Woche in Worten: Erste Woche Anatomie

Meine erste Woche im Medizinstudium ist vorbei, ich habe unglaublich viele großartige Momente erleben dürfen, obendrein fand gestern noch eine Hochzeit von unseren Freunden statt und Bücher sind diese Woche auch eingezogen, yay. Willkommen im Wochenrückblick in Form der Leselaunen.

[EINE AKTION VON TRALLAFITTIBOOKS]

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Vernunft oder Traumberuf?

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Lern doch erst einmal etwas Vernünftiges…

Diesen Satz wird der ein oder andere schon öfter im Leben gehört haben. Vor allem jedoch Menschen, die einen künstlerischen Beruf ausüben wollen: Sänger, Tänzer, Schauspieler, Zeichner, Maler, Musiker oder eben Schriftsteller.
All dies sind Berufe, die ein gewisses Risiko mit sich ziehen überhaupt jemals damit Geld verdienen und dementsprechend eine Existenz aufbauen zu können. Und aus diesem Grund wird einem oft bei dem Wunsch nach solch einem einzigartigen Beruf die Unvernunft eingetrichtert.
Diese Menschen, die einem diese Vernunft versuchen klarzumachen haben in den meisten Fällen den gleichen Namen: Eltern.
Ja, sie meinen es ja nicht böse mit uns, keineswegs. Schließlich sollen wir uns nicht ewig mit Wäschebergen bei ihnen geborgen fühlen, sondern irgendwann selbst in die große weite Welt reisen. Daher wird einem von allen Seiten die Auswahl an vernünftigen Berufen entgegen geworfen: Eine Ausbildung in einem netten Büro. In einer Bäckerei. Oder vielleicht ein Studium als Arzt oder vielleicht Anwalt. Das sind zweifelsfrei großartige Berufe. Doch sag das mal dem Künstler.

Unvernunft schreit nach Freiheit

In den meisten Fällen entschließt man sich dazu erst einmal irgendetwas anzufangen, um dann schließlich zu merken, dass das was man tut überhaupt keinen Spass macht. Ich sehe diesen Zustand allzu oft, wenn ich an Geschäften oder Büroräumen, von mir aus auch Krankenhäusern vorbeilaufe: Viele unzufriedene Menschen, die definitiv die falsche Wahl getroffen haben.
Der Wunsch seinen Traum leben zu können, schlägt unerbittlich in so manch einer Brust. Und ich frage mich: Warum tun wir es nicht einfach? Warum sind wir nicht einmal alle unvernünftig und machen das, was wir wirklich tun wollen? Wieso nicht glücklich sein? Ganz einfach: Weil wir kleine Angsthasen sind. Oder vielmehr: Riesige Mammut-Mutations-Angsthasen. Jawohl so ist es.
Trist und trostlos jammert der ein oder andere einher und grübelt über das vergeigte, vergeudete Leben. Wieso hören wir nicht alle damit auf und machen stattdessen etwas, was uns wirklich Spass macht? Ganz einfach: Wir trauen uns nicht. An dieser Stelle ein passendes Lied von Bodo Wartke, der mich übrigens bei seinem gestrigen Konzert in Magdeburg zu diesem Text hier inspiriert hat: 

Leichter gesagt als getan

Selbstverständlich ist es nicht so einfach, wie es klingt. Einfach so alles stehen und liegen lassen und seinen Traum zu leben klingt heldenhaft, geradezu rebellisch, doch Hand aufs Herz: Wie sollen wir dann leben? Wie durch den Alltag gelangen, wie die Miete bezahlen, wenn das Ziel noch gar nicht erreicht ist?
Sinnvoll wäre es einen Beruf zu finden, der einem auf dem Weg zu seinem Ziel behilflich sein kann: Als Musiker wäre ein Musikstudium vielleicht nicht verkehrt, als Schriftsteller vielleicht eine Ausbildung im Verlagswesen oder ein Studium unterschiedlicher Gebiete, um eine gewisse Reife zu erlangen. Als Maler wäre eine Ausbildung zum Grafiker genauso hilfreich, wie ein Studium der Kunst. Natürlich ist es noch nicht das Wahre, das Echte, dennoch kann es einen weitaus mehr bereichern, als es vielleicht den Anschein macht. Und Erfahrung kann man nie genug haben. Zudem benötigt ein Künstler Inspiration und nur dort draußen in der weiten Welt werden wir sie überhaupt finden.

Einen Traumberuf im Bereich der künstlerischen Branche zu ergattern ist eine Rarität die nicht jedem zu Teil wird. Und um dieses Ziel erreichen zu können Bedarf es an viel Arbeit und vor allem: Durchhaltevermögen. Viele Absagen, Ablehnungen und negative Erfahrungen werden einem mit Fäusten eines Hulks vom Weg abbringen und Zweifel aufkommen lassen. Doch nur wer nicht aufgibt, niemals loslässt, stetig aufsieht und den Glauben an sich nicht verliert, kann vielleicht tatsächlich irgendwann seinen Traum einfangen und muss ihn nie wieder loslassen.

X Sarah