NaNoWriMo: 10605 Wörter

Gestern Nacht wurde die 10k Marke von mir geknackt. Ich bin doch recht stolz so viel zu schaffen, obwohl ich weiß, dass andere schon weitaus höhere Wörter vorzeigen können. Das macht aber nichts, ich bin froh überhaupt am diesjährigen NaNoWriMo teilzunehmen. Alles andere ergibt sich schon, außerdem bin ich noch genau im richtigen Pensum, um die 50 000 Wörter zu erreichen. Es ist faszinierend zu sehen, wie rasant sich die Geschichte fortbewegt. Immerhin habe ich mir für andere Manuskripte weitaus mehr Zeit gelassen. Bei dieser Geschwindigkeit zu schreiben gefällt mir sehr gut. Ich wünschte es wäre ein Vollzeit-Beruf, dann könnte ich mich hingebungsvoll zu jeder Zeit meinen Texten widmen. So ist das Schreiben viel intensiver. Ich habe das Gefühl mit jedem Moment mehr zu lernen. Ich fühle mich richtig in die Geschichte rein, sie scheint mir so nah, wie noch keine zuvor. Danke, NaNoWriMo.

Wahnsinn!

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Gleichsam ist das gemeinschaftliche Schreiben während des NaNoWriMo motivierend und niederschmetternd. Es ist erstaunlich, wie schnell die Worte plötzlich fließen. Durch die stetige Anwesenheit von Kommentaren und Blogeinträgen anderer Mitschreiber fühlt man sich regelrecht dazu genötigt auch endlich weiter zu schreiben. Ich ertappe mich dabei, wie ich wirklich zu jeder Minute in meiner Gedankenwelt abdrifte und stetig an meiner Geschichte im Kopf weiter schreibe. Die Ideen können gar nicht schnell genug gefunden werden, verzweifelt versuche ich mir alles zu merken und Zuhaus angekommen scheint die Tastatur gar nicht schnell genug tippen zu können. Eigentlich bleibt zwischen Arbeit, Fernstudium und Ehegatten überhaupt keine Zeit, um ein so wahnsinniges Projekt in einem Monats-Marathon durchzurattern – doch was soll ich sagen? Da bleibt einem Schreiberling schlichtweg keine andere Wahl, als mitzumachen! Getrieben durch die Masse, wird man in den Strom der Schreibnächte mitgerissen und muss einfach in diesem Monat schreiben, was das Zeug hält.
Und ich muss sagen: Es ist fantastisch! Schon länger war ich nicht mehr so müde, erschöpft und hocherfreut zugleich. Gefühlt könnte ich in diesem Monat alles schaffen! Ja wirklich, es ist faszinierend, wie einem das gemeinschaftliche Schreiben vorantreibt. Zu wissen, das in diesem Augenblick auch viele Hunderte, Tausende Andere genau das gleiche aus denselben Gründen tun, ist einfach berauschend. Die Geschichte nimmt Formen an, die ich so vorher nicht erwartet hätte. Auf einige Abzweigungen und Ideen wäre ich zuvor wahrscheinlich gar nicht gekommen, doch gezwungen durch den Schreibfluss müssen Lösungen schnell bei der Hand sein, so dass sich plötzlich Kapitel wie von selbst schreiben und beenden. Faszinierend. Der absolute Wahnsinn.

Die Kehrseite ist natürlich zu erkennen, dass Kollegen weiter und schneller sind. Doch irgendwie treibt mich dies zur Zeit mehr an, als dass es mich niederschmettert. Es spornt mich an, am Ende nicht zu versagen und die 50 000 Wörter zu knacken.

Und weiter gehts, die Wörter warten.

Bild: DAVID MELCHOR DIAZFlickr.com

NaNoWriMo

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Es geht los. Das Warten hat ein Ende. Oder einen Anfang. Den Anfang. Einen Monat lang, dreißig Tage, müssen wir Schreiberlinge in die Tastatur hauen, bis uns die Finger abfallen. Der National Novel Writing Month hat begonnen! In der USA gestartet, hat dieses Schreib-Projekt auch in Deutschland einen großen Anklang gefunden. Eigentlich wollte ich überhaupt nicht mitmachen – was?! Und das als Schriftsteller?! Ja. Mit der einfachen Ausrede, dass mich meine anderen Projekte viel zu sehr einspannen. Blöde Ausrede. In diesem Monat sollen 50 000 Wörter geschrieben werden. Und sie werden auch geschrieben werden! Durch viele Blogger habe ich die riesige Resonanz erlebt und konnte so dadurch tatsächlich mitgerissen werden. Ist ja auch irgendwie blöd, wenn man als einzige nicht mitreden kann! Mika hat mir den Anstoß gegeben und gemeinsam wollen wir uns zwischendurch ordentlich motivieren, damit auch keiner von uns aufgibt!

Seid dabei und lasst die Wörter tanzen. Der Monat aller Schreiberlinge hat begonnen – wer nicht mitmacht verpasst was!