Irgendwie konnte ich es nicht. Denn eins war sehr gewiss: Zu Beginn würden Katy und Daemon eine Zeitlang getrennt sein und irgendwie hatte ich keine Lust. Keine Lust darauf zu warten, dass der Punkt erreicht ist, wo sie wieder zusammenfinden. Doch die Spannung packte mich. Und wie!
Dieser Teil ist wohl der spannendste dieser Reihe. Aktiongeladen, Nervenkitzel und Grauen spuken durch die Seiten. Im Mittelpunkt dieses Bandes steht Daedalus, was sie vorhaben, was sie eigentlich genau sind und was sie genau von Katy und Daemon wollen. Dabei geht die Autorin mit unseren Lieblingen nicht gerade zimperlich um. Es wird heftig. Hier werden wir als Leser nicht ein Stück verschont.
Einige Überraschungen lauern auf uns, unvorhergesehenes geschieht. Man wird selbst paranoid, vertraut niemandem und fürchtet hinter jedem Kapitel auf die nächste Katastrophe, die wir mit Daemon und Katy durchstehen müssen. Bis zum Schluss hält die Spannung gnadenlos an. Die Zeilen konnte gar nicht schnell genug verfliegen, ich musste einfach wissen, wie es ausgeht. Musste erfahren, was das Ziel aller sein wird. Alles ist stets ungewiss. Kaum glaubt man, dass man weiß, worauf alles hinausgeht, da lauert die nächste Überraschung auf. Alles läuft sehr schnell vonstatten, es gibt keine langgezogenen Szenen, keine überflüssigen Gespräche. Jede Geschichte wirkt durchdacht, jede Rolle perfekt inszeniert, die Gespräche genau richtig gesetzt.
Mein absolutes Highlight: Die Story wurde dieses Mal aus BEIDEN Perspektiven geschrieben. Die Autorin hat diesen Part unglaublich gut umgesetzt. Die Charaktere wirken durch ihre Sichtweisen noch echter und tiefgängiger als zuvor. Der Sprachstil passt sich perfekt den Zügen der Protagonisten an. Die gesamte Art, wie Daemon denkt, fühlt und sich verhält, wird wirklich grandios umgesetzt. Es wirkt aus beiden Perspektiven authentisch, so dass mir die Hilfen, die an den jeweiligen Kapiteln gesetzt werden, wessen Perspektive nun aufgestellt wird, kaum von Nöten gewesen sind. Man wusste einfach, wessen Gedanken gerade niedergeschrieben wurden.
Darüber hinaus nutzte Armentrout diesen Wechsel taktisch sehr klug. Dadurch wurde die Spannung noch weiter hochgeschaukelt. Wirklich wunderbar in Szene gesetzt.
Das Ende: OH SHIT! Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie das weitergehen soll! Auf den letzten Teil bin ich wahnsinnig gespannt und fürchte mich auch etwas davor, zu erfahren, was für ein Ende allen später bevorsteht.

Fazit

Eine unglaubliche Fortsetzung. Der mitunter spannendste und auch informativste Teil dieser Reihe. So viel sei gesagt: Nimmt euch einen langen Nachmittag dafür Zeit. Wenn ihr die ersten Seiten überwunden habt, euch damit anfreundet, dass wir Katy und Daemon erst einmal getrennt erleben müssen, könnt ihr das Buch absolut nicht mehr aus den Händen legen. Es passiert schlichtweg zu viel und man will alles SOFORT erfahren.


Quellen:
Titelbild: Copyright by Sarah Ricchizzi
Klappentext: Carlsen