Neobooks Monatsfavorit: Lasst uns feiern!

Der November ist bereits seit einigen Tagen ins Land gezogen und das bedeutet für mich auch etwas ganz Großartiges: Mit vier weiteren Autoren wurde Einmal im Jahr für immer bei neobooks zum Monatsfavoriten gewählt. Das stimmt mich zur Feierlaune!

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Durch die Wahl zum Monatsfavoriten im November, habe ich mir ein paar Überraschungen für euch ausgedacht und mit neobooks zusammen geplant, die euch als Dankeschön dienen sollen. JUHU! Unter anderem kann Einmal im Jahr für immer seit Donnerstag bis heute als E-Book für nur 0,99 Euro erworben werden. Ihr habt also heute noch den gesamten Tag Zeit, um euch diesen Schnappen nicht entgehen zu lassen! Nicht, dass ihr euch am Ende noch ärgern müsst. Das E-Book könnt ihr überall erwerben, wo es E-Books gibt. Ein paar Anbieter liste ich euch hier einmal auf:

Amazon  Thalia   Neobooks   Weltbild   ebook.de   Kobo

Monatsfavorit

Lovelybooks-Leserunde

Neobooks plant derzeit auf Lovelybooks eine Leserunde mit einer Verlosung von 10 E-Books zu Einmal im Jahr für immer. Ich selbst werde bei der Leserunde aktiv teilnehmen und mich mit euch austauschen. Ich würde mich wahnsinnig über eine rege Teilnahme freuen! Solche gemeinsamen Leserunden finde ich als Leser auch immer total großartig, weshalb ich gerne Bücher gemeinsam mit Anderen lese. Dadurch kann man sich gegenseitig hochschaukeln und Szenen entgegenfiebern oder sich über Charaktere aufregen. Es macht so viel Spaß! Lasst es euch also nicht entgehen! Jeder kann an der Leserunde teilnehmen, auch diejenigen, die kein E-Book gewonnen haben und selbst schon eins besitzen (oder ein Taschenbuch). Ihr habt noch ein paar Tage Zeit, um euch für die Verlosung zu bewerben, schaut also unbedingt hier vorbei.

Leserunde

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Taschenbuch-Bestellungen

Vor kurzem habe ich verkündet, dass meine Taschenbuch-Auflage aufgebraucht ist und ich neue Bestellungen sammle, damit ich euch weitere Konfetti-Pakete erstellen und in die Welt schicken kann. Ich bin so fassungslos darüber, wie viele auf meinen Ausruf reagiert haben! Es sind so viele geworden, dass sich die zweite Auflage auch langsam dem Ende nähert und das bevor das Paket überhaupt bei mir angekommen ist. Das rührt mich so sehr! DANKESCHÖN! Ihr seid alle unfassbar großartig. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich es mir schätze euch als Leser zu haben. DANKEDANKEDANKE! Weiterhin wird es immer noch möglich sein, sich bei mir ein Konfettipaket inklusive Widmung zu bestellen. Dazu könnt ihr mich über alle Social-Media-Kanälen oder unter meiner E-Mail-Adresse anschreiben: books@ricchizzi.de
Ich freue mich über jede Nachricht! Also traut euch ruhig! Ich LIEBE eure Nachrichten! Jede einzelne versüßt meinen Tag und ich gebe mir Mühe immer sehr zeitnah zu antworten. An alle Besteller, die bereits ein Taschenbuch in Auftrag gegeben haben: Keine Sorge! Die Bücher sind bei mir noch nicht eingetroffen, es sollte allerdings morgen endlich so weit sein und dann machen sich die Konfettipakete am Dienstag auch schon auf den Weg zu euch!

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Ein hübsches Bild von meiner liebsten Buchnachbarin, um euch das Taschenbuch etwas schmackhaft zu machen. Ich bin etwas gemein, oder? Haha. Genießt den Sonntag! Später folgt noch mein Wochenrückblick.

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Ein Blick hinter die Kulissen

Vor knapp einer Woche habe ich meinen ersten Roman veröffentlicht. In der Zwischenzeit haben mich so unfassbar viele Menschen angesprochen, mit mir meine Freude geteilt und, etwas, das mich unglaublich gerührt hat: Mich unterstützt, mir geholfen und meinen Roman gelesen!

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Es ist kaum zu glauben, dass es erst eine Woche her ist. Oder ist es überhaupt zu fassen, dass die Veröffentlichung bereits stattgefunden hat? So viele Dinge und Eindrücke treten auf einmal auf, dass ich meine Gefühlswelt eigentlich kaum richtig benennen kann. Ich befinde mich irgendwo in einer Schwebe zwischen Glück und Unglauben. Denn ich kann nicht wirklich fassen, dass all dies gerade geschieht. Dass ich wirklich nach so vielen Jahren des Schreibens für meine geliebte Schublade, nun tatsächlich mein Roman dort draußen in der Welt wohnt und von Menschen gelesen wird. Dass ich das Wort ENDE gesetzt habe und danach ein Buch folgte. Dass dort jetzt wirklich ganz in echt und real Leser sind, die mich anschreiben, mir im Detail erzählen, wie es ihnen beim Lesen ergangen ist und mich so sehr berühren, dass ich es kaum beschreiben kann. Es freut mich so sehr. Dabei werde ich von Vielen alle paar Seiten geupdated, wie weit sie nun sind, was sie denken, fühlen, glauben… es ist soo cool! Und schön! Einfach unfassbar wunderbar und herrlich! Mich freut jedes gute und ja (!) auch jedes schlechte Wort. Es bereichert mich ungemein, überhaupt zu hören, dass ihr euch meine Geschichte durchlest, in der so viel Herzblut von mir steckt. DANKE! Danke für alles, wirklich.

Taschenbuch-Bestellungen

Worauf ich mich wahnsinnig gefreut habe und was mir unglaublichen Spaß bereitet, sind die Taschenbuchbestellungen, die über mich laufen (books@ricchizzi.de). Ich verpacke die Bücher soo gerne und füge ein paar Kleinigkeiten noch dazu, die allesamt Teil des Romans sind. Außerdem gibt es nur bei mir schicke Lesezeichen und eine Widmung, hah!

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Ja, euch erwartet etwas KONFETTI! LUFTBALLONS! Und BRIEFE! Das Einpacken dauert dadurch ewig, aber es macht mir einfach viel zu viel Spaß und bereitet mir unglaublich viel Freude, dass ich nicht anders kann, als mir die Zeit eben dafür zu nehmen.

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Die Taschenbücher kann man übrigens mittlerweile auch über Amazon bestellen. Leider ohne Lesezeichen und meinem bunten Dreck, den ich euch dazustecke, haha.

Blogtour

In der letzten Septemberwoche folgt noch eine Blogtour mit meinen Büchernixen. Dabei haben wir so allerhand Schabernack vor! Unter anderem dürft ihr euch über mich im Clownskostüm, Briefe an Erinnerungen, die Entstehungsgeschichte zum Roman und vielen weiteren Luftballonreisen freuen! Am Wochenende folgt das Blogtour-Banner, in dem ihr weitere Informationen von mir erfahren werdet! Dabei stelle ich euch die genauen Themen und vor allem den Startermin vor.

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Ein paar Bücher meiner ersten Bestellung liegen noch hier bereit von euch bestellt zu werden. Wer also gerne solch ein kleines Päckchen mit Konfetti und buntem Kram haben mag, der hebe mal ganz flott die Hand.

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Zwischen Ramschpreisen und wieso man es niemandem recht machen kann

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Ebooks kosten ja eigentlich nichts, oder? Schließlich bestehen sie aus nichts – oder? Ich als Leser habe nichts in der Hand, kein Buch, was ich noch einmal verkaufen kann, ich selbst erhalte also quasi nichts. Bis auf die Geschichte natürlich, doch die ist ja eigentlich nichts wert, immerhin hat sie ja nur irgendsoein Autor runter geschrieben. Das ist ja keine Arbeit.

Was ist eigentlich los?

Etwas sprachlos und mit müden Augen konnte ich gestern Abend nicht schlafen. Aufgewühlte Gedanken durchtrieben mich, machten mich rasend. Doch warum? Was war geschehen?

An dieser Stelle möchte ich keine Personen oder Gruppierungen persönlich ansprechen, verallgemeinere die Geschichte daher, da es schließlich nur um den Kern der Geschichte geht und nicht um die Details: Ein Leser erhielt durch eine Aktion von einem Autor ein Ebook gratis. Derjenige freute sich sehr. Dieses Ebook umfasste 150 Seiten. Es war der erste Teil eines 11-teiligen Serials. Die übrigen Teile hätten insgesamt einen Wert von 33 Euro für über 990 Seiten beinhaltet. Wie ich finde, ein ziemlich fairer Preis, doch das sah der Leser nicht so. Derjenige fühlte sich hintergangen. Abgezockt. In die Irre geführt. Einer hinterlistigen Marktstrategie verlockt. Es wäre unverschämt für ein Ebook am Ende so viel zu verlangen, wie für ein Taschenbuch, so heißt es. Da schließlich dann pro Buch um die 10 Euro bei 330 Seiten fällig wären. Und das als Ebook. Darüber hinaus noch durch ein Gratis-Exemplar in die Irre geführt zu werden, regte diese Person ungemein auf. Sie fühlte sich betrogen durch den Autor. Es wäre unverschämt, schließlich wolle derjenige als Leser jetzt erfahren, wie die Geschichte weitergeht (die Leserprobe war anscheinend echt gut) und muss nun so viel Geld für die restliche Story ausgeben.

Tja und an dieser Stelle ist mir dann die Kinnlade ins Erdgeschoss geknallt.

Über Aktionsangeboten und Wertlosigkeit

Um das noch einmal auf den Punkt zu bringen: Ein Leser beschwert sich, weil er etwas UMSONST erhielt, weil die Produkte, die danach folgten, um den ersten Band zu beenden, dann etwas Geld kosten. Keine Unsummen. Normale Preise. Ja, auch wenn es sich dabei nicht um ein Taschenbuch handelt, sondern um ein Ebook, doch zu den Kosten später mehr.
Wenn ich mal einen Vergleich ziehen dürfte: In Bäckereien liegen manchmal gerne ein paar Proben der Gebäcke aus, um zu kosten. Wenn man dann mehr möchte, kauft man logischerweise das ganze Brot. Und bezahlt dafür. Das sieht offensichtlich jeder als sehr normal an, denn dann habe ich etwas in der Hand. Da beschwert sich niemand, dass nach dem UMSONST-Teil der GELD-Teil folgte. Es ist ähnlich, wie bei der gratis-Leseprobe, wobei diese direkt mal 150 Seiten umfasste. Wenn der Inhalt, ähnlich wie bei einer Essens-Probe, nicht gefällt, dann muss man das Endprodukt ja nicht erwerben. Man konnte es testen und dann entscheiden, ob man Gefallen daran hat. Eine, wie ich finde, sehr kluge Marketing-Strategie. Gerade im Bereich des Selfpublishings müssen härtere Register gezogen werden. Kreativität wird an dieser Stelle hoch angesetzt. Irgendwie muss man auffallen, die Leser dazu bringen auch ihre Werke zu lesen und nicht nur die von bekannten Bestseller-Autoren. Denn weshalb sollte ein Leser einen fremden Selfpublisher lesen, wenn der Bestseller genausoviel kostet? Ich kann den Sinn dahinter verstehen, ich selbst denke in dem Punkt auch nicht sehr viel anders. Fremden Produkten, sei es ein neues Buch eines mir fremden Autors oder ein neues Produkt einer Lebensmittelreihe, traue ich im ersten Moment nicht. Ich möchte mein Geld nicht ausgeben, weil ich nicht weiß, ob es für dieses Produkt den Wert erfüllt. Um dann den Kunden (Leser) irgendwie doch zu locken, versucht man es mit Aktionen. Sei es, dass das Ebook für die ersten Wochen für einen lukrativen Preis von 0,99 € angeboten wird, oder aber auch umfangreiche GRATIS-Proben verschenkt werden.
Doch, versteht ihr, was das wirklich bedeutet? Da arbeitet jemand Stunden, Wochen, Monate, und all die Arbeit wird später für einen 1-Euro-Ladenpreis verscherbelt. Weil die Welt das mittlerweile so erwartet. Und wenn es dem Billig-Angebot nicht gerecht wird, regnen Beschwerden vom Himmel.

Übrigens: Meine Kurzgeschichte habe ich zu Beginn auch Gratis angeboten

Denn wisst ihr was? Ich selbst habe es nicht anders gemacht. Als ich meine Kurzgeschichte veröffentlichte, wollte ich vor allem viele Menschen damit erreichen, Kritik bekommen, Feedback zu meiner Geschichte. Ich wollte wissen, ob das, was ich geschrieben habe, gut ist. Eine Leserschaft finden. Also habe ich es eine Woche lang gratis angeboten. Anscheinend kann ich von Glück reden, dass ich keine Beschwerden entgegen geschleudert bekommen habe, da es sich lediglich um eine Kurzgeschichte und keinen ganzen Roman handelte. Denn so, wie es dort draußen aussieht, gibt es anscheinend sehr wohl Menschen, die sich tatsächlich auch über Dinge aufregen können, die ihnen umsonst angeboten werden.
Ich bin zutiefst enttäuscht. Entsetzt und irgendwie auch verletzt. Direkt hat es mich nicht persönlich betroffen, zum Glück. Ich wäre aufgelöst, innerlich etwas zerstört. Irgendwie wollte man etwas Gutes tun und wird dafür am Ende noch bestraft.
In was für einer Gesellschaft leben wir eigentlich? Wenn Lesen zu einem Hobby geworden ist, dann sollte man auch bereit sein dafür Geld auszugeben. Und wenn es gratis ist, dann verdammt noch einmal FREUE ich mich darüber, lese es und hinterlasse dem Autor eine Rezension, um demjenigen mitzuteilen, wie es mir gefallen hat. Schließlich hat derjenige mir etwas GESCHENKT. Und ich weiß ja nicht, wie die Erziehung bei euch im Leben so abgelaufen ist, aber ich bedanke mich für ein Geschenk und beschwere mich nicht darüber.

Schreiben ist Arbeit

Es ist egal, wie lang eine Geschichte ist, der Weg, bis sie fertig ist, hat Zeit und Mühe gekostet. Selbst, wenn es sich dabei nur um eine Kurzgeschichte handelt. Eine Geschichte schreibt sich nicht einfach in zehn Minuten runter. Dahinter steckt Planung, Plotten, Überarbeiten und Schreiben. Meine Kurzgeschichte Der Sandkornzähler umfasst 20 Seiten und einen Wortumfang von knapp 4000 Wörtern. Das ist nicht viel, schließlich ist es nur eine Kurzgeschichte. Zum Vergleich: Mein Roman umfasst 500 Seiten mit 113 000 Wörtern.
Doch hinter der Kurzgeschichte und diesen 4000 Wörtern steckt dennoch viel Arbeit. Nehmen wir die reine Schreibarbeit, so stecken dahinter 2-3 Stunden, reiner Fließtext. Zwischendurch muss noch geplottet werden, damit der Inhalt auch Sinn ergibt, packen wir für eine Kurzgeschichte dafür auch noch einmal 2 Stunden obendrauf. Danach folgt die erste Runde der Überarbeitung. Werten wir dafür mal eine Stunde. Wenn der Text fertig ist, schicke ich es an Beta-Leser. Ja, auch bei einer Kurzgeschichte. Ich mache keine halben Sachen. Wenn die Kommentare der Beta-Leser zurückkommen, folgt die zweite Überarbeitungsrrunde, die meist mehr Zeit in Anspruch nimmt, lassen wir hier zwei Stunden dafür, wenn es nicht sogar mehr sind, doch stappeln wir einmal tief.
Bis der Text der Geschichte also fertig ist, liege ich bei: 8 Stunden. Also ein ganzer Arbeitstag. Was vorraussetzt, dass alles glatt läuft und ich die Geschichte bereits sehr genau kenne, mir nicht viele Gedanken machen muss. Das ist die minimale Zeit, die ich aufwenden müsste, um eine Kurzgeschichte fertigzustellen.
Danach ist das Buch allerdings noch nicht fertig. Dann kommt der Buchsatz. Nehmen wir dafür mal 2 Stunden. Dann das Cover: Nehmen wir dafür 3 Stunden, da ich es selbst angefertigt und nicht gekauft habe, entfallen an dieser Stelle für mich die Kosten. Da meine beste Freundin Germanistik studiert hat, konnte ich mir ebenfalls Kosten für ein teures Lektorat ersparen, da sie so lieb war und meinen Text korrigiert und auf Sinnfehler hinterfragt hat.
All das setzt voraus, dass ich übrigens all das schon gelernt habe. Damit meine ich das Schreiben. Die Covergestaltung, die Konvertierung in ein Ebook-Format, die Auseinandersetzung mit dem Veröffentlichungs-Prozess und vieles mehr. Zum Beispiel: Was ist eigentlich ein Buchsatz? Welche Größe hat so ein Cover eigentlich? Welche Bilder darf ich verwenden und welche Schriftarten? Welche Plattform nutze ich dafür? Welches Programm eignet sich am besten? All die Stunden, in denen ich das Grafikprogramm kennenlernen musste, in denen ich das Cover Kritiken durchziehen ließ und Verbesserungen vorgenommen habe, all die Zeit auf unterschiedlichen Blogs, Plattformen und Websites, um sich professionelle Meinungen und Ratschläge einzuholen. All das beziehe ich in die Arbeit nicht einmal in Stunden mit ein. Mal abgesehen von all den Jahren, in denen ich das Schreiben lernte. Und damit meine ich nicht das Alphabet der ersten Klasse. Ich meine das richtige Schreibem. Die Kunst eine Geschichte zu schreiben, so dass sie vielleicht hoffentlich am Ende auch jemand lesen möchte.
Was für einen Stundensatz haben wir jetzt am Ende? Acht für den Text und noch einmal 5 für den Rest, also bei 12 Stunden. Das setzt auch voraus, dass man fehlerfrei arbeitet und alles auf Anhieb funktioniert.

Echte Kosten

Ich selbst habe das Cover und das Lektorat durch Freunde und eigene Arbeit erreichen können. Viele Selfpublisher kaufen sich allerdings ein Cover und nutzen ein professionelles Lektorat. Bei einem Manuskript von ungefähr 300 Seiten kommen dabei locker Kosten in Höhe von 1500-2000 Euro auf einen zu. Ja, ganz recht. Dieses Geld streckt ein Selfpublisher vor, ohne zu wissen, ob das Buch am Ende überhaupt gekauft wird. Volles Risiko, nur, damit das Buch auch den Qualitäten entspricht, welches die Leser fordern. Dieses Geld geben wir also für potenzielle Leser aus, damit das Buch auch zu einem guten Wert verkauft wird. Und dann folgen Rabatt-Aktionen und vieles mehr, damit mehr Leser auf einen aufmerksam werden.

Ein Verlag hat ähnliche Kosten. Und etwas darüber hinaus. Denn bei einem Verlag folgen dazu noch Kosten für Buchsatz, Marketing, Innengestaltung und der Rabatt an den Buchhandel. Autoren setzen sich mit dem Marketing und dem Buchsatz oft selbst auseinander, wobei beim Marketing gerade am Anfang auch viel Geld hinein fließen muss. Dabei handelt es sich sowohl um Facebook-Werbung, als auch um Materielles, wie Flyer, Leseproben, Lesezeichen und Gewinnspiele.

Und ach ja! Der Autor. Der Autor sollte am Ende auch noch bezahlt werden. Derjenige hat die Geschichte ja geschrieben. Das hätte ich ja fast vergessen. Und das sage ich jetzt nicht einfach so.
Im Verlagswesen wird ein prozentualer Wert vertraglich festgelegt, den der Autor erhält. Zu Beginn wird dieser 5 % des Buchpreises nicht überschreiten, schließlich ist der Autor noch unbekannt und kann quasi froh darum sein, dass das Buch überhaupt vermarktet wird.
Als Selfpublisher kann man fast selbst die Preise festlegen, darf jedoch einen Fixpreis nicht unterschreiten. Schließlich wollen die Plattformen, auf denen die Bücher veröffentlicht werden, auch etwas daran verdienen. Diese erhalten meist 30 % der Einnahmen, was vollkommen in Ordnung ist. Das bedeutet übrigens bei einem Ebook von 0,99 €, dass wir am Ende keine 60 Cent daran verdienen. Für ein ganzes Buch.

Und ja: Das sind die Kosten, die ausschließlich für ein Ebook anfallen. Diese Kosten beziehen sich auch auf ein Taschenbuch, nur, dass dabei noch die Druckkosten anfallen. Mal ein interessanter Fakt: Ebooks von Verlagen kosten meist nur 1-2 Euro weniger, als die Version in Taschenbuchformat, doch irgendwie findet das niemand so schlimm. Wenn das allerdings ein Selfpublisher macht, ist es unverschämt. Wobei man dazu sagen muss, dass Selfpublisher tendenziell ihre Ebooks immer weit unter dem Marktwert anbieten. Ein kleines Beispiel gefällig? Die erfolgreiche Thrillerautorin Catherine Shepherd bietet ihre Ebooks für 2,99 € an. Ihre Taschenbücher kosten 9,99 €.
Das Erstlingswerk von Sebastian Fitzek Die Therapie kostet als Taschenbuch 9,99 €, das Ebook kostet genausoviel. Das neue Werk von Sebastian Fitzek AchtNacht (steht bereits auf meiner Wunschliste) kostet als Taschenbuch 12,99 €, als Ebook 8,99 €. Warum ist es bei Fitzek in Ordnung und bei einem Selfpublisher nicht? Weshalb müssen Selfpublisher ihre Bücher zu einem Ramschpreis anbieten und werden dafür dann auch noch angepflaumt, sollte es nicht niedrig genug sein?

Liebe zur Schreibkunst

Und einmal tief durchatmen. Denn das ist es, worauf es am Ende ankommt. Die Liebe zum Schreiben. Sie ist so tiefgründig, unermesslich, unbegreiflich. Ich kann mich noch erinnern, als ich die erste Geschichte angefangen hatte zu schreiben. Es ergriff mich wie eine Sucht. Und so fühlt es sich auch an: Eine Schreibsucht, die mich nicht mehr loslässt. Ein Kribbeln durchfährt meine Fingerspitzen. Die Geschichten lassen mich nicht ruhen. Ideen überkommen mich zu den ungünstigsten Zeiten. Meine Gedanken sind so oft an vollkommen falschen Orten, weil meine Geschichten nicht aufhören mit mir zu sprechen. Nur, wer wirklich aus Liebe schreibt, wird verstehen, was ich damit meine. Und diese Liebe wiegt die negativen Laute im Hintergrund so stark aus, dass es ok ist. Es ist ok, dass es dort draußen immer Menschen geben wird, die die Arbeit, die Kraft und die Leidenschaft, die dahintersteckt nicht erkennen und schätzen werden. Das ist in Ordnung. Dafür liebe ich das Schreiben viel zu sehr, um es durch irgendwen zerstören zu lassen. Das ist eine Bindung, die sich nicht so einfach kippen lässt. Und ich hoffe, dass es euch anderen Schreibern dort draußen auch so ergeht.

Alles Liebe

SR


Quellen:
Foto: Pixabay.com