Meine Liebe zu Rezensionen und warum sie so wichtig sind

Vor kurzem las ich über eine Diskussion, die in den Vordergrund stellte, dass Rezensionen auf Blogs unwichtig seien. Überhaupt würden diese so gut wie gar nicht beachtet werden und Rezensionen wären auch die schwächsten Beiträge auf einem Blog, wenn man das ganze in Klickzahlen analysiere. Da mir persönlich Rezensionen sehr am Herzen liegen und ich unheimlich gerne Rezensionen auf anderen Blogs lese, wollte ich einen Beitrag schreiben, der die Wichtigkeit von Rezensionen und die Gründe, weshalb ich von ihnen so begeistert bin, einmal näher hervorbringt. Continue reading „Meine Liebe zu Rezensionen und warum sie so wichtig sind“

Warum auch negative Kritik wichtig ist

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Derzeit stoße ich des Öfteren auf Autoren, Verlage oder Blogger, die darum bitten, nicht kritisiert zu werden. Kritik wird oft persönlich aufgefasst, weil es die Person betrifft. Schließlich steckt hinter einem Text ein Mensch, der ihn verfasst hat. Beim Verfassen einer Geschichte, eines Beitrags oder überhaupt einer aufwendigen Arbeit, wird sehr viel Herz hineingesteckt. Wenn plötzlich diese unglaubliche Arbeit negative Resonanzen zieht, wird es emotional. Plötzlich fühlen wir uns persönlich angegriffen und das möchte niemand. Doch gleichzeitig ist negative Kritik aus dieser Welt nicht wegzudenken und ich persönlich finde sie gar wichtiger, als positives Feedback.

negative Kritik

Wenn wir eine Arbeit abgeben, ganz gleich in welcher Branche, dann möchten wir dafür belohnt werden. Sei es durch den Chef, durch Freunde, Familie oder Fremde. Wir erhoffen uns, mit dem was wir geleistet haben, auf Lob zu stoßen. Immerhin haben wir viel Arbeit hineininvestiert, es hat uns viel Mühe und Zeit gekostet, wir haben womöglich sogar unser Bestes gegeben und entsprechend soll es auch gewürdigt werden. Unser Stolz spielt dabei gewiss auch eine Rolle.
Und dann stoßen wir auf Kritik. Negative Kritik. Wir wollen das gar nicht hören. Derjenige ist doof. Gemein. Fies. Er versteht uns nicht. Begreift nicht, was wir mit dem, was wir gemacht haben, erreichen wollten. Dann wird es persönlich: Derjenige mag mich bestimmt nicht. Dann kommen Selbstzweifel auf: Ist es wirklich so schlecht? Sollte ich vielleicht nicht weitermachen?
Es ist eines der schwersten Aufgaben, mit so einer Kritik umzugehen. Worte, die das, was man geleistet hat, schlecht reden, so aufzunehmen, dass man sich nicht gekränkt, verletzt oder am Boden zerstört fühlt, ist nicht so einfach. Viele sagen, man darf es sich nicht so zu Herzen nehmen. Wenn aber das ganze Herzblut in dieser Arbeit liegt, wie soll das dann funktionieren?

Kritik ist überlebenswichtig

Das Problem, was sich aus Lob ergibt, ist folgendes: Wenn wir ausschließlich gelobt werden, kämen wir zu dem folgenden logischen Schluss: Das, was wir machen, ist perfekt. Immerhin gefällt es allen. Warum also etwas daran ändern? Wieso daran weiterarbeiten? Es ist makellos. Jeder liebt es. – Denken wir.
Wenn es  niemand wagt, Kritik auszusprechen, können wir an uns selbst nicht arbeiten. Wenn wir Kritik ablehnen, können wir nicht dazulernen. Und eines sei gewiss: Wir lernen ein Leben lang.
Wenn jemand eine Arbeit konstruktiv kritisiert, hegt dieser Kritiker eigentlich einen positiven Gedanken: Derjenige will, dass wir uns verbessern, damit das, was wir abliefern, eine noch höhere Qualität erhält. Eigentlich doch richtig nett! Leider geschieht es sehr häufig, gerade zu Zeiten des Internets, dass die Anonymität des Kritikers und die Körperlosigkeit des Urhebers, dazu führt, dass der freundliche Ton vergessen wird. Plötzlich wird beleidigt. Etwas wird ins Lächerliche gezogen. Eine gut gemeinte Arbeit wird zerfetzt. Ein Verriss wird geschrieben, bis von der Arbeit nichts mehr übrig ist und vom Urheber auch nicht.
Wenn wir Kritik äußern, dürfen wir zu keinem Zeitpunkt vergessen, dass hinter jedem Aufwand, der beitrieben wurde, auch ein Mensch steckt, der diese Kritik lesen wird und sich diese sehr wahrscheinlich zu Herzen nimmt. Entsprechend sollten die Worte sensibel und gezielt gewählt werden, damit die Aussage nicht die Wirkung verfehlen und tatsächlich das bezwecken sollte, wofür sie gedacht sind: Der Wille, etwas verbessern zu wollen. Denn ohne Kritik bleiben wir stehen. Ein Fortschritt ist nicht möglich. Keine Entwicklung, kein Wandel. Und das wäre irgendwie sehr langweilig.

Mit Kritik richtig umgehen

Es gibt eine Sache, derer wir uns stets im Klaren sein müssen: Niemals wird allen alles gefallen, was wir fabrizieren. Es wird immer jemanden geben, dem das, was wir machen, missfällt. Bei all den Geschmäckern und Meinungen, all diesen Individuen auf dieser schönen weiten Welt, ist es absolut nicht möglich, jeden positiv zu erreichen. Obendrein wäre das ziemlich langweilig! Einem muss bewusst sein, dass es unter keinen Umständen möglich sein wird, jeden zufriedenzustellen. Wichtig ist es, zu erkennen, was man selbst eigentlich erreichen will. Wen man erreichen will. Was ist die Intention der eigenen Arbeit? Wie kommt sie an? Erkennt das Publikum, was ich sagen will oder verfehle ich die Wirkung vollkommen? Wenn man selbst weiß, welche Ziele man verfolgt, erkennt man recht schnell, welche Kritik diejenige ist, die einem weiterhilft.
Zunächst wäre es ratsam, sich jeder Kritik anzunehmen und dann zu filtern, welche Punkte für einen persönlich umsetzbar oder überhaupt von Nutzen sind. Nur, weil jemand etwas nicht gefällt, bedeutet es selbstverständlich nicht zwangsläufig, dass wir es auch ändern müssen. Hinter unserem Projekt stehen immer noch wir selbst. Wir haben es erschaffen und unsere Persönlichkeit steckt mit jedem Bisschen dahinter. Dennoch sollten wir uns Kritik zu Herzen nehmen und in Erwägung ziehen, welche Punkte tatsächlich gute Veränderungen hervorrufen können. Oft ist einem selbst nicht bewusst, wo die eigenen Fehler liegen. Während des Arbeitsprozesses, wird man blind vor Kreativität und Ideenreichtum. Dementsprechend fallen einem Mängel zunächst gar nicht auf und gut gemeinte Hinweise können dabei unfassbar hilfreich sein. Außerdem erfährt man so vielleicht einen Ideenaustausch und erhält einen ganz neuen Blickwinkel auf die eigene Arbeit.

Kritik in der Buchbranche

Aber. Negative Kritik bedeutet natürlich auch, dass schlechte Bewertungen vergeben werden. Schließlich äußern sich die Parteien nicht privat in einer ruhigen Runde, sondern lautstark und zwar so, dass es jeder mitkriegt. Dies trifft natürlich nicht auf jeden Kritiker zu. Doch natürlich geben wir gerne unsere Meinung kund und selbst, wenn diese gut gemeint ist, ist es für denjenigen, an den die Kritik gerichtet ist, immer etwas ungünstig. Wenn Kritik plötzlich gelistet wird und wir eine Gesamtbewertung erhalten, wird Kritik von einem gut gemeinten Veränderungsvorschlag zu einer Wertung, die für das Überleben des Künstlers, Schriftstellers, usw. zuständig ist. Versagt beispielsweise ein Debüt und die Kritiken fallen sehr schlecht aus, ist dieser jemand verloren. Oder auch nicht? Vielleicht hilft die Kritik wieder zu etwas Besserem zu erblühen, man lernt aus den Fehlern und entwickelt sich neu.
Kritik führt natürlich zu Bewertung. Doch die Bewertung, auch wenn sie nicht perfekt ausfällt, hilft zukünftigen Interessenten zu unterscheiden, welche Produkte am besten für sie geeignet sind. Wenn man sich als Käufer nämlich die negativen Kritiken durchliest und einem selbst die negativen Punkte gar nicht interessieren, dann verleitet es einen vielleicht erst Recht zum Kauf.
Ein Beispiel: Jemand schreibt ein Buch über Astronauten auf dem Mars, die eine Familie gründen. Kritiker A sagt: Ich fand das Buch blöd, weil es hauptsächlich um die Liebesbeziehung und Problematik der Familie handelte und weniger um die Umstände auf dem Mars. – Der Leser dieser Kritik kann dann für sich entscheiden, ob dies auch ein Umstand wäre, der ihn stört oder ob es gerade etwas ist, was einen sogar interessiert. Dementsprechend filtert negative Kritik diejenigen heraus, die den Roman ohnehin schlecht bewerten würden, weil es das falsche Produkt für einen ist. Oder eben das richtige Produkt und es zieht Leser an, die eben so eine Geschichte suchen. Für den Autoren bedeutet es folgendes: Wie kann derjenige sich nun verbessern? Der Inhalt soll so stehen bleiben, immerhin ist das Buch schon geschrieben und nehmen wir mal an, es verkaufe sich auch gut. Dann wäre es beispielsweise ratsam, die Marketing-Strategie zu verändern, immerhin scheint der Kritiker vorher nicht gewusst zu haben, welche Hauptthemen in dem Roman zum Tragen kommen. Wäre der Roman als Liebesgeschichte auf dem Mars in den Vordergrund platziert worden, hätte dieser Kritiker wahrscheinlich nicht dazu gegriffen. Kritik erhalten, bedeutet auch, diese richtig für einen persönlich zu interpretieren. Möchte ich eine Liebesgeschichte auf dem Mars, weil mir das wichtig ist und die Botschaft der Geschichte? Ja. Was kann ich ändern, damit dieser negative Kritikpunkt nicht mehr aufkommt? Die richtigen Leser suchen und entsprechend die korrekte Zielgruppe herausfiltern und bewerben. Durch Kritik wird klar, was falsch gemacht wurde und wie es beim nächsten Mal besser umgesetzt werden kann. Dabei ist es wichtig, Kritik möglichst objektiv zu betrachten.

Ich bin supersensibel

Was nun, wenn einem Kritik schrecklich zu schaffen macht? Wenn sie einen auf die Psyche schlägt, weil sie einem so nah geht? Schließlich sind wir allesamt nur Menschen. Wir gewichten Kritik unterschiedlich. Der eine kann sie rational betrachten, der nächste zergeht daran. Mit Kritik umzugehen, muss gelernt werden. Vor allem, wenn man selbst in einer Branche arbeiten will, die von Kritik lebt. Jeder kreative Beruf bringt eben das mit sich, immerhin richtigen wir uns mit der kreativen Arbeit an Menschen, die nur darauf warten, es zu beurteilen. Es ist stets wichtig, sich vor Augen zu führen, Kritik nicht persönlich aufzunehmen. Natürlich ist dies nur bis zu einem bestimmten Grad möglich, immerhin wird etwas sehr persönliches bemängelt. Mit der Zeit lernen wir, damit umzugehen. Gelassenheit und eine neutrale Maske helfen dabei, negative Kritik anzugehen. Gerade eine direkte Konfrontation sollte vermieden werden. Es wäre ratsam sich für Kritik zu bedanken, oder sie stillschweigend hinzunehmen. Wenn wir anfangen, unsere Projekte zu verteidigen und die Kritiker zu kritisieren, werden wir schnell auf Gegenwehr stoßen. Denn der Kritiker wiederum wird sich in seiner Meinung bedrängt fühlen und ganz gleich, wie wir versuchen werden, das Produkt schmackhaft zu machen, die Meinung ändert sich deswegen nicht. Eher im Gegenteil: Als Objekt der Kritik stehen wir rückratlos da. Kritiker anzugreifen, ist keine Lösung, um der Kritik zu trotzen. Selbstverständlich bedeutet dies keineswegs, dass jede Kritik hingenommen werden muss. Dennoch sollte jedes Mal in Ruhe abgewogen werden, welche Herangehensweise am besten verlaufen würde. Humor soll dabei das beste Mittel sein. Wenn wir uns selbst manchmal etwas weniger ernst nehmen, entspannt sich so manche Situation schnell wieder.

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Wie seht ihr das? Wie geht ihr mit negativer Kritik um? Habt ihr vielleicht sogar ganz eigene Strategien? Ich bin supergespannt auf eure Antworten und Reaktionen!

LoveSarah

10 Fragen – 10 Antworten: Bücher aus diesem Jahr

Eigentlich habe ich bereits meinen Beitrag zu meinen Jahreshighlights geschrieben. Allerdings habe ich gerade diesen Tag bei Trallafittibooks entdeckt, den sie bei Vanny von Bookalicious aufgeschnappt hat, und fand die Fragen so genial, dass ich auch daran teilnehmen möchte. Ich liebe es solche Fragen zu beantworten, dann erhalte ich noch einmal einen ganz anderen Blick auf das Lesejahr.

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1.Ein Buch, welches du 2017 endlich vom SuB (Stapel ungelesener Bücher) befreit hast?

Ehrlich gesagt bin ich in der Hinsicht kläglich gescheitert. Ich habe mir vorgenommen die Shadowhunters-Reihe von Cassandra Clare zu lesen und habe den ersten Band ab der Hälfte abgebrochen. Ich hoffe, dass ich sie mir irgendwann noch einmal vorknöpfe, vor allem, da so viele so gut darüber sprechen! Ansonsten muss ich gestehen, habe ich die Bücher auf meinem SuB etwas ignoriert. HALT STOP! Das stimmt gar nicht! Ich habe dieses Jahr durch meinen SuB Colleen Hoover für mich entdeckt! Noch einmal gerettet! Durch die SuB-Challenge, die im Sommer durch meine Büchernixen stattfand, habe ich es geschafft eines von meinen 30 Büchern, die ich zur Verfügung gestellt hatte, bzw. die ich eigentlich mir vorgenommen hatte zu lesen, haha, tatsächlich aus meinem SuB zu streichen – und es war: Slammed von Colleen Hoover. Es hat mich restlos begeistert, vor allem die Poetry Slams haben es mir sehr angetan.

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2. Ein Buch, welches du 2017 unbedingt lesen wolltest, aber es nicht geschafft hast?

Zum Beispiel mein gesamter SuB? Nun gut, ich will mich mal einschränken. Ich habe irgendwann im Sommer begonnen die Märchen-Adaptions-Reihe (Luna-Chroniken) von Marissa Meyer zu lesen und habe die Romane immer wieder bei Seite gelegt. Was  mich nicht daran gehindert hat, direkt alle vier Bände zu kaufen. Ich muss sie unbedingt lesen! Verdammt! Dann wäre noch Ein Meer aus Tinte und Gold ein Buch, was ich unbedingt lesen wollte… und jetzt liegt es immer noch im Regal. Verdammt. Uh! Kernstaub von Marie Grasshoff, was ich sogar als Taschenbuch und E-Book habe und… auch nicht gelesen habe. Ich schäme mich. Und gleichzeitig bin ich etwas sauer, weil ich ALLE Geschichten kennenlernen will! Schreck lass nach!

3. Ein Buch, auf welches du wie irre hingefiebert hast und jetzt auf dem SuB schlummert?

Ich wollte eigentlich die gesamte Throne of Glass Reihe von Sarah J. Maas bis zum 22. November lesen, da ich an dem Tag zur Lesung nach London gefahren bin. Dabei erhielt jeder den parallelen Roman zu Tower of Dawn signiert mit blauem Buchschnitt. Super cool. Ich dachte mir, bevor ich gespoilert werde, kaufe ich schnell alle Bücher und lese alle… was ich nicht gemacht habe, obwohl ich ES SO SEHR WOLLTE! Ich fiebere immer noch dem vierten Band entgegen, den mir Michi und Jill so hoch angepriesen haben, aber irgendwie komme ich im dritten Band einfach nicht aus dem Quark.

4. Eine Reihe, die dich 2017 begeistert hat?

Die gesamte A Court of Thorns and Roses Reihe von Sarah J. Maas. Ich kann es gar nicht oft genug betonen, wie sagenhaft unglaublich phenomenal (gamsig) gut diese Buchreihe ist! Sie übertrifft alle Erwartungen, die ich jemals an Büchern hatte. Es ist die Buchreihe schlechthin und wer einen Bogen drumherum macht, der verpasst etwas! Darüber hinaus habe ich durch die Lux-Reihe die Autorin Jennifer L. Armentrout lieben gelernt! Ihr lockerer Schreibstil hat es mir sehr angetan, ich habe mich vor allem in die Dialoge zwischen Daemon und Katy verliebt.

5. Eine neue Lieblingsautorin, die du 2017 für dich entdeckt hast?

SARAH J. MAAS. ICH LIEBE SIE! Ihr Schreibstil, ihr Worldbuilding, sie hat mich verschlungen, zerstört und wiederbelebt.

6. Ein Lieblingscover aus 2017?

Den Mund voll ungesagter Dinge gefällt mir sehr gut, wobei ich gar nicht so genau sagen kann, weshalb. Darüber hinaus gefallen mir die Cover von der A Court of Thorns and Roses Reihe ausgesprochen gut. Ich muss gestehen, dass ich mein eigenes Cover zu „Einmal im Jahr für immer“ sehr mag. Ich habe ewig viel Zeit damit verbracht, ein passendes zu finden und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

7. Ein Highlight aus 2017?

Unmöglich. Ich kann nicht eines nennen. Fangen wir mal an! Trommelwirbel bitte! Beginnend wäre es mit Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen von Ulla Scheler, direkt gefolgt von der A Court of Thorns and Roses Reihe, wobei der zweite Band, A Court of Mist and Fury dabei klar vorne liegt und auf Platz eins gehört. Darüber hinaus habe ich mich durch Slammed in Colleen Hoover und ihre herzzerreißende Art zu erzählen verliebt.

8. Ein Flop aus 2017?

Murder Park von Jonas Winner. Wobei ich dabei sagen muss, dass es meine ausschließlich persönliche Meinung ist. Es gibt einige Leser, denen der Roman sehr gut bekommen ist, mir leider nicht. Ich habe mich sehr lange durch die zähe Geschichte und dem – wie ich finde – leider weniger einfallsreichen Handlungen gequält und bin leider mit einem eher faden Ende unbefriedigt aus dem Roman rausgekommen. Wohingegen ich Die Zelle von Jonas Winner sehr geliebt hatte!

9. Der Bookboyfriend 2017 schlechthin?

Rhysand aus A Court of Mist and Fury. (Wobei ich Will in Point of Retreat auch sehr mochte! Aber das lässt sich schlecht auf dieselbe Waage legen).

10. Eine Fortsetzung, auf die du dich 2018 schon riesig freust?

Ooooohhh! A Court of Frost and Starlight von Sarah J. Maas, welches in meinem Geburtstagsmonat MAI anfallen wird und ich mich jetzt bereits unfassbar darauf freue! Ich bin super gespannt, wie die Novelle zu der A Court of Thornes and Roses Jahr ausfallen wir und welche Geschichte dort auf uns wartet!

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Weitere Beiträge

Bücher aus diesem Jahr bei Trallafittibooks
Bücher aus diesem Jahr bei Bookalicious
Bücher aus diesem Jahr bei Bibliophilie Hermine

Ein Verriss

Meine Lieben, heute muss ich euch hinsichtlich eines Autors aufklären. Denn ich finde, irgendwo sollten Grenzen gezogen werden, es müsste klar sein, was erträglich ist, was tragbar sein sollte und was ein Autor einem Leser eigentlich zumuten darf.

Zuvor habe ich mich noch nie an einen Verriss getraut, aber ich glaube irgendwann stößt jeder mal an seine Grenzen und meine sind heute erreicht. Vielleicht ist es einfach mal notwendig, diesen Autor auf sich selbst und die Art mit unserer geliebten Sprache umzugehen, aufmerksam zu machen. Es kann möglich sein, dass demjenigen gar nicht bewusst ist, was er der Gesellschaft mit seinen Werken eigentlich zumutet. Oder vielleicht doch?
Ich frage mich ernsthaft, wer eigentlich erlaubt hat, dass dieser Autor Bücher rausbringen darf. Andererseits sollte es mich auch nicht wundern. Immerhin ist dieser Autor Selfpublisher, anscheinend wurde da an der richtigen Stelle nicht die Notbremse gezogen. Wahrscheinlich ist es so gelaufen, dass Verlage sein Manuskript abgelehnt haben und wie ich als Leser merken musste, wohl leider zurecht. Und was denkt er sich dann? Dass er das Buch einfach selbst publiziert? Warum tust du uns das an? Es hätte eine Vorwarnung am Cover kleben müssen: Achtung, Achtung, dieses Buch ist eine einzige Schande, bitte fernbleiben!

Ich kann nicht genau sagen, was mich mehr stört: Die Zeit oder das Geld, welches ich durch den Roman des Autoren verloren habe. Das einzig gute an meinem Kauf ist, dass ich den Roman aus meiner derzeitigen Wut heraus, auch in Brand stecken kann, um so wenigstens etwas Frust abzubauen. Ich kann an dieser Stelle auch nicht abstreiten, dass ich dieses Ding direkt nach dem Ende in die nächste Ecke gepfeffert habe: Es war einfach nicht mehr vertretbar.

Eigentlich wollte ich dem Autor noch eine Chance geben. Ich dachte mir: Vielleicht lernt er ja dazu. Also habe ich mir die gesamte Reihe gekauft. Und es noch mehr bereut. Zudem bin ich mir nicht sicher, was ich eigentlich schlimmer finde: Den Autor, der diesen Text verfasst hat, oder die unzähligen Leser, die ihn in die Bestsellerlisten manövriert haben! Ich schäme mich für all jene fremd, die diesem Roman ernsthaft mehr als einen Stern abgewonnen haben.

Inhaltlich ist es eine reine Zumutung. Es werden unzählige Klischees verbraucht, die zum einen nicht in unsere heutige Zeit passen und zum anderen derart abgegriffen sind, dass es mir persönlich zu peinlich wäre, solche banalen Szenarien zu verwenden. Zudem ist es unfassbar langweilig, nervtötend geradezu. Ich hätte getrost den Klappentext mit dem Schlusssatz verbinden können und tadaaaa: Roman in einer Minute beendet, ohne mir diesen Schinken antun zu müssen. Warum ich nicht abgebrochen habe? Weil ich Hoffnung hatte. Hoffnung, die offensichtlich Fehl am Platz war. Es wurde mit jedem Kapitel immer schlimmer, so dass ich mich gegen Ende hin fragte, was mit dem Autor eigentlich nicht stimmt. Er hätte wohl eher einen eingehenden Psychiater aufsuchen sollen, bevor er uns mit so einem Werk belastet!

Und was die Sprache angeht: Grausig. Habe ich grausig geschrieben? Eine Unverschämtheit! Was unserer Sprache in diesen Werken angetan wird, grenzt bereits an Körperverletzung. Wenn ich solche Bücher lese, denke ich mir, es müsste eine Grammatik-Polizei geben, die uns unschuldige Leser, vor so einem Schund bewahrt. Ich mein: Das hätte ja selbst ein Kind besser schreiben können!

Ich hoffe, dass der Autor zukünftig keine Romane mehr schreiben wird. Damit würde er der Leserschaft einen gewaltigen Gefallen tun! Denn es ist so: Talent steckt nun einmal nicht in jedem von uns und in dir, junger Autor, ganz gewiss nicht.

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Das war ganz schön fies, oder?

Über wen rede ich eigentlich? Hätte ich das zu Beginn schon aufklären sollen? Na, ich verrate es euch ja jetzt! Es handelt sich um… einen fiktiven Autoren. Ja, ganz recht. Ich habe diesen gesamten Text erfunden. Allerdings besteht er inhaltlich nicht vollkommen aus meiner Fantasie: In meiner Kritik an einen fiktiven Autoren, habe ich hier und dort tatsächliche Beispiele aus Rezensionen verwendet, die reale Verrisse darstellten. Ja. Ganz recht. Ähnlich wie dort oben, werden Autoren recht häufig auseinander genommen. Dabei werden nicht nur die Romane, sondern gleich der Autor und – wenn man schon einmal dabei ist – auch die gesamt Leserschaft einmal durch den Dreck gezogen.

Es sind harte Worte. Es sind sehr persönliche Worte. Es sind Worte, die einen Menschen zerstören könnten. Viel zu oft werden wir durch die Tastatur und den Bildschirm geblendet und vergessen, dass sich am anderen Ende ein ganz echter Mensch befindet. Ein Mensch mit Gefühlen. Ein Mensch mit Träumen. Ein Mensch, den wir durch unsere Kritik sehr stark beeinflussen, kränken oder zerstören können.

Warum verfassen wir eigentlich Rezensionen? Eigentlich will man ja ein Werk beurteilen, vielleicht eine Empfehlung aussprechen. Sollte es einem nicht gefallen, wäre es dann nicht angebracht diese Kritik konstruktiv auf den Punkt zu bringen? Ganz ohne persönlich zu werden? Ohne Beleidigungen? Kritik ist insofern sinnvoll, weil es dem Autoren selbst weiterhilft.

Liebe Menschen, überlegt was ihr schreibt, überlegt was ihr sagt, überlegt wie ihr handelt. Mit eurem Tun, könnt ihr einen Menschen so intensiv beeinflussen – positiv wie negativ -, dass ihr damit sein Leben verändern könntet.

Dabei bedanke ich mich an all jene Leser, Schreiber, Rezensenten, Blogger, die objektive, konstruktive Kritiken schreiben, die keine Verrisse glauben schreiben zu müssen, weil dann die Quoten steigen, die Rezensionen schreiben, um einen Autor auf seinem Weg zu helfen und nicht um diesen Weg zu beenden.

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Niccis Beitrag