Weihnachtszeit – Das Gute in uns

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Die Weihnachtsgeschichte, oder vielmehr A Christmas Carol von Charles Dickens, ist eines meiner liebsten Weihnachtsgeschichten. Nicht nur, dass sie über Weihnachten und die Besinnlichkeit einer Familie handelt, es zeigt unverhofft dem Leser eine Geschichte über einen Griesgram der schließlich durch sein eigenes Spiegelbild sein Leben, obgleich er schon sehr alt ist, zum Guten wendet. Es gibt mir Hoffnung, dass Menschen dazu in der Lage sind sich doch zu verändern und am Ende das Gute in uns hervor kommt und überwiegen kann.
Vor allem zur Weihnachtszeit blüht die Freude und Vergebung in uns auf. Neben der eigenen weihnachtlichen Vorfreude auf das Fest und die Bescherung, sind wir selbst emotionaler und selbstloser als zu anderen Jahreszeiten. Die Spendenbereitschaft ist enorm. Erst Gestern habe ich eine fantastische Aktion auf Facebook wahrgenommen, über die ich gerne berichten möchte:
Ruthe ist ein deutscher Comic-Zeichner aus Münster. Seine Frau engagierte sich zuletzt für Flüchtlingskinder. Auf ihrer Facebook-Seite postete sie einen Beitrag mit der Bitte an ihre Freunde Weihnachtsgeschenke für Flüchtlinge zu sammeln, damit auch diese eine schöne Zeit hier verbringen können. Eine großartige Idee! Am Ende haben sich über 130 Menschen gefunden, die bereitwillig Geschenke gekauft haben! Und das an Menschen, die man überhaupt nicht kennt. Mehr dazu, könnt ihr gerne auf seiner Facebook-Seite erfahren.
Diese Geschichte rührt mich sehr. Die Bereitschaft anderen Menschen eine Freude zu bereiten steckt in vielen Menschen. Dass trotz vieler negativ Schlagzeilen, dennoch so viel Menschlichkeit an so mancher Ecke vorzufinden ist, freut mich sehr.

Ich wünsche einen schönen dritten Advent und hoffe, dass auch unter euch, der ein oder andere einem Fremden etwas Gutes tun mag.

X Sarah

#Paris

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Angst, Furcht, Fassungslosigkeit. Unverständnis. Und die große Frage nach dem Warum?

Terror

Vollkommen unerwartet, in Sicherheit gewägt, unter Freunden und Familie hörte ein jeder von uns Gestern am späten Abend von den schrecklichen, kaum zu begreifenden Terroranschlägen, die schon wieder Paris treffen mussten. Angst ergreift jeden, genauso wie Trauer und Wut. Wut gegen jene, die ihren Glauben, eine Ideologie, die Politik oder andere Vorbilder dazu nutzen, um das Leben vieler Menschen zu zerstören. Sie töten willkürlich, radikal und ohne Rücksicht. Schon vor vielen Monaten riefen wir um Beistand bei Je suis Charlie aus, ein weiterer Terroranschlag auf Paris, bei dem damals Journalisten sterben mussten, die für die offene Meinungsfreiheit kämpften. Und erneut musste es Paris treffen, erneut mussten sie viele Opfer zählen, erneut sieht die Welt mit Fassungslosigkeit nach Frankreich. Es ist grausam und lässt meinen Verstand nicht verstehen, warum all dies geschehen musste.

Angst

In solch Momenten beschleicht einem die große Angst. Sind wir sicher? Wird ein Krieg ausbrechen? Was wird geschehen? Und eine grausame Frage kommt auf: Wann folgt der nächste Anschlag? Ist es nur noch ein Warten? Endet das alles überhaupt?

Gewalt darf nicht mit Gewalt enden

Anlässlich dieser 7 Terroranschläge, die am Freitag den 13 gleichzeitig stattfanden, sehen sich viele Rechtsextremisten in ihrem eigenen Hass bestätigt und ersuchen nun selbst eine massive Gewaltbereichtschaft und zwar gegen Flüchtlinge. Zu dieser Stunde dürfen wir uns nicht von unserer Angst, Unsicherheit und Wut überwältigen lassen. Ganz gleich aus welchen Beweggründen getötet wird: Es ist keine Lösung und kann nicht gerechtfertigt werden. Ob Terroristen willkürlich Unschuldige Töten oder Rassisten auf Flüchtlinge losgehen, weil sie glauben einen Schuldigen gefunden zu haben: Es ist falsch und wir müssen gerade zu solchen furchtbaren Stunden auf die Menschlichkeit appellieren.

Menschlichkeit

Zu Zeiten wie diesen ist die Hilfsbereitschaft enorm hoch, genauso wie unser Beileid, Mitgefühl und Empathie. Und diese Menschlichkeit müssen wir stärken und darauf bauen. Wir dürfen nicht unsere böse Seite hervor scheinen und Überhand ergreifen lassen. Wir dürfe nicht urteilen, nicht vorurteilen und verurteilen. Kein Ausländer oder Flüchtling hat Schuld an dem, was um uns herum geschehen ist. Nur, wenn wir unseren Zusammenhalt und das Menschliche in uns nicht unterdrücken, können wir die Kraft schöpfen, um solche Krisen zu überwinden. Sobald wir beginnen gegeneinander zu hetzen, sind wir allesamt verloren.

„Wir haben ein staatliches Haus geerbt, ein großes „Welthaus“, in dem wir zusammen leben müssen – Schwarze und Weiße, Menschen aus dem Osten und aus dem Westen, Heiden und Juden, Katholiken und Protestanten, Moslems und Hindus. Eine Familie, die in ihren Ideen, ihrer Kultur und ihren Interessen übermäßig verschieden ist und die – weil wir nie mehr ohne einander leben können – irgendwie lernen muss, in dieser großen Welt miteinander zu leben.“ – Martin Luther King