Montagsfrage

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Heute starte ich Mal wieder mit einer Montagsfrage von Buchfresserchen. Falls sich jemand wundert, warum ich nicht jede Woche ein Beitrag dazu poste: Nicht jede Frage spricht mich an und ich habe auch nicht zu jeder Frage eine Antwort, weil manche zu speziell sind. Also suche ich mir die Fragen aus, damit auch ein interessanter Beitrag entsteht. Ich will hier ja niemanden langweilen, gell.

Die dieswöchige Montagsfrage lautet:

Wie steht ihr zum Anfragen und unaufgeforderten Erhalten von Rezensionsexemplaren?

Eine Frage, die ich vor allem aus der Perspektive des Autors beantworten kann. Bei der breiten Masse an Autoren, die durch großen/kleinen Verlagen oder Selfpublishing ihre Bücher publizieren, ist ein jeder mittlerweile auf Rezensionen von Blogs angewiesen. Die unterschiedlichsten Menschen kommen so in Kontakt mit dem Buch. Daher wundert es nicht, wenn man Bloggern ein Exemplar anbietet, um eine Bewertung zu erhalten. Die Bewertungen fallen höchst ehrlich aus. So kriegt man auch die nötige Kritik von Menschen, die reichlich lesen und Vergleiche gerecht ziehen können. Sie kennen dich nicht und können so objektiv bewerten. Meist sind sie besser, als die eigenen Testleser, denn die wollen die Gefühle nicht verletzen und sind vielleicht nicht immer ehrlich.

Von der Blogger-Perspektive aus ist es durchaus vorteilhaft unterschiedliche Bücher umsonst zu erhalten. Und in Gegenzug dafür eine gewisse Zeit aufzuwenden, um eine angemessene Rezension zu verfassen. Es ist eine win-win-Situation. Sowohl der Blogger, als auch der Autor, profitieren dadurch.

Was meint ihr?

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Sarah

 

Schreibmaskottchen

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Mein Schreibplatz

Hier und dort sehe ich oft, dass Schreiberlinge ihre Schreib-Helferchen vorstellen. Ich musste darüber immer schmunzeln. Dabei fiel mir erst heute auf, dass ich selbst auch das ein oder andere Plüsch-Bomsell auf meinem Schreib-Revier rumlümmeln habe.

Die Eule.

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Ich habe keine Ahnung warum ein jeder eine Eule hat. Tatsache ist, dass ich auch eine besitze. Eigentlich ist es ein Wärmekissen, aber ich habe es nur gekauft, weil sie hübsch war. Darf ich vorstellen meine Eule, sie überwacht tatkräftig und sehr aufmerksam (daher die großen, weit aufgerissenen Augen) meine Manuskripte. Also nehmet euch in Acht ihr Diebe! Diese Eule lässt niemanden durch. Sie sieht alles.

Die Schildkröte

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Meine Schildkröte ist neu. Ein Weihnachtsgeschenk von Frau Mama. Sie ist mehr Ablenkung zum Knuddeln als Schreib-Helfer, trotzdem gehört sie an den Platz zur Tastatur. So verträumt wie sie guckt, werden mir schon traumhafte Geschichten einfallen ^_^

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Schreib-Kuscheltiere vorstellen würdet!

X Sarah

 

Autor werden – Schicksal, Glück oder harte Arbeit?

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Beim Durchstöbern im Internet habe ich unterschiedliche Antworten auf die meist gestellte Frage an Autoren gefunden: Wie konnten alle erfolgreich werden?

Schicksal

Zu Beginn wird direkt der Verdacht erhoben, dass der Beruf des Autors sein Schicksal wäre. Doch kann ein Schicksal einem den Erfolg in die Hände spielen? Können deshalb nur bestimmte Autoren tatsächlich wirklich erfolgreich werden? Und alle anderen schlichtweg nicht? Ich glaube, um solch eine Frage beantworten zu können, muss man selbst sehr stark an das Schicksal glauben. Das Problem was ich darin sehe: Ich möchte nicht an etwas festhalten, was ich selbst nicht durch meinen eigenen Willen beeinflussen könnte. Des Weiteren kann ich mir nicht vorstellen, dass einem der Beruf einfach so in die Wiege gelegt wird.

Glück

Viele Autoren, unter anderem Stephanie Meyer und Marah Woolf, reden davon, dass an ihrem Erfolg auch viel Glück mit im Spiel war.
Gewiss können bestimmte Begegnungen und Fügungen schlichtweg durch Glück ausgelöst, einem den Weg zum Autor erleichtern und es ist durchaus möglich, dass nicht jedem dieses Glück zu Teil wird.
Vielleicht sind diese Autoren auch etwas zu Bescheiden, um zuzugeben, dass ihr Weg deshalb ein erfolgreicher war, weil ihre Bücher einzigartig und ihre Marketing-Stragie gut durchgeplant gewesen war. Trotzdem möchte ich Glück nicht gänzlich abschreiben. Allerdings sollte man sich nicht darauf verlassen, dass das Glück einem irgendwann entgegen schwebt. Manch einer wird einfach nach dem ersten Manuskript entdeckt und zack schafft derjenige es auch zu den Bestsellern. Gewiss hatte Glück in den Fällen einen Beigeschmack, jedoch bedeutet dies nicht, dass die Autoren deshalb weniger hart arbeiten müssen.

Harte Arbeit

Durch Ehrgeiz und viel harte Arbeit gelangt man an sein Ziel. Doch stimmt das auch so? Müssen wir alle nur genug schreiben, uns verbessern, unser ganzes Leben auf das Schreiben fokussieren und dann irgendwann wird man schon entdeckt?
Genügt es sein Leben lang zu schreiben, Bücher um Bücher zu verfassen, bis ein Verlag auf einem aufmerksam wird?
Die meisten Autoren können einem bestätigen, dass sich ihre Bücher nicht über Nacht schrieben und auch der Erfolg viele Jahre auf sich warten ließ, bis der große Durchbruch kam. Viele Texte zu schreiben und viele Manuskripte zu verfassen gehören zu dem Lebensweg eines Autors dazu. Was auch bedeutet, dass einige geschriebene Bücher vergehen können, ohne, dass ein Erfolg ins Haus trudelt. Dies bedeutet vor allem: Jahre lang Bücher verfassen, ohne einen Cent daran zu verdienen. Jetzt werden wohl einige Vorlaut werden und sagen, dass es schließlich um das Schreiben geht und nicht um Geldmacherei. Selbstverständlich schreiben wir aus Leidenschaft Welten zu kreieren. Doch es ist hart einen Vollzeitjob oder gar ein Vollzeitstudium und vielleicht noch Kinder zu hüten und sich um die Familie zu kümmern, und dann noch gleichzeitig in jeder freien Minute den PC heimzusuchen und weiter am Manuskript zu arbeiten. Dies ist wirklich harte Arbeit – doch durch den Spaß-Faktor auch gut zu ertragen, hehe. Allerdings kann ein jeder von uns Bücher darüber füllen, wie erschöpft, ausgelaugt und verausgabt man an manch einem Abend ist und sich wünscht einfach den ganzen Tag nur mit Schreiben verbringen zu können, statt sich noch um den eigenen Job zu kümmern.

Erfolgsrezept

Und was ist es nun? Glück, Schicksal oder harte Arbeit? Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht. Niemanden wird versprochen durch viel harte Arbeit am Ende sein Ziel tatsächlich erreichen zu können. Es kann sein, dass ein jeder von uns sein Leben lang schreibt und niemals erfolgreich sein wird. Andererseits: Sollte man das Glück haben sein Buch zu verlegen, bedeutet dies, nicht, dass die harte Arbeit vorüber ist und der Erfolg nun mit einem  Spazieren geht.
Warum machen wir das dann überhaupt? Wieso jahrelang auf etwas hinarbeiten, das man vielleicht nie erreichen könnte? Ganz einfach: Weil wir es lieben. Wir schreiben aus Leidenschaft. Es ist mehr als ein Hobby…wir kreieren eigene Welten und Geschichten und das durch Wörter. Natürlich hofft man stets auf Erfolg, doch wer nur darauf baut und nur des Erfolges wegen schreibt, der wird mit seinen Geschichten nie glücklich werden.

X Sarah

Bild: flickr.com, JD Hancock

NaNoWriMo WINNER !

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Und plötzlich schreckt mein Mann neben mir zusammen, als ich selbst auch ganz überrascht ausrufe:“Ich hab es geschafft! Guck mal! 50328 Wörter! Ich muss das schnell hochladen!“

50 000 Wörter in 30 Tagen

Fassungslos und überaus glücklich, teilweise selbst überrascht, starre ich auf den Bildschirm. Ich war noch richtig im Schreibfluss und kann gar nicht glauben, dass ich die volle Anzahl schon erreicht habe!  Und das auch noch zu früh!
Ich fühle mich ganz kribbelig. Es ist schön, etwas tatsächlich geschafft zu haben, dass man ein Ziel erreicht hat und dass es auch noch Spass gemacht hat!
Innerhalb von 30 Tagen sollten 50 000 Wörter geschrieben werden. Ein Nationaler Schreibmarathon, an dem jeder Schreiberling auf der Welt aufgefordert wird mitzumachen. Zuerst skeptisch, ob ich es schaffen könnte, setzte ich mich dann doch an den PC und begann zu schreiben. Und ich bin überglücklich es dann tatsächlich durchgezogen zu haben!
Nachdem ich meinen vollständigen Text eingefügt habe, erhielt ich meine persönliche Urkunde, hehe.

Tschaka Geschafft

Andere Geschichte

Zunächst habe ich in meinen alten Unterlagen zu Beginn rumgestöbert, um schnell eine Idee für einen Roman zu finden. Zunächst wollte ich einen begonnenen Prolog ausnutzen und habe meine Geschichte auch erst nach dieser benannt. Doch allzu viele Ideen wollten irgendwie nicht in mein Blickfeld kullern. Stattdessen musste ich unentwegt an eine andere Geschichte denken, eine, die mir schon seit Wochen durch den Kopf geisterte und die ich mir vorgenommen hatte, nach der Überarbeitung meines alten Manuskripts, in ein neues zu verwandeln. Allerdings habe ich nicht vor Neujahr damit gerechnet die Zeit dafür zu finden, da mich die Überarbeitung schon vollkommen eingenommen hatte. Schließlich macht diese nicht annähernd so viel Spass, wie das Schreiben einer vollkommen neuen Geschichte.
Und so geschah es, dass ich mein neues Buch begann – zum Glück! Niemals wären mir solche Wege oder gar Charaktere in den Sinn gekommen, die die Geschichte in eine Richtung lenkten, die auf eine andere Art nicht entstanden wäre.

Der NaNoWriMo

Durch das kontinuierliche Schreiben stieg meine Begeisterung für die eigene Geschichte. Unzählige Ideen tauchten während des Marathons auf und mussten schnell ihren Platz finden. Dadurch, dass ich mich dazu zwang mich jeden Tag an die Tastatur zu setzen und wirklich meine Wörter zu schreiben, fanden die unterschiedlichsten Geschichten ihren Platz in meinem neuen Manuskript. Der Plot ist schon vollständig erstellt. Natürlich ist mit 50 000 noch kein Buch fertig, doch ich fühle mich sehr motiviert weiterhin zu schreiben und mein Tempo nicht zu drosseln. Dieses Buch will ich noch dieses Jahr fertig stellen und es dann schnellstens in den Bewerbungsmodus manövrieren – daher habe ich den Titel noch nicht bekannt gegeben.

Gemeinsam Schreiben

Gemeinsam zu schreiben hat mich weiter und weiter voran getrieben. Durch Blogs und Facebook habe ich von einigen weiteren Autoren gelesen, die ebenfalls am diesjährigen NaNoWriMo teilnahmen. Zu wissen, dass man nicht alleine vor der Tastatur sitzt und zu erfahren, wie weit andere Autoren mittlerweile sind, hat mich zusätzlich motiviert und vorangetrieben. Der Ehrgeiz packte mich mit jeder Zeile und ließ nicht zu, dass ich aufhörte.

Höhen und Tiefen

Zu Beginn war ich sehr optimistisch jeden Tag schreiben zu können. Ein paar Wörter, so dachte ich, wären immer drin. Es war auch fast jeden Tag möglich. Aber nur fast. Und ich merkte an den Abenden, an denen ich zu müde, erschöpft oder verplant war, dass das schlechte Gewissen eintrat, welches nach neuen Wörtern schrie. Ja, es wurde zu einer leichten Sucht zurück an den PC zu kehren und weiter zu schreiben.

Danke NaNoWriMo

Ich kann jedoch von keinen schlechten Momenten reden, ganz gleich, dass ich an manchen Tagen zu erschöpft war, um zu schreiben. Der NaNoWriMo hat mich so weit mit dem Schreiben voran getrieben, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte. Ich nehme mir vor, fortan jedes Jahr an dem NaNoWriMo teilzunehmen. Es ist eine geniale Idee, um an das Schreiben zu erinnern und gemeinsam etwas ganz großes zu tun, obwohl jeder Zuhause an seinem eigenem Skript sitzt.

Mit den 50 000 Wörtern ist es für mich noch nicht getan. Ich werde weiter schreiben, solange, bis das Wort Ende unter meiner Geschichte steht. Viel Erfolg allen anderen Autoren! Lasst die Tasten klimpern.

X Sarah