Nachdem Schreiben – Zeit verstreichen lassen

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Stephen King sagt, man solle nach der ersten Rohfassung einige Wochen verstreichen lassen, bevor es an die Überarbeitung geht.

So direkt habe ich darüber zuvor noch nicht nachgedacht, muss ich gestehen.
Sobald ich mit einem Manuskript fertig war, wollte ich irgendwie automatisch Abstand gewinne. Bewusst habe ich das gar nicht getan. Doch jetzt, da ich darauf aufmerksam geworden bin, muss ich Schmunzeln.

Einen klaren Kopf bekommen

Erst durch das Zeitverstreichen gewinnt man eine gesunde Distanz zu der eigenen Geschichte. Die eigenen Worte erscheinen viel klarer und plötzlich sieht man Fehler, derer man sich zuvor gar nicht bewusst gewesen ist. Man liest sonst blind.
Außerdem erkennt man dann, welche Dinge wohl fehlen mögen oder was  heraus gestrichen werden muss.
Es ist wichtig sich von Passagen trennen zu können. Nicht alles ist für einen Leser unbedingt interessant. Wenn man selber merkt, dass man den Worten nicht folgen kann oder gar Zeilen überspringt, dann wird es ein Fremder wohl kaum lesen wollen, oder?

Weiter geht’s!

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Sarah

NaNoWriMo: Tag 17, 34193 Wörter

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Trotz beständiger Müdigkeit habe ich geschrieben und obwohl ich in der Zeit liege, war ich dann doch seht enttäuscht, dass es nicht mehr Wörter geworden sind. Es hat sich nämlich definitiv nach mehr angefühlt.

Wenn sich Sekunden wie Stunden anfühlen

Dieses Gefühl kennt natürlich jeder. Ob während des Schreibens, oder bei langen Warteschlangen an der Kasse: Die Zeit hat ihre eigenen Wege zu verstreichen. Für wahr können so Minuten zu gefühlten Stunden werden und Stunden wiederum in einem Moment an einem vorbei ziehen. Schon eigenartig. In Büchern ließt man allzu oft, dass sich ein Moment gleich vieler Stunden in die Länge zog und man glaubt der Autor übertreibe massiv. Doch weit gefehlt. Wenn man sich erst in solch einer Situation befindet, einem Moment entgegen strebt oder Zeit verstreichen muss, dann, ja dann lässt sie gut auf sich warten.

Mehr Worte, als man glaubt

So habe ich heute den gesamten Nachmittag und späten Abend damit verbracht zu schreiben. Nebenher liefen einige Filme und Musik und ich glaubte ein halbes Buch niedergeschrieben zu haben und wenigstens an die 35 000, wenn nicht gar an überhebliche 40 000 herangekommen zu sein. Weit gefehlt.
Das heißt nicht, dass mich das Schreiben gelangweilt hat, doch anscheinend hat sich in meinen Gedanken mehr abgespielt, als dann tatsächlich auf dem Papier erschienen ist, oder Szenen erschienen mir schlichtweg ausführlicher als sie eigentlich waren.

Müde werde ich mich jetzt zu Bett begeben und hoffen, dass zumindest bis zum Ende der Woche die 40 000, wenn gar nicht am Wochenende sogar die 45 000 geknackt sind.

Der Sacharow-Preis

Der Sacharow-Preis wird jährlich durch das EU-Parlament vergeben. Der Preis geht an Menschen, die sich für Meinungsfreiheit und Menschenrechte einsetzen. Dieses Jahr wird der Preis an einen Blogger aus Saudi-Arabien vergeben. Raif Badawi heißt der Preisträger. Auf seinem Blog kritisierte er den Islam und stellte sich aktuellen sozialen Themen. Für seine Meinungsfreiheit wurde er 2014 zu 10 Jahren Haft und 1000 Peitschenhieben verurteilt! Die ersten 50 wurden in der Öffentlichkeit schon ausgeübt. 

Trotz Bemühungen durch Amnesty International, wurde bislang noch keine Strafminderung oder Aufhebung veranlasst.

Wir in Deutschland kennen so etwas nicht. Ein jeder hat eine Meinung und die kann er auch preisgeben – natürlich auch mit Ausnahmen. Sollten wir beleidigend werden, können wir genauso gut angezeigt und verurteilt werden. Allerdings ist das deutsche Strafmaß mit dem in Saudi-Arabien kaum zu vergleichen. Hier hätte man vielleicht eine Geldstrafe erhalten.

Meinungsfreiheit ist weltweit noch keine Selbstverständlichkeit. Und genau aus diesem Grund sollten wir unsere Freiheit nutzen und sie kundgeben. Schreibt, was ihr denkt, denn jedes Wort zählt.

Quellen:
WikipediaSpiegel